Jap. Lärche absterbender Ast?

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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tokonoma
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Re: Jap. Lärche absterbender Ast?

Beitrag von tokonoma »

Hallo Christian,

kann es sein, dass die Pflanze in der Schale überhitzt ist? Wurzeln sterben bei einer Überemperatur. In voller Sonne bei dunklen Schalen sind schnell die 50 Grad überschritten. Fuchsien Wurzwurzeln sterben schon viel früher.
Manch Bonsaifreund legt bei der Hitze nasse alte helle Handtücher über die Schalen, andere stellen Holzbrettchen davor, dass die Sonne die Schale nicht überhitzt.
Das schaut nicht schön aus, aber es hilft bei extremen Temperaturen.

Ich drück Dir die Daumen!

Ciao
Rainer
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Erwin
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Re: Jap. Lärche absterbender Ast?

Beitrag von Erwin »

Sanne hat geschrieben: 04.07.2017, 21:35 Hallo Erwin,

laut Enger ist Celaflor Spezial-Pilzfrei Aliette aber u.a. auch bei Wurzelfäule nützlich und bei regelmäßiger Anwendung zusätzlich vitalisierend. *schulter zuck*

LG, Sanne
Hallo Sanne,

"nützlich" heißt nicht, dass es hilft und "vitalisierend" erscheint mir zweifelhaft. Das ist Homöopathie..... oder Hörensagen. Konkret ist da nichts.
Schau mal hier: https://agrar.bayer.de/de-DE/Produkte/P ... a=Ml8wX18=

In der Gebrauchsanleitung steht:
Aliette WG besitzt vollsystemische Wirkungseigenschaften. Der Wirkstoff Fosetyl wird in kurzer Zeit von den benetzten Pflanzenteilen
aufgenommen und im Saftstrom der Pflanze sowohl nach oben als auch nach unten bis in die Wurzeln transportiert. Nach der Aufnahme ist ein
Abwaschen durch Niederschläge nicht mehr möglich. Diese vollsystemischen Eigenschaften gewähren einen Schutz von innen heraus, wobei
auch der zwischen zwei Behandlungen gebildete Neuzuwachs sowie die Wurzeln geschützt werden. Aliette WG hat einerseits eine direkte
Wirkung auf den Pilz und stimuliert zusätzlich die natürlichen Abwehrkräfte der Pflanzen.


Ergo: wo keine Wurzeln, da kein Saftstrom

Erwin
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Dirk K. aus L.
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Re: Jap. Lärche absterbender Ast?

Beitrag von Dirk K. aus L. »

Guten Morgen!
Erwin hat geschrieben: 05.07.2017, 08:01
Sanne hat geschrieben: 04.07.2017, 21:35 Hallo Erwin,

laut Enger ist Celaflor Spezial-Pilzfrei Aliette aber u.a. auch bei Wurzelfäule nützlich und bei regelmäßiger Anwendung zusätzlich vitalisierend. *schulter zuck*

LG, Sanne
Hallo Sanne,

"nützlich" heißt nicht, dass es hilft und "vitalisierend" erscheint mir zweifelhaft. Das ist Homöopathie..... oder Hörensagen. Konkret ist da nichts.
Schau mal hier: https://agrar.bayer.de/de-DE/Produkte/P ... a=Ml8wX18=

In der Gebrauchsanleitung steht:
Aliette WG besitzt vollsystemische Wirkungseigenschaften. Der Wirkstoff Fosetyl wird in kurzer Zeit von den benetzten Pflanzenteilen
aufgenommen und im Saftstrom der Pflanze sowohl nach oben als auch nach unten bis in die Wurzeln transportiert. Nach der Aufnahme ist ein
Abwaschen durch Niederschläge nicht mehr möglich. Diese vollsystemischen Eigenschaften gewähren einen Schutz von innen heraus, wobei
auch der zwischen zwei Behandlungen gebildete Neuzuwachs sowie die Wurzeln geschützt werden. Aliette WG hat einerseits eine direkte
Wirkung auf den Pilz und stimuliert zusätzlich die natürlichen Abwehrkräfte der Pflanzen.


Ergo: wo keine Wurzeln, da kein Saftstrom
Oder wie Walter Pall einmal sinngemäß schrieb: Das ist so, als würde man bei einem Beinbruch Vitamine verordnen. :roll:


Schönen Gruß

Dirk
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
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abardo
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Re: Jap. Lärche absterbender Ast?

Beitrag von abardo »

Erwin hat geschrieben: 04.07.2017, 21:17 ganz bestimmt hilft Aliette in diesem Fall nur dem, der es verkauft. Der Baum hat offenbar einen massiven Wurzelschaden, da ist ein Mittel gegen Pilz sinnlos.
Da der Baum ja nun notumgetopft wurde und dabei bestimmt nicht alle fauligen Wurzelteile entfernt wurden und zudem auch viele neue Schnittstellen vorhanden sind, ist eine Anwendung mit Aliette extrem sinnvoll, um das Eindringen von Pilzen zu hemmen.

Am Besten 2x im Abstand von 2 Wochen.

Ein durch Vitamine und Minerale gestärkter Körper hilft bei der Heilung eines Beinbruchs. Eine Wundversorgung bei einem offenen Beinbruch auch.
Grüße, Frank
___________
Ich will nur noch hupen !
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Andreas Ludwig
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Re: Jap. Lärche absterbender Ast?

Beitrag von Andreas Ludwig »

Zurück auf Feld eins: Häufig vor allem bei jungen Lärchen sind solche Schäden, wenn sie zu spät oder falsch umgetopft wurden. Kommt dann ein Frost dazu oder starke Sonne, etablieren sich die Feinwurzeln nicht innert nützlicher Frist und können das Grün nicht wie geplant beliefern. Dann beginnt die Sache mit actio und reactio: Welkt oben das Grün, werden die Wurzeln nicht wie geplant versorgt und sterben ab. Tote Wurzeln faulen, das hat aber mit dem Pilzbefall gesunder Wurzeln nichts zu tun. Das ist nicht Ursache, bloss Wirkung.

Ob Aliette gegen die Pilze wirkt, die sich am toten Material gütlich tun, ist völlig belanglos, da die den Restbaum nicht angreifen. Konzipiert ist es als Mittel gegen Pilze, die lebendes Material befallen, z.B. Mehltau im Weinbau (und doch, Erwin – da wirkt es durchaus, wenn auch nicht bei allen Pilzen).

Bei dieser einen Lärche hier ist das Substrat sehr grob, das mag der Anfang der Geschichte sein. Vielleicht wurden auch die falschen Wurzeln abgeschnitten. Jedenfalls: Lärchen mögen Extreme im Wasserhaushalt nicht. Sie stehen natürlicherweise auf feuchten, eher frischen Böden, die zudem wegen der Nadeln meist einen hohen Anteil von feinem Humus aufweisen und darum eher im sauren Bereich sind. Je feiner ein Substrat, umso länger bleibt Feuchtigkeit drin, umso ausgeglichener ist die Versorgung (man sollte dann aber weniger giessen). Nach dem Umtopfen gehören sie so lange in den Halbschatten, bis die Triebe zuverlässig ausgebildet sind, es ist die kritischste Phase im Umgang mit Lärchen. Sind sie jung, ist eine grössere Schale und zurückhaltender Wurzelschnitt besser. Die Ausfallrate bei jungen Lärchen ist auch draussen enorm.

Da erst ein Ast kaputt ist (ist er wohl), kann man den Rest vielleicht erhalten. Aber nicht mit möglichst viel Eingriffen, sondern mit möglichst viel Schonung. Halbschattig stellen, zurückhaltend giessen (wird sie nicht mehr ersäuft, stoppt auch die Fäulnis), abwarten. Wenn die Lärche es schafft, wird sie eine Weile vor sich hinkrümeln, vielleicht das ganze Jahr. Wenn nicht, wird sie ganz schnell braun. Hals- und Beinbruch!
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
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Sigrid
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Re: Jap. Lärche absterbender Ast?

Beitrag von Sigrid »

tokonoma hat geschrieben: 04.07.2017, 21:55 .....
kann es sein, dass die Pflanze in der Schale überhitzt ist? Wurzeln sterben bei einer Überemperatur. In voller Sonne bei dunklen Schalen sind schnell die 50 Grad überschritten. Fuchsien Wurzwurzeln sterben schon viel früher.
Manch Bonsaifreund legt bei der Hitze nasse alte helle Handtücher über die Schalen, andere stellen Holzbrettchen davor, dass die Sonne die Schale nicht überhitzt.
Das schaut nicht schön aus, aber es hilft bei extremen Temperaturen.
....
Ich will jetzt den bisherigen Vermutungen keine weitere hinzufügen, halte aber den Aspekt einer möglicherweise zu starken Hitzeeinwirkung auf die Schale bei einem vollsonnigen Standort als mögliche Ursache für den Wurzelschaden für ziemlich wichtig!
Ich für mein Teil habe jedenfalls festgestellt, dass Lärchen es gar nicht mögen, wenn man ihre Wurzeln "kochen" lässt.
Das nur als Tip für die Zukunft - für die nächste Zeit ist ja jetzt sowieso Halbschatten angesagt. Viel Glück!
think pink
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tokonoma
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Re: Jap. Lärche absterbender Ast?

Beitrag von tokonoma »

Hi,
man kann aber auch übrige Bretter zur Schattierung verwenden.
Ciao

Rainer
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remix
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Re: Jap. Lärche absterbender Ast?

Beitrag von remix »

Hallo Leute,
vielen Dank für eure Beiträge.
Habe die Lärche jetzt so gestellt das sie von etwa 8-11 Uhr Sonne abbekommt oder ist das schon zuviel?
Aliette habe ich mir im Baumarkt geholt und schon damit gegossen. Schaden kanns ja nicht und wenn es vielleicht der Lärche nicht hilft, andere Bäume die ich mitgegossen habe freun sich darüber.
Sanne
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Re: Jap. Lärche absterbender Ast?

Beitrag von Sanne »

Erwin hat geschrieben:..."nützlich" heißt nicht, dass es hilft und "vitalisierend" erscheint mir zweifelhaft. Das ist Homöopathie..... oder Hörensagen. Konkret ist da nichts...
Hallo Erwin,
hab mal ein gutes Beispiel. Als ich vor ca. 30 Jahren hochschwanger war und heftigste Weißheitszahnschmerzen hatte und keine starken Schmerztabletten einnehmen wollte, hatte mir mein damaliger Zahnarzt Globuli empfohlen. Diese haben prompt geholfen. :-D
remix hat geschrieben:Habe die Lärche jetzt so gestellt das sie von etwa 8-11 Uhr Sonne abbekommt oder ist das schon zuviel?
Aliette habe ich mir im Baumarkt geholt und schon damit gegossen. Schaden kanns ja nicht und wenn es vielleicht der Lärche nicht hilft, andere Bäume die ich mitgegossen habe freun sich darüber.
Hallo Christian,
die Morgensonne ist nicht zuviel und sehr gut. Aliette kann Deiner Lärche schon helfen, wieder auf die "Beine" zu kommen.
Ich drücke Dir die Daumen.

LG, Sanne
Was wären wir ohne den Trost der Bäume…
(Zitat von Gisela V.)
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