Allgemein würde ich jedoch sagen, ist bis jetzt relativ wenig zu sehen gewesen was die Neueinkäufe angeht.
Dann fang ich mal an..............
Diese japanische Schwarzkiefer hab ich von meinem spanischen Lieblingshändler erstanden.
Pavia Bonsai hatte neben dem sehr großen Shohinangebot auch wieder einige wenige brauchbare bis sehr gute Midsizebonsai im Angebot.
Wie im letzten Jahr fand wieder eine japanische Schwarzkiefer den Weg aus Südspanien in das schöne Ruhrgebiet.
Anscheinend verirrt sich immer wieder mal eine Schwarz- oder Rotkiefer ohne böse Absicht in den Exportcontainer.............
Gesehen hab ich den schönen Baum schon beim ausladen aus dem LKW aber leider gab es Kommunikationsschwierigkeiten zwischen mir und einem Mitarbeiter von Pavia. Mein spanisch ist aber auch schon sehr dürftig..........
Leider half auch kein englisch sodass ich den Baum nicht mehr aus den Augen gelassen habe bis ich mit dem Chef den Preis bereden konnte.
Schnell war eine Einigung gefunden und "Rubbeldiekatz" stand die "Schwatte" im T5. Ganz nebenbei, die viel zu große Schale ist eine sehr gut patinierte ältere Shouzan-schale die schon alleine zwischen 300-400€ im verkauf kostet.
Nicht das Pavia das nicht gewusst hätte, aber beim preis hat das wirklich keine Rolle gespielt.
So jetzt die Fakten:
Es handelt sich um in Japan angezogene Bonsaibaumschulware mit einer Höhe von ca.35-40.cm, der nahezu perfekte Wurzelansatz der ca. 15-20.cm misst,
lässt den Baum stabil in der viel zu großen Schale sitzen.
Leider handelt es sich bei dem Baum nicht um Spitzenqualität ab "Baumschule" davon zeugt die sehr große Totholzstelle die relativ offensichtlich, frontal auf den Betrachter zukommt. Leider ist diese so wie alle anderen Totholzbereiche ohne viel Herzblut und somit suboptimal hergestellt.
Besonders problematisch wirkt sich die Tatsache aus das alle Totbereiche komplett mit Baumharz durchsetzt sind. Das macht die Sache für mich nicht leichter da solche Stellen sehr schwer nachzuarbeiten sind. Weitere Schwierigkeiten kündigen sich beim Grünbereich an. Auf den ersten Blick erscheint der Baum sehr gut verzweigt, ein genaueres Hinsehen verrät aber das in den letzten 2 Jahren der Baum nicht optimal gepflegt worden ist.
Im vorletzten Jahr, das offenbar das Verkaufsjahr war, hat man den Baum frei wachsen gelassen, sodass die Äste etwas ausgewachsen sind und der Baum hierdurch wenig kompakt wirkt. Im letzten Jahr ist der baum durch ein knallhartes Mekiri gegangen hiervon zeugt die quirllartige Verzweigung mit deutlich kleineren Nadeln am Ende der Äste. Ok jetzt aber gut, wer will es dem Händler verübeln bei dem Preis eine Schwarzkiefer immer optimal pflegen?
Geht fast nicht, aber gut gegossen und gedüngt ist sie und auch ansonsten fit wie "Schmitz Katze".
So was liegt jetzt für mich an??????
1.) Totholz nacharbeiten (das muss viel besser werden!)
2.) Kompakter machen ( da werden etliche lange Rutten raus müssen)
3.) Aststruktur bereinigen (max. Doppelverzweigung und Verjüngungsschnitt) Das was Ihr jetzt seht ( + der gedrahtete Hauptast der aber noch nicht abgelichtet ist) ist das Ergebnis von 5-6 Stunden Arbeit heute.
Morgen geht es dann weiter mit den Abschlußfotos der vorläufigen Arbeiten.
Grüße CP
