Eibe Abmoosung - bisher erfolglos - Warum?

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klauss
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Eibe Abmoosung - bisher erfolglos - Warum?

Beitrag von klauss »

Hallo BFF,

ich habe hier eine EIbe, die ich gern abmoosen würde. Ich habe dazu Dehner -Spagnum gekauft, die Rinde eingeschnitten. Folie + Übertopf platziert und nun ca. 9 Monate gewartet. Wie man auf dem Bild sehen kann, ist bisher nichts passiert.

Was mache ich denn falsch? Ich bin da leider überfragt. Via suche habe ich schon im letzten Jahr herausgefunden, dass es eingentlich einfach sein sollte, eine EIbe abzumoosen.

-- was mache ich denn jetzt sinnvollerweise?

- Ränder neu einschneiden,
- unten doch einen Drahlt wickeln und weiter versuchen?
eibe_abmoosung.JPG
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Danke für Tips.

Klaus
Michael 86
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Re: Eibe Abmoosung - bisher erfolglos - Warum?

Beitrag von Michael 86 »

Hallo Klaus

Die Stelle sieht mir sehr knapp aus, von der Höhe des Mooses.
Bist du sicher, dass das Kambium durchtrennt ist?
Grüße Michael :)
klauss
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Re: Eibe Abmoosung - bisher erfolglos - Warum?

Beitrag von klauss »

hallo Michael,

ich denke natürlich schon, :-) -- werde das aber als als Anregung aufnehmen. Nachschneiden muss ich ja ohnehin.

Klaus
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bock
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Re: Eibe Abmoosung - bisher erfolglos - Warum?

Beitrag von bock »

Hallo Klaus,

ich habe zwar noch keine Eibe abgemoost und auch sonst keine erfolgreichen Abmoosungen vorzuweisen, aber mir kommt das Moos in der Plastikfolie ziemlich nass vor. Vielleicht zu wenig Sauerstoff für Wurzelwachstum?
Möglich wäre auch, dass das Kambium am Schnittrand in Fäulnis übergegangen ist.
Wenn du nachschneidest, überprüfe die Vitalität des Kambium! Die Mischung in der blauen Folie würde ich nicht wiederverwenden.
Viel Erfolg!
liebe Grüße Andreas
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mydear
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Re: Eibe Abmoosung - bisher erfolglos - Warum?

Beitrag von mydear »

Hallo Klaus,

ich denke es ist spekulativ zu sagen warum hier keine Wurzelbildung erfolgt ist. Nicht jeder Versuch klappt. Das Bild zeigt nur die aktuelle Detailaufnahme. Da würde ich gerne genauer wissen:

-wann wurde abgemoost? Wenn es 9 Monate zurück liegt vielleicht im Juni 2018? Dann wäre die Dauer recht kurz und der Zeitraum nicht der beste gewesen.
- hast du Löcher unten in die Folie gemacht? Sonst bleibt Staunässe im Beutel. Normal funktioniert Sphagnummoos recht gut, es soll sogar antiseptische Wirkung haben
- wie groß war der Folienbeutel? Zu groß und er bleibt dauerhaft kalt, bewurzelt viel langsamer.
- wurde der Beutel gut fixiert, dass er nicht verrutschen kann? Gefahr dass neue Wurzeln beschädigt/abgerissen werden

Ich habe noch keine Eibe abgemoost. In deinem Fall würde ich analog Andreas das Kambium kontrollieren und ggf nochmals leicht abschaben, oben zwei Millimeter zusätzlich wegnehmen. Einen Drahtring kannst du oben anlegen und eng verdrillen, allerdings nicht mit Gewalt anziehen.

Vielleicht dokumentierst du das ganze mit Fotos und hast hier bald die erste erfolgreiche Eibenabmoosung ...

Grüße
Rainer
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Michael 86
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Re: Eibe Abmoosung - bisher erfolglos - Warum?

Beitrag von Michael 86 »

Ich meine dass das Moos höher ansetzen könnte. Schaut man sich den Stamm an wird ja nur der freiliegende Holzteil und alles darunter hauptsächlich feucht gehalten. Nicht der obere Schnitt, der die Wurzeln hervorbringen soll. Es könnte in der Wärmeperiode vielleicht zu trocken werden...
Grüße Michael :)
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Stefan72
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Re: Eibe Abmoosung - bisher erfolglos - Warum?

Beitrag von Stefan72 »

Hallo Klaus,
mit Abmossen im Plastikmantel hatte ich noch nie Glück, dafür gelang es bisher immer wieder mal, wenn ich die Bäume in ein tieferes Pflanzgefäß gestellt habe und die Abmoosstelle war dann gut 5-6 cm tief im Substrat. Die geringelte Stelle bekam etwas feineres Substrat mit Kokosfasern o.ä. Ich denke auch dass es bei Eiben und Koniferen überhaupt viel länger dauert mit dem Abmoosen.
Wie sieht die Eibe denn obenrum aus? Je grüner, desto besser, sagt man doch?

Vielleicht hilft auch das hier weiter: https://www.bonsai-art.com/bonsaiarten/77-taxus-eibe
Freundliche Grüße, Stefan

Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen. Seine Arbeit entsagt nicht, sie ist in das Gelingen verliebt statt ins Scheitern.
MaxdogX
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Re: Eibe Abmoosung - bisher erfolglos - Warum?

Beitrag von MaxdogX »

Hallo Klaus,

Koniferen brauchen in der Regel deutlich länger um zu bewurzeln als Laubbäume. Das liegt daran, weil Koniferen einen langsameren Saftfluss haben als Laubbäume. Die bewurzelung ansich kommt durch die produzierten Nährstoffe in den Blättern bzw. Nadeln zustande. Da die Nährstoffe nicht bis zu den Wurzeln hinunterkommen, stauen Sie sich an der Schnittstelle und es entsteht Kallus aus dem irgendwann dann auch neue Wurzeln entstehen.

Umgekehrt ist es natürlich so, je weniger Blattmasse, desto langsamer die Wurzelbildung. So wie es ausschaut hat die Eige jetzt nicht wirklich viel Kallus gebildet. Es wurde ja schon erwähnt aber evtl. sind doch nicht alle Saftbahnen komplett durchtrennt?

Weiterhin ist es aufgrund der längeren Zeitdauer bei Koniferen wichtig das etwas Laub unter der Abmoosstelle ist, damit der Ursprüngliche Wurzelballen auch mit Nährstoffen versorgt wird und wenn auch ganz langsam wachsen kann und nicht kaputt geht. Sonst klappt die Abmoosung evtl. nicht weil der Alte Wurzelballen den abzumoosenden Teil nicht mehr versorgen kann und der Baum stirbt ab.

Gruß Eugen
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Herbert A
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Re: Eibe Abmoosung - bisher erfolglos - Warum?

Beitrag von Herbert A »

Servus Klaus,

ich muss vorausschicken dass ich noch keine Eibe abgemoost habe. Aber ich kann dir grundsätzliches zum abmoosen schreiben.

Aufgrund des Bildes ist es schwer einen Grund zu finden.

Wie schon gesagt hat der Baum eventuell Kallusbrücken gebildet.
Wie kann man das vermeiden? Nach dem schneiden des Ringes 5 Minuten warten. Falls noch Kambium stehengeblieben ist wird es sich innerhalb von 5 Minuten nach dem freilegen dunkler verfärben. Je nach Baumart z.B. beim Ahorn dunkelbraun und bei Mugos eher rosa bis violett.

Wenn ich das richtig sehe liegt die Plastikummantelung bzw. das Sphagnumoos direkt auf dem Substrat auf. Dadurch zieht das Sphagnummoos ständig Feuchtigkeit aus dem Substrat im Topf. Da beim abmoosen aber Wärme das wichtigste ist, kommt es wegen der ständigen Nässe zu einer schwachen oder gar keiner Wurzelbildung.

Wie vermeiden? zwischen Substrat und der Abmoosstelle eine Teichfolie oder ähnliches legen.
Vielleicht hilft dir das hier: viewtopic.php?f=9&t=41466&hilit=Feldahorn

Drahtring würde ich keinen anlegen. Das verhilft zu keiner verbesserten Wurzelbildung. Im Gegenteil im Splintholz führen die wasserführenden Leitungsbahnen die den Baum versorgen. Wenn man einen Draht anlegt, dann erschwert das dem Baum die Versorgung der Grünmasse.
Soweit ich weiß wurde diese Methode einmal in der BonsaiArt von einem japanischen Bonsaimeister bei einer Kerbbuche gemacht. Meine Versuche dahingehend erbrachten jedoch keine Verbesserung. Weder bei der Wurzelbildung oder einer Verdickung des Stammes.

Wurde auch schon geschrieben. Nadelbäume brauchen meistens länger. Ein Nadelbaum hat zwei Phasen im Jahr in der er starkes Wurzelwachstum hat. Frühjahr und Herbst. Du hast im Sommer abgemoost. Dann macht der Nadelbaum bis zum Herbst nichts. Im Herbst wird er mit einer schwachen Kallusbildung beginnen aber noch keine Wurzeln machen. Erst in der nächsten Wachstumsphase (Frühjahr) wird er beginnen Wurzeln zu bilden. Diese sind dann hell und fein und sehr zerbrechlich. Die härten dann bis zum Herbst aus und sind dann braun und flexibel. Dann kann der Baum abgetrennt werden.
Also noch etwas Geduld.
Vorgangsweise: Schauen ob Kallusbrücken gebildet wurden und diese durch abschaben mit einem Messer entfernen. Wieder in einen Plastikbeutel verpacken. Oben und unten verschließen und nicht gießen. Höchstens im Sommer einmal kontrollieren ob noch Feuchtigkeit drinnen ist. Das Sphagnummoos wird normalerweise bei Regen durch herablaufendes Wasser am Stamm wieder ausreichend befeuchtet.

Viel Glück.
Herbert
Das BFF ist mein persönliches Bonsaitagebuch. Vielen Dank dass ihr das seit vielen Jahren ermöglicht.

Info: www.bonsaisalzburg.net
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