Überwinterung Dreispitzahorn

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
Stenor77
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Überwinterung Dreispitzahorn

Beitrag von Stenor77 »

Guten Morgen,

zunächst wünsche ich Euch allen ein frohes Neues Jahr und viel Gesundheit für Alle.

Ich bin Bonsai-Anfänger, neu im Forum und habe ein paar dringende Fragen zur Überwinterung bzw. Handhabung von Dreispitzahornen bei tieferen Temperaturen.
Bei uns ist es seit einigen Tagen knapp unter Null grad und mein Dreispitzahorn steht auf dem Balkon in einem Karton. Der Wurzelballen ist gut mit Handtüchern eingepackt, Nachts wird die Kiste verschlossen und Morgens wieder geöffnet.

Ich habe ein wenig bedenken wenn die Temperaturen wie angekündigt noch weiter runter gehen. Wie frostverträglich sind Dreispitzahorne, darf zum Beispiel das Substrat in der Schale frieren? Oder ist dies das Todesurteil für den Baum? Und wie kann ich das effektiv verhindern?

Für ein paar Ratschläge von erfahrenen alten Hase wäre ich sehr sehr dankbar!

MfG

Norbert
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Norbert_S
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Re: Überwinterung Dreispitzahorn

Beitrag von Norbert_S »

Hallo Namensvetter

Meine Dreispitz überwintern seit Jahren in der Garage.
Bis -5°C in der Garage mache ich gar nichts. Dann ist es draußen über Tage kälter als -7°C. Der Ballen friert durch - macht nichts.
Wenn es kälter wird schalte ich einen Heizlüfter zu.
Irgendwo zwischen -7 und-10°C liegt derPunkt, wo die Wurzen durch den Frost unwiderbringlich zerstört werden. Das durfte ich vor einigen Jahren während eines besonders kalten Winters erfahren. 2 Wochen 20 Frostgrade bei steifem Nordost haben den Heizlüfter überfordert. Da hatte ich die besagte Temperaturspanne zwischen -7 und-10°C in der Garage.
Alle Wurzeln waren Matsch im Frühjahr. Die habe ich komplett entfernt und den Stamm wie einen Steckling einfach eingepflanzt. Ende Juni hat er zögerlich ausgetrieben, Ende des Jahres war alle Schwäche gewichen
Da hatte ich sicherlich auch etwas Glück, weil der Baum vorher gesund und vital war, aber ein Dreispitz ist bei weitem nicht so empfindlich wie er gerne dargestellt wird.
Norbert

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Stenor77
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Re: Überwinterung Dreispitzahorn

Beitrag von Stenor77 »

Hallo Norbert,

Ich danke dir fuer die Zeit die du dir gekommen hast mir ein wenig ueber deine Erfahrungen zu berichten.ein bisschen hat mich das schon beruhigt.es ist der erste Winter den mein ahorn bei mir verbringt.ich hoffe ich bringe ihn durch.der Sommer wunderbar geklappt:-)

Ich denke ich werde in den nächsten Tagen eine geeignete Holz Kiste bauen mit Isolation in die ich den ahorn dann unter Holz spaene einlasse.eine bessere Alternative habe nicht.das sollte das Problem aber beheben.

Ich danke dir recht herzlich und Wünsche dir einen schönen Jahres Anfang.

Gruss aus bawue

Norbert
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achim73
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Re: Überwinterung Dreispitzahorn

Beitrag von achim73 »

wenn die temperaturen unter -7,-8 grad gehen für längere zeit (mehrere tage), kannst du soviel isolieren, wie du willst. ich habe die selbe erfahrung gemacht wie norbert (im horrorwinter 2010-2011). und zwar leider nicht nur bei dreispitz, sondern auch einheimischen arten wie rotbuche, eiche, prunus etc.
falls es in zukunft nochmal in den bereich geht, werde ich meine bäume vorübergehend in eine tiefgarage schaffen. ist zwar auch nicht optimal, aber auf jeden fall besser als die hohe ausfallwahrscheinlichkeit bei starkem frost.
Gruss, Achim
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Norbert_S
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Re: Überwinterung Dreispitzahorn

Beitrag von Norbert_S »

Eine gute alte Wärmflasche kann zu ungeahnter Anwendung kommen und dann nützt gute Isolation mächtig.
Da gibt es so viele Möglichkeiten und bevor es auch auf einem Balkon in einer isolierten Kiste, die evtl. zur Hauswand sogar offen, dafür aber gut an sie anschliesst kälter als -5°C wird, muss schon einiges passieren.
Einfach offen sein für die eigenen Ideen, wenn man etwas über die Problematik nachdenkt.

Die angesprochenen kalten Winter haben die Dreispitze eines Bonsaifreundes in Hamburg auf einen Balkon im 4. Stock mit Vlies und etwas Noppenfolie sehr gut überstanden.
Ein Eichhörnchen fand den Winterschutz so gut, dass es einen Koben in den Dreispitzwald gebaut hat.
Damit hatte selbst ich nicht in Hamburg gerechnet.
Norbert

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Re: Überwinterung Dreispitzahorn

Beitrag von Sanne »

Hallo Norbert,

handelt es sich bei Deinem "neuen" Dreispitz eher um einen kleinen oder um einen größeren Baum? Ich finde, bei den Shohin muss man schon wg. der Wurzeln in den kleinen Schalen mehr aufpassen, da sie empfindlicher sind und bei längerer Frostperiode auch schneller austrocknen können.

Ich überwintere meinen kleinen Dreispitz sicherheitshalber frostfrei.

Gruß, Sanne
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Re: Überwinterung Dreispitzahorn

Beitrag von Thorsten1504 »

Hallo Norbert,

ich habe auch nur einen Balkon und überwintere meine Bäume so:

http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... 3%A4umchen

Hat die letzten Jahre gut funktioniert.

Solange es bis -5 Grad geht mache ich nichts, weil die wärme der Hauswand ausreichend ist.

Wenn es kälter wird schalte ich die Glühlampe zum heizen ein.

Gruß

Thorsten *wink*
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Moya
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Re: Überwinterung Dreispitzahorn

Beitrag von Moya »

Hallo zusammen,

ich mache da gar nichts. Bei mir steh der Dreispitz auf Rindenmulch unter dem Bonsaitisch, der gegen den Wind auf allen Seiten mit Luftnoppenfolie verschlossen ist.
Das Ganze ist im Winter im Dauerschatten des benachbarten Hauses.
Bisher hat der das unbeschadet überstanden ... Selbst dem Horrorwinter 2011.
Viele Grüße,
    Moya

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Stenor77
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Re: Überwinterung Dreispitzahorn

Beitrag von Stenor77 »

Hallo Zusammen,

danke für eure beiträge, ich sehe die Meinungen gehen auseinander ;-)

letztendlich denke ich muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen. es herrschen schliesslich auch nicht bei jedem die gleichen klimatischen Bedingungen.
ich werde es auf alle fälle mit einer schönen Holzkiste mit umlaufender styroporisolation probieren.

auf jeden fall hilft so eine Diskussion bei der lösungsfindung ;-) deshablb danke an euch.

hat jemand Erfahrung mit malus Everest? wie verhält es sich hier mit der Frostempfindlichkeit?

grüsse

Norbert

P.S. Der Schnee kommt :-)
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Re: Überwinterung Dreispitzahorn

Beitrag von Stenor77 »

Ach ja, zur frage von "sanne"...es handelt sich um einen 13jahre alten Dreispitz. ca. 450 mm hoch, stammdurchmesser ca. 45mm am wurzelansatz.
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Stefan72
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Re: Überwinterung Dreispitzahorn

Beitrag von Stefan72 »

Hallo Norbert,

beim Überwintern ist es noch wichtig, dass Laubbäume wind- und sonnengeschützt stehen müssen; wegen sog. "Frosttrocknis". Unter diesem Stichwort wirst Du einige finden. Ich bin selbst noch Anfänger und habe so vor ein paar Jahren mal einen Baum gehimmelt, weil ich dachte, es wäre nach eine langen Frostperiode eine gute Idee, die Hainbuche an einem milden Wintertag in die Sonne zu stellen. Die Knospen gingen auf und in der folgenden kalten Nacht war' s das dann...hat sich aber erst im Frühling gezeigt. Bevor es nicht mind. + 5 C° als kälteste Marke hat und Nachtfröste ausgeschlossen werden können, bleiben meine Bäume alle im Winterquartier bzw. in der geschützten Pergola. Ich habe auch Holzkisten mit Rindenmulch. Da stehen die drin bis knapp an den untersten Astansatz. Funktioniert sehr gut.
Freundliche Grüße, Stefan

Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen. Seine Arbeit entsagt nicht, sie ist in das Gelingen verliebt statt ins Scheitern.
Stenor77
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Re: Überwinterung Dreispitzahorn

Beitrag von Stenor77 »

Hallo Stefan,

wind und sonnengeschützt ist klar. Das ist Pflicht.

ich baue zur zeit auch eine Holzkiste und werde es wie du machen dann sollte das problemlos klappen.

mal schauen ob meine mädchenkiefer Sämlinge den winter überleben. bis jetzt siehts gut aus :-)

LG

Norbert
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Moya
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Re: Überwinterung Dreispitzahorn

Beitrag von Moya »

Hallo Norbert,
Stenor77 hat geschrieben:danke für eure beiträge, ich sehe die Meinungen gehen auseinander ;-)
Wie immer bei uns Menschen, frage 5 Leute und Du bekommst 10 Antworten. :-D (kleiner Scherz am Rande).
Stenor77 hat geschrieben: letztendlich denke ich muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen. es herrschen schliesslich auch nicht bei jedem die gleichen klimatischen Bedingungen.
Exactement so ist es. Was bei dem Einen funktioniert, kann bei dem Anderen tödlich sein.
Zudem kommt es -so denke ich- auch immer ein bisschen auf die Pflanze an, wie robust sie ist etc.
Ich hab hier z.B. ne kleine jap. Azalee aus dem Tübinger botan. Garten, die überwintert seit 8 Jahren draussen unterm Tisch. Steht auf ner anderen Schale dort auf Rindenmulch und hat selbst dieses irre Ding 2011 wo es im Februar in den -20 Gradkeller ging klaglos überstanden.
Stenor77 hat geschrieben: ich werde es auf alle fälle mit einer schönen Holzkiste mit umlaufender styroporisolation probieren.
Uh Styro würde ich nicht unbedingt machen. Das Zeug hat leider eine unangenehme Eigenschaft (es isoliert zu gut) .... wirds kalt, hält es die Kälte enorm gut und das ist eher schlecht fürn Baum.

Nach meiner Erfahrung genügt eine Holzkiste, Baum bis über den Schalenrand da drin in Pinienmulch versenken und Haube drüber gegen die austrocknenden Winde.

Wenn das Ding sonnig steht weil anders nicht möglich, gut schattieren, damit die Bäume da drin nicht anfangen zu kochen um dann nachts wieder schockgefrostet zu werden ... glaube das würde denene nicht so gut bekommen.
Stenor77 hat geschrieben: hat jemand Erfahrung mit malus Everest? wie verhält es sich hier mit der Frostempfindlichkeit?
Ich habe einen, steht wie alle draussen unterm Tisch auf Mulch.
Da ich ihn heuer das erste Jahr habe, werde ich im Frühjahr berichten.
Mein anderer Zierapfel (kein Everest) hat meine Art der Überwinterung jahrelang mitgemacht ohne Probleme.

Daher rein in Deine Kiste oder wenn Du Dir unsicher bist, ab in den kalten Keller damit.
Da er eh kein Laub hat, kann er auch dunkel überwintern. Musst dann nur im Frühjahr noch extremer wegen Spätfrösten aufpassen und ihn nachts immer reinholen. Garage wäre ne Alternative, die ist noch kälter als Keller.
Stenor77 hat geschrieben: P.S. Der Schnee kommt :-)
Nö, is scho da :lol:
Viele Grüße,
    Moya

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achim73
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Re: Überwinterung Dreispitzahorn

Beitrag von achim73 »

wenn Du Dir unsicher bist, ab in den kalten Keller damit.
aber vorsicht ! der keller darf keinesfalls dauerhaft über 7-8 grad haben, da die bäume dann anfangen im dunkeln und viel zu früh auszutreiben. ist mir auch mal passiert. also vorher über mehrere tage mit einem minimax- thermometer prüfen.
Gruss, Achim
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abardo
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Re: Überwinterung Dreispitzahorn

Beitrag von abardo »

Hi,
Stenor77 hat geschrieben: hat jemand Erfahrung mit malus Everest? wie verhält es sich hier mit der Frostempfindlichkeit?
Ja, ich hab da mehrere. Die ersten Jahre hab ich die eingebuddelt, Rindenmulch drumrum, in eine vor Wind schützende Hecke gestellt. Waren aber auch alle über 12 Jahre und hatten grosse Schalen. Seit ich beheizte GWHs habe, stehen die halt bei 1-3 Grad den ganzen Winter geschützt und das bekommt ihnen wirklich gut. Dann muss man aber auch mal giessen und zum Winter einmal Aliette drüberkippen. Treiben schön früh aus, keine Pilze oder sowas, alles prima.

Da ich auch immer wieder Neue aus deren Äpfelchen nachziehe, stehen die Jungpflanzen ausschliesslich im GWH, sonst würde ich nicht alle durchbekommen (hatte da Ausfälle bei den ein- und zweijährigen, wenn ich nur eingebuddelt hatte). Die frisch in kleine Töpfchen in Erde gelegten Äpfel aus diesem Jahr stehen jetzt zum stratifizieren aber einen Winter draussen.

Kommt neben dem Alter und Grösse deines Baumes aber auch darauf an, wann du letztmalig an deinem gearbeitet hast. Wenn du nach dem Laubfall noch geschnitten hast, würde ich immer den bestmöglichen Schutz empfehlen. Jüngere auch immer mit Schutz, ältere sind da vom Höhrensagen bestimmt robuster.

Übrigends hat sich auch das hier bei mir bewährt, wenn einem Kisten zu aufwändig sind -> viewtopic.php?f=8&t=43167
Grüße, Frank
___________
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