Hi,
Francois Jeker hat uns im Workshop Folgendes gezeigt: an der Stelle, an er du die Wurzel zukünftig kürzen willst, bohrst du mit einem Essstäbchen von rechts und links einen Hohlraum unter die Wurzel und füllst den dann mit einem Gemisch aus feinem Kies und organischem Dünger auf.
Dann nimmst die eine Knospenzange und setzt von oben an den Wurzeln an (die Zange quer zur Wurzel) und halbierst die Wuzel im Durchmesser mit einem, glatten Schnitt.
Innerhalb eines Jahres sollte der Baum unterhalb der Verengung neue Wurzeln gebildet haben und du kann die Wurzel dann im nächsten Frühjahr trennen.
Fagus sylvatica ... nach Bergung im November: wie über den Winter bringen?
Re: Fagus sylvatica ... nach Bergung im November: Langwurzel kappen ?
Grüße, Frank
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Ich will nur noch hupen !
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Ich will nur noch hupen !
Re: Fagus sylvatica ... nach Bergung im November: wie über den Winter bringen?
Die oben von Frank (abardo) beschriebene Methode ist nicht schlecht.
Dennoch würde ich erst mal schauen was sich unter den "5 Hauptwurzeln" noch verbirgt. Vielleicht können diese 5 Hauptwurzeln komplett entfernt werden, weil sich ein ein viel besseres Nebari darunter verbirgt. Ich würde ersteinmal den Wurzelballen gründlich inspizieren und ordnen. Die Methode mit dem Einschneiden der Wurzel und Auffüllen mit feinem Kies und Dünger geht dann immernoch.
Dennoch würde ich erst mal schauen was sich unter den "5 Hauptwurzeln" noch verbirgt. Vielleicht können diese 5 Hauptwurzeln komplett entfernt werden, weil sich ein ein viel besseres Nebari darunter verbirgt. Ich würde ersteinmal den Wurzelballen gründlich inspizieren und ordnen. Die Methode mit dem Einschneiden der Wurzel und Auffüllen mit feinem Kies und Dünger geht dann immernoch.
LG,
F.
F.
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Michael 86
- Beiträge: 2234
- Registriert: 08.10.2016, 09:00
Re: Fagus sylvatica ... nach Bergung im November: wie über den Winter bringen?
Frank, das interessiert mich genauer....
Wie verfährt man bei dieser Technik mit der Schnittstelle?
Abdecken mit Substrat, Wundknete, Fahrradschlauch ?
Wo werden die neuen Wurzeln wachsen? Aus der Schnittstelle oder aus dem heil gebliebenen Teil der Wurzel ?
Wie verfährt man bei dieser Technik mit der Schnittstelle?
Abdecken mit Substrat, Wundknete, Fahrradschlauch ?
Wo werden die neuen Wurzeln wachsen? Aus der Schnittstelle oder aus dem heil gebliebenen Teil der Wurzel ?
Grüße Michael 
Re: Fagus sylvatica ... nach Bergung im November: wie über den Winter bringen?
Hallo Frank, schließe mich Michael an und würde gerne mehr darüber erfahren.
Du schreibst links und rechts unter der dicken Wurzel. Das heißt 2 Löcher? Also nicht seitlich? Wie groß sollten die Hohlräume/Löcher sein? Wäre toll, wenn du die Methode noch etwas genauer erklären würdest. Hört sich interessant an!
Du schreibst links und rechts unter der dicken Wurzel. Das heißt 2 Löcher? Also nicht seitlich? Wie groß sollten die Hohlräume/Löcher sein? Wäre toll, wenn du die Methode noch etwas genauer erklären würdest. Hört sich interessant an!
Gruß aus dem Westerwald
Marco
Bonsai ist die Kunst der Zeit!
Marco
Bonsai ist die Kunst der Zeit!
- Dirk K. aus L.
- Beiträge: 1150
- Registriert: 31.05.2009, 09:11
- Wohnort: Oldenburger Münsterland (Norddeutsche Tiefebene)
Re: Fagus sylvatica ... nach Bergung im November: wie über den Winter bringen?
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte ...
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
Re: Fagus sylvatica ... nach Bergung im November: wie über den Winter bringen?
Diese Methode interessiert mich auch sehr. Über ein paar Fotos würde ich mich freuen.
Hier noch mal die Problemwurzeln. Die beiden linken Wurzeln im ersten Bild sind an der Spitze sogar miteinander verwachsen
Auch die andere Wurzeln erscheinen mir viel zu lang.
Unterhalb dieses Nebaris verbirgt sich leider auch nichts aussichtsreicheres.
Hier noch mal die Problemwurzeln. Die beiden linken Wurzeln im ersten Bild sind an der Spitze sogar miteinander verwachsen
Auch die andere Wurzeln erscheinen mir viel zu lang.
Unterhalb dieses Nebaris verbirgt sich leider auch nichts aussichtsreicheres.



Re: Fagus sylvatica ... nach Bergung im November: wie über den Winter bringen?
Hi,
entschuldigt bitte, falls ich etwas nicht mitbekommen habe oder vielleicht eine Wissenslücke bei der Rotbuche habe, aber der Baum hat dorch gerade erst den langen Weg angetreten, einmal ein Bonsai zu werden. Da Du ohnehin noch Jahre des Zuwachses und wieder Wegschneidens brauchen wirst, haben doch auch die Wurzeln jede Menge Zeit, sich zu verbessern. Ich würde darum die normalen Methoden anwenden und dem Baum Zeit lassen. Wenn er in 5-6 Jahren obenrum soweit ist, bereit für eine Schale zu sein, werden auch die Wurzeln mitgezogen haben. Die langen Wurzeln würde ich darum eher wieder tiefer ins Substrat setzen. An den Seiten der Wurzeln, auch am Stamm, da wo noch keine dicke lange Wurzel auf der Höhe ist, kurze 3mm Löcher bohren, wenn Du willst mit Wurzelhormon bestäuben und etwas Moos drum legen. Dann mit grobem mineralischem Substrat abdecken und warten.
Was auch gute Ergebnisse bei einer Hainbuche von mir gezeigt hat, ist ein Gitterring, den ich mit etwas Abstand rund um den Stamm aufgestellt habe (wie ein Zaun) und immer wieder mit organischem Festdünger gefüllt habe. Schon nach einem Jahr hatten sich viele neue Wurzeln unter dem Dünger gebildet und ich hatte den Eindruck, die äußeren, langen und tiefen Wurzeln seien gar nicht gewachsen.
Wenn Du in zwei Jahren umtopfst werden sich bestimmt quasi von selbst die Stellen ergeben, an denen man die langen Wurzeln kürzen kann. So war es zumindest bei mir bislang.
Lieben Gruß
Heinrich
entschuldigt bitte, falls ich etwas nicht mitbekommen habe oder vielleicht eine Wissenslücke bei der Rotbuche habe, aber der Baum hat dorch gerade erst den langen Weg angetreten, einmal ein Bonsai zu werden. Da Du ohnehin noch Jahre des Zuwachses und wieder Wegschneidens brauchen wirst, haben doch auch die Wurzeln jede Menge Zeit, sich zu verbessern. Ich würde darum die normalen Methoden anwenden und dem Baum Zeit lassen. Wenn er in 5-6 Jahren obenrum soweit ist, bereit für eine Schale zu sein, werden auch die Wurzeln mitgezogen haben. Die langen Wurzeln würde ich darum eher wieder tiefer ins Substrat setzen. An den Seiten der Wurzeln, auch am Stamm, da wo noch keine dicke lange Wurzel auf der Höhe ist, kurze 3mm Löcher bohren, wenn Du willst mit Wurzelhormon bestäuben und etwas Moos drum legen. Dann mit grobem mineralischem Substrat abdecken und warten.
Was auch gute Ergebnisse bei einer Hainbuche von mir gezeigt hat, ist ein Gitterring, den ich mit etwas Abstand rund um den Stamm aufgestellt habe (wie ein Zaun) und immer wieder mit organischem Festdünger gefüllt habe. Schon nach einem Jahr hatten sich viele neue Wurzeln unter dem Dünger gebildet und ich hatte den Eindruck, die äußeren, langen und tiefen Wurzeln seien gar nicht gewachsen.
Wenn Du in zwei Jahren umtopfst werden sich bestimmt quasi von selbst die Stellen ergeben, an denen man die langen Wurzeln kürzen kann. So war es zumindest bei mir bislang.
Lieben Gruß
Heinrich
