Ich möchte euch meinen Neuzukömmling vorstellen, einen mächtigen Fächerahorn.
Ich habe diese Pflanze gleich neu getopft (80%Blähtonbruch 20%Torf) da er in einem massiven Lehmklumpen stand, und ein tolles Nebari kam zum vorschein ebenso wurde die Grünmasse um ca. 50% reduziert...
Der Baum Steht jetzt bei 90% Luftfeuchtigkeit im unbeheizten Gewächshaus, um die Wurzelbildung zu fördern...
Kritik erwünscht!
mfg
Christoph
Dateianhänge
Vor dem Schnitt im Lehmklumpen ca 150kg schwer...
4 Stunden dauerte es, bis der Drahtballen entfernt war um die Wurzeln zu schneiden/entwirren
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Tolles Nebari für ne Baumschulware :)
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gewaschen und ausgekämmt, schlampig aber möglichst schonend...
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Zuletzt geändert von stoefal am 15.09.2013, 13:21, insgesamt 1-mal geändert.
Ich persönlich hätte den Baum erst im Frühjahr umgetopft und zurückgeschnitten, auch wenn andere das vielleicht anders handhaben.
Das Nebari ist schon Klasse! Den Rest bringt die Zeit. Ich persönlich würde mich später, wenn sich der Baum im neuen Gefäß etabliert hat, noch von einigen Sekundärstämmen trennen und nur einen Hauptstamm weiterentwickeln. Das ist aber Geschmackssache. Fotos von mehreren Seiten wären für eine genauere Zukunftsvision hilfreich.
Auf jeden Fall würde ich jetzt geschützt und evtl. sogar frostfrei überwintern.
Gruß, Marco
"Eines ist sicher! Nichts ist sicher! Nicht einmal das ist sicher!" Ringelnatz (bin mir aber nicht sicher)
Hallo Christoph,
ich würde sagen das Du da einen richtigen Glücksgriff gemacht hast!
Ich würde das Nabari in den nächsten Jahren noch ein bisschen zurückschneiden.
Sonst sieht es aus wie Finger einer Hand.
Aber das weißt Du wahrscheinlich schon selber wie Du da vorgehen musst.
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Überwinterst Du frostfrei?
Ich frage weil Du zu dieser Jahreszeit umtopfst.
Die Substämme werden noch deutlich eingekürzt (der linke um 3/4 der rechte um 1/2 und beim mittleren kommt ca 1/3 weg, aber erst bei vollständigem Laubabfall)
Das Nebari wird hoffe ich mit der Zeit rückknospen und sich zu einem Teller verwachsen (mit Ritzen und Schlauchgummi) falls das nicht klappt, werde ich die "Wurzelfinger" auf der von Chris markierten höhe abmoosen...aber das steht jetzt noch nicht im Fokus...
Wenn alles gut geht und ich den Burschen gut durch den Winter bekomme, darf er er wie die anderen, immer bis in den Herbst durchtreiben bei Mastdüngung und im Herbst wird auf eine Knospe zurückgeschnitten... in 3-4 Jahre gehts dann evtl. an die Feinverzweigung
Überwintern werde ich entweder im unbeheizten Gewächshaus mit einer Styroporkiste übergestülpt oder mit einer Styroporkiste bei einer nach innenlaufenden Hausmauerecke die Mauerseitig offen ist... also ja, weitgehend Frostfrei...
chris-gitarre hat geschrieben:Ich würde das Nabari in den nächsten Jahren noch ein bisschen zurückschneiden. Sonst sieht es aus wie Finger einer Hand.
Das sehe ich ganz anders, wieso das denn??!
Wenn der Baum reift und das Nebari sich verdickt, werden die Zwischenräume zwischen den Wurzeln immer enger und wachsen vom Stamm her nach außen mehr zusammen. Das Nebari ist schon gut so wie es ist, das wird sich prima entwickeln.
Die Konstellation der Substämme finde ich auch nicht so toll, da wird der Stamm an deren Ansatz ja wieder dicker. Aber auf nur einen Stamm schneiden würde ich auch nicht, einen der dicken äußeren würde ich wahrscheinlich entfernen. Aber erst nächstes Jahr.
Geschützte, möglichst frostfreie Überwinterung würde ich nach dieser Bearbeitung auch empfehlen.
LG, Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
Danke für deinen Kommentar, Heike.
Beim lesen der ersten beiden Beiträge habe ich schon einen gehörigen Schrecken bekommen.
Das ist in meinen Augen eine sehr gute Ausgangsbasis für eine spektakulären zukünftigen Bonsai. Die Reduzierung auf einen Stamm und der radikale Rückschnitt am Nebari wüden alles entfernen, was die Qualität dieses Rohlings ausmacht.
Die Reduzierung der Wurzelmasse und entsprechend angepasst des Grüns verkraftet der Baum absolut schadlos. Alle im September getrennten Abmoosungen haben viel weniger Wurzeln. Unter der Erde wird sich bin zum Frost noch jede Menge Wurzeln neu entwicklen und du wirst aufgrund deines guten Substrats als dankeschön von Baum höchstwahrscheinlich sogar noch wieder etwas Neutrieb und eine starke Knospenbildung bekommen. So habe ich es vor allem beim grünen Fächerahorn immer wieder erlebt.
Ob du später einmal einen der Substämme entfernst, muss nicht jetzt uund im nächsten Jahr entschieden werden. Eine deutliche Reduzierung steht sicherlich an.
Vielleicht kannst du ja durch abmoosen noch weitere Rohlinge aus diesem Bereich gewinnen.
Toller Einkauf und bisher alles richtig gemacht!
Viel Spaß bei der weiteren Entwicklung deines Ahorn und halte uns mit updates bitte immer auf Stand. Solche Geschichten interessieren mich sehr.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924