Fagus sylvatica, ein Wald aus 27 Bäumen

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Jürg Stäheli
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Re: Fagus sylvatica, ein Wald aus 27 Bäumen

Beitrag von Jürg Stäheli »

Herzlichen Dank Anja, Martin und Lotte

Anja, zum Vorbereiten der Wurzeln bei Rotbuchen habe ich neue Erkenntnisse.
Ich werde nun die Bäume, an deren Wurzeln noch gestaltet und eingekürzt werden muss, jedes Jahr umtopfen und im Wurzelbereich stark eingreifen. Im Dezember habe ich folglich alle meine Rotbuchen umgetopft um an den Wurzeln zu arbeiten.
Mit diesem Vorgehen bräuchte ich drei bis vier Jahre vom Sammeln der Bäume bis zum jetzigen Zustand. Aber das ist nicht so wichtig, weil ich nicht gewerblich denken muss.

Der Sturz hat eine andere Funktion, er schliesst eine Öffnung und muss das ganze obere Gewicht auffangen, da mag man es nicht, wenn er durchhängt. Bei meinem Wald muss ich mir diese Gedanken nicht machen, da geht es um eine andere Perspektive.
Die äusseren Bäume neigen sich nach innen, weil ich eher nicht eine geschlossene Gruppe darstellen möchte oder anders gesagt, aus der Sicht des Betrachters, nahe am Wald oder sogar im Wald sein möchte.

Anja, ich hoffe, es gibt einmal einen Blutbuchenwald- Thread von dir.
LG Jürg
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Anja M.
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Re: Fagus sylvatica, ein Wald aus 27 Bäumen

Beitrag von Anja M. »

Meine Sämlinge haben jetzt 3 Jahre hinter sich, die gesammelten ca 5-8 Jahre. Es könnte also in den Endspurt gehen. Wie die Wurzeln aussehen, kann ich dann im Frühjahr beurteilen, mögliches Umtopfen im Winter kann jetzt mit Überwinterung im Stall auch funktionieren, also um und bei 2 Jahre noch.

Parallel stehen da gut 80 Hainbuchen, die sich aus dem geschredderten Mulch erhoben haben und ebenfalls Wald sein wollen. Es wird also sicher einen Thread dazu von mir geben.
73 Anja
hwolf
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Re: Fagus sylvatica, ein Wald aus 27 Bäumen

Beitrag von hwolf »

Jürg Stäheli hat geschrieben: 18.09.2016, 19:40 Anfangs September ist eine gute Zeit um zu grosse Knospen zu entfernen, so entstehen weitere Knospen am Zweig und an Stelle der grossen Endknospe entstehen ein oder zwei neue kleine Knospen. Diese können, müssen dann wieder ausgelichtet werden um unerwünschte Verdickungen zu vermeiden.
Lieber Jürg,
vielleicht erinnerst Du dich noch an unser Buchenliebhaberfachgesabbel vom sonntäglichen Heisterberg. Dieses Jahr werde ich allen Mut zusammen nehmen und die besprochenen Buchen umtopfen, sobald die Blätter braun geworden sind. Dann etwas Frost, wie besprochen, dann frostfreie Überwinterung, ich habe zugehört.
Dieser von Dir beschriebene Schritt lässt mich aber jetzt beim erneuten Studieren deiner Fagus-Beiträge in Vorbereitung auf meine eigenen Schritte etwas ins Wackeln kommen. Wie berichtet habe ich meine Buchen jetzt 3, eine gar 4 Jahre nach dem Sammeln nicht angerührt. Der Sommer war hart und ich konnte nicht für alle rechtzeitig einen Schattenplatz räumen. Das resultierte in einem gescheiterten Johannis - erst kraftvolles Schieben mehrerer großer Knospen im Kronenbereich, nach den ersten paar Blättern aber vertrockneten die übrigen Knospen und zumindest eine meiner geliebten Buchen kam mächtig ins Stocken. Dementsprechend stark ist jetzt bei allen Buchen das Knospenwachstum. Seit einer guten Woche beobachte ich starkes Wachstum, überall am Baum neue Knospen, bis in den Stammbereich, an einem solcher gescheiterten Johannistriebe, die ich zur Schonung alle stehen ließ, sie wuchsen ja auch nicht, zähle ich heute auf eine Länge von ca 6cm Trieb ganze 15 Knospen in einer geschlossenen Reihe...

Mein Gefühl und Deine hier geteilten Erfahrungen raten mir nun, da kräftig zu reduzieren, Spitzen auszubrechen, die Johannistriebe ganz zu schneiden, damit noch Zeit bleibt, dass die Bäume feinere Knospen fürs nächste Jahr anlegen können. Aber ich will ja umtopfen, da wird dann eh geschnitten und reduziert und bearbeitet, ganz nach Deinem Vorbild.
Würdest Du also jetzt trotzdem die feine Knospenarbeit in Angriff nehmen oder ist diese eine Aufgabe für die Jahre ohne Umtopfen?

Lieben Gruß
Heinrich
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Jürg Stäheli
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Re: Fagus sylvatica, ein Wald aus 27 Bäumen

Beitrag von Jürg Stäheli »

Hallo Heinrich
Ich würde trotz dem Umtopfvorhaben die Knospenarbeit durchführen. Ich breche sie nicht aus, ich schneide sie zurück und lasse ca. drei Millimeter stehen, hier auf Seite 3 ist es gut zu sehen.
Und ich würde auf jeden Fall umtopfen, nach all den Jahren müsste da ein dichter Wurzelballen sein, da wird eine Wurzelgestaltung notwendig sein.
Liebe Grüsse
Jürg
hwolf
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Re: Fagus sylvatica, ein Wald aus 27 Bäumen

Beitrag von hwolf »

Jürg Stäheli hat geschrieben: 31.08.2018, 19:08 Und ich würde auf jeden Fall umtopfen, nach all den Jahren müsste da ein dichter Wurzelballen sein, da wird eine Wurzelgestaltung notwendig sein.
Auf die ich mich jetzt auch freue! Danke für Deine Antwort.

Lieben Gruß -
Heinrich
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Herbert A
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Re: Fagus sylvatica, ein Wald aus 27 Bäumen

Beitrag von Herbert A »

Jürg, du bringst mich immer wieder zum staunen und vor allem zum Träumen.

Gestern war ich ein bissl im Wald und da waren viele geeignete Fagus Sylvaticas in allen Formen und Größen, die geradezu darauf warten gesammelt und als Wald gestaltet zu werden.

Eine schöne Waldschale vom Josef Mairhofer hätte ich schon in meinem Lager.

Danke für die Inspiration.

Liebe Grüße in die Schweiz
Herbert
Das BFF ist mein persönliches Bonsaitagebuch. Vielen Dank dass ihr das seit vielen Jahren ermöglicht.

Info: www.bonsaisalzburg.net
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Jürg Stäheli
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Re: Fagus sylvatica, ein Wald aus 27 Bäumen

Beitrag von Jürg Stäheli »

Lieber Herbert
Das freut mich, wenn der Wald dich anspricht. Du hast ja anscheinend ein Buchenparadies in deiner Umgebung. Ich bin gespannt und hoffe, es gibt dann einen Thread, indem zu sehen ist, wie du deinen Wald hochziehst.
Liebe Grüsse
Jürg
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Jürg Stäheli
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Re: Fagus sylvatica, ein Wald aus 27 Bäumen

Beitrag von Jürg Stäheli »

Neues vom Wald
Es gab im Frühjahr einen wunderschönen gesunden Austrieb. Ich träume aber von ganz kleinen dichten Blättern , wie ich es in der Natur bei Wildverbiss schon gesehen habe. Das geht nur mit Blattschnitt.
Es war nicht einfach. Nachdem der Baum einen neuen Austrieb machte, kam die Hitze. Die Pflege erforderte viel Aufmerksamkeit. Bald haben die neuen Triebe stark gewelkt, ich musste befürchten, dass der Wald eingeht. Ein absoluter Schutz vor Sonne und Wind war erforderlich. Zum Glück war es mir möglich die Buchen jeden Tag in meine kühle Werkstatt zu stellen und das bis Mitte Sommer.
Jetzt steht der Wald wieder kerngesund da. Die neuen Blätter sind etwas zu gross, da bin ich noch nicht zufrieden.
LG Jürg
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Blattschnitt
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neuer Austrieb entsteht
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Heute
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felice
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Re: Fagus sylvatica, ein Wald aus 27 Bäumen

Beitrag von felice »

Lieber Jürg,
ein sehr schöner Wald. Buchenwälder mag ich generell sehr und der Werdegang Deines Exemplars hat mich motiviert, selber mit Vorbereitungen zu beginnen. In der Nähe gibt es jede Menge Jungpflanzen. Meine Frage: wann ist ein guter Zeitpunkt sie auszugraben? Normalerweise wird zum Sammeln ja das Frühjahr empfohlen. Bei Buchen habe ich schon öfter gelesen, daß sie im Herbst geholt werden. Wie hast Du es gemacht?
viele Grüße und Glückwunsch zu dem tollen Wald!
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Jürg Stäheli
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Re: Fagus sylvatica, ein Wald aus 27 Bäumen

Beitrag von Jürg Stäheli »

Hallo Felice
Das freut mich, dass der Wald dich inspiriert.
Meine Jahrzehnte lange Erfahrung zeigt mir, die Rotbuche im Nov. oder Dez. umtopfen. Alle anderen einheimischen Laubbäume im Frühjahr.
LG Jürg
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Odoridori
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Re: Fagus sylvatica, ein Wald aus 27 Bäumen

Beitrag von Odoridori »

Lieber Jürg,

dein Wald ist einfach nur zum Träumen ...

Viele Grüße
Holger
Nichts kann den Menschen mehr stärken,
als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
Paul Claudel
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Nic89
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Re: Fagus sylvatica, ein Wald aus 27 Bäumen

Beitrag von Nic89 »

Hallo Jürg,

noch am vergangenen Samstag haben wir in unserem AK über diesen Wald von dir philosophiert und zack gibt es ein Update von dir. Christian und Gary werden mir wohl zustimmen wenn ich sagen ...was ein schönes timing...

Wie gerne würde ich deinen Rotbuchenwald mal Live sehen.
Liebe Grüße Nic

*daumen_new* :-D
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Jürg Stäheli
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Re: Fagus sylvatica, ein Wald aus 27 Bäumen

Beitrag von Jürg Stäheli »

Hallo zusammen
Einfach noch ein Herbstbild bevor die Winterarbeit beginnt.
LG Jürg
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Tofufee
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Re: Fagus sylvatica, ein Wald aus 27 Bäumen

Beitrag von Tofufee »

Aaaahhhh!!!

Da isser!

*lieb* *lieb* *lieb* *lieb* *lieb* - - - *clap* *clap* *clap* *clap* *clap* - - - :-D :-D :-D :-D :-D
Grüße
Monika
holgermueller
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Re: Fagus sylvatica, ein Wald aus 27 Bäumen

Beitrag von holgermueller »

er wirkt so harmonisch und gleich elegant aufgrund seiner schlanken Höhe der einzelnen Bäume. ein Träumchen :-)
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