Entwicklung einer Pinus Mugo
Re: Entwicklung einer Pinus Mugo
Herbert, deine Kreativität ist geradezu genial.
Zuerst machst du aus einer 08-15-Mugo ein zunächst verloren wirkendes Ein-Ast-Bäumchen und formst es in wenigen Jahren zum unverkennbaren Meisterstück. Nach dem hätte ich mir alle 10 Finger abgeschleckt. Das wird bei mir immer eine im Gedächtnis hinterlegten und nachahmenswerten Formen bleiben. So einfach aufgebaut mit ganz wenigen Elementen, Reduktion auf das Wesentliche. Den hätte ich versucht für die Ewigkeit so zu erhalten und sorgsam weiterzuentwickeln. Ist es eigentlich möglich so unansehnliche Rinde durch ankleben oder einarbeiten eines anderen Rindenstückes in der optischen Wirkung zu erhalten?
Dann die Umgestaltung mit Betonung von Totholz und Saftbahnen. Wirkt auf mich eher von Hand als von der Natur gemacht. Obwohl das schöne Bild eines Kranichs/ Haubentauchers als Assoziation hängenbleibt.
Und jetzt erneut Umgestaltung mit Reduktion auf das Wesentliche: der von den Jahren gezeichnete Baum in den Bergen. Das Totholz und die weißen Steineinschlüsse passen perfekt zusammen. Der markante Totholzschwung wird zum optischen Mittelpunkt. Eine Gestaltung mit künstlerischem Anspruch (da gab es doch schon mal jemanden...). Für mich auf jeden Fall.
Meine (künstlerfreien) Gedanken dazu: das Moos am Fuße des Totholzes würde ich mir wie einen "optischen Beisteller" als Gegenpol wünschen, vielleicht ein kleines, weiß blühendes Steinbrech dazu. Den Stein um das untere Viertel gekürzt und es wäre perfekt.
Herbert, deine Gestaltungen bereichern dieses Forum immer wieder. Bitte mehr davon.
Grüße
Rainer
Zuerst machst du aus einer 08-15-Mugo ein zunächst verloren wirkendes Ein-Ast-Bäumchen und formst es in wenigen Jahren zum unverkennbaren Meisterstück. Nach dem hätte ich mir alle 10 Finger abgeschleckt. Das wird bei mir immer eine im Gedächtnis hinterlegten und nachahmenswerten Formen bleiben. So einfach aufgebaut mit ganz wenigen Elementen, Reduktion auf das Wesentliche. Den hätte ich versucht für die Ewigkeit so zu erhalten und sorgsam weiterzuentwickeln. Ist es eigentlich möglich so unansehnliche Rinde durch ankleben oder einarbeiten eines anderen Rindenstückes in der optischen Wirkung zu erhalten?
Dann die Umgestaltung mit Betonung von Totholz und Saftbahnen. Wirkt auf mich eher von Hand als von der Natur gemacht. Obwohl das schöne Bild eines Kranichs/ Haubentauchers als Assoziation hängenbleibt.
Und jetzt erneut Umgestaltung mit Reduktion auf das Wesentliche: der von den Jahren gezeichnete Baum in den Bergen. Das Totholz und die weißen Steineinschlüsse passen perfekt zusammen. Der markante Totholzschwung wird zum optischen Mittelpunkt. Eine Gestaltung mit künstlerischem Anspruch (da gab es doch schon mal jemanden...). Für mich auf jeden Fall.
Meine (künstlerfreien) Gedanken dazu: das Moos am Fuße des Totholzes würde ich mir wie einen "optischen Beisteller" als Gegenpol wünschen, vielleicht ein kleines, weiß blühendes Steinbrech dazu. Den Stein um das untere Viertel gekürzt und es wäre perfekt.
Herbert, deine Gestaltungen bereichern dieses Forum immer wieder. Bitte mehr davon.
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Re: Entwicklung einer Pinus Mugo
Hallo Herbert,
ich bin normalerweise meist begeistert von Deinen Gestaltungen. Hier kommt mir der Baum als Fremdkörper am Felsen vor, die Wuchsrichtung will nicht so recht zum Felsen passen. Aber - so wie ich Dich kenne kommt da noch was und dann passt das wieder (oder?).
Liebe Grüße
Robert
ich bin normalerweise meist begeistert von Deinen Gestaltungen. Hier kommt mir der Baum als Fremdkörper am Felsen vor, die Wuchsrichtung will nicht so recht zum Felsen passen. Aber - so wie ich Dich kenne kommt da noch was und dann passt das wieder (oder?).
Liebe Grüße
Robert
Liebe Grüße
Robert
Bonsaifreunde Franken e. V.
Robert
Bonsaifreunde Franken e. V.
Re: Entwicklung einer Pinus Mugo
Hallo Herbert,
zu dieser Felsenpflanzung enthalte ich mich lieber meiner Stimme.
Aber der Ibigawa-Stein gefällt mir sehr gut.
Darf ich fragen, woran man einen Ibigawa-Stein genau erkennt? Meine Azalee 'Kinsai' hat einen ähnlich aussehenden Stein von der Struktur her.
Grüße, Sanne
zu dieser Felsenpflanzung enthalte ich mich lieber meiner Stimme.
Aber der Ibigawa-Stein gefällt mir sehr gut.
Darf ich fragen, woran man einen Ibigawa-Stein genau erkennt? Meine Azalee 'Kinsai' hat einen ähnlich aussehenden Stein von der Struktur her.
Grüße, Sanne
Was wären wir ohne den Trost der Bäume…
(Zitat von Gisela V.)
(Zitat von Gisela V.)
Re: Entwicklung einer Pinus Mugo
Guten Morgen,
die Neue Variante polarisiert scheinbar stark bei den Betrachtern
Mein Auge war ein großer Fan von der Gestaltung die du mit Stefan Steininger erarbeitet hattest
die Neue Variante polarisiert scheinbar stark bei den Betrachtern
Mein Auge war ein großer Fan von der Gestaltung die du mit Stefan Steininger erarbeitet hattest
Glück Auf!
brow
brow
- Andreas Ludwig
- Mentor
- Beiträge: 6756
- Registriert: 29.03.2005, 16:50
- Wohnort: Schweiz
Re: Entwicklung einer Pinus Mugo
Aus den bisherigen Bildern, die alle Entwicklungsschritte dokumentiert haben, darf man ableiten, dass das auch eine Momentaufnahme ist. Eine dazu, die einen raumgreifenden Stein mit seinem neuen Bewuchs aus genau einer Perspektive abbildet... Also abwarten.
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
(Thoreau)
-
Michael 86
- Beiträge: 2234
- Registriert: 08.10.2016, 09:00
Re: Entwicklung einer Pinus Mugo
Hallo Herbert
Ich mag solche Felsgestaltungen. Unabhängig davon, wie der Baum auf dem Stein gepflanzt ist, könnte ich es mir gut vorstellen, wenn noch die ein oder andere Grünpflanze an verschiedenen Stellen hinzu käme. Besonders an der Standfläche, könnte man den Übergang gestalten. Ist natürlich eine Geschmackssache, was man möchte. Reduziert auf Mugo und Fels, oder mit Grünzeug drum herum.
Ich mag solche Felsgestaltungen. Unabhängig davon, wie der Baum auf dem Stein gepflanzt ist, könnte ich es mir gut vorstellen, wenn noch die ein oder andere Grünpflanze an verschiedenen Stellen hinzu käme. Besonders an der Standfläche, könnte man den Übergang gestalten. Ist natürlich eine Geschmackssache, was man möchte. Reduziert auf Mugo und Fels, oder mit Grünzeug drum herum.
Grüße Michael 
Re: Entwicklung einer Pinus Mugo
Hallo Herbert
Mir gefällt diese Gestaltung sehr gut,die Geschmäcker sind halt bei jedem anders.Was ist das für ein Gesteinsmaterial(Vulkangestein,Fluß oder Riffgestein),wie groß ist er?
Mit der Zeit wird diese Pflanzung noch besser aussehen,wenn Moose und Flechten den Felsen besiedeln.
Ich benutze hauptsächlich Natursteine,aus unserer Region oder aus den Alpen.
Gruß Volker
Mir gefällt diese Gestaltung sehr gut,die Geschmäcker sind halt bei jedem anders.Was ist das für ein Gesteinsmaterial(Vulkangestein,Fluß oder Riffgestein),wie groß ist er?
Mit der Zeit wird diese Pflanzung noch besser aussehen,wenn Moose und Flechten den Felsen besiedeln.
Ich benutze hauptsächlich Natursteine,aus unserer Region oder aus den Alpen.
Gruß Volker
Die Anzahl unserer Neider bestätigt unsere Fähigkeiten Oscar Wilde
- Andreas Ludwig
- Mentor
- Beiträge: 6756
- Registriert: 29.03.2005, 16:50
- Wohnort: Schweiz
Re: Entwicklung einer Pinus Mugo
Ibigawa-Steine – um das mal so anzumerken, sind eine Gesteinsform, die sich in der Präfektur Gifu in Japan, ganz besonders in, an und um den Fluss Kisogawa und seine Nebenarme Ibigawa und Nagaragawa finden. Es sind vulkanische Gesteine. Das ist alles. Man findet durchaus ebenbürtige Steine etwa in den vulkanischen Schichten Europas oder sonstwo. Vergleichbare Steine fand ich etwa in der nicht weit von hier gelegenen Auvergne. Ich denke, Regionen wie der Ätna oder Apulien, möglicherweise auch das Rheintal, je nach Region, müssten Vergleichbares hergeben.
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
(Thoreau)
Re: Entwicklung einer Pinus Mugo
Hallo Herbert,
normalerwiese stehe ich voll hinter Dir, wenn Du hier Bäume und deren Entwicklung vorstellst.
In diesem Fall kann ich das leider nur bis zum Beitrag vom 19.04.2016 sagen - aber davon auch nur die ersten zwei Bilder (Seite 3). Da hatte der Baum noch den Anschein, wie man sich in der Natur einen von den Naturgewalten geprägten, an einem Berghang "klebendem" Baum vorstellt. Rollende Steine und Schneelast waren die Gestalter, trotzdem war der Wille des Baumes zum Licht zu streben...
Wie hier schon mehrfach erwähnt sind ja nicht alle Geschmäcker gleich, aber das, was ich jetzt da auf dem Felsen sehe, hat mit Natürlichkeit in meinen Augen nichts zu tun. Evtl. noch der geschlungene Totholzbereich, aber ansonsten sehe ich da keinerlei Harmonie zwischen Baum und Felsen. Das passt so nicht ...ist nicht der Stein für den Baum.
Was Deine Technik angeht, ist (natürlich) wieder mal nichts zu meckern.
normalerwiese stehe ich voll hinter Dir, wenn Du hier Bäume und deren Entwicklung vorstellst.
In diesem Fall kann ich das leider nur bis zum Beitrag vom 19.04.2016 sagen - aber davon auch nur die ersten zwei Bilder (Seite 3). Da hatte der Baum noch den Anschein, wie man sich in der Natur einen von den Naturgewalten geprägten, an einem Berghang "klebendem" Baum vorstellt. Rollende Steine und Schneelast waren die Gestalter, trotzdem war der Wille des Baumes zum Licht zu streben...
Wie hier schon mehrfach erwähnt sind ja nicht alle Geschmäcker gleich, aber das, was ich jetzt da auf dem Felsen sehe, hat mit Natürlichkeit in meinen Augen nichts zu tun. Evtl. noch der geschlungene Totholzbereich, aber ansonsten sehe ich da keinerlei Harmonie zwischen Baum und Felsen. Das passt so nicht ...ist nicht der Stein für den Baum.
Was Deine Technik angeht, ist (natürlich) wieder mal nichts zu meckern.
Tschüüss, Michael
Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
