ich denke, Du hast getan, was Du tun konntest. Ich hätte es auch nicht über das Herz gebracht, der Vernichtung tatenlos zuzuschauen.
Ich hätte stärker zurückgeschnitten, da Du die Krone sowieso komplett neu aufbauen mußt.
Du hattest erwähnt, die Pflanze steht bei 20° im Keller. Wenn sie es überlebt hat, dann wird sie bald austreiben. Und dann??? Kein Licht im Keller, draußen zu kalt!! Gibbt es nicht die Möglichkeit der Überwinterung bei 5 - 10°??
Viel Erfolg bei Deiner Rettungsaktion und hoffentlich zukünftig viel Freude an einem "Sumo-Ahornbonsai".
Hallo Joachim
Tagsüber ist eine kleine 50 Watt Halogenlampe
zur Notbeleuchtung an. Sobald sich erste Triebe
zeigen werde ich eine 70 Watt HQL mit Zeitschaltuhr
installieren. Der Grundgedanke des vorzeitigen Austriebs
liegt im stoppen des zu erwartenden Saftrückzugs,
und der Stärkung im Hinblick auf zu erwartende
Pilzattacken. Die nicht abgeschnittenen Äste
sollen unter Umständen Totholz werden.
Sollte der Baum überleben -5%- und
nicht vom Rotpustelpilz zerstört werden -5%-
wird der Baum eher einer Ruine als einem
schönen Baum gleichen. Vermutlich werde ich
3 grüne Fächerahorne aufpropfen, damit
die Ausdrucksstärke durch die Farbbalance gewinnt.
mfG Dieter
Ich glaub' Totholz bei Ahorn ist eine schwierige und gefährliche (Pilzinfektion, weiches Holz) Angelegenheit und das Anpfropfen könntest Du durch einen Rückschnit auf den Hauptstamm mit dem zu erwartenden Neuaustrieb umgehen. Wenn er überlebt, dann treibt er aus allen Knopflöchern!!
Achim13 hat geschrieben:.... keine Frage, den Aufwand hätte jeder betrieben für dieses Teil.
Sorry, aber ich ganz bestimmt nicht. ( obwohl der Gedanke edel ist, jede Pflanze am Leben erhalten zu wollen!)
Bedingt durch den massiven Rindenschaden wird sich das Bäumle ein bisserl schwer tun, weiter zu leben. Zudem ist der Zeitpunkt äußerst ungünstig und der derzeitige Standort viel zu warm.
Durch die großen Schnittstellen bei den gekappten Wurzeln ergeben sich leider weitere große Eintrittspforten für holzzerstörende Pilze.
Die Ansicht zeigt den Baum von Vorne.
Hinten ist keine Rinde mehr. 2/3 der Rinde
waren durch das Rausziehen mit einem Seil
zerstört. Totholz ist deswegen nicht zu vermeiden.
Der Baum ist ca 60 Jahre alt, stand auf der Nordseite
und hatte kaum Jahreszuwachs, sodas das Holz
sehr hart sein dürfte. Das Aufpropfen grüner
Belaubung hat 2 Gründe. Erstens ist die
Wuchsleistung wesentlich stärker und die
Stärke wird im Kampf gegen den Pilz benötigt.
Zweitens sollte der Baum überleben wird
die dunkelbraune Rinde, das weisse Totholz
eine frische Farbe im Blattbereich benötigen.
Die rostbraunen geschlitzten Blätter würden
dem Baum einen deprimierenden Charakter
geben.
Aber das ist alles Zukunftsmusik, erst mal auf Austrieb
hoffen.
mfG Dieter
Dann werde ich auch zuhause
Internet anschliessen, um bei
zukünftigen Aktionen vorher
Euren Rat einzuholen.
Bitte erklärt mir warum der Baum
mit Kunstlicht zu warm steht.
Schneller Austrieb-schnellere Abwehr von Pilzen ?
mfG Dieter
ps @Wolfgang
Ich hatte auf Deinen Ratschlag gehört
und wollte die Finger davon lassen
aber als der Baum vor der Tür lag
war ich in der Pflicht und habe versucht
das beste draus zu machen.
Hallo
Im Frühjahr 2006 habe ich das Bäumchen dann
vom Keller in einen schattigen Bereich des Gartens gestellt.
Da sich meine Frau weigerte den Baum noch einmal
zu bewegen, wurde er dann im Frühjahr 2007 in eine
flacherer Plastikschale gesetzt und im Wurzelbereich
notgedrungener Weise etwas gekürzt.
Am neuen Standort im Halbschatten hat er im Herbst 2007
ein recht schönes Farbenspiel gezeigt,
sodas er in diesem Frühjahr eine leichte Überarbeitung bekam.
Im Wurzelbereich wurden die dicken Wurzeln abgesägt
und ansonsten nur in´s passende Format für die Schale geschnitten.
Das Totholz wurde gereinigt und teilweise etwas strukturiert.
Ein Grundschnitt, etwas Draht drum und fertig für´s erste.
mfG Dieter
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