Heute möchte ich eine alte Potentilla vorstellen die ich seit 2016 bearbeite.
Zur Geschichte.
Im Juni 2016 sollte ein Baugrundstück geraümt werden, darauf mehrere große Fingersträucher. Allesamt riesen Büsche mit 2-3 Metern Durchmesser und hunderten dünnen Stämmchen. Doch ein paar von ihnen hatten teils oberarmdicke Stämme. Laut Anwohnern standen die da seit mindestens 50 Jahren. Mit Erlaubnis des Eigentümers machte ich mich dann bei über 30 Grad ans werk, mindestens einen der dicken Brummer musste ich haben.
Das Ausgraben war keine große Sache, 20 Minuten und fertig. Zusammen mit nem kleinen Beifang kam sie Zuhause gleich in ein passendes Töpfchen
Ende September. Zum Glück, sie lebt und wächst wie verrückt. Einige tote Stämme und Äste wurden entfernt.
Im Frühjahr 2017 nahm ich mir den Trümmer vor und versuchte die einzelnen Stämme auseinander zu bekommen. Übrig blieb nicht viel, der dickste Teil in der Mitte hielt aber noch gut zusammen. Mehr wollte ich nicht
Nach erfolgtem Austrieb wurde auf das unterste Grün eingekürzt, mit den dicken Ästen oben wollte ich nicht weiter manchen. Im Juli nahm ich mir dann das Holz vor, Saftbahnen finden und das Totholz bearbeiten. Sonst durfte sie frei wachsen.
Im April 2018 setze ich sie dann in ihre erste Schale, zu klein und die Vorderseite verdreht. Egal, kommt Zeit kommt passende Schale
Ende Mai, sie wächst gesund und munter.
Um ihre Kraft nicht in unbrauchbare Triebe zu lenken gabs nen Rückschnitt.
10 Wochen später, wird doch langsam.
Ende Oktober, der Herbst ist da und hat ihr schon reichlich Laub genommen. Vorher habe ich noch am Totholz gearbeitet und anschließend verdünntes Jinmittel und Holzhärter aufgetragen.
