Marco93 hat geschrieben:Andreas, tut mir leid du bist mir intellektuell zu überlegen. Ich denke da gibts ne kleine barriere zwischen uns
Was ebensogut mein Fehler ist. Es wäre an mir, mich verständlich zu machen. Ich hoffe, ich habe dich nicht vor den Kopf gestossen.
Marco93 hat geschrieben:Zu meinem bonsai bin ich mir natürlich nicht sicher xD er hat viele kleine neue blätter bekommen, oder sie sind am kommen, was ja heisst das er die tortur überstanden hat. Aber die noch vorhandenen älteren blätter sind nie ganz "entschrumpelt" also sie sind immernoch so und auch sehr schwach die meisten, also wenn man ihnen ein bischen ankommt fällts ab. Die kleinen sind aber stark und sehen gesund aus.
Die geschrumpelten sind vorbei. Damit meine ich, die hatten Pech und werden sich nicht mehr erholen. Lass dich davon nicht ängstigen. Wichtig sind die jungen.
Marco93 hat geschrieben: Schrumpeln tun sie ja wenn der baum zu wenig wasser hat und es eben aus den blätter holen muss, hab am anfang in der ecke einen holzspiess reingesteckt, und das war glaub ich nicht so gut- weil er dort ja auch kein wasser gesogen hat- also vorsichtig durch die wurzeln gefädelt und es war aber gestern nach 2 tagen in der sonne immernoch feucht..
Wie andere erwähnt haben, gibt es einige denkbare Ursachen: Zuwenig Wasser steht sicher oben, zuviel Wasser kann es aber auch sein. Dann haben wir ein paar Indoor-Schädlinge wie Trauermücken, auch nicht auszuschliessen sind Dinge wie «Kavernen». Das sind Hohlräume, die sich im Substrat bilden. Die sind entweder trocken oder voller Wasser – beides ist nicht gut. Wichtig ist, dass du nicht nach dem Kalender giesst, sondern nach dem Gefühl, wann es nötig ist. Das ist dann, wenn die Erde trocken ist, was du am besten mit dem Finger am Rand erspüren kannst. Oder – mit der Zeit – nach dem Gefühl für das Gewicht der Pflanze beim Hochheben. Ich hoffe, ich verwirre dich nicht – ich gehe nach dem Klang der Schale. Wenn ich die anschnippe mit dem Fingernagel, weiss ich, ob sie innen feucht ist odertrocken. Das aber wirklich nur als Information.
Marco93 hat geschrieben:Erdmischung wie gesagt 1/10 Erde(lockere binsaierde)/Seramis
Das klingt nach einem ziemlich groben Substrat für Jadebaum. Man darf nicht denken, dass ein und dasselbe Substrat für alle Bäume gut sei. Kiefern und Fichten mögen es anders als zum Beispiel Jadebäume. Ich würde dir empfehlen, den Anteil Erde auf einen Drittel zu erhöhen. Der Jadebaum ist seiner Lebensweise nach eine Sukkulente, er kann Trockenheit ertragen, kommt aber nicht zurecht mit «aggressiven Wechseln». Damit meine ich, was man für einheimische Bonsai empfiehlt: Tüchtig nässen, abtrocknen lassen, das täglich. Anders alle diese «sukkulentösen» Pflanzen, wie auch Weihnachtssterne usw.: Man halte sie mässig feucht, das aber möglichst konstant. Die Empfehlungen für Bonsai, Substrate betreffend, taugen hier wenig. Alle diese Pflanzen mögen ein «mässig dauerfeuchtes, humöses Klima». Das ist, viel einfacher gesagt nicht allzu üppig gegossene Pflanzenerde. Oder noch einfacher: Reduzier den Anteil Seramis drastisch. Der gehört eigentlich auf eine andere Baustelle.
Und gib dir und dem Baum Zeit. Ob deine Massnahmen erfolgreich waren, siehst du vielleicht erst nächsten März. Die Sonne sinkt, da wird dein Jadebaum alles herunterfahren und du wirst vielleicht denken, nichts habe genützt. Aber das ist halt der Preis, wenn man in Europa subtropische Pflanzen hält. Nicht verzagen.