Eine eigenwillige Doppelstamm-Lärche

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus

Welche Gestaltungsidee überzeugt euch am meisten? (siehe Seite 1)

Idee 1
2
3%
Idee 2
16
24%
Idee 3
26
39%
Idee 4
23
34%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 67

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Bonsette
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Eine eigenwillige Doppelstamm-Lärche

Beitrag von Bonsette »

Liebe Bonsaifreunde,
das hier ist meine Absenkerlärche aus diesem Thread zur Wurzelbildung. Die Wurzelbildung an dem Absenker hat inzwischen funktioniert, und ab jetzt möchte ich die Gestaltungsideen und die Weiterentwicklung der Lärche hier zeigen.
2012-2015.jpg
Februar 2016
Februar 2016
Ich habe mir ein paar Gedanken gemacht, wie dieses Experiment noch eine stimmige Gestaltung bekommen kann.
Vielleicht kommen bis nächstes Jahr ein paar Stimmen zusammen, die mir als Entscheidungshilfe dienen. (Dieses Jahr darf die Lärche noch ungestört weiterwachsen.)
Welche Gestaltungsidee überzeugt euch am meisten?
2016-02-12-gestaltungsideen.jpg
LG
Stefanie
chris-git@rre

Re: Eine eigenwillige Doppelstamm-Lärche

Beitrag von chris-git@rre »

Hallo Stefanie,
mir gefallen alle 4 Ideen.
Idee 1 fällt für mich weg, zu viel Totholz.

Idee 2, 3 und 4 gefallen mir.
Ich habe für Idee 2 und 3 gestimmt.
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abardo
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Re: Eine eigenwillige Doppelstamm-Lärche

Beitrag von abardo »

Hi,

für mich wärs Idee 4, allerdings würde ich das Totholz nur am Absenkerstamm bevorzugen.
Die jetzige Schale mag ja fürs Wachstum ok sein, für eine Präsentation gehört der Baum für mich dann aber auf ein Tablett/Felsenplatte oder eine ganz flache Schale.

Vielleicht sieht es auch toll aus, wenn sich beide Stämme einander zuneigen ?
Grüße, Frank
___________
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methusalix
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Re: Eine eigenwillige Doppelstamm-Lärche

Beitrag von methusalix »

ich finde die Ideen auch alle nicht schlecht. Da ich es aber eher mag, wenn Dinge zusammen verwachsen, würd ich für Idee 2 oder 4 stimmen :)
Opa Lutz
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Re: Eine eigenwillige Doppelstamm-Lärche

Beitrag von Opa Lutz »

Hallo Stefanie,

mir würde die Idee 4 am besten gefallen, wobei die anderen 3 Ideen auch sehr spannend sind.
Schöne Grüße,
Lutz

Ich freue mich über jeden Gedanken von Euch zu meinen Bäumen. *daumen_new*
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Bonsette
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Re: Eine eigenwillige Doppelstamm-Lärche

Beitrag von Bonsette »

Vielen Dank für eure Stimmen – das ist ja bislang ein knappes Rennen.

Idee 1 wäre auch meine letzte Wahl. Ich wäre mir da nicht sicher, ob alle Wurzeln am Hauptstamm überleben werden, wenn der komplette obere Teil zu einem Jin wird. Vielleicht reagiert der Baum dann auch mit Saftrückzug in einigen Bereichen, und auf Dauer sterben nicht mehr benötigte Wurzeln ab und das Holz fault dort?

Bei Idee 3 und Idee 4 war es mir wichtig, dass die lebenden Teile der beiden Stämme mit ihren Nadelpolstern nicht so eng beieinander sind, denn bei den kleinen Proportionen würde man die Stämme sonst nicht einzeln wahrnehmen.

Bei Idee 2 habe ich den jungen Absenkerstamm an den Hauptstamm gelehnt, so dass die grüne Spitze des Hauptstammes mit dem Grün des Absenkerstammes eine gemeinsame grüne Dreieckssilhouette bildet. Dabei wären die Hauptattraktionen dann vielleicht die Jin-Äste des Hauptstammes, die das grüne Dreieck durchbrechen, und die verschmelzenden Wurzelfüße.

Den linken oberen Ast des Hauptstammes werde ich als nächstes in die Kandelaberform bringen und den Rest einfach wachsen lassen. Dann kann ich mich nach 2-3 Wachstumsperioden noch für eine Idee entscheiden.

LG
Stefanie
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Erwin
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Re: Eine eigenwillige Doppelstamm-Lärche

Beitrag von Erwin »

abardo hat geschrieben: Vielleicht sieht es auch toll aus, wenn sich beide Stämme einander zuneigen ?
ja, Frank, ich verstehe schon, was Du meinst....in den Gestaltungsrichtlinien steht nämlich, dass sich die Baumspitzen zueinander neigen sollten, damit das berühmte Dreieck in der Silhouette gebildet wird. Diesem Umstand habe ich nämlich wohl zu verdanken, dass ich vor etlichen Jahren den NTC des BCD (toll, was? :P ) NICHT gewonnen habe. Ich hatte nämlich die Spitzen meiners Doppelstamm-Wacholders nicht zusammengeführt, sonders auseinander. Warum? Weil die Natur es so macht! Hans Kastner erklärte mir allerdings, dass ich sonst den Wettbewerb möglicherweise gewonnen hätte.

Bin ich froh gewesen, alles richtig gemacht. :-D

Erwin
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abardo
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Re: Eine eigenwillige Doppelstamm-Lärche

Beitrag von abardo »

Hallo Erwin,

es gibt kein absolutes "richtig" oder "falsch".

Wenn du eher ein naturalistisches Bild erzeugen willst, hast du natürlich recht. Doppel-Kronen werden in der Natur erst einmal auseinanderwachsen, um mehr Licht einzufangen.
Wenn du eher Richtung Kunst willst, sollten Symetrien eine stärkere Rolle spielen.

Insofern find ich solche Bewertungskriterien auch unsinnig, man kann höchstens bewerten, wie derjenige seine Zielvorstellung umgesetzt hat ...

Wenn jetzt aber das Bild 4 naturalistisch aussehen soll, müssten beide Kronenspitzen gerade nach oben wachsen :wink:
Grüße, Frank
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Bonsette
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Re: Eine eigenwillige Doppelstamm-Lärche

Beitrag von Bonsette »

Heute habe ich die Lärche nach meiner Idee Nr.3 grundgestaltet. Allerdings habe ich ihr am Hauptstamm zwei Äste mehr als geplant gelassen. Ab jetzt muss ich an der Feinverzweigung arbeiten, und beide Stämme dürfen noch etwas höher werden.
Am Wochenende werde ich beim Wurzelschnitt mal nachschauen, ob sie am Absenkerast noch einige Wurzeln gebildet hat und sie in eine kleinere Schale pflanzen.
2017-03-16_.jpg
LG
Steffi
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Re: Eine eigenwillige Doppelstamm-Lärche

Beitrag von Thorsten1504 »

Hallo Steffi,

ja ein bißchen höher werden dürfen die noch.
Ansonsten wird das bestimmt mal ein schöner Baum, wenn Du das so wie in dem Virtuel hinbekommst.

Gruß

Thorsten *wink*
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Bonsette
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Re: Eine eigenwillige Doppelstamm-Lärche

Beitrag von Bonsette »

Bei der Wurzelbildung am Absenkerast hatte ich mir mehr erhofft. Deshalb habe ich den Stamm unten noch einmal bis zur Hälfte eingeschnitten, Spaghnummoos und Dünger druntergelegt und in eine etwas kleinere Schale wieder eingepflanzt. (Von oben kommt auch noch Spaghnummoos an die Wurzeln des Absenkerastes.)
2017-03-19-wurzeln.jpg
Vom Jin des abgebrochenen Hauptstammes aus habe ich noch mehr Rinde nach unten bis zu den drei Aststummeln entfernt.
2017-03-19_.jpg
Jetzt hoffe ich mal auf guten Zuwachs und bin schon gespannt, wie diese Lärche demnächst so wirkt.

LG und eine schöne Woche!
Steffi
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Bonsette
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Re: Eine eigenwillige Doppelstamm-Lärche

Beitrag von Bonsette »

So sieht die Lärche jetzt ohne Draht und Nadeln aus:
2017-11-04_.jpg
Im Frühjahr muss ich sie wieder in Form bringen. Und von dem rot markierten ersten Ast des Hauptstammes werde ich mich in ein paar Jahren auch noch trennen. Er soll erst noch ein wenig zum Dickenwachstum des Stammansatzes beitragen.
Dass der abgesenkte Ast nun hinter seinem Fußpunkt schon deutlich dicker ist als davor könnte ja ein Zeichen für gutes Wurzelwachstum an der Absenkerstelle sein – das wird sich beim nächsten Wurzelschnitt zeigen.

LG und noch einen schönen Sonntag!
Steffi
Opa Lutz
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Re: Eine eigenwillige Doppelstamm-Lärche

Beitrag von Opa Lutz »

Hallo Steffi,
deine Lärche gefällt mir sehr gut,weil sie etwas ganz besonderes ist. *daumen_new*
Mit dem Totholz weis ich nicht so recht, da der Stamm ja noch nicht sooo dick ist. Ich hab mal gespielt, nur so ein Gedanke.
2017-11-04_.jpg
2017-11-04_.jpg (75.06 KiB) 2386 mal betrachtet
Schöne Grüße,
Lutz

Ich freue mich über jeden Gedanken von Euch zu meinen Bäumen. *daumen_new*
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Bonsette
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Re: Eine eigenwillige Doppelstamm-Lärche

Beitrag von Bonsette »

Prima Idee, Lutz – vielen Dank für deine Zeichnung! :-D
Durch diese Kleinigkeit würde die Lärche auch in meinen Augen deutlich an Reife gewinnen. Mit dem (zu dünnen) Jin wirkte sie tatsächlich etwas steif. Vielleicht nehme ich sie mir heute nach Feierabend noch vor. :-D
In Zukunft soll der rechte Absenkerstamm deutlich kleiner sein als der Hauptstamm – was meint ihr?

LG
Steffi
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Reiner K
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Re: Eine eigenwillige Doppelstamm-Lärche

Beitrag von Reiner K »

Bonsette hat geschrieben: 07.11.2017, 09:17
In Zukunft soll der rechte Absenkerstamm deutlich kleiner sein als der Hauptstamm
Hallo Steffi, das macht Sinn.
Ansonsten schöner Weg den Du da gehst.
Solltest nur rechtzeitig anfangen die Feinverzweigung aufbauen ansonsten war die letzte Zeit vertan.

LG Reiner
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