Hallo Max,
das habe ich mir fast gedacht. Naja, unter Rubrik Erfahrung abbuchen.
Die Rubrik ist bei jedem recht groß! .
Dann laß ihn mal groß und stark werden und im Herbst, wenn die Blätter beginnen, sich zu verfärben, nochmals kräftig düngen. Das lagert er dann ein für die nächste Aktion.
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
hier gibt es nach einiger Zeit auch ein kleines Update.
Der Ahorn wurde ich März 2014 in einen großen TPK gepflanzt und durfte die ganze Saison frei wachsen.
Im Frühjahr 2015 startete ich die geplante Abmoosung. Im Juni kontrollierte ich die Wurzelbildung. Es hatten sich ein paar Wurzeln und ein dicker Kallus gebildet. Leider zu ungeduldig trennte ich den oberen Teil ab. Die nach der Abtrennung folgende heiße Wetterperiode, sowie die unzureichende Wurzelmasse führten zum Absterben des abgemoosten Teils.
Die Abmoosung hatte jedoch eine positive Auswirkung auf den unteren Stammteil. Es bildeten sich viele neue Knospen im unteren Teil.
Im Frühjahr entschloß ich mich das Bäumchen ins Feld zu setzen. Dort ist er auch schön kräftig gewachsen. Der neue Spitzentrieb ist ca 120cm lang. Würdet Ihr ihn bei der Stärke (siehe Bild) vor dem Austrieb noch schneiden, oder erst noch bis Juni wachsen lassen?
Auf dem Wurzelbild ist sehr schön der defizitäre unterste Stammbereich zu sehen. Dort hatte sich durch die 2014 entfernte Wurzel eine drastische inverse Verjüngung gebildet. Direkt unter der Verdickung befindet sich mittlerweile ein Ast, welcher frei wachsen darf, um, so ist meine Hoffnung, im Laufe der Zeit das Problem zu verringern. Oder werde ich da wohl um eine Abmoosung nicht herumkommen?
Viele Grüße,
MAx
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Im Feld geht es gut voran, der Baum ist jetzt über zwei Meter hoch. Im Frühjahr werden der Leittrieb, sowie die beiden dicken Äste links und rechts stark eingekürzt.
Die große Schnittwunde ist schon komplett zugewachsen.
ich deinen Feldahorn sehe ich viel Potential für einem kleinen Shohin. Im Frühjahr an der roten Line einkürzen, über die nächsten Jahre durchtreiben lassen und wiederholt zick-zack-mäßig zurückschneiden.
Ich drücke dir die Daumen, dass du Wurzel- und Stammansatz weiterentwickeln kannst.
es würde mich in den Fingern jucken....
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Ich werde immer interessiert mitlesen, habe ja auch so einen Kandidaten in der Entwicklung.
Vielen Dank für dein Interesse!
Genauso wie du es eingezeichnet hast werde ich schneiden, so hatte ich es auch im Sinn.
2019 werden ich wieder an den Wurzeln arbeiten.
Viele Grüße, Max
Der Ahorn hatte in diesem Jahr eine wahre Wachstumsexplosion! Zwei drei Leittriebe wuchsen ca 2,30m! Im Frühjahr wird an den Wurzeln gearbeitet, sowie stark zurückgeschnitten.
Nach dem rasanten Wachstum im letzten Jahr und dem drastischen Rückschnitt auf eine vielversprechende Grundform folgt jetzt die langwierigere Herausforderung, die Schnittwunden zu schließen und eine Verzweigung aufzubauen ohne durch schnelles Wachstum alle Äste zu dick werden zu lassen. Acer campestre wächst nicht gerade langsam. Bis jetzt hat alles gut geklappt.
wie ging es weiter? Hast du den Ahorn wieder in den Garten oder schon in einen Topf gepflanzt?
Ein bis zwei Jahre weitere Feldkultur zum Überwachsen der Schnittstellen würden nicht schaden. Ich würde die Schnittstellen dazu direkt am Stamm abschneiden und mit Wundverschluss abdecken, zumindest die Schnittränder.
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
der Ahorn ist wieder aufs Feld gewandert. Ich habe die Schnitte noch sauber nachbearbeitet und Wundverschluss aufgetragen. Jedoch habe ich Stümpfe stehen lassen (Soll dazu dienen Masse aufzubauen), so wie es Peter Adams in seinem Ahornbuch beschreibt. Seine Entwicklungstechnik soll hier Vorbild sein. Mal sehen, ob ich im Sommer, oder erst nächstes Frühjahr wieder schneidenderweise eingreife. Die Stammentwicklung ist jedenfalls noch nicht abgeschlossen.