Anfängerfragen
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Ungeduldig
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Anfängerfragen
Hallo ihr!
Ich habe mich gerade angemeldet, weil ich seit ein paar Tagen im Bonsaifieber bin und es bisher auch nicht nachlässt. Ich als wissenshungrige, ungeduldige Person würde am liebsten gleich loslegen und habe schon einiges gelesen.
Trotzdem habe ich noch einige Fragen. Vorweg vielleicht mein derzeitiger Stand: Bin noch nicht ausgerüstet und habe noch keine Pflanze. Ich dachte mir, dass es schlauer ist, sich erst einmal zu informieren, bevor ich was falsch mache.
Am Wochenende war ich dann bei meinem Partner und habe im Hinterhof was Prunus-artiges (blühte weiß, typische Blüte) entdeckt. Probeweise landete davon ein kleiner Zweig im Wasserglas und ich warte jetzt mal ab, ob der Wurzeln schlägt.
Womit ich am liebsten anfangen würde, geht tatsächlich eher nach optischem Geschmack und nicht nach Pflegeleichtigkeit. Ich denke, dass ich mich bei schwierigen Kandidaten eben mehr schlau machen muss, um Fehler zu vermeiden.
Meine Favoriten sind bisher, sortiert nach Tollheit:
Schlehdorn (werde mich demnächst mal auf den Weg machen und mich umsehen ob ich einen finde)
Prunus Pendula (Unterart egal, extrem schwer dranzukommen wie es scheint)
Mandelbaum
Zierapfel
Falls ich von diesen Kandidaten an keinen dran komme, würde ich auf Azalee und Ahorn ausweichen.
So, jetzt will meine Mutter mit mir heute in ein Gartencenter und mir den Besuch zu Ostern schenken. Was für Zubehör brauche ich denn erstmal als blutiger Anfänger?
Bisher steht auf meiner Liste:
Konkavzange
Masse für Wundverschluss
Substrat (Blähton, Bimskies, Lavagranulat ok?)
Gießkanne mit feiner Brause
Dünger
Universalschere
Aufzuchterde
Aluminiumdraht/ Kupfer (was würdet ihr empfehlen für o.g. Spezies?)
Teichtopf (weil Wohnung mit Hinterhof der geteilt wird und ich nicht weiß, ob ich da was in die Erde setzen darf)
Bonsaischale
Abdecknetz
Fehlt noch was? Und ist davon etwas am Anfang noch nicht so wichtig?
Was sind häufige Anfängerfehler?
Zum Thema Wurzelschnitt: Woher weiß ich was ich abschneiden darf und wieviel?
Und wie genau funktioniert das mit der Feinverzweigung?
Zum Thema Stammverdickung und Verjüngung ist meine bisherige Idee, die Pflanze das Jahr über wachsen zu lassen und dann während der Winterruhe den Hauptstamm zu kappen, damit ein unterer Nebenzweig zum Hauptzweig wird. Ist das richtig so? Und muss ich den dann drahten, oder strebt der dann von selbst nach oben?
Und wie schaffe ich es, dass man alte Schnittstellen nicht mehr sieht? geht das überhaupt?
Ich habe mich gerade angemeldet, weil ich seit ein paar Tagen im Bonsaifieber bin und es bisher auch nicht nachlässt. Ich als wissenshungrige, ungeduldige Person würde am liebsten gleich loslegen und habe schon einiges gelesen.
Trotzdem habe ich noch einige Fragen. Vorweg vielleicht mein derzeitiger Stand: Bin noch nicht ausgerüstet und habe noch keine Pflanze. Ich dachte mir, dass es schlauer ist, sich erst einmal zu informieren, bevor ich was falsch mache.
Am Wochenende war ich dann bei meinem Partner und habe im Hinterhof was Prunus-artiges (blühte weiß, typische Blüte) entdeckt. Probeweise landete davon ein kleiner Zweig im Wasserglas und ich warte jetzt mal ab, ob der Wurzeln schlägt.
Womit ich am liebsten anfangen würde, geht tatsächlich eher nach optischem Geschmack und nicht nach Pflegeleichtigkeit. Ich denke, dass ich mich bei schwierigen Kandidaten eben mehr schlau machen muss, um Fehler zu vermeiden.
Meine Favoriten sind bisher, sortiert nach Tollheit:
Schlehdorn (werde mich demnächst mal auf den Weg machen und mich umsehen ob ich einen finde)
Prunus Pendula (Unterart egal, extrem schwer dranzukommen wie es scheint)
Mandelbaum
Zierapfel
Falls ich von diesen Kandidaten an keinen dran komme, würde ich auf Azalee und Ahorn ausweichen.
So, jetzt will meine Mutter mit mir heute in ein Gartencenter und mir den Besuch zu Ostern schenken. Was für Zubehör brauche ich denn erstmal als blutiger Anfänger?
Bisher steht auf meiner Liste:
Konkavzange
Masse für Wundverschluss
Substrat (Blähton, Bimskies, Lavagranulat ok?)
Gießkanne mit feiner Brause
Dünger
Universalschere
Aufzuchterde
Aluminiumdraht/ Kupfer (was würdet ihr empfehlen für o.g. Spezies?)
Teichtopf (weil Wohnung mit Hinterhof der geteilt wird und ich nicht weiß, ob ich da was in die Erde setzen darf)
Bonsaischale
Abdecknetz
Fehlt noch was? Und ist davon etwas am Anfang noch nicht so wichtig?
Was sind häufige Anfängerfehler?
Zum Thema Wurzelschnitt: Woher weiß ich was ich abschneiden darf und wieviel?
Und wie genau funktioniert das mit der Feinverzweigung?
Zum Thema Stammverdickung und Verjüngung ist meine bisherige Idee, die Pflanze das Jahr über wachsen zu lassen und dann während der Winterruhe den Hauptstamm zu kappen, damit ein unterer Nebenzweig zum Hauptzweig wird. Ist das richtig so? Und muss ich den dann drahten, oder strebt der dann von selbst nach oben?
Und wie schaffe ich es, dass man alte Schnittstellen nicht mehr sieht? geht das überhaupt?
Re: Anfängerfragen
bitte in einem bonsai-fachgeschäft einkaufen gehen,
"normale" gartencenter machen mit unwissenden anfängern oft fette geschäfte,
ohne wirkliche fachkompetenz mit zu liefern ....
im kalender hier auf der seite findest du die termine eingetragen
falls du eher aus dem norden kommst ist die bonsaischule enger eine gute anlaufstelle
am kommenden we ist in ascheberg was los, beide betreiber und das personal haben alles und vor allem auch ahnung ,-)
dann mal mit zwei oder drei günstigen, unkomplizierten "pre-bonsai" starten und ggf nen arbeitskreis suchen, oder ein seminar
das gibt ne gute starthilfe und sofort mehr spaß!
"normale" gartencenter machen mit unwissenden anfängern oft fette geschäfte,
ohne wirkliche fachkompetenz mit zu liefern ....
im kalender hier auf der seite findest du die termine eingetragen
falls du eher aus dem norden kommst ist die bonsaischule enger eine gute anlaufstelle
am kommenden we ist in ascheberg was los, beide betreiber und das personal haben alles und vor allem auch ahnung ,-)
dann mal mit zwei oder drei günstigen, unkomplizierten "pre-bonsai" starten und ggf nen arbeitskreis suchen, oder ein seminar
das gibt ne gute starthilfe und sofort mehr spaß!
gruß + frohes gelingen
der frank aus stuttgart
Nichi nichi kore kōjitsu
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- ChristianB
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- Wohnort: Mitten im Ruhrgebiet
Re: Anfängerfragen
Eigentlich brauchst du erstmal gar nichts davon.
Was Du brauchst, ist ein Anfängerkurs in einem guten Bonsailaden/-center.
Was Du brauchst, ist ein Anfängerkurs in einem guten Bonsailaden/-center.
Viele Grüße
Christian
Christian
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Ungeduldig
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Re: Anfängerfragen
Hallo, danke für deine Tipps!
Also Beratung verspreche ich mir nicht wirklich vom Gartencenter. Deshalb dachte ich, ich frage hier lieber vorher, was ich an Arsenal am Anfang wirklich brauche, damit ich informiert bin und nichts Unnötiges anschaffe.
Allerdings fährt meine Mutter sowieso zum Gartencenter, weil sie Pflanzen für ihren Balkon kauft, deshalb wäre das doch für das Zubehör eine gute Quelle?
In Sachen Spezies stehe ich leider weder auf Indoors, noch auf Nadelgehölz, was die Auswahl wohl etwas einschränkt. Was wäre denn ein halbwegs pflegeleichter Laubbaum?
Bisher war ich der Meinung dass der Schlehdorn wenige Ansprüche stellt, deshalb steht er bei mir so weit oben auf der Liste. Oder ist das eher keine gute Idee?
Wo liegen denn die Preise bei solchen Kursen?
Edit: Nach genauerer Überlegung werde ich mir wohl vorerst nur eine Schere, Konkavzange, Dünger, kleine Gießkanne, Teichtopf und kleine Pflanze aus dem Wald zulegen.
Also Beratung verspreche ich mir nicht wirklich vom Gartencenter. Deshalb dachte ich, ich frage hier lieber vorher, was ich an Arsenal am Anfang wirklich brauche, damit ich informiert bin und nichts Unnötiges anschaffe.
Allerdings fährt meine Mutter sowieso zum Gartencenter, weil sie Pflanzen für ihren Balkon kauft, deshalb wäre das doch für das Zubehör eine gute Quelle?
In Sachen Spezies stehe ich leider weder auf Indoors, noch auf Nadelgehölz, was die Auswahl wohl etwas einschränkt. Was wäre denn ein halbwegs pflegeleichter Laubbaum?
Bisher war ich der Meinung dass der Schlehdorn wenige Ansprüche stellt, deshalb steht er bei mir so weit oben auf der Liste. Oder ist das eher keine gute Idee?
Wo liegen denn die Preise bei solchen Kursen?
Edit: Nach genauerer Überlegung werde ich mir wohl vorerst nur eine Schere, Konkavzange, Dünger, kleine Gießkanne, Teichtopf und kleine Pflanze aus dem Wald zulegen.
Zuletzt geändert von Ungeduldig am 25.03.2019, 15:58, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Anfängerfragen
Hi,
für den Anfang hört sich das völlig ok an. Die Anregungen mit den Workshops kann ich auch nur unterstreichen.
- Aluminiumdraht/ Kupfer (was würdet ihr empfehlen für o.g. Spezies?)
Man sagt üblicherweise, dass Kupfer für reife Nadelbäume genutzt wird und Alu für Laubbäume. Allerdings sollte man mit Kupfer erst anfangen, wenn man das Drahten beherrscht (Workshop !), weil bei Kupfer jede Wicklung gleich sitzen muss (Kupfer kann man nur begrenzt wieder ab- und wieder dranwickeln). Wers kann, nutzt nur Kupfer.
- Und wie genau funktioniert das mit der Feinverzweigung?
Ein Baum kann nur leben, wenn er stetig wächst. Schneidet man was ab, muss er woanders weiterwachsen.
Jeder Zweig macht deshalb Knospen, manche gegenständig, manche wechselständig. Nadelbäume schieben gerne an der Spitze mit mehrere Knospen oder treiben auch mal innen aus. Wenn du den Zweig soweit zurückschneidet (bzw. nur zwei Knospen beim Nadelbaum dranlässt), sodass nur zwei aktive Knospen übrig bleiben (am Besten welche, die nach rechts und links gehen. Die, die nach unten gehen, braucht man höchstens mal um unteren Bereich und die nach oben gehen eher nur mal in der Krone), wächst der Baum eben an den verbliebenen beiden Knospen weiter und du hast eine Verzweigung.
- Zum Thema Wurzelschnitt: Woher weiß ich was ich abschneiden darf und wieviel?
Es gibt dicke, holzige Stützwurzeln und Versorgungswurzeln. Die dicken Stützwurzeln will man eigentlich loswerden, nehmen nur Platz in der Schale weg und der Baum wird ja in der Schale befestigt. Auch an den Versorgungswurzeln macht man einen Verzweigungsschnitt, kappt also, was am Ende zu lang ist, lässt dahinter dann Feinwurzeln dran und verzweigt somit auch da. Ist das gleiche Spiel wie bei den Zweigen.
- Und wie schaffe ich es, dass man alte Schnittstellen nicht mehr sieht? geht das überhaupt?
Deshalb verwendet man Konkavzangen. Die schneiden rund ins Holz, schaffen also eine Vertiefung. Der Baum überwallt die Schnittstelle und die wird eben flach(er), wenn man reingeschnitten hat.
Von Mandelbaum und Azaleen würde ich erst einmal abraten, dazu muss man die Pflege schon beherrschen und sich eine gewisse Routine erarbeitet haben. Dazu ist der richtige Standort übers ganze Jahr nicht unwichtig. Apfel und Ahorn sind prima, die verzeihen auch mal Fehler oder drastische Klimawechsel übers Jahr.
Und dann der wichtigste Tipp: Füsse still halten, nicht zu viel machen und erstmal Giessen, Düngen, Standort und Überwinterung hinbekommen. Umtopfen, Schneiden, Gestalten und Drahten kommt später oder eben zuerst nur in einem Workshop. Wenn man das alles mal live gesehen und unter Anleitung gemacht hat, ist es nicht mehr schwer (im Gegensatz, wenn man davon nur Bilder sieht oder Beschreibungen liest).
für den Anfang hört sich das völlig ok an. Die Anregungen mit den Workshops kann ich auch nur unterstreichen.
- Aluminiumdraht/ Kupfer (was würdet ihr empfehlen für o.g. Spezies?)
Man sagt üblicherweise, dass Kupfer für reife Nadelbäume genutzt wird und Alu für Laubbäume. Allerdings sollte man mit Kupfer erst anfangen, wenn man das Drahten beherrscht (Workshop !), weil bei Kupfer jede Wicklung gleich sitzen muss (Kupfer kann man nur begrenzt wieder ab- und wieder dranwickeln). Wers kann, nutzt nur Kupfer.
- Und wie genau funktioniert das mit der Feinverzweigung?
Ein Baum kann nur leben, wenn er stetig wächst. Schneidet man was ab, muss er woanders weiterwachsen.
Jeder Zweig macht deshalb Knospen, manche gegenständig, manche wechselständig. Nadelbäume schieben gerne an der Spitze mit mehrere Knospen oder treiben auch mal innen aus. Wenn du den Zweig soweit zurückschneidet (bzw. nur zwei Knospen beim Nadelbaum dranlässt), sodass nur zwei aktive Knospen übrig bleiben (am Besten welche, die nach rechts und links gehen. Die, die nach unten gehen, braucht man höchstens mal um unteren Bereich und die nach oben gehen eher nur mal in der Krone), wächst der Baum eben an den verbliebenen beiden Knospen weiter und du hast eine Verzweigung.
- Zum Thema Wurzelschnitt: Woher weiß ich was ich abschneiden darf und wieviel?
Es gibt dicke, holzige Stützwurzeln und Versorgungswurzeln. Die dicken Stützwurzeln will man eigentlich loswerden, nehmen nur Platz in der Schale weg und der Baum wird ja in der Schale befestigt. Auch an den Versorgungswurzeln macht man einen Verzweigungsschnitt, kappt also, was am Ende zu lang ist, lässt dahinter dann Feinwurzeln dran und verzweigt somit auch da. Ist das gleiche Spiel wie bei den Zweigen.
- Und wie schaffe ich es, dass man alte Schnittstellen nicht mehr sieht? geht das überhaupt?
Deshalb verwendet man Konkavzangen. Die schneiden rund ins Holz, schaffen also eine Vertiefung. Der Baum überwallt die Schnittstelle und die wird eben flach(er), wenn man reingeschnitten hat.
Von Mandelbaum und Azaleen würde ich erst einmal abraten, dazu muss man die Pflege schon beherrschen und sich eine gewisse Routine erarbeitet haben. Dazu ist der richtige Standort übers ganze Jahr nicht unwichtig. Apfel und Ahorn sind prima, die verzeihen auch mal Fehler oder drastische Klimawechsel übers Jahr.
Und dann der wichtigste Tipp: Füsse still halten, nicht zu viel machen und erstmal Giessen, Düngen, Standort und Überwinterung hinbekommen. Umtopfen, Schneiden, Gestalten und Drahten kommt später oder eben zuerst nur in einem Workshop. Wenn man das alles mal live gesehen und unter Anleitung gemacht hat, ist es nicht mehr schwer (im Gegensatz, wenn man davon nur Bilder sieht oder Beschreibungen liest).
Zuletzt geändert von abardo am 25.03.2019, 10:52, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße, Frank
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Ich will nur noch hupen !
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Ungeduldig
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Re: Anfängerfragen
Super, danke für die Rückmeldung!abardo hat geschrieben: 25.03.2019, 10:38 Hi,
für den Anfang hört sich das völlig ok an. Die Anregungen mit den Workshops kann ich auch nur unterstreichen.
Das ist gut zu wissen. Dann werde ich mich erst einmal an Aluminium halten.Man sagt üblicherweise, dass Kupfer für reife Nadelbäume genutzt wird und Alu für Laubbäume. Allerdings sollte man mit Kupfer erst anfangen, wenn man das Drahten beherrscht (Workshop !), weil bei Kupfer jede Wicklung gleich sitzen muss (Kupfer kann man nur begrenzt wieder ab- und wieder dranwickeln). Wers kann, nutzt nur Kupfer.
Gibt es auch online genauere Guides wie man richtig drahtet? Bisher habe ich nur recht informationsarme gefunden. So ein Workshop hört sich auch gut an.
Ah okay. Also wären diese beiden dann eh gewachsen, aber da der Haupttrieb dann weg ist, wird der Baum dazu angeregt, an den beiden Nebentrieben weiterzuwachsen und neue Augen zu bilden?Jede Baum macht ja Knospen, manche gegenständig, manche wechselständig. Nadelbäume schieben gerne an der Spitze mit mehrere Knospen. Wenn du den Zweig soweit zurückschneidet (bzw. nur zwei Knospen beim Nadelbaum dranlässt), sodass nur zwei aktive Knospen übrig bleiben (am Besten welche, die nach rechts und links gehen, (die, die nach unten gehen, braucht man höchstens mal um unteren Bereich und die nach oben gehen eher nur mal in der Krone), wächst der Baum eben an den verbliebenen beiden Knospen weiter und du hast eine Verzweigung.
Puh okay, das klingt so, als müsste ich das noch etwas länger verinnerlichen, bis ich weiß, was ich da tue. Bisher wusste ich nur, dass die Pfahlwurzel entfernt werden soll und man bei jungen Bäumen weniger als 30% raus nehmen sollte, bis genug Kleinzeug gebildet ist.Es gibt dicke Stützwurzeln und Versorgungswurzeln. Die dicken Stützwurzeln will man eigentlich loswerden, nehmen nur Platz in der Schale weg und der Baum wird ja in der Schale befestigt. Auch an den Versorgungswurzeln macht man einen Verzweigungsschnitt, kappt also, was am Ende zu lang ist, lässt dahinter dann Feinwurzeln dran und verzweigt somit auch da. Ist das gleiche Spiel wie bei den Zweigen.
Das klingt gut. Also muss ich nichts weiter tun, als die konkavzange korret anzusetzen und die Wunde zu schließen? Und woher weiß ich wie lange die Wundverschlussmasse drauf bleiben muss?Deshalb verwendet man Konkavzangen. Die schneiden rund ins Holz, schaffen also eine Vertiefung. Der Baum überwallt die Schnittstelle und die wird eben flach(er), wenn man reingeschnitten hat.
Liebe Grüße
Re: Anfängerfragen
Nein, ein Gartencenter ist wahrlich nicht der richtige Ort. Es MUSS schon ein Geschäft mit Spezialisierung auf Bonsai sein.Ungeduldig hat geschrieben: 25.03.2019, 10:29 Also Beratung verspreche ich mir nicht wirklich vom Gartencenter.
Ich denke auch, dass du das ganze Geraffel erst einmal nicht brauchst. Dafür umso mehr Geduld und persönlichen Kontakt zu Gleichgesinnten.
Gruss
Re: Anfängerfragen
Hi,
es gibt ohne Ende Anleitungen zum Drahten und Schneiden ... nur schnallt man das kaum, wenn man es nicht live gesehen hat. Man kann Bilder, die z.B. zeigen, wie einer seinen Baum gedrahtet hat, nur schwer auf den eigenen Baum übertragen. Im Workshop wird es wirklich relativ einfach.
es gibt ohne Ende Anleitungen zum Drahten und Schneiden ... nur schnallt man das kaum, wenn man es nicht live gesehen hat. Man kann Bilder, die z.B. zeigen, wie einer seinen Baum gedrahtet hat, nur schwer auf den eigenen Baum übertragen. Im Workshop wird es wirklich relativ einfach.
Grüße, Frank
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Ich will nur noch hupen !
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Ungeduldig
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Re: Anfängerfragen
@Riza
Oh ja, Geduld muss ich wirklich, wirklich lernen. Aber genau deshalb glaube ich, dass mir Bonsai nur gut tun können. Im Allgemeinen bin ich im Leben oft zu ungeduldig und vielleicht erziele ich ja mehr innere Ruhe :D
Ich werde nachher gleich mal gucken, ob es bei mir in der Gegend eine Bonsaigruppe gibt. Jetzt bin ich erst einmal unterwegs und lasse mich hoffentlich nicht von den Gartencenter-Menschen übers Ohr hauen
Danke @abardo! Ich sehe mich auf jeden Fall nach einem um
Oh ja, Geduld muss ich wirklich, wirklich lernen. Aber genau deshalb glaube ich, dass mir Bonsai nur gut tun können. Im Allgemeinen bin ich im Leben oft zu ungeduldig und vielleicht erziele ich ja mehr innere Ruhe :D
Ich werde nachher gleich mal gucken, ob es bei mir in der Gegend eine Bonsaigruppe gibt. Jetzt bin ich erst einmal unterwegs und lasse mich hoffentlich nicht von den Gartencenter-Menschen übers Ohr hauen
Danke @abardo! Ich sehe mich auf jeden Fall nach einem um
Re: Anfängerfragen
Es hilft dir nichts, wenn ich dir z.B. ein paar goldene Regeln zum Drahten aufliste:
- von unten nach oben, von dick nach dünn
- in die Bewegungsrichtung drahten
- im Verzweigungssystem bleiben
- gegenständig versetzt verbinden
- nie kreuzen
Aber wenn du es gezeigt bekommst, werden diese Regeln völlig logisch.
(Giesskanne und Dünger brauchst du sofort, alles andere beim Workshop kaufen)
- von unten nach oben, von dick nach dünn
- in die Bewegungsrichtung drahten
- im Verzweigungssystem bleiben
- gegenständig versetzt verbinden
- nie kreuzen
Aber wenn du es gezeigt bekommst, werden diese Regeln völlig logisch.
(Giesskanne und Dünger brauchst du sofort, alles andere beim Workshop kaufen)
Grüße, Frank
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Re: Anfängerfragen
Es muss ja nicht gleich der 500 Euro Baum sein vom Spezialisten.Ungeduldig hat geschrieben: 25.03.2019, 10:58 @Riza
Jetzt bin ich erst einmal unterwegs und lasse mich hoffentlich nicht von den Gartencenter-Menschen übers Ohr hauen
Danke @abardo! Ich sehe mich auf jeden Fall nach einem um![]()
Wenn du im Gartencenter einen Bonsai für 'nen 5er zu Schnittübungen für Ungeduldige mitnimmst, ist das finanzielle Risiko überschaubar.
Re: Anfängerfragen
Hallo miteinander,
im Jahr 2019 bieten Online-Kurse für Anfänger bis zum Hardcore-Bonsaimann die beste Möglichkeit zu lernen, wie man Bonsai macht. Leider benötigt man dazu die englische Sprache und ein wenig finanziellen Aufwand. Nach vielen Jahren Suche nach fundiertem Wissen, bin ich dort (endlich) fündig geworden und kann das nur jedem empfehlen, der Bonsai als Hobby betreiben möchte.
Gruß
Markus
im Jahr 2019 bieten Online-Kurse für Anfänger bis zum Hardcore-Bonsaimann die beste Möglichkeit zu lernen, wie man Bonsai macht. Leider benötigt man dazu die englische Sprache und ein wenig finanziellen Aufwand. Nach vielen Jahren Suche nach fundiertem Wissen, bin ich dort (endlich) fündig geworden und kann das nur jedem empfehlen, der Bonsai als Hobby betreiben möchte.
Gruß
Markus
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Ungeduldig
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Re: Anfängerfragen
Hallo ihr! Ich bin jetzt wieder da und habe mir ein paar Starterutensilien gegönnt.
Der Laden hatte leider kein großes Sortiment an Werkzeugen, deshalb werde ich mir eine Konkavzange online bestellen, zusammen mit Granulat.
Für die Bäumchenaufzucht habe ich jetzt erstmal ein paar Aufzuchtbehälter, Aufzuchterde, Dünger, kleine Gießkanne und Schere gekauft. Oh und durch Glück habe ich einen Teichkübel gefunden und einen hübschen Übertopf, für später irgendwann.
Und zudem, da hier gerade alles in voller Blüte steht, was zur Familie Prunus gehört, habe ich mir im öffentlichen Bereich der Stadt (Großstadt) hier und da ein paar Zweige mitgenommen und hoffe, dass sie Wurzeln schlagen. Einen Bonsai aus dem Großmarkt möchte ich nicht, die finde ich optisch nicht ansprechend (wobei mein Partner so einen hat, der wohl leider bald stirbt, weil er keine Sonne kriegt).
Edit: Meine Zweige sind wahrscheinlich überwiegend von Kirschpflaumen, sagt das Internet. Das passt mir gut in den Kram :D
Der Laden hatte leider kein großes Sortiment an Werkzeugen, deshalb werde ich mir eine Konkavzange online bestellen, zusammen mit Granulat.
Für die Bäumchenaufzucht habe ich jetzt erstmal ein paar Aufzuchtbehälter, Aufzuchterde, Dünger, kleine Gießkanne und Schere gekauft. Oh und durch Glück habe ich einen Teichkübel gefunden und einen hübschen Übertopf, für später irgendwann.
Und zudem, da hier gerade alles in voller Blüte steht, was zur Familie Prunus gehört, habe ich mir im öffentlichen Bereich der Stadt (Großstadt) hier und da ein paar Zweige mitgenommen und hoffe, dass sie Wurzeln schlagen. Einen Bonsai aus dem Großmarkt möchte ich nicht, die finde ich optisch nicht ansprechend (wobei mein Partner so einen hat, der wohl leider bald stirbt, weil er keine Sonne kriegt).
Edit: Meine Zweige sind wahrscheinlich überwiegend von Kirschpflaumen, sagt das Internet. Das passt mir gut in den Kram :D
- Thorsten1504
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- Registriert: 12.02.2014, 21:20
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Re: Anfängerfragen
Hallo,Ungeduldig hat geschrieben: 25.03.2019, 15:47 wobei mein Partner so einen hat, der wohl leider bald stirbt, weil er keine Sonne kriegt).
das mit Deinem Partner tut mir leid.
Wusste gar nicht das man gleich stirbt, wenn man keine Sonne bekommt.
Schau doch mal im Gartencenter nach Zieräpfeln. Mit solchen Sachen hab ich auch angefangen und gelegentlich, wenn auch deutlich weniger hol ich mir immer nochmal so ein Pflänzchen.
Die sind nicht sooo teuer und da hast Du schon was zum üben, wo Du auch schon ein bißchen was gestalten kannst.
viewtopic.php?f=9&t=38336&hilit=malus+g ... hl%C3%A4ge
Mit Stecklingen kann man nebenbei arbeiten, wenn man schon ein paar Bäumchen hat, aber es dauert halt recht lange und die ersten Jahre ist es rein gärtnerische Arbeit und hat mit Bonsai noch nicht so viel zu tun.
Sonst klick doch mal rechts auf das Banner der Bonsaischule Enger und schau dort bei den Jungpflanzen.
Da bekommst Du gut vorbereitete Bäumchen die auch nicht sooo teuer sind.
Gruß
Thorsten
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Ungeduldig
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Re: Anfängerfragen
Naja innerlich stirbt das Bäumchen bestimmt ein paar Tode xDThorsten1504 hat geschrieben: 25.03.2019, 17:16
Hallo,
das mit Deinem Partner tut mir leid.![]()
Wusste gar nicht das man gleich stirbt, wenn man keine Sonne bekommt.![]()
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Sein Besitzer ist einer der seine Crassula in einen Übertopf pflanzt, sie zu oft gießt und drei Kappen voll unverdünnten Dünger drauf kippt. Aber seine Pflanzen leben alle irgendwie seit Jahren D:
Und er sagt mir, ich soll einfach machen und nicht so viel Zeit mit Lesen verschwenden. Ich habe immer Angst, was falsch zu machen und er doktort heiter drauf los. So verschieden kann man sein :D
Das klingt nach einer guten Idee! Oder ich schau mich mal nach Yamadori um, oder ist das mit dem Ausgraben der Wurzeln zu schwierig?Schau doch mal im Gartencenter nach Zieräpfeln. Mit solchen Sachen hab ich auch angefangen und gelegentlich, wenn auch deutlich weniger hol ich mir immer nochmal so ein Pflänzchen.
Die sind nicht sooo teuer und da hast Du schon was zum üben, wo Du auch schon ein bißchen was gestalten kannst.
Ja, leider. Allerdings finde ich auch den Gedanken schön, die Pflanze von Anfang an gestalten zu können. Natürlich ist Übungsmaterial nicht verkehrt. Danach werde ich mich auf jeden Fall umsehen!Mit Stecklingen kann man nebenbei arbeiten, wenn man schon ein paar Bäumchen hat, aber es dauert halt recht lange und die ersten Jahre ist es rein gärtnerische Arbeit und hat mit Bonsai noch nicht so viel zu tun.
Danke, das werde ich gleich mal machenSonst klick doch mal rechts auf das Banner der Bonsaischule Enger und schau dort bei den Jungpflanzen.
Da bekommst Du gut vorbereitete Bäumchen die auch nicht sooo teuer sind.
Dein Bäumchen ist übrigens wunderschön! Hat die Abmoosung geklappt?
Liebe Grüße!
Lea
