Die Aschenputtel - Hainbuche
Die Aschenputtel - Hainbuche
Hallo
Diese Hainbuche habe ich vor über 20 Jahren an einem Waldrand ausgegraben.
Sie war eine wildverbissene Kugel, die kaum aus dem Gras heraus schaute.
Sie hatte damals schon zwei gleich starke erste Äste,die auf gleicher Stammhöhe entsprangen.
Nach dem Anwachsen konnte ich mich damals nicht dafür entscheiden, welchen der beiden Äste ich entfernen sollte.
So stand die Pflanze jahrelang in der Ecke und wurde halt am Leben gehalten und ab und zu zurück geschnitten.
Vor 5 Jahren habe ich sie von einem Plastiktopf in die jetzige Bonsaischale getopft und über eine Umgestaltung nachgedacht.
Es ist hier deutlich eine Stammverdickung bei den ersten gegenständigen Ästen zu erkennen.
Hier ist deutlich zu erkennen, weshalb man keine zwei Äste gegenständig am Stamm belassen sollte.
Eine Lösung für das damalige Versäumnis ist mir bis heute nicht eingefallen,
also bleibt dies ein Übungsbaum,obwohl der Baum für mich in den letzten Jahren einen gewissen Charakter entwickelt hat.
Der vernachlässigte Wurzelansatz hat sich in der Schale ganz gut entwickelt
Das Alter des Baumes schätze ich auf mindestens 45 Jahre.
Die Höhe beträgt 48cm.
Vielleicht hat jemand eine gute Idee zu diesem Baum?
Gruß
Mannie
Der Baum nach dem Entlauben:
Diese Hainbuche habe ich vor über 20 Jahren an einem Waldrand ausgegraben.
Sie war eine wildverbissene Kugel, die kaum aus dem Gras heraus schaute.
Sie hatte damals schon zwei gleich starke erste Äste,die auf gleicher Stammhöhe entsprangen.
Nach dem Anwachsen konnte ich mich damals nicht dafür entscheiden, welchen der beiden Äste ich entfernen sollte.
So stand die Pflanze jahrelang in der Ecke und wurde halt am Leben gehalten und ab und zu zurück geschnitten.
Vor 5 Jahren habe ich sie von einem Plastiktopf in die jetzige Bonsaischale getopft und über eine Umgestaltung nachgedacht.
Es ist hier deutlich eine Stammverdickung bei den ersten gegenständigen Ästen zu erkennen.
Hier ist deutlich zu erkennen, weshalb man keine zwei Äste gegenständig am Stamm belassen sollte.
Eine Lösung für das damalige Versäumnis ist mir bis heute nicht eingefallen,
also bleibt dies ein Übungsbaum,obwohl der Baum für mich in den letzten Jahren einen gewissen Charakter entwickelt hat.
Der vernachlässigte Wurzelansatz hat sich in der Schale ganz gut entwickelt
Das Alter des Baumes schätze ich auf mindestens 45 Jahre.
Die Höhe beträgt 48cm.
Vielleicht hat jemand eine gute Idee zu diesem Baum?
Gruß
Mannie
Der Baum nach dem Entlauben:
- Dateianhänge
Wer das Ziel nicht kennt, kann sich auch im Weg nicht irren.
Re: Die Aschenputtel - Hainbuche
Das Bäume sich bei den Astansätzen verdicken ist eigentlich recht häufig, der 'dürre' Stamm macht das Problem. Bei der Rückseite wird es durch einen Ast verdeckt.
73 Anja
- hopplamoebel
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- Registriert: 18.05.2014, 22:08
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Re: Die Aschenputtel - Hainbuche
Moin,
ich habe eine Idee: So lassen
In der Natur sieht man solche gegenständigen Äste ja häufig - und nach 20 Jahren würde ich jetzt keine Radikaleingriffe mehr machen, sondern wie Du schon sagst: Den vorhandenen Charakter weiter entwickeln!
Tolle Verzweigung,
Gruß,
marco
ich habe eine Idee: So lassen
In der Natur sieht man solche gegenständigen Äste ja häufig - und nach 20 Jahren würde ich jetzt keine Radikaleingriffe mehr machen, sondern wie Du schon sagst: Den vorhandenen Charakter weiter entwickeln!
Tolle Verzweigung,
Gruß,
marco
So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
- Andreas Ludwig
- Mentor
- Beiträge: 6756
- Registriert: 29.03.2005, 16:50
- Wohnort: Schweiz
Re: Die Aschenputtel - Hainbuche
Wenn du die «Polster» weniger flach hälst, ihnen mehr Volumen erlaubst nach oben und unten, kann zwar kein «Vogel mehr durchfliegen», aber das Bild wird gewinnen. Ich würde da sogar einige Nebenäste unten nach unten drahten, andere oben nach oben.
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
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Re: Die Aschenputtel - Hainbuche
Jetzt noch was zu ändern an der Gegenständigkeit würde eher schaden, als nutzen. Warum nicht die Rückseite zur Vorderseite machen? ...dann fällt's nicht so auf. An sich ein schöner Baum. 
Tschüüss, Michael
Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
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Re: Die Aschenputtel - Hainbuche
Hi,
ja, schöner Baum. Bin auch für "Rückseite zur Vorderseite" und "unterrum so lassen", aber oben würde ich einiges Gegenständiges rausnehmen, sonst bilden sich da gleich die nächsten Verdickungen. Und die Krone wieder dann etwas nach links über den Schwerpunkt zurückentwickeln ...
ja, schöner Baum. Bin auch für "Rückseite zur Vorderseite" und "unterrum so lassen", aber oben würde ich einiges Gegenständiges rausnehmen, sonst bilden sich da gleich die nächsten Verdickungen. Und die Krone wieder dann etwas nach links über den Schwerpunkt zurückentwickeln ...
Grüße, Frank
___________
Ich will nur noch hupen !
___________
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Re: Die Aschenputtel - Hainbuche
Deine Hainbuche ist von der Dichte der Verzweigung hervorragend. Die Carpinus betulus ist eine perfekte Spezies für uns Bonsaifreunde.
In einigen Jahren könnte ich mir vorstellen, daß sämtliche Äste etwa auf die Hälfte gekürzt werden müssten, damit sie sich besser in Nebenäste und Zweige und Feinverzweigung auflösen. Das könnte aber auch dieses Jahr schon in Angriff genommen werden. Von den beiden unteren gegenständigen Ästen würde ich den dünneren entfernen, wenn es mein Baum wäre. Die Schnittstelle wird komplett und fast unsichtbar verheilen. Aus Aschenputtel könnte einmal eine Prinzessin werden.
In einigen Jahren könnte ich mir vorstellen, daß sämtliche Äste etwa auf die Hälfte gekürzt werden müssten, damit sie sich besser in Nebenäste und Zweige und Feinverzweigung auflösen. Das könnte aber auch dieses Jahr schon in Angriff genommen werden. Von den beiden unteren gegenständigen Ästen würde ich den dünneren entfernen, wenn es mein Baum wäre. Die Schnittstelle wird komplett und fast unsichtbar verheilen. Aus Aschenputtel könnte einmal eine Prinzessin werden.
LG,
F.
F.
Re: Die Aschenputtel - Hainbuche
@ Ferry:
Den dünneren Ast abschneiden... Wie stellst Du dir dann vor, die weitausladende Stammverbreiterung schmaler zu machen? So wie ich das sehe, ginge das nur mit einem ziemlich großen Shari - würde mir bei dem Baum nicht gefallen.
Den dünneren Ast abschneiden... Wie stellst Du dir dann vor, die weitausladende Stammverbreiterung schmaler zu machen? So wie ich das sehe, ginge das nur mit einem ziemlich großen Shari - würde mir bei dem Baum nicht gefallen.
Tschüüss, Michael
Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
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Re: Die Aschenputtel - Hainbuche
PS: Hier gab es mal einen Thread über fehlerhafte Anfängerbäume, die man aber trotzdem lieb gewonnen hat und deshalb nie abgeben würde. In diese Kategorie würde ich diesen Kameraden hier einordnen.
Tschüüss, Michael
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- Andreas Ludwig
- Mentor
- Beiträge: 6756
- Registriert: 29.03.2005, 16:50
- Wohnort: Schweiz
Re: Die Aschenputtel - Hainbuche
Es gibt keine fehlerhaften Bäume.
Aber sehr viele verschulte Betrachter...

Aber sehr viele verschulte Betrachter...
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(Thoreau)
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Re: Die Aschenputtel - Hainbuche
würde das auch eher unter naturalistisch einordnen. an der grundstruktur würde ich da auch nix mehr ändern.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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chinesische Weisheit
Re: Die Aschenputtel - Hainbuche
Hallo
Vielen Dank für Eure Ideen, Gedanken und Vorschläge,
besonders an Migo für seine "Skizze"
Ich denke meine etwas primitiven mit schlechten Hintergrund gemachten Bilder geben den wahren Charakter
des Baumes nicht wieder.
Der Vorschlag die Rückseite zur Vorderseite zu machen würde den Baum eben diesen nehmen.
Bei einem Bonsai sollten für mein Bonsai-Bild, zumindest Teile des Stammes mit Astansätzen zu sehen sein.
Den Vorschlag den unteren linken Ast zu entfernen habe ich schon mehrmals und auch nochmals heute aufgrund von Migo`s Skizze erwogen.
Ich habe ein Detailfoto vom unteren Stammbereich gemacht. Wird der untere linke Ast entfernt, so sehe ich den Stammverlauf nicht mehr als plausibel an.
Ich denke der Baum würde deutlich verlieren.
Ich trete die Flucht nach vorne an und werde diese "unmögliche Stelle" in der Zukunft noch besser zeigen.
Ich habe den ersten Vorderast etwas eingekürzt und ausgelichtet und zwei Zweige zur Seite gedrahtet,
damit der vordere Stammbereich besser gesehen werden kann.
Ich denke das Zeigen von Schwachstellen zeigt Charakter.
Kommentare zu meiner Meinung sind erwünscht!
Viele Grüße
Mannie
Vielen Dank für Eure Ideen, Gedanken und Vorschläge,
besonders an Migo für seine "Skizze"
Ich denke meine etwas primitiven mit schlechten Hintergrund gemachten Bilder geben den wahren Charakter
des Baumes nicht wieder.
Der Vorschlag die Rückseite zur Vorderseite zu machen würde den Baum eben diesen nehmen.
Bei einem Bonsai sollten für mein Bonsai-Bild, zumindest Teile des Stammes mit Astansätzen zu sehen sein.
Den Vorschlag den unteren linken Ast zu entfernen habe ich schon mehrmals und auch nochmals heute aufgrund von Migo`s Skizze erwogen.
Ich habe ein Detailfoto vom unteren Stammbereich gemacht. Wird der untere linke Ast entfernt, so sehe ich den Stammverlauf nicht mehr als plausibel an.
Ich denke der Baum würde deutlich verlieren.
Ich trete die Flucht nach vorne an und werde diese "unmögliche Stelle" in der Zukunft noch besser zeigen.
Ich habe den ersten Vorderast etwas eingekürzt und ausgelichtet und zwei Zweige zur Seite gedrahtet,
damit der vordere Stammbereich besser gesehen werden kann.
Ich denke das Zeigen von Schwachstellen zeigt Charakter.
Kommentare zu meiner Meinung sind erwünscht!
Viele Grüße
Mannie
Wer das Ziel nicht kennt, kann sich auch im Weg nicht irren.
Re: Die Aschenputtel - Hainbuche
Gruß.
Mal eine vielleicht dumme Frage.
Könnte man in so einem Fall den Ast so entfernen, dass frische Rinde am Stamm übrigbleibt, die man dann auf die Wunde am Stamm bindet, damit es verwächst?
Wisst ihr was ich meine?
Aber eigentlich finde ich, dass die gegenüberliegenden Äste gar nicht soo schlimm sind.
Merkwürdiger sieht der dünne Stamm zwischen dem ersten und zweiten Astpaar aus.
Kann man das nicht gezielt verdicken?
Abgesehen davon, dass ich den Baum auch so sehr schön finde und mir das ganze hier sowieso zu heiss wäre...
Danke Daniel
Mal eine vielleicht dumme Frage.
Könnte man in so einem Fall den Ast so entfernen, dass frische Rinde am Stamm übrigbleibt, die man dann auf die Wunde am Stamm bindet, damit es verwächst?
Wisst ihr was ich meine?
Aber eigentlich finde ich, dass die gegenüberliegenden Äste gar nicht soo schlimm sind.
Merkwürdiger sieht der dünne Stamm zwischen dem ersten und zweiten Astpaar aus.
Kann man das nicht gezielt verdicken?
Abgesehen davon, dass ich den Baum auch so sehr schön finde und mir das ganze hier sowieso zu heiss wäre...
Danke Daniel
Liebe Grüße - Daniel
- Bonsai-Fips
- Freundeskreis
- Beiträge: 2831
- Registriert: 09.11.2012, 17:13
Re: Die Aschenputtel - Hainbuche
Hallo Mannie
Wäre es eine Möglichkeit, den Baum z.B. im Uhrzeigersinn etwas zu drehen? Der erste Ast rechts käme dann nach rechtsvorne, dafür "verschwände" der erste linke Ast etwas nach hinten. Vielleicht würde dadurch die Verdickung im Stamm etwas entschärft und man sähe nicht mehr frontal auf die beiden ersten Äste auf gleicher Höhe. Der erste Vorderseitenast wäre auch kein "Augenstecher" mehr. Das Nebari scheint ja rundum sehr schön zu sein. Und die schöne Sicht in den Baum wäre auch erhalten.
Vielleicht wäre auch eine Drehung im Gegenuhrzeigersinn die bessere Möglichkeit.
Auf alle Fälle ein schöner Baum. Grüsse, Fips
Wäre es eine Möglichkeit, den Baum z.B. im Uhrzeigersinn etwas zu drehen? Der erste Ast rechts käme dann nach rechtsvorne, dafür "verschwände" der erste linke Ast etwas nach hinten. Vielleicht würde dadurch die Verdickung im Stamm etwas entschärft und man sähe nicht mehr frontal auf die beiden ersten Äste auf gleicher Höhe. Der erste Vorderseitenast wäre auch kein "Augenstecher" mehr. Das Nebari scheint ja rundum sehr schön zu sein. Und die schöne Sicht in den Baum wäre auch erhalten.
Vielleicht wäre auch eine Drehung im Gegenuhrzeigersinn die bessere Möglichkeit.
Auf alle Fälle ein schöner Baum. Grüsse, Fips
