Optimaler Substrataufbau

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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Moya
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Re: Optimaler Substrataufbau

Beitrag von Moya »

Moin zusammen,

Ich oute mich als Mischung aus Ritter von Akadam und Die Schütter und hab da viel Spass dabei *dance*
Viele Grüße,
    Moya

******************************
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Andreas Ludwig
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Re: Optimaler Substrataufbau

Beitrag von Andreas Ludwig »

HeinrichI hat geschrieben:Nichts ist mir lieber, als konstruktiv (auch mit anderen) an einer Sache zu arbeiten und so möchte ich dass auch in Zukunft handhaben.
Dann habe ich doch ein paar Fragen an dich. Konstruktiv an einer Sache zu arbeiten, bedeutet für mich nicht zuletzt, den vielen Anfängern, die hier mitlesen, nichts vorzumachen und ihnen keine grob falschen Angaben aufzubinden. Also:

Wenn deiner Meinung nach der Gasaustausch «von unten» stattfindet, wie läuft das ab? Wie soll eine erhebliche Menge von Gasen über einige wenige Abzugslöcher von wenigen Millimetern Durchmesser in ein doch respektables Substratvolumen gelangen? Wie soll es die «Feuchtigkeitssperre» durch reine Diffusion überwinden, die dadurch entsteht, dass das Substrat faktisch dauerfeucht ist? Wie soll der Gasaustausch (wieder durch reine Diffusion) in Wasser ablaufen, das täglich im Substrat nach unten fliesst? Was verstehst du genau unter diesem Gasaustausch? Welchen «Aggregatszustand» (genauer: welches Vorliegen in physikalischer Hinsicht) siehst du bei diesen Gasen? Ich bitte um detaillierte Klärung.
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zopf
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Re: Optimaler Substrataufbau

Beitrag von zopf »

Hallo
Von einem frisch getopften Baum ausgehend -
...bei einem gesiebten Substrat haben wir ein bestimmbares Luftporenvolumen
...die Kapillarkräfte sind abhängig von der Oberflächenspannung
...die Oberflächenspannung ist abhängig vom Wasser und den darin enthaltenen Nährstoffen
...
...
Oder schon mal in der Badewanne gefu....

Drainageschicht ja oder nein ?
Gibt es Gründe dafür ?
Gibt es Gründe dagegen ?
Wenn keine oder fast keine Gründe dagegen sprechen,
es aber ein 5% tige Wahrscheinlichkeit gibt das Gründe dafür sprechen,
könnte man einem nicht so Erfahrenen den Ratschlag geben
mit einer Drainageschicht zu arbeiten.

mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
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Hanno
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Re: Optimaler Substrataufbau

Beitrag von Hanno »

zopf hat geschrieben:. . . könnte man einem nicht so Erfahrenen den Ratschlag geben
mit einer Drainageschicht zu arbeiten.
*daumen_new* Dann hat er jedenfalls nichts falsch gemacht.
MerschelMarco
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Re: Optimaler Substrataufbau

Beitrag von MerschelMarco »

Dieter, Hanno,

ich sehe auch überhaupt keinen Fehler darin eine Drainageschicht einzubringen.
Im konkreten Beispiel ist aber über die Hälfte des Gesamtvolumens mit Drainage aufgefüllt und der Baum wird mit dem Großteil seiner Wurzeloberfläche direkt auf die Drainage gesetzt. Das eigentliche Substrat hat nur Kontakt mit den Seitenrändern des Ballens. Wenn jetzt jemand einen Fächerahorn mit einer ausgeprägten Wurzelplatte entwickeln wollte und der Baum in einer entsprechenden Schale, flach und großflächig, stehen würde, dann wäre das nachvollziehbar, aber so???

Der Baum wird natürlich auch hier wachsen, aber man verschenkt Potential. Drainage ist ein wichtiges Rädchen im Gesamtsystem, aber, wenn man es, wie hier, so sehr einseitig optimiert, weit über das Mass der Notwendigkeit hinaus, geht das einfach auf Kosten anderer Faktoren.
Was hilft mir eine riesen Lunge, wenn das kleine Herz den Sauerstoff nicht transportieren kann und wenige Muskeln den vielen Sauerstoff gar nicht verbrauchen können?

Und weil der dauerhafte Erfolg bei Bonsai nunmal in sehr großen Teilen davon abhängt, das Räderwerk richtig auszutarieren, will ich den Beitrag von Heinrich nicht unwidersprochen lassen.

Grüße,
Marco
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zopf
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Re: Optimaler Substrataufbau

Beitrag von zopf »

Hallo Marco
Die in den Bildern gezeigten Beispiele entsprechen auch nicht so meinen Vorstellungen,
nicht im Bereich der Wurzelarbeiten und auch nicht im Bereich Substrat.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
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Andreas Ludwig
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Re: Optimaler Substrataufbau

Beitrag von Andreas Ludwig »

Also erstmal: Eigentlich habe ich keine Lust, mich weiter auszubreiten zum Thema. Drainage- und Deckschicht sind mir eher egal, natürlich geht das, allerdings sollte man dann eine deutlich feinere Drainage verwenden, wenn die Zeit des «Pushens» vorbei ist und es Richtung «Halten» geht – was wunderlicherweise wiederum kaum jemanden hier interessiert.

Nur etwas macht mir Sorgen: Ich schaue hier einigermassen fassungslos zu, wie skurrile Theorien entwickelt werden, z.B. wenn es um die Sache mit den Gasen geht. Ein paar logische Gedanken:

– Bäumchen im Topf sind auch nur Bäumchen. Ich vermisse die grossen Abzugslächer in den Erdschichten, durch die die nötigen Gase von unten in den Wald strömen könnten...
– Wenn diese «Zopfschen Flatulenzen» existieren und eine Bedeutung hätten – wieso vermeidet man dann tunlichst Hohlräume im Substrat? Die wären ja geradezu ideal, damit Gase aufsteigen können.
– Ich habe nach dem physikalischen Vorliegen dieser Gase gefragt. Nun, sie sind gelöst im Wasser. Wer nicht glaubt, dass das reicht, kann auch nicht glauben, dass Fische und Amphibien leben. Denen steht auch nicht mehr zur Verfügung, als was im Wasser gelöst ist.

Konklusion: Wer der Auffassung ist, durch eigene Beobachtungen die nicht wenigen Zusammenhänge, in denen Bonsai stehen, selbst erraten zu können, tut sich etwas an. Man muss die Überlegungen und Berechnungen des Eratosthenes nicht kennen, um es als Tatsache annehmen zu können, dass die Erde rund ist. Wichtig ist ferner, dass er sich auf die Bibliothek von Alexandria stützen konnte. Sonst wäre er wahrscheinlich auch nicht auf den richtigen Erdumfang gekommen. Rein empirisches Wissen ist schön und gut, hat aber auch seine Grenzen. Es gibt Naturwissenschaften, es gibt darin Gesetzmässigkeiten und die gelten auch dann, wenn Bäumchen in Tröpfchen stehen.

Das wars, viel Spass beim Umtopfen.
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Anja M.
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Re: Optimaler Substrataufbau

Beitrag von Anja M. »

Manchmal denkt man, wenn alle doch nur logisch und pragmatisch vorgehen wollten, dann gäbe es nur eine (begrenzte Anzahl von) Möglichkeit(en).

Weit gefehlt.

KIS - Kep it simple, erst recht für Anfänger, später kann man doch immer noch anbauen.
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zopf
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Re: Optimaler Substrataufbau

Beitrag von zopf »

Hast Recht Sigi, daher gelöscht
Zuletzt geändert von zopf am 27.01.2017, 12:26, insgesamt 1-mal geändert.
grüsse an die bewohner von melmac
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Sigrid
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Re: Optimaler Substrataufbau

Beitrag von Sigrid »

Hach, ich habe mir gerade noch mal die Eingangszeilen dieses Thread auf der Zunge zergehen lassen.
Die wahrlich mutige Absicht des Verfassers, angesichts vieler schon geführter und zerfaserter Diskussionen über das Thema hier nun ein für allemahl eine optimale Lösung, ein grundsätzliches Rezept zu bieten, ging grandios daneben 8)

Der Nächste bitte – die Speicherkapatität des BFF ist unerschöpflich *engel*
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libertad
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Re: Optimaler Substrataufbau

Beitrag von libertad »

Na ja......ich als Anfänger sehe das eher einfach logisch.
Wenn ich z.b 80% Lava hab und 20% Weißtorf, so in Richtung Walter Pall eben......na dann wirkt das komplette Substrat als Drainageschicht! Also bei mir zumindest, dass ganze ist einfach nur wie ein großes Sieb. Finde eine Drainageschicht in einem solchen Substrat für Sinnlos! Aber das ist nur meine kleine Meinung........


Viele Grüsse

Hagos
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camaju +
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Re: Optimaler Substrataufbau

Beitrag von camaju + »

Sigrid hat geschrieben: Der Nächste bitte – die Speicherkapatität des BFF ist unerschöpflich *engel*
Never ending story :lol:
Nur im Buch gibt's ein Happyend *dance*
Gruß Jürgen *wink*

Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.

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Re: Optimaler Substrataufbau

Beitrag von camaju + »

libertad hat geschrieben: Aber das ist nur meine kleine Meinung........
Nicht nur deine ;-)

Grobes (Walters) Substrat ist Drainage. Hat sich viel. noch nicht zu jedem rumgesprochen.
Gruß Jürgen *wink*

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Andreas Ludwig
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Re: Optimaler Substrataufbau

Beitrag von Andreas Ludwig »

Jürgen – Walter ist eben ein orthodoxer Schütter und dazu noch ein bekennender Anti-Akadamit.
Darum wird er von manchen als Ungläubiger betrachtet...
8)

Nachtrag, weil Outings ja voll style sind: Ich bin als Helvetier ein Anhänger der liberal-pragmatischen Richtung von Gaudenz Julius Käser, der in seinem Standardwerk «Commentarii de bello arboris» gleich eingangs schreibt:

«Terra» est omnis divisa in partes tres, quarum unam appellant humus, aliam terra stabilis, tertiam, quae ipsorum Akadama, nostra terra fragosa appelatur.

Entsprechend habe ich drei Kübel: Einen mit Humus, einen mit Seramis und einen mit Akadama. Damit mische ich mir dann, was der jeweilige Baum zu brauchen mir scheint. Das ist eigentlich alles. Helvetier neigen zu Insubordination und Autonomie. Als die Engländer noch am «habeas corpus» herumfeilten, waren wir schon raus aus dem Reich.
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Anja M.
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Re: Optimaler Substrataufbau

Beitrag von Anja M. »

Andreas Ludwig hat geschrieben: Als die Engländer noch am «habeas corpus» herumfeilten, waren wir schon raus aus dem Reich.
..., in dem die Engländer aber auch niemals drin waren. ;-)

Ein Kollege aus Florida schrieb die Tage:
Adam Lavigne hat geschrieben:With all the partisan political divisiveness of late, I figured that I’d introduce a calm, nuanced, and non-controversial subject into the æther. Try to, you know, relax the dialogues on the interwebs and facebooks a little, so to say. This is a safe subject. Indeed. It’s time to make the soil!
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