diesen Baum habe ich vor einiger Zeit von einem sehr netten Bonsaikollegen als gut vorbereiteten Pre-Bonsai gekauft. Ich freu mich sehr, da ich schon immer eine schöne Linde haben wollte. Im Spätherbst habe ich ihn fast komplett durchgedrahtet. Er hat wie ich finde eine gute Aststtruktur und insgesamt gute Anlagen. Die kommenden Entwicklungaufgaben sind die Feinverzweigung, das Nebari und Wuchsausgleich zwischen rechts und links sowie oben und unten. Ich freu mich darauf. Der Baum bleibt noch 1 Jahr im Anzuchttopf, dann bekommt er eine Schale. Würde mich über Schalenvorschläge schon jetzt freuen . Ich dachte an was relativ schlichtes ovales in Grautönen...
da hast du eine tolle Linde mit wunderbar laubbaumtypischem Habitus übernommen. Der Wuchskraftausgleich oben/unten erscheint mir zunächst am wichtigsten. Die unteren Äste könnten noch etwas Stärke gebrauchen, um mit den oberen mitzuhalten. Wie sind auf lange Sicht deine Gedanken zu den gegenständigen ersten Ästen?
Ich drücke die Daumen, dass du mit dem Ansatz Glück hast. Ich hatte bei meiner Linde ebenfalls zuerst eine gräulich-blaue Schale. Hat mir gut gefallen. Vielleicht könnte man bei dem relativ aufrechten Wuchs auch eine rechteckige Schale mit weichen Linien verwenden. Oval geht natürlich immer...
Bin gespannt, wie es hier weitergeht. Viel Spaß mit der Linde.
... da schliess ich mich dem "Hessen" an. Die unteren 3 Äste würde ich dieses und nächstes Jahr mal ordentlich durchtreiben lassen und die Krone immer wieder ausbremsen. Verdickung geht ja bei Linden schön schnell.
Im oberen Bereich würde ich jetzt noch deutlicher auf Verjüngung schneiden und einiges rausnehmen.
Grüße, Frank
___________ Ich will nur noch hupen !
Bei der sehr natürlich anmutenden Gestaltungsabsicht müssen die unteren Äste nicht immer die stärksten sein.
Den rechten würde ich so in der Stärke belassen, weil er so wie er im Baum platziert ist auch keine große Masse aufbauen muss bzw. kann. Anders der gegenständige linke. Seiner Aufgabe entsprechend würde ich den sehr stark fördern und auch sehr hoch gestalten bis in den Kronenbereich hinein. Dann haben auf der Zeitachse die beiden gegenständigen derart unterschiedliche Ausdrücke, dass selbige nicht mehr auffällt.
Eine Linde ist doch eine schöne Art für diese Gestaltungen.
Viel Freude an dem Baum weiterhin.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
schön den Baum so zu sehen :-) So hab ich mir das vorgestellt.
Vielleicht ist es interessant, deswegen hier mal ein Bild (leider schlechter Qualität) von 2009 nach dem ausbuddeln.
ein Jahr später wurde 7 Jahre im Feld weitergemacht. Ziel war eine natürlich aussehende Linde zu entwickeln.
Freu mich auf die weitere Entwicklung!
Lg Roy
Update:
Nach einem ganzen und mehreren teilweisen Blattschnitten sieht der Baum aktuell so aus. Nächstes Frühjahr wird er in eine schöne Klika Schale gepflanzt. Der Baum soll weiterhin ganz natürlich aussehen wie eine alte Dorflinde bei uns in Franken, unter der man gerne einen Pressack isst und 2-3 Halbe trinkt:). Insgesamt soll er auf jeden Fall breiter als hoch sein. In den nächsten Jahren arbeite ich weiter an der Verzweigung und an der Blattgröße.
Der Baum ist über das Jahr gut gewachsen, allerdings vor allem in den Bereichen, in denen ich es gar nicht so gebraucht hätte:).
Jetzt geschnitten, neu eingedrahtet. Nächstes Jahr dann Umtopfen und hoffentlich hauptsächlich nur noch den Neuaustrieb drahten, weiter auf Wuchsausgleich achten. Wird schon.
Na das sieht doch super aus! Und im Frühjahr dann in ne Schale...
Weiß noch genau, wie ich den damals ausgegraben habe und mit dem Moped quer übers Feld gedüst bin mit der Linde im Gepäck :-) Das waren Zeiten!
die vielen dicken Äste und Substämme an der eingekreisten Stelle werden nun immer deutlicher zum Problem. Zudem ist darüber die Feinverzweigung schon weiter fortgeschritten als an den unteren Ästen.
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Ich weiss, wie schwer es ist, sich zu drastischen Massnahmen zu entschliessen, aber du wirst da jetzt eingreifen müssen. Entweder sollte einer der beiden "Dicken" fallen oder von beiden in etwa die Hälfte.
Meine Idee (nach den Bildern) wäre letzteres. Dazu dann vielleicht von einem der linken Äste nochwas weg. Dann zum wieder "Füllen" neu stellen und den Baum leicht nach recht kippen. Dann hast du auch eine eindeutige Stammfortführung.
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Grüße, Frank
___________ Ich will nur noch hupen !
... es ist weiter auf Ausgleich hinsichtlich der Verzweigung zu achten, das stimmt.
Der Rest ist einfach nur Quatsch aus meiner Sicht, sorry, nicht bös gemeint.
ich finde den Beitrag von Frank ganz wichtig an der Stelle,
wenn man von unerwünschten Verdickungen spricht.
Ich denke aber aufgrund Deiner Erfahrung kann man Dir schon zutrauen,
das im richtigen Moment entsprechende Äste fallen.
Ich würde auch diese Dominante Stammlinie nicht zerstören,
zumal Roy ja auch eine gute Verjüngung aufgebaut hat.