Danke; Moni, für Deine Korrekturen, auch wenn´s schon länger zurückliegt. Mit meinen Fotokünsten ist es wohl nicht so weit her. Da muß ich bei Dir mal Nachhilfestunden nehmen!
Schnellwachsende Baum- und Straucharten, zu denen Portulacaria afra ganz besonders gehört, geben dem Gestalter bereits nach wenigen Jahren eine klare Rückmeldung über seine umgesetzten Ideen.
Wissen muß er, dass eine ziemlich deutliche Verteilung des Wachstums der Neutriebe vorliegt.
Portulacaria afra bringt pro Wachstumsperiode (Mai- Oktober) nur ungefähr 10% - 15% an Zuwachs im unteren Kronendrittel, in der Mitte etwa 30% - 40% und mehr als 50% im oberen Drittel. Das muß berücksichtigt werden, sonst resultiert eine unnatürliche Kopflastigkeit. Auch bei aufrechten Gestaltungen kann dann schnell der Eindruck entstehen, der Baum drohe aus der Schale zu kippen.
Allerdings, Apikaldominanz ist bei dieser Baumart typisch. Der Gestalter sollte das berücksichtigen. Unten dürfen die Vögel schon leichter durch die dort lückige Krone fliegen können als oben.
Die geringe Zunahme unten muß daher oft, so wie sie kommt, akzeptiert werden. In der Mitte hat man die Möglichkeit, bei dem kreuzgegenständigen Wachstum, überwiegend auf die dort harmonischer wirkenden, queren oder waagrechten Triebe abzusetzen, oben, wo sich alles zusammendrängt, kann und soll auch öfter auf hintereinander stehende Triebe geschnitten werden.
Beginnt das Exemplar nach 20-25 Jahren zu reifen, verlangt es nach zusätzlicher Zuwendung. Helmartige Umrißlinien (Oberflächen, Kronensilhouetten) waren Ende der 70 er und in den frühen 80 er Jahren des vorigen Jahrhunderts noch en vogue, wirkten aber schon damals unnatürlich auf mich.
Unser allseits geschätzter Kollege aus dem Freundeskreis, Andreas Ludwig aus der Schweiz, brachte mich vor Jahren auf die Idee, eine Laubbaumkrone etwas mehr aufzulockern. Er nannte das, der Krone einen "Cumulus-Charakter" zu geben. - Eine guter Gedanke!
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Aber auch hier muß man aufpassen. Es ist nicht damit getan, wahllos das Aussengrün nach innen zu verlagern, nach dem Motto: Die abgeschnittenen Triebe werden schon wieder austreiben. Die bereits vorhandene Kaliberstärke der Substämme und Äste muß berücksichtigt werden. Die stärksten reichen am weitesten nach außen, dünnere Triebe senken sich ein.
Klingt alles ganz logisch und selbstverständlich!
Dabei aber bitte nicht übertreiben! Dieser Prozeß dauert auch beim schnellwachsenden Jadebaum 4-6 Jahre, bis es glaubhaft erscheint.
Bei 2-D-Fotos wird alles übereinander projiziert, wie man weiter oben beobachten kann, da kommt dieser Effekt nicht so gut rüber, außerdem wirkt die Krone in natura nicht so dicht, wie es einem ein Foto weismachen will.
Da eignet sich eine Präsentation und die Inaugenscheinnahme eher.
Heisterberg kann kommen!
Beste Grüße,
Heiner
P.S. Nur keinerlei Frost für den Baum im Winter!!