ungewöhnliche Rotbuche
ungewöhnliche Rotbuche
Hallo Forum,
Diese ungewöhnlich wachsende Buche habe Ich im Dezember 2018 zusammen mit einer weiteren im nördlichen Münsterland geborgen. Sie steht Jetzt in einer löchrigen Plastikkiste, in Granulat aus Blähton, Lava, Seramis und Bims. Außerdem habe ich noch etwas Kokoserde und etwas von der Erde vom Standort untergemischt. Ich hatte etwas sorge, dass sie nicht über den Winter kommt. Der Zeitpunkt zum Ausgraben war sicher nicht optimal. Sie stand die ganze Zeit draußen, ich hatte lediglich die Kiste mit ordentlich Laub abgedeckt.
Wie man sieht hat sie aber aus fast allen Knospen ausgetrieben. Dabei hat mich die geringe größe der Blätter wirklich überrascht
Der Baum ist in einer Art Floß-Form gewachsen. Der auf dem vorletzten Bild nach rechts gehende Ast entspringt am Stammansatz. Ich vermute der ist bei Waldarbeiten unter die Erde gedrückt worden. An Einer Stelle hat der Ast bereits Wurzeln gebildet. Das selbe gilt für 2 Äste auf der anderen seite, die aber nicht so weit vom Stamm gewachsen sind (Bild 3 unten rechts).
Ich habe nach dem Ausgraben nur einige Endknospen entfernt und werde die Buche dieses Jahr wohl einfach in Ruhe lassen. Wollte sie trotzdem mal zeigen weil ich denke da kann mal was draus werden. Wenn jemand Anregungen hat, Immer her damit.
Diese ungewöhnlich wachsende Buche habe Ich im Dezember 2018 zusammen mit einer weiteren im nördlichen Münsterland geborgen. Sie steht Jetzt in einer löchrigen Plastikkiste, in Granulat aus Blähton, Lava, Seramis und Bims. Außerdem habe ich noch etwas Kokoserde und etwas von der Erde vom Standort untergemischt. Ich hatte etwas sorge, dass sie nicht über den Winter kommt. Der Zeitpunkt zum Ausgraben war sicher nicht optimal. Sie stand die ganze Zeit draußen, ich hatte lediglich die Kiste mit ordentlich Laub abgedeckt.
Wie man sieht hat sie aber aus fast allen Knospen ausgetrieben. Dabei hat mich die geringe größe der Blätter wirklich überrascht
Der Baum ist in einer Art Floß-Form gewachsen. Der auf dem vorletzten Bild nach rechts gehende Ast entspringt am Stammansatz. Ich vermute der ist bei Waldarbeiten unter die Erde gedrückt worden. An Einer Stelle hat der Ast bereits Wurzeln gebildet. Das selbe gilt für 2 Äste auf der anderen seite, die aber nicht so weit vom Stamm gewachsen sind (Bild 3 unten rechts).
Ich habe nach dem Ausgraben nur einige Endknospen entfernt und werde die Buche dieses Jahr wohl einfach in Ruhe lassen. Wollte sie trotzdem mal zeigen weil ich denke da kann mal was draus werden. Wenn jemand Anregungen hat, Immer her damit.
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Zuletzt geändert von Phil.B. am 13.01.2025, 23:36, insgesamt 2-mal geändert.
Re: Yamadori-Buche 1
Hallo Forum,
hier mal ein Update von meiner Rotbuche, mit Bildern vom Herbst 2019 und aktuellen, kurz vor dem Austrieb. Besonders viel getan hat sich nicht. Sie sah trotz der Hitze das ganze Jahr über recht gesund aus. Hat aber keine langen Triebe gebildet. Ich habe im Spätherbst nur einige Endknospen entfernt und ein paar Äste etwas gekürzt. Besonders den der auf dem ersten Bild nach rechts geht. Der Haupstamm in der Mitte ist wohl auch noch zu lang. Hab ihn aber erstmal drangelassen, damit er noch zulegen kann. Die Kiste ist eigentlich viel zu groß. Kann die alleine gerade noch hoch heben. Kommt beim nächsten Umtopfen in was kleineres und flacheres.
Ich hoffe die Rotbuche weckt dieses Jahr etwas mehr Interesse
Wenn sie austreibt liefere Ich noch ein paar Bilder.
hier mal ein Update von meiner Rotbuche, mit Bildern vom Herbst 2019 und aktuellen, kurz vor dem Austrieb. Besonders viel getan hat sich nicht. Sie sah trotz der Hitze das ganze Jahr über recht gesund aus. Hat aber keine langen Triebe gebildet. Ich habe im Spätherbst nur einige Endknospen entfernt und ein paar Äste etwas gekürzt. Besonders den der auf dem ersten Bild nach rechts geht. Der Haupstamm in der Mitte ist wohl auch noch zu lang. Hab ihn aber erstmal drangelassen, damit er noch zulegen kann. Die Kiste ist eigentlich viel zu groß. Kann die alleine gerade noch hoch heben. Kommt beim nächsten Umtopfen in was kleineres und flacheres.
Ich hoffe die Rotbuche weckt dieses Jahr etwas mehr Interesse
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Re: Yamadori-Buche 1
Moin Phil,
da kann was Hübsches draus werden!
Der Zeitpunkt des Ausgrabens war so schlecht nicht, wenn man Jürg (der es wissen muss) Glauben schenkt.
Bin gespannt, was du daraus machst.

da kann was Hübsches draus werden!
Der Zeitpunkt des Ausgrabens war so schlecht nicht, wenn man Jürg (der es wissen muss) Glauben schenkt.
Bin gespannt, was du daraus machst.
liebe Grüße Andreas
Ein Leben ohne Bonsai ist möglich - aber völlig sinnlos!
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Re: Yamadori-Buche 1
Hi,
Ja der Zeitpunkt (Dezember) zum ausgraben war anscheinend genau richtig. Habe noch eine Buche ausgegraben die daneben stand und der geht es auch gut. viewtopic.php?f=9&t=49098.
Mit Haupstamm meinte ich den mittig wachsenden Ast der zur Zeit noch die Silhouette überragt. Der soll noch kürzer werden aber trotzdem der stärkste und höchste Stamm (oder Ast, wie man es sieht)) bleiben. Ich hatte auch schon überlegt den langen Ausläufer auf der rechten Seite zu entfernen, weil die zukünftige Schale dann deutlich kürzer sein könnte. Aber ich finde der macht den Baum interessanter. Der Leerraum zwischen diesem Ausläufer und dem Rest sollte aber noch etwas gefüllt werden.
Ich Habe allgemein noch eher wenig erfahrung mit Bonsai und mit Rotbuchen noch weniger. Werde mich hier im Forum mal etwas einlesen. Wie ist denn eure Meinung? Macht es Sinn den Austrieb schon früh auf zwei Blätter zurück zu nehmen? Oder sollte ich ihn erstmal einfach wachsen lassen?
Freue mich über das Interesse.
Gruß, Philipp
Ja der Zeitpunkt (Dezember) zum ausgraben war anscheinend genau richtig. Habe noch eine Buche ausgegraben die daneben stand und der geht es auch gut. viewtopic.php?f=9&t=49098.
Mit Haupstamm meinte ich den mittig wachsenden Ast der zur Zeit noch die Silhouette überragt. Der soll noch kürzer werden aber trotzdem der stärkste und höchste Stamm (oder Ast, wie man es sieht)) bleiben. Ich hatte auch schon überlegt den langen Ausläufer auf der rechten Seite zu entfernen, weil die zukünftige Schale dann deutlich kürzer sein könnte. Aber ich finde der macht den Baum interessanter. Der Leerraum zwischen diesem Ausläufer und dem Rest sollte aber noch etwas gefüllt werden.
Ich Habe allgemein noch eher wenig erfahrung mit Bonsai und mit Rotbuchen noch weniger. Werde mich hier im Forum mal etwas einlesen. Wie ist denn eure Meinung? Macht es Sinn den Austrieb schon früh auf zwei Blätter zurück zu nehmen? Oder sollte ich ihn erstmal einfach wachsen lassen?
Freue mich über das Interesse.
Gruß, Philipp
Re: Yamadori-Buche 1
Moin,
du wirst, wie alle Rotbuchen-Pfleger, ja wahrscheinlich im Ende Mai/Anfang Juni reichlich mit Woll- und Schmierläusen zu tun bekommen. Die Rotbuche zeiht sie einfach magisch an. Ich würde deine noch recht rohe, junge Pflanze bis dahin Kraft tanken lassen und dann Anfang Juni zurückschneiden. Der Baum verkraftet es am besten, der alberne Johannistrieb fällt einigermaßen weg und die Viecher nahmen durch die gewonnene Luftigkeit auch die Beine in die Hand.
Lieben Gruß
Heinrich
du wirst, wie alle Rotbuchen-Pfleger, ja wahrscheinlich im Ende Mai/Anfang Juni reichlich mit Woll- und Schmierläusen zu tun bekommen. Die Rotbuche zeiht sie einfach magisch an. Ich würde deine noch recht rohe, junge Pflanze bis dahin Kraft tanken lassen und dann Anfang Juni zurückschneiden. Der Baum verkraftet es am besten, der alberne Johannistrieb fällt einigermaßen weg und die Viecher nahmen durch die gewonnene Luftigkeit auch die Beine in die Hand.
Lieben Gruß
Heinrich
Re: Yamadori-Buche 1
Da hst du recht. Nervt mich auch ziemlich. Aber ich wollte der Buche noch ein Jahr in dieser Kiste gönnen.Jürgen* hat geschrieben: 21.04.2020, 10:00
Leider erkennt man auf den Bildern wenig, um etwas zu sagen.
Bilder vom Stamm - was mir nicht klar ist - Ast vom Stamm? Oder Ausläufer vom Floss?
Bin sicher wenn sie höher getopft ist, sieht man mehr Details.
Danke für den Tip. So werde ich es wohl machen. Die Wolläuse waren letztes Jahr schon da. Der Befall hielt sich aber in Grenzen. Hab den harten Strahl von einer Sprühflasche genommen und die mit Brennesseljauche weggespült.hwolf hat geschrieben: 21.04.2020, 14:50 Moin,
du wirst, wie alle Rotbuchen-Pfleger, ja wahrscheinlich im Ende Mai/Anfang Juni reichlich mit Woll- und Schmierläusen zu tun bekommen. Die Rotbuche zeiht sie einfach magisch an. Ich würde deine noch recht rohe, junge Pflanze bis dahin Kraft tanken lassen und dann Anfang Juni zurückschneiden. Der Baum verkraftet es am besten, der alberne Johannistrieb fällt einigermaßen weg und die Viecher nahmen durch die gewonnene Luftigkeit auch die Beine in die Hand.
Lieben Gruß
Heinrich
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Re: Yamadori-Buche 1
Auf Anraten von Heinrich und Jürg habe ich meine beiden Buchen im vergangenen November/Dezember umgetopft. Ansonsten topfe ich lieber im August/September um. Bin gespannt, wie sie dieses Jahr darauf reagieren. Bei der älteren (Baumschulrotbuche) strecken sich gerade die Knospen, die kleine Blutbuche schläft noch tief und fest...Phil.B. hat geschrieben: 21.04.2020, 15:28 ... Aber ich wollte der Buche noch ein Jahr in dieser Kiste gönnen.
...
liebe Grüße Andreas
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Re: Yamadori-Buche 1
Ja, ich habe auch wieder fleißig im Dezember getopft. Immerhin rund 70 Stück. Die meisten sind schon wach, denen geht es bereits prächtig. Von Jürgs Methode bin ich in Sachen Rotbuche weiterhin absolut überzeugt. Dann topfen, wenn wirklich alle Blätter vertrocknet sind. Idealerweise dann erstmal frostfrei, und ab Februar trotz Frost wieder raus. Funktioniert 100% und die Buchen sind weitaus austriebsstärker und robuster als anders behandelte.
Lieben Gruß
Heinrich
Lieben Gruß
Heinrich
Re: Yamadori-Buche 1
Von Umtopfen im Spätsommer hab ich ja schon gehört im November/Dezember noch nicht. Aber wenn es die Profis empfehlen und gute Erfahrungen gemacht haben werde ich das wohl mal ausprobieren. Dann kommt die Buche in eine flachere Holzkiste.
Re: Yamadori-Buche 1
Phillip - das gilt absolut ausschließlich für Rotbuchen!
Re: Yamadori-Buche 1
So hatte ich es auch verstanden
Re: Yamadori-Buche 1
Hallo, da ich jetzt auch eine Rotbuche als Floßform im Auge habe sage ich danke für Eure Antworten, alles sehr interessant.
Gruß, Gerd
Gruß, Gerd
Alle denken nur an sich, nur ich denk an mich...
Re: Yamadori-Buche 1
Hallo Gerd,
Meine Rotbuche steht seit kurzem in einer genau so langen und breiten, aber flacheren Kiste. Kann sie gerade noch so alleine Tragen. Da ist das Floß, das du entdeckt hast ja nochmal ne ganz andere Nummer
viewtopic.php?f=9&t=51347&p=587641#p587641.
Bin auch sehr gespannt wie du es aus der Erde holst und was du daraus machst.
Meine Rotbuche steht seit kurzem in einer genau so langen und breiten, aber flacheren Kiste. Kann sie gerade noch so alleine Tragen. Da ist das Floß, das du entdeckt hast ja nochmal ne ganz andere Nummer
Bin auch sehr gespannt wie du es aus der Erde holst und was du daraus machst.
Zuletzt geändert von Phil.B. am 30.04.2021, 10:25, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Yamadori-Buche 1
Moin Phil,
So wie es bei meiner Buche aussieht, gehen die neu gebildeten Wurzeln sehr gerade in den leichten Waldboden. Feine Wurzeln sind zwar zu sehen, aber sich nicht ausreichen in Stammnähe. Deshalb werde ich alle vorhandenen Wurzeln mit Spagnum Moos abmoosen. Wenn das klappt ist der Transport zum Auto ohne viel Erde ein leichtes. Müsste ich den Baum so wie er ist ausgraben, müsste ich auf der Suche nach dem Ende der neuen Wurzeln Recht großzügig ausgraben. Bei einem Baum dieser Länge mit Sicherheit eine zerbrechliche Angelegenheit, und müsste sofort in eine schlanke Transportkiste kommen... Zum meinem Glück steht die Buche nur ein paar Meter vom befahrbaren Wegesrand entfernt und muss nicht lange bewegt werden.
Für mich ist jetzt nur noch wichtig zu wissen wann der Zeitpunkt zum abmoosen ist, dann könnte ich sie vielleicht in einem Jahr bergen.
Weiterhin viel Erfolg mit deiner Buche!
Gruß, Gerd
So wie es bei meiner Buche aussieht, gehen die neu gebildeten Wurzeln sehr gerade in den leichten Waldboden. Feine Wurzeln sind zwar zu sehen, aber sich nicht ausreichen in Stammnähe. Deshalb werde ich alle vorhandenen Wurzeln mit Spagnum Moos abmoosen. Wenn das klappt ist der Transport zum Auto ohne viel Erde ein leichtes. Müsste ich den Baum so wie er ist ausgraben, müsste ich auf der Suche nach dem Ende der neuen Wurzeln Recht großzügig ausgraben. Bei einem Baum dieser Länge mit Sicherheit eine zerbrechliche Angelegenheit, und müsste sofort in eine schlanke Transportkiste kommen... Zum meinem Glück steht die Buche nur ein paar Meter vom befahrbaren Wegesrand entfernt und muss nicht lange bewegt werden.
Für mich ist jetzt nur noch wichtig zu wissen wann der Zeitpunkt zum abmoosen ist, dann könnte ich sie vielleicht in einem Jahr bergen.
Weiterhin viel Erfolg mit deiner Buche!
Gruß, Gerd
Alle denken nur an sich, nur ich denk an mich...
