Nachdem ich zuerst eine viel zu Maskuline "Klotz"-Schale für die Zuisho aussuchte, kippte ich danach ins andere Extrem und topfte die Kiefer in eine viel zu weibliche Schale..
Nach reiflicher Überlegung suchte ich nach einer rechteckigen Schale mit gerundeten Ecken, nicht zu hoch sollte sie sein, denn dann würde sie wieder schwer wirken. Vor allem sollte sie zu der eleganten Bewegung des geneigten Stamme passen, schlicht und elegant sollte sie sein. Und die Füsse sollten der Schräglage des Baumes die nötige Stabilität verleihen, also keine Wolkenfüsschen. Braun bis graubraun schien mir passend zur Nadel- und Stammfarbe, nur nichts rötliches. Dies meine Gedanken vor meiner Suche.
Gefunden habe ich eine tolle japanische Schale von Izumi-ya, Master Matsushita Masuo, der seit 1959 töpfern soll, habe ich gelesen.
Noch ein paar Umtopfdetails für diejenigen, die es interessiert: Die Schale war nach zweieinhalb Jahren gut durchwurzelt, weisse Wurzelspitzen gab es wenige, aber es fanden sich auch kaum abgestorbene Wurzeln. Entfernt habe ich etwa die Hälfte des Substrates, aber sehr vorsichtig NUR mit einem Holzstäbchen. Maximal einen Viertel der Wurzeln habe ich zurückgeschnitten, vor allem zu lange und schlecht zum Nebari Passende. Als Substrat wählte ich nach einer Profiempfehlung 50 % hartes Akadama und 50 % Kiryu. Die Mischung ist sehr ähnlich meiner Letzten: 50 % Akadama, 25 % Kiryu und 25 % Bims. Das letzte mal stellte ich fest, dass die Zuishowurzeln sehr brüchig sind, beim Einarbeiten des Substrates mit einem Holzstäbchen hatte ich das letzte mal viele Wurzeln gebrochen. Deshalb habe ich dieses Mal das Substrat nur noch durch leichte Schläge mit der Hand an die Schale sehr gut "eingerüttelt". Als Deckschicht verwendete ich Akadama.
Hier also noch das Bild (die Schale ist etwas dunkler in Natura), etwas nass alles.. und ein Bild vom Nebari. Viele Grüsse, Fips
