Hallo,
der Herbst/Winter ist die Jahreszeit , die dem Laubbaumgestalter die Quittung für seine Bemühungen präsentiert.
Meine kleine Zelkove hat nach einigen Jahren die Vernachlässigung des japanischen Fachbetriebes (zurückgetrocknete Triebe)
wieder ausgeglichen. Alle Triebe sind vital.
Wenn ich hier die japanischen Fachbetriebe kritisiere, dann nicht, um mich darüber zu erheben, sondern man muss einfach
wissen, dass die Händler dazu neigen, im Jahr der Veräußerung und oft auch schon davor, nichts mehr an den Bäumen
zu machen: Umpflanzstau und Rückschnittdefizit findet man sehr oft.
Vor Jahren wurde in "Bonsai-Art"ein lesenswerter Artikel gebracht, der sich mit der Selektion und Aufzucht von Sämlingszelkoven
befasst. Es ging vor allem um die Anordnung der Substämme oberhalb des Stammendes. Eine v-förmige Aufteilung wurde
empfohlen. Darauf hatte ich beim Kauf geachtet und auch auf ein Nebari mit Entwicklungspotenzial bestanden.
Fehler in der Krone sind viel leichter zu korrigieren, allerdings dauert es, wie man hier sieht.
Die beiden Haupt- Substämme unterscheiden sich im Kaliber. Sie werden etwas versetzt bei der Frontansicht plaziert. Das schafft Tiefe.
Schalenfragen sind in diesem Stadium der Entwicklung fast noch etwas verfrüht, nur zu gross sollte sie nicht sein, sonst werden
Triebe und Internodien zu lang. Allerdings hat Fips im Nachbarthread gezeigt, dass es auch anders geht.
Beste Grüsse,
Heiner