Hilfe beim hässlichen Ahorn

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Falkus
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Hilfe beim hässlichen Ahorn

Beitrag von Falkus »

Hallo  liebe Bonsaifreunde

Mein Name ist Falk und ich komme aus dem schönen Saarland und lese schon seit längerem hier mit.
Bin zwar kein blutiger Anfänger mehr aber im Gegensatz zu den Experten hier denoch ganz am Anfang.
Ich bräuchte mal euren Rat.
Jeder hat ja so einen "ich weiß nicht Bonsai " im Garten. Nun bei mir ist es ein roter Fächerahorn. Er sollte mal Schirmförmig werden aber das ging mächtig schief.
Er hat ein katastrophaler Wurzelansatz und oben eine hässliche Verdickung.
Ich bin total überfragt bei ihm. Ich weiß ich kann in den Garten setzten und mir gutes Material holen.
Das lässt aber mein Ego irgendwie nicht zu 😂😂
Meine Ideen gingen von 2 mal abmoosen bis zum Cut unter der Verdickung. Weiß aber nicht ob er dann wieder austreibt.
Vielleicht hat von euch einer eine Idee.
Ich weiß es ist eine Krücke und es wird nie ein auch nur halbwegs guter Baum aber ich hänge an ihn da ich ihn von einem verstorbenen Freund bekommen habe.
Ich hoffe ihr habt Ideen

Mfg Falk
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hwolf
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Re: Hilfe beim hässlichen Ahorn

Beitrag von hwolf »

Moin,

ja wenns denn aus sentimentalen Gründen mal was werden soll, würd ich auch sagen, Du kannst nur die Mitte gebrauchen. Mein Plan wäre:
1. Im Frühjahr den Stamm an der dünnsten Stelle kappen (also unter dem Beginn der Verdickung), das ganze Jahr dann frei wachsen lassen, massiv düngen (Am besten mit 2 Hand voll Mist alle 6 Wochen, das macht kaum Arbeit und kann nicht überdüngen)
2. Nicht schneiden (Nicht im Sommer, oder Herbst, oder Winter, oder im Frühjahr drauf)
3. Ein Jahr später weiter wachsen lassen, aber sobald das erste Laub voll da ist unten kanpp oberhalb oder genau auf Höhe der höchsten Wurzel abmoosen. Wieder massiv düngen, wachsen lassen, nichts schneiden!
4. Im Herbst (Etwa Ende August oder so) dann die Abmoosung trennen, neu und sauber flach eintopfen.
5. Im Frühjahr drauf rigoros durchsortieren, schneiden, Wunden versorgen und nochmal ein Jahr durchwachsen lassen.

Dann bist Du bei Null und kannst Dir deinen Baum mal angucken.
Viel Spaß!

Lieben Gruß
Heinrich
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Gary
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Re: Hilfe beim hässlichen Ahorn

Beitrag von Gary »

Hallo Falk,

Heinrich hat Dir ja einen gut strukturierten und durchdachten Ablaufplan für einen gangbaren Weg geliefert. Doch eine Ungewissheit bleibt.

Auch wenn derzeit nicht erkennbar ist um welche Sorte Ahorn es sich handelt, habe ich die Vermutung, dass es sich bei der "Verdickung" kurz unterhalb der Verzweigung um eine Veredelungsstelle handelt. In diesem Fall wäre das Ergebnis nach der Prozedur ein anderer, grüner Fächerahorn.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
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Falkus
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Re: Hilfe beim hässlichen Ahorn

Beitrag von Falkus »

Vielen dank
Heinrich
Meinst du einfach gerade abschneiden. Treibt er dann wieder aus, so wie es Ulmen tun?
Wie gesagt es ist aus sentimentalen Gründen.

Gary
Es ist ein standart roter Fächerahorn wie er in jedem 2 Vorgarten steht und ja es sieht von nahem auch aus wie eine mässige Veredelung.

Danke euch beiden schon mal für die Tips
Mfg Falk
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mydear
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Re: Hilfe beim hässlichen Ahorn

Beitrag von mydear »

Hallo Falk,

Gut, dass du kein Anfänger mehr bist, du kannst dich an diesem Ahorn richtig austoben.

Ich glaube auch, dass Heinrichs Vorschlag zum schnellstmöglichen und besten Ergebnis führen wird. Gut gedüngt sollte das in 3 Jahren schon vielversprechend aussehen.

Einziges Risiko: treibt der Ahorn oben an der Kappstelle noch vielfach aus der alten Rinde aus? Es kann auch sein, dass nur ein oder zwei neue Triebe aus dem Stamm wachsen. Wo die neuen Triebe kommen ist nicht zuverlässig vorhersagbar. Es bleibt also ein „Restrisiko“.

@Gary deshalb glaube ich nicht, dass es eine Veredelung so weit oben ist.
Der Palmatum ist nicht allzu kräftig, die letzten Jahre ist die komplette Mitte abgestorben. Alle Triebe wachsen außen heraus, der Grund warum oben eine so starke Verdickung entstanden ist. Der Ahorn versucht verzweifelt das tote Holz abzuschotten. Er bildet Kallus um es schnell wieder zuzuwachsen. Gelingt das nicht werden sich Pilze einnisten, schwächen und ihn zum Absterben bringen. All das führte zu dieser starken Verdickung.

Eine weitere Möglichkeit wäre wie du (Falk) schon angedeutet hast zweimal abzumoosen: erst oben die Verdickung, hoffen dass nach dem Abtrennen neue Triebe aus dem Stumpf wachsen und dann wie von Heinrich ausgeführt fortfahren. Auch hier ist verläßlicher Nachtrieb an den richtigen Stellen nicht sicher. Deshalb würde ich in diesem Fall schon während dem Abmoosen zeitgleich über Bohrablaktion neue Triebe an den gewünschten Stellen platzieren. Oh je, oh je ... soviel wenn und aber. Jetzt hast du erst mal genug Ideen und kannst in Ruhe überlegen.

Grüße
Rainer

In der Mitte komplett abgestorben ?
In der Mitte komplett abgestorben ?
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“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
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Falkus
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Re: Hilfe beim hässlichen Ahorn

Beitrag von Falkus »

Vielen dank Reiner
Es stimmt viele wenn und aber, jedoch will ich ihn jetzt angehen und schlechter geht es fast nicht mehr.
Sind auf jeden Fall gut ideen und deshalb fangen wir an
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