ich habe vor ein paar Wochen bei mir im Garten ein Beet angelegt und dabei ist mir die kleine Pflanze in die Hände gefallen. Ich dachte "Alles klar mein erster Yamadori " Mein erster gedanke war das es sich um eine Buche handelt. Meine Artenbestimmungs Kenntnisse stammen allerdings aus dem Biountericht in der Schule und das ist 20 Jahre her. Vielleicht kann mir jemand sagen um welchen Baum es sich handelt oder ob es vllt nur Unkraut ist.
Für Buche (Fagus) ist das Blatt nicht glatt genug und müsste eher ganzrandig sein, nicht gesägt. Hainbuche (Carpinus) müsste ein spitzeres Blatt haben. Hasel (Corylus) hätte eine kleine Blattspitze bzw. evtl. noch zwei weitere seitlich.
Mein Tipp wäre eine Erle (Alnus). Das Problem ist aber, dass junge Sämlinge oft noch nicht gleich zu Anfang die arttypische Blattform vollkommen ausprägen. Insofern kann ich nicht ganz sicher sein.
LG, Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
Ich vernichte davon jedes Jahr zwei, drei Dutzend, weil Archäologen sie ganz und gar nicht mögen. Das wiederum sind gute Neuigkeiten für dich: Schwarzerle ist ein Pionier, wächst schnell, ist ausdauernd, hat allerdings wie seine Verwandte, die Birke, den Mangel, sich langfristig nicht durchsetzen zu können. Was aber ziemlich egal ist, wenn man mit einem silbernen Löffel im Mund in einem Töpfchen sitzt. Auf ausreichende (=grosszügige) Feuchtigkeit achten und – was in deinem Fall möglich ist – frühzeitig Verzweigung durch Schnitt erzwingen.
Langfristig bin ich etwas zurückhaltender. Nicht, dass man keine Bonsai aus Erlen machen könnte. Aber so wirklich der Brüller sind sie in Sachen Verzweigung nicht, finde ich. Vielleicht irre ich mich, ich gehe es nachlässig an: Ich experimentiere etwas mit einigen wenigen, durch mich zu diesem Zweck verschonten Erlentrieben im Freiland herum. Mir scheint da aber, sie seien arg sperrig, neigten als Pioniere zu schnell groben, langen Austrieben, aber gar nicht zu «netten chinesischen Krümmungen».
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)