ich habe Anfang September eine Not-Umtopf-Aktion an einer recht jungen Mädchenkiefer vornehmen müssen. Sie stand in einem Mini-Topf in einem Sand-Lehm-Gemisch, welches schon fast zu Stein verhärtet war, sodass ich fürchtete, die Wurzeln ersticken mir bald. Zusätzlich war es mit Unkraut nur so zugewuchert. Die Kiefer habe ich von einem "Bonsai-Händler" (den ich hier nicht nennen möchte). Er stellt wohl seinen Handel ein und ließ seine Bäumchen verwelken. Die Kiefer war ein Mitleidskauf – ich wollte wenigstens einen retten
Der Bonsai machte mir beim Umtopfen einen vitalen Eindruck – soweit ich das als Einsteiger beurteilen kann. Nach einem Wurzelschnitt habe ich den Baum in Rigidur/Cocos Substrat getopft. Sonst habe ich nichts an dem Baum gemacht, außer einen dominanten Ast etwas runter zu binden. Von Schädlingen oder Maden im Wurzelwerk keine Spur. Ausgewaschen habe ich den Ballen nicht. Die alte Erde habe ich m.E. so ziemlich komplett entfernt. Ein wenig von dem spärlich vorhandenen Pilzgeflecht habe ich wieder in den neuen Pott geschmissen.
So viel zur Vorgeschichte.
Nach der Aktion ging es dem Baum offensichtlich gut. Vor zwei Tagen habe ich leichte gelbliche Verfärbungen an den zweijährigen Nadeln festgestellt. Heute habe ich mal etwas Substrat bei Seite gebuddelt und siehe da! Da sitzen Maden um den Stamm herum und haben sich regelrecht festgesaugt
Ich habe vorerst alle, die ich auf die schnelle erwischen konnte abgesammelt. Ich befürchte jedoch, damit hat sich die Sache nicht erledigt.
An den Stellen, wo die Biester saßen, sind so eine Art Fraßspuren zurückgeblieben.
Kann mir jemand weiterhelfen? Weiß jemand welcher Schädling das ist und wie ich Ihn schnell und effizient los werde?
Ich muss den Baum in zwei Wochen in die Urlaubspflege geben. Bis dahin muss ich die Sache in den Griff bekommen haben...
Kann das mit der Umtopfaktion zusammenhängen? Hätte ich etwas anders machen können?
Muss ich mich um meine anderen Bäumchen sorgen?
Danke und Viele Grüße,
Tine
