Sibirische Ulme aus Steckholz (nicht Feldulme)
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Re: Feldulme aus Steckholz
liebe Grüße Andreas
Ein Leben ohne Bonsai ist möglich - aber völlig sinnlos!
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Re: Feldulme aus Steckholz
Sommerupdate:
Der abgebrochene Gipfel hat nicht mehr ausgetrieben, ich habe ihn ganz entfernt.
Dafür durften die beiden oberen Bohrablaktionen voll durchtreiben. Beide haben im Durchmesser zugelegt und zwar vor und nach der Bohrung. Der rechte Trieb drohte sogar die Rinde zu sprengen, so stark hatte er verdickt. Ich habe im Juni beide Triebe auf gut 5 cm zurückgeschnitten, dort sind jeweils 2 Knospen schon ausgetrieben. Auch beide Versorgungstriebe wurden im Juni angeschnitten, getrennt werden sie frühestens 2020. Für eine Selbstversorgung reicht es derzeit bei den Trieben noch nicht (zumindest riskiere ich es noch nicht!).
Fazit: nach anfänglich schwachem Austrieb haben die Ablaktionen sich mittlerweile gut entwickelt. Allerdings merke ich noch nichts von der erhofften schnelleren Überwallung der bestehenden Schnittstelle. Vielleicht ist die Verbindung noch nicht zusammengewachsen, fehlt der Saftfluss über diese Stelle. Deshalb bleibt der Versorgungstrieb weiterhin erhalten.
Grüße
Rainer
Der abgebrochene Gipfel hat nicht mehr ausgetrieben, ich habe ihn ganz entfernt.
Dafür durften die beiden oberen Bohrablaktionen voll durchtreiben. Beide haben im Durchmesser zugelegt und zwar vor und nach der Bohrung. Der rechte Trieb drohte sogar die Rinde zu sprengen, so stark hatte er verdickt. Ich habe im Juni beide Triebe auf gut 5 cm zurückgeschnitten, dort sind jeweils 2 Knospen schon ausgetrieben. Auch beide Versorgungstriebe wurden im Juni angeschnitten, getrennt werden sie frühestens 2020. Für eine Selbstversorgung reicht es derzeit bei den Trieben noch nicht (zumindest riskiere ich es noch nicht!).
Fazit: nach anfänglich schwachem Austrieb haben die Ablaktionen sich mittlerweile gut entwickelt. Allerdings merke ich noch nichts von der erhofften schnelleren Überwallung der bestehenden Schnittstelle. Vielleicht ist die Verbindung noch nicht zusammengewachsen, fehlt der Saftfluss über diese Stelle. Deshalb bleibt der Versorgungstrieb weiterhin erhalten.
Grüße
Rainer
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- 09. Juni 2019: von der Vorderseite betrachtet: der Trieb droht die Bohrung aufzusprengen
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- der Versorgungstrieb wurde oben angeschnitten, er soll mehr Wasser über die Verbindungsstelle ziehen
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- von der Rückseite betrachtet: linker Trieb
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“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Re: Feldulme aus Steckholz
Zeit für einen Schuhwechsel, die Husmann-Schale gefiel mir am besten dazu.
Weiterentwicklung: es fehlt ein Vorderseitenast um die Front-Ansicht nicht ganz so nackig preiszugeben. Ebenso eine Gipfeltendenz nach links. Bisher weicht die Krone nach rechts hinten aus. Das fällt allerdings auf dem Bild stärker auf als direkt vor dem Baum.
Grüße
Rainer
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- die Bodenplatte etwas abgeflacht
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- der Wurzelausläufer wird für Triebablaktionen noch gebraucht
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- die kreuzende Wurzel entfernt (wie Heiner es geraten hatte um das Nebari gleichmäßiger zu entwickeln)
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- 21. März 2020
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- es fehlt noch der Zug nach links vorne und verdeckende Äste
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Re: Feldulme aus Steckholz
Gruß Roland.
- grüner_hesse
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Re: Feldulme aus Steckholz
Hallo lieber Rainer,
ich bin gestern abend irgendwie länger an deiner Ulme hängegeblieben. Fasziniert von dem ordentlichen Ansatz, dem ersten Schwung, der Verjüngung und von der feinen Borkenbildung. Natürlich geht es vom Steckling bis hierher nicht, ohne mal ne falsche Entscheidung zu treffen, mal zu spät dran zu sein. Du hast über die letzten Jahre aber auch vieles richtig gemacht. Man sagt es immer so lapidar, "fang mit nem Steckling an, wenn du es perfekt haben willst". Überspitzt gesagt. Wie oft das wirklich gelingt sieht man leicht am Anteil der hier im Forum gezeigten Beispiele dafür: selten. Von mir daher soweit erstmal Respekt
Du sprichst das für mich größte Manko schon an, der Baum braucht links mehr Gewicht. Ich habe mal die einfachste Lösung gewählt, ohne weitere Operation, einfach den zweiten linken Ast ausgebaut. Ganz zufrieden bin ich irgendwie nicht, es ergibt aber zumindest einen kleinen Blick in eine ausbalanciertere Zukunft.
liebe Grüße
Benny
ich bin gestern abend irgendwie länger an deiner Ulme hängegeblieben. Fasziniert von dem ordentlichen Ansatz, dem ersten Schwung, der Verjüngung und von der feinen Borkenbildung. Natürlich geht es vom Steckling bis hierher nicht, ohne mal ne falsche Entscheidung zu treffen, mal zu spät dran zu sein. Du hast über die letzten Jahre aber auch vieles richtig gemacht. Man sagt es immer so lapidar, "fang mit nem Steckling an, wenn du es perfekt haben willst". Überspitzt gesagt. Wie oft das wirklich gelingt sieht man leicht am Anteil der hier im Forum gezeigten Beispiele dafür: selten. Von mir daher soweit erstmal Respekt
Du sprichst das für mich größte Manko schon an, der Baum braucht links mehr Gewicht. Ich habe mal die einfachste Lösung gewählt, ohne weitere Operation, einfach den zweiten linken Ast ausgebaut. Ganz zufrieden bin ich irgendwie nicht, es ergibt aber zumindest einen kleinen Blick in eine ausbalanciertere Zukunft.
liebe Grüße
Benny
Re: Feldulme aus Steckholz
Hallo Benny,grüner_hesse hat geschrieben: 22.03.2020, 10:15 ich bin gestern abend irgendwie länger an deiner Ulme hängegeblieben. Fasziniert von dem ordentlichen Ansatz, dem ersten Schwung, der Verjüngung und von der feinen Borkenbildung. Natürlich geht es vom Steckling bis hierher nicht, ohne mal ne falsche Entscheidung zu treffen, mal zu spät dran zu sein. Du hast über die letzten Jahre aber auch vieles richtig gemacht. Man sagt es immer so lapidar, "fang mit nem Steckling an, wenn du es perfekt haben willst". Überspitzt gesagt. Wie oft das wirklich gelingt sieht man leicht am Anteil der hier im Forum gezeigten Beispiele dafür: selten. Von mir daher soweit erstmal Respekt
Du sprichst das für mich größte Manko schon an, der Baum braucht links mehr Gewicht. Ich habe mal die einfachste Lösung gewählt, ohne weitere Operation, einfach den zweiten linken Ast ausgebaut. Ganz zufrieden bin ich irgendwie nicht, es ergibt aber zumindest einen kleinen Blick in eine ausbalanciertere Zukunft.
danke für dein super Virtual und deinen Zuspruch. Das hilft gerade dann am meisten, wenn Zweifel über die Realisierbarkeit des eigenen Plans aufkommen. Hilft mir um erst recht nach neuen Detaillösungen zu suchen.
Der zum 2. Gipfeltrieb erweiterte „Mittelast“ zentriert die Ulme wunderbar. Das sollte sich recht schnell verwirklichen lassen
Grüße
Rainer
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Re: Feldulme aus Steckholz
Der neue Gipfelast darf frei wachsen. Die anderen Triebe wurden auf die bestehende Form zurückgeschnitten. Bennys Virtual dient weiter als Vorlage.
Alle 5 Bohrablaktionen am Gipfel sind gescheitert. Sogar die im letzten Herbst bereits angewachsene. Sie ist zwar heuer nochmals ausgetrieben, doch später eingetrocknet. Keine Ahnung was da falsch lief. Und der rechts ablaktierte Ast will auch nicht so richtig Gas geben.
Hat jemand einen Tipp was da schief gelaufen ist? Bei Feldulmen habe ich meisten Ausfälle meiner Ablaktionen.
Grüße
Rainer
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- 08. August 2020
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- Details der Baustellen am Gipfel (Rückseite)
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- der Trieb scheint angewachsen zu sein, richtig vital ist er noch nicht. Der Versorgungsast bleibt weiter dran.
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Re: Feldulme aus Steckholz
Eine schöne Entwicklung, der Baum hat Charakter!
Danke dass du uns auch die Rückschläge nicht vorenthältst, gerade die sind sehr lehrreich.
Zu den Sommerablaktionen habe ich eine Theorie, aber warum die Februar-Ablaktionen nicht geklappt haben ist mir unklar.
Die Feldulme hat ringporiges Holz, d.h. sie baut im Frühjahr als allererstes großlumige Wasserleitungen auf, dann erst macht sie Laubaustrieb, und über den Rest des Jahres wird nur mehr festes Holz mit dünnen, leistungsschwachen Leitungsbahnen gebaut. Die Wasserversorgung erfolgt weitgehend über das diesjährige Frühholz. Die Sommerablaktion hatte daher unzureichende Wasserversorgung und wurde aufgegeben.
Warum es im Februar, mutmaßlich vor dem Leitungsbau, nicht geklappt hat, dazu habe ich keine Idee.
Danke dass du uns auch die Rückschläge nicht vorenthältst, gerade die sind sehr lehrreich.
Zu den Sommerablaktionen habe ich eine Theorie, aber warum die Februar-Ablaktionen nicht geklappt haben ist mir unklar.
Die Feldulme hat ringporiges Holz, d.h. sie baut im Frühjahr als allererstes großlumige Wasserleitungen auf, dann erst macht sie Laubaustrieb, und über den Rest des Jahres wird nur mehr festes Holz mit dünnen, leistungsschwachen Leitungsbahnen gebaut. Die Wasserversorgung erfolgt weitgehend über das diesjährige Frühholz. Die Sommerablaktion hatte daher unzureichende Wasserversorgung und wurde aufgegeben.
Warum es im Februar, mutmaßlich vor dem Leitungsbau, nicht geklappt hat, dazu habe ich keine Idee.
Re: Feldulme aus Steckholz
Danke für dein Interesse, Ania. Ehrliche Rückmeldungen sind mir ganz wichtig, da gehören auch Misserfolge dazu.ania hat geschrieben: 09.08.2020, 15:04 Eine schöne Entwicklung, der Baum hat Charakter!
Danke dass du uns auch die Rückschläge nicht vorenthältst, gerade die sind sehr lehrreich.
Die Wasserversorgung erfolgt weitgehend über das diesjährige Frühholz. Die Sommerablaktion hatte daher unzureichende Wasserversorgung und wurde aufgegeben.
Warum es im Februar, mutmaßlich vor dem Leitungsbau, nicht geklappt hat, dazu habe ich keine Idee.
Deine botanischen Hintergründe sind immer sehr wertvoll für mich
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Re: Feldulme aus Steckholz
Die Feldulme war Mitte letzter Woche noch komplett grün. Sie hat schnell aufgeholt.
Grüße
Rainer
Grüße
Rainer
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- 30. Okt 2020
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- da habe ich das Gefühl, dass mich ein am Meeresboden ruhender Oktopus anschaut
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Re: Feldulme aus Steckholz
Frühlings-Update:
Ich hatte jedes Jahr im Austrieb Probleme mit der Ulmenblattrollenlaus (siehe Seite 3). Letztes Jahr war es besonders schlimm, da hatte die Hillier-Ulme im Garten massiven Befall. Ich habe ihn nicht eingedämmt, ein dummer Fehler. Denn von dort aus sind alle meine Bonsai-Feldulmen von den Blattverstümmlern befallen worden. Gleich noch im Herbst 2020 wurde die Hillierulme stark eingekürzt, so dass sie nur noch ein recht nackter Moyogistamm war. Dazu gab es Ende Februar eine Austriebsspritzung mit Kontralineum (Blattglanz, Weißöl). Der Erfolg ist sichtbar: keine der Feldulmen ist heuer betroffen.
Dazu wurde nochmals eine Bohr-Ablaktion oben am Gipfelast gesetzt. Bislang sieht es recht vielversprechend aus.
Ich habe mal die Ansicht leicht variiert. Merkt ihr da einen Unterschied? Gibt es gar eine favorisierte Ansicht?
Grüße
Rainer
Ich hatte jedes Jahr im Austrieb Probleme mit der Ulmenblattrollenlaus (siehe Seite 3). Letztes Jahr war es besonders schlimm, da hatte die Hillier-Ulme im Garten massiven Befall. Ich habe ihn nicht eingedämmt, ein dummer Fehler. Denn von dort aus sind alle meine Bonsai-Feldulmen von den Blattverstümmlern befallen worden. Gleich noch im Herbst 2020 wurde die Hillierulme stark eingekürzt, so dass sie nur noch ein recht nackter Moyogistamm war. Dazu gab es Ende Februar eine Austriebsspritzung mit Kontralineum (Blattglanz, Weißöl). Der Erfolg ist sichtbar: keine der Feldulmen ist heuer betroffen.
Dazu wurde nochmals eine Bohr-Ablaktion oben am Gipfelast gesetzt. Bislang sieht es recht vielversprechend aus.
Ich habe mal die Ansicht leicht variiert. Merkt ihr da einen Unterschied? Gibt es gar eine favorisierte Ansicht?
Grüße
Rainer
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- Ansicht 1
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- Ansicht 2: leicht im Gegenuhrzeigersinn gedreht
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- Ansicht 3: leicht im Uhrzeigersinn gedreht
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“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
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Laubgeflüster
- Beiträge: 249
- Registriert: 22.03.2020, 18:08
- Wohnort: Tübingen
Re: Feldulme aus Steckholz
Hallo Rainer,
schöne Doku und tollen Baum den du uns hier zeigst. Ich würde die Ansicht von Bild 2 Priorisieren. In meinem Wahrnehmung finde ich es harmonisch schön wenn die starke Hauptwurzel im Nebari sich leicht von mir als Betrachter abwendet und nicht direkt auf mich zuläuft. Zudem verleiht dieser Schwung auch noch zusätzliche Dynamik und eine gewisse Spannung. Ich bin gespannt wie die anderen Meinungen dazu ausfallen werden.
Viele Grüße
Nicklas
schöne Doku und tollen Baum den du uns hier zeigst. Ich würde die Ansicht von Bild 2 Priorisieren. In meinem Wahrnehmung finde ich es harmonisch schön wenn die starke Hauptwurzel im Nebari sich leicht von mir als Betrachter abwendet und nicht direkt auf mich zuläuft. Zudem verleiht dieser Schwung auch noch zusätzliche Dynamik und eine gewisse Spannung. Ich bin gespannt wie die anderen Meinungen dazu ausfallen werden.
Viele Grüße
Nicklas
-
sauwoidman
- Beiträge: 322
- Registriert: 02.03.2019, 09:41
- Wohnort: Oberösterreich
Re: Feldulme aus Steckholz
Hallo Rainer!
Ich habe mir nochmal den ganzen Thread von vorne bis hier durchgesehen, spannende Entwicklung und ein bis jetzt sehr tolles Ergebnis!
Besonders die Fortschritte seit 2017 sind beachtlich!
Meiner Meinung nach ist den Bildern nach auch Ansicht 2 die bessere, einerseits, wie Nicklas bereits angemerkt hat, wegen der Wurzeln, andererseits aber auch wegen der Aststellung: in den Ansichten 1 und besonders 3 wirkt es auf mich fast so aus, als würde sich der Baum verstecken wollen, ducken, wegdrehen vom Betrachter. In der 2. Ansicht sieht es mehr aus, als würde er den Betrachter mit offenen Armen empfangen.
MfG Reinhold!
Ich habe mir nochmal den ganzen Thread von vorne bis hier durchgesehen, spannende Entwicklung und ein bis jetzt sehr tolles Ergebnis!
Meiner Meinung nach ist den Bildern nach auch Ansicht 2 die bessere, einerseits, wie Nicklas bereits angemerkt hat, wegen der Wurzeln, andererseits aber auch wegen der Aststellung: in den Ansichten 1 und besonders 3 wirkt es auf mich fast so aus, als würde sich der Baum verstecken wollen, ducken, wegdrehen vom Betrachter. In der 2. Ansicht sieht es mehr aus, als würde er den Betrachter mit offenen Armen empfangen.
MfG Reinhold!
Re: Feldulme aus Steckholz
Im Uhrzeigersinn wirkt der obere Stammabschnitt zu gerade. Bei Ansicht 1 ist das Astloch zu zentral. Im Gegenuhrzeigersinn hat sie mehr Schwung, diese Ansicht würde ich bevorzugen.
In der Winteransicht finde ich die Polster fast schon zu abgegrenzt, zu separiert. Insbesondere der untere linke Ast. Ein dicker, relativ unverzweigter Ast, der sich ziemlich plötzlich und unvermittelt ganz filigran verästelt. Am dicken Teil des Astes fehlt es an Verzweigung und an Verjüngung, da würde ich gegensteuern (das Filigrane doch noch etwas auslichten und Knospen entlang des dicken Teils fördern).
Sehr schöne Entwicklung und Doku, wie immer bei dir!
In der Winteransicht finde ich die Polster fast schon zu abgegrenzt, zu separiert. Insbesondere der untere linke Ast. Ein dicker, relativ unverzweigter Ast, der sich ziemlich plötzlich und unvermittelt ganz filigran verästelt. Am dicken Teil des Astes fehlt es an Verzweigung und an Verjüngung, da würde ich gegensteuern (das Filigrane doch noch etwas auslichten und Knospen entlang des dicken Teils fördern).
Sehr schöne Entwicklung und Doku, wie immer bei dir!
Re: Feldulme aus Steckholz
Ganz lieben Dank Ania, Reinhold und Nicklas für eure Rückmeldungen.
Das ist so wertvoll, hilft mir meine Gewohnheits-Blindheit zu erkennen. Natürlich hat es abends wieder schnell mit dem Foto gehen müssen, da bleibt meist einiges verborgen.
Worauf habe ich geachtet und weshalb die 3 Perspektiven gewählt:
- Ansicht 1: die Krone geht nach rechts hinten, der Schwerpunkt liegt rechts vom Wurzelhals. Das versuche ich mit der Kronenentwicklung nach links zu kompensieren, siehe Beiträge vom letzten Jahr, vor allem von Benny.
- Bei Ansicht 2 kommt der linke der beiden Gipfeläste stärker nach vorne auf den Betrachter zu. Das Bild wurde um 2 Grad nach links gekippt, was den Stamm etwas aufrichtet. Ich habe in dieser Ansicht ein schwächeres Nebari befürchtet, dass die konische Verbreiterung zum Wurzelübergang auf der linken Seite etwas verloren geht, es im Bild nochmals erläutert. Salopp gesagt hat die Ulme da ein leichtes Bäuchlein. Als Nebari-Fetischist stört mich das, sehe aber keine Möglichkeit es zu verbessern.
- Ansicht 3 habe ich wegen der schlankeren Krone zentral über dem Wurzelhals gewählt, auch hier um 2 Grad nach links gekippt. Den dadurch langweilig geraden Stammverlauf habe ich gar nicht bemerkt, erst durch eure Erwähnung registriert. Auch kommt der erste rechte Ast zu stark auf den Betrachter zu, während der linke Ast wegläuft. Positiv fand ich dagegen das Nebari auf der Linken Seite.
Ich werde mir die Ulme doch noch mal in Ruhe betrachten, die Eindrücke nochmals abwägen.
Grüße
Rainer
Das ist so wertvoll, hilft mir meine Gewohnheits-Blindheit zu erkennen. Natürlich hat es abends wieder schnell mit dem Foto gehen müssen, da bleibt meist einiges verborgen.
Worauf habe ich geachtet und weshalb die 3 Perspektiven gewählt:
- Ansicht 1: die Krone geht nach rechts hinten, der Schwerpunkt liegt rechts vom Wurzelhals. Das versuche ich mit der Kronenentwicklung nach links zu kompensieren, siehe Beiträge vom letzten Jahr, vor allem von Benny.
- Bei Ansicht 2 kommt der linke der beiden Gipfeläste stärker nach vorne auf den Betrachter zu. Das Bild wurde um 2 Grad nach links gekippt, was den Stamm etwas aufrichtet. Ich habe in dieser Ansicht ein schwächeres Nebari befürchtet, dass die konische Verbreiterung zum Wurzelübergang auf der linken Seite etwas verloren geht, es im Bild nochmals erläutert. Salopp gesagt hat die Ulme da ein leichtes Bäuchlein. Als Nebari-Fetischist stört mich das, sehe aber keine Möglichkeit es zu verbessern.
- Ansicht 3 habe ich wegen der schlankeren Krone zentral über dem Wurzelhals gewählt, auch hier um 2 Grad nach links gekippt. Den dadurch langweilig geraden Stammverlauf habe ich gar nicht bemerkt, erst durch eure Erwähnung registriert. Auch kommt der erste rechte Ast zu stark auf den Betrachter zu, während der linke Ast wegläuft. Positiv fand ich dagegen das Nebari auf der Linken Seite.
Ich werde mir die Ulme doch noch mal in Ruhe betrachten, die Eindrücke nochmals abwägen.
Grüße
Rainer
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- Ansicht 2: der Übergang vom Stamm zur Wurzel verläuft nach der gelben Linie, besser wäre es nach der idealisierten roten Linie
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