Technik - Nebari Dreispitzahorn

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mikeaustirol
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Technik - Nebari Dreispitzahorn

Beitrag von mikeaustirol »

Hallo Bonsaiforum!

Ich möchte euch zu einer Technik befragen, die die Japaner bei den Dreispitzahorns anwenden. Mir gefallen die mächtigen und weitausladenden Wurzelansätze - Wurzelplatten.
Mich würde sehr interessieren, welche Technik angewendet wird, um das Nebari so stark auzubilden.
www.dugzbonsai.com - diese Site kenne ich schon. Aber ich bin mir sicher, die Japaner haben da auch noch einen Trick - oder? :lol:

Ich freue mich auf eure Antworten...

Danke, Mike aus Tirol
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Das Photo hat ein Freund von mir auf der heurigen Kokufu in Japan gemacht. Besser gesagt ein Photo von einem Händerstand...
Das Photo hat ein Freund von mir auf der heurigen Kokufu in Japan gemacht. Besser gesagt ein Photo von einem Händerstand...
DSCF0024.jpg (66.19 KiB) 7878 mal betrachtet
Michael T.
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Beitrag von Michael T. »

Hi Mike,

in der Bonsai Art Nr. 51 ist ein guter Bericht über die Entwicklung eines gewaltigen Nebari an einem Dreispitz. Das Nebari an dem gezeigten Baum wurde hauptsächlich durch Bohrpfropfen und Ablaktieren entwickelt, d.h. es wurden Sämlinge bzw. Stecklinge im Randbereich fast horizontal so angepfropft, daß ihre Wurzeln das Nebari nach außen verbreitern.
Das Ergebnis ist schon beeindruckend, für meinen Geschmack allerdings etwas extrem :wink:
Viele Grüße aus dem Sauerland,
Michael
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Hallo Mike,
es vergehen Jahrzehnte, bis so ein extrem entwickeltes Nebari entsteht.
Die Wurzelplatten müssen beim Umtopfen immer sehr flach geschnitten werden, seitlich werden Wurzeln ablaktiert usw.
Irgendwie grenzt das aber schon an Gigantismus, der nicht jedem gefällt; mir auch nicht unbedingt. - Obwohl: Ausnahmen bestätigen die Regeln! - Man braucht dazu nur in einen Kokufu-Band sehen ........
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Albin
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Re: Technik - Nebari Dreispitzahorn

Beitrag von Albin »

mikeaustirol hat geschrieben:Aber ich bin mir sicher, die Japaner haben da auch noch einen Trick - oder? :lol:

Ich freue mich auf eure Antworten...

Danke, Mike aus Tirol
Hallo Mike!

Mit folgender Zeichnung habe ich versucht, eine weitere Technik vereinfacht darzustellen.
Dabei wird ein Steckling bei einer Keramik-, Metall- oder Holzplatte durch ein kleines Loch durchgesteckt. Einige Wurzeln sollten oberhalb des Loches bleiben.
Wenn sich der Steckling entwickelt hat wird er dicker und wenn sich die oberen Wurzeln ausreichend entwickelt haben, dann kannst Du den unteren Teil abschneiden.

Diese Technik ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern das habe ich in einer älteren Ausgabe von "Bonsai today" gelesen. (Wenn ich diese Ausgabe noch finde, nehme ich sie dir am Dienstag mit zum Clubabend)

PS:
Selbst habe ich diese Technik noch nicht probiert - Würde mich aber freuen, wenn sich Leute melden, bei denen dies funktioniert haben und vielleicht kann derjenige dann auch ein Bild mit dem Ergebnis posten?
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Entwicklung Wurzelplatte.jpg
Entwicklung Wurzelplatte.jpg (68.04 KiB) 7807 mal betrachtet
mfg Albin Bild
mikeaustirol
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Danke für eure Antworten!

Beitrag von mikeaustirol »

Hallo!

Danke für eure Antworten!

Dank euch kann ich mir das ganze jetzt viel besser vorstellen, wie "man" zu diesem Ergebnis kommt!

Ich werde auf jeden Fall heuer im Frühjahr so ein "langjahriges" 8) Projekt starten...

LG aus Tirol, Mike
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Stefan K.
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Beitrag von Stefan K. »

hi

in irgendeinem BONSAI-ART (weiss aber nicht welches)
war mal ein bericht.

bei jedem umtopen wird an der unterseite des wurzelballens abgehobelt


ps.: mir persönlich gefallen die extremen wurzelplatten nicht so (ist aber sowieso geschmacksache)
Ich hab Spass !
grüsse stefan
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geha
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Beitrag von geha »

Hallo Mike

die Technik wie Albin sie beschreibt, habe ich schon mal ausprobiert
und es hat auch geklappt. Fliese mit 10 er Bohrer gelöchert und dann einen kleinen Buchensteckling durchgesteckt, es dürfen natürlich keine großen Äste dran sein, nun das ist mittlerweile gut 4 Jahre her die Fliese ist schon entfernt worden und es hat sich ein schöner flacher Wurzelansitz gebildet (ich muss mal nach einem Bild suchen). Aber bis der Baum mal ein Bonsai wird vergehen dann nochmal 10 Jahre... :?

Gruss Geha
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Nils O.
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Beitrag von Nils O. »

Hallo zusammen,

die von Albin beschriebene Technik ist auch in Horst Stahls Buch "Bonsai - Vom Grundkurs zum Meister" beschrieben, das ein Doppelband seiner Bücher "Grundkurs Bonsai" und "Bonsai - Der Weg zum Meister" ist:
BildBild


Fragt mich aber nicht, in welchem Teil des Buches die Technik steht. :) Ich tippe aber auf Teil 2.

Mehr zum Buch auf meiner Homepage: http://www.kleinebaeume.de/s309_stahl.html
Gruß,
Nils

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klausk
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Plastikscheibe

Beitrag von klausk »

Der Feuerahorn ist 5 Jahre Alt, Stamm 5cm Durchmesser.
Der gezeigte Wurzelballen 2Jahre, im Jnern kann man die Scheibe sehen.
Die Fotos sind leider nicht gut geworden ,aber etwas zu erkennen ist doch.
Gruß Klaus
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Feuerahorn5.jpg
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kaskade
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negari oder nebari??

Beitrag von kaskade »

Hallo zusammen,
jetzt hab ich doch mal ne Frage.
Wie heißt es nun richtig, nebari oder negari?
In einem meiner Bücher (Bonsai, Pflege und Aufzucht japanischer Zwergbäume von Horst Daute) nennt er die Wurzelstammform, der Baum steht auf hohenstelzenartigen Wurzeln nämlich negari.
Oder verwechsel ich da was?
Bitte seht es mir nach, ich bin noch ganz frisch :oops:

Gruß Gabi
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Willkommen Gabi! :D

NEBARI steht für Wurzelansatz.
Michael T.
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Beitrag von Michael T. »

Und NE-AGARI (laut Naka) heißt die Wurzelstammform.
Siehe Claudia´s Azalee http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... 46&start=0 :wink:
Viele Grüße aus dem Sauerland,
Michael
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Die Frage lautete Nebari oder Negari ....... :wink:
Michael T.
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Beitrag von Michael T. »

Erbsenzähler :roll: :wink:
Viele Grüße aus dem Sauerland,
Michael
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