Weißdorn Yamadori schwächelt

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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Herbert A
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Re: Weißdorn Yamadori schwächelt

Beitrag von Herbert A »

Servus an alle

Wenn ich einen Baum habe der nicht im optimalen Substrat steht perforiere ich den Wurzelballen in der Schale. Mit einem Stab von oben bis zum Schalenboden mehrere großzügige Löcher (Umfang 2 Euromünze) stechen und das dann mit Bims auffüllen. Dadurch bekommt der Ballen Luft und kann viel besser abtrocknen. Die paar Wurzeln die dabei eventuell beschädigt werden verkraftet der Baum.

lg
Herbert
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espanna
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Re: Weißdorn Yamadori schwächelt

Beitrag von espanna »

Wieder was dazugelernt Herbert, Danke!
Gruß
László

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Alfred Krupp
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Frank Abbing
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Re: Weißdorn Yamadori schwächelt

Beitrag von Frank Abbing »

Wahrscheinlicher ist, das der Kernballen trocken ist, weil er wenig Wasser aufnehmen kann, weil das Wasser aussen so durch das Substrat rauscht und dieses auch nicht gut Feuchtigkeit weiter leitet.
Zuletzt geändert von Frank Abbing am 21.08.2019, 20:01, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße
Frank *up*
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abardo
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Re: Weißdorn Yamadori schwächelt

Beitrag von abardo »

tobx hat geschrieben: 20.08.2019, 22:34 Überwinterung frostfrei ist nicht wirklich möglich, aber es wäre schon gut geschützt vor extremen Frösten.
Da frage ich mich immer, wie das gehen soll. Sämtliche "Umwicklungen" schützen nicht länger vor Frost. Es ist ein Irrglaube, dass Folien, Fliesse und dergleichen einen Baum "warm einpacken". 24 Std. Frost und es ist drinnen so kalt wie draussen. Nochmal 24 Std Frost und jeder Bonsaiballen (selbst grosse) sind komplett durchgefroren (piekt mal zu so einem Zeitpunkt in den Ballen). Komplett geschlossene Folien sind bei Erwärmung durch die Sonne schonmal der schnelle Tot für einen Baum. Eingebuddeln ? Hm, 10cm sind nach 3 Tagen Frost komplett hart. Wer buddelt schon seinen Bäume 80cm tief ein ? "Warme Hauswand" ? Habt ihr schonmal in 50cm Abstand vom Haus gemessen ? Eben. Schnee ist gut, weils es unten schmilzt und den Baum wieder feucht hält, ist aber eben auch nur ein Glückspiel.

Ein Umwickeln ist immer nur ein Schutz gegen Wind, ergo Austrocknung. Kurzzeitig.

Bei einem Laubbaum mag das alles hierzulande ok sein. Wann friert es schonmal 14 Tage in Folge konstant, damit ein Baum vertrocknet. Bei einem Immergrünen sollte man vorsichtiger sein. Die Verdunsten ja weiter recht stark.

Mit Umwicklung, Einbuddeln etc kann man das Alles abmildern oder verzögern, ein "guter Schutz" ist das alles aber lange nicht.

Insofern: ein geschwächter Baum gehört ins Gewächshaus, gibts ja auch in klein, in den kalten Keller oder die Garage, frostfrei, damit man auch mal giessen kann.
Grüße, Frank
___________
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Sanne
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Re: Weißdorn Yamadori schwächelt

Beitrag von Sanne »

Ich hatte mal einen Rotdorn. Der überwinterte jahrelang im unbeheizten kleinen Foliengewächshaus und war sehr robust. (Diesen Baum habe ich nicht mehr, da ich ihn zum Abmoosen an jemanden weiter gegeben hatte).

Diesen Wintervlies-80g-m² kann ich sehr empfehlen. Ich hatte damit im letzten Winter meine Bäume umwickelt, als ab -6°C meine „Heizung“ im neuen Foliengewächshaus nicht mehr mitmachte.

https://www.haga-welt.de/Winterschutz-W ... gIEEPD_BwE

Grüße, Sanne
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abardo
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Re: Weißdorn Yamadori schwächelt

Beitrag von abardo »

Und das Fliess hat sich dann irgendwie selbst geheizt ???

Les dir die Anleitung unter deinem Link mal bitte durch (ich sage nur "Porosität ca. 78%"). Er verhindert, dass die Bodenwärme zu schnell entweicht. Wenns oben offen ist und 2 Tage friert, friert auch die Schale zu. Wenn du es rumrum dicht machst, hast du bei Sonne einen Hitzestau.

Sorry, aber ein Fliess verhindert kein Durchfrieren, hat es noch nie, ist nur Werbe-Blabla.
Grüße, Frank
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tobx
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Re: Weißdorn Yamadori schwächelt

Beitrag von tobx »

Ich wollte eigentlich gar nicht so sehr ein Thema mit dem Frostschutz auflodern lassen. Ich habe mich glaube ich nicht so verständlich ausgedrückt. Ich habe die Möglichkeit die Bäume geschützt unterzustellen, sodass sie vor eisigen Winden geschützt sind (Unterstand auf der Terasse und bei Bedarf sogar verschließbar, aber nicht komplett frostfrei). Lange Frostperioden hatten wir in unserer Gegend schon lange nicht mehr. Ob es dieses Jahr anders wird?

@Herbert vielen Dank für deinen Tip. Das ist echt eine geile Idee, die ich am Wochenende direkt umsetzen werde. Wie muss ich mir das mit deinem Stab vorstellen? Ramst du einen ungespitzten Besenstiel in den Boden? :-D
Zuletzt geändert von tobx am 12.09.2019, 17:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Dirk K. aus L.
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Re: Weißdorn Yamadori schwächelt

Beitrag von Dirk K. aus L. »

tobx hat geschrieben: 21.08.2019, 21:36 @Herbert vielen Dank für deinen Tip. Das ist nicht eine geile Idee, die ich am Wochenende direkt umsetzen werde. Wie muss ich mir das mit deinem Stab vorstellen? Ramst du einen ungespitzten Besenstiel in den Boden? :-D
Das würde mich auch interessieren. Eine Röhre mit dem Durchmesser einer 2-Euro-Münze ist schon mächtig ...
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
Sanne
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Re: Weißdorn Yamadori schwächelt

Beitrag von Sanne »

abardo hat geschrieben: 21.08.2019, 21:02 Sorry, aber ein Fliess verhindert kein Durchfrieren, hat es noch nie, ist nur Werbe-Blabla.
Ich habe keine Lust mehr, mich mit Besserwissern zu streiten. Bringt eh nichts. Wie schon geschrieben, hat das Wintervlies meine Bäume bei den Minusgraden im letzten Winter sehr gut geschützt.
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Herbert A
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Re: Weißdorn Yamadori schwächelt

Beitrag von Herbert A »

Servus
zum perforieren des Wurzelballens eignet sich fast alles. Entweder dickere Holzstäbe die ich zuspitze und bei ganz hartnäckigen Fällen nehme ich einen Eisenstab an dem ich eine Spitze geflext habe. Vorsichtig reinstechen, ein paar mal im Kreis drehen und das Loch mit Bims auffüllen. Der Ballen wird dadurch wieder schön mit Sauerstoff versorgt und trocknet auch schneller ab.

lg
Herbert
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Bonmotion

Re: Weißdorn Yamadori schwächelt

Beitrag von Bonmotion »

Hallo zusammen,

Manchmal darf man sich fragen was hier regelmäßig in der Kommunikation schief läuft. Franks Aussagen sind nicht besserwisserisch sondern richtig. Flies schützt die Pflanze bei Kahlfrost vor weiterer Austrocknung durch den kalten und trockenen Wind. Nicht mehr und nicht weniger. Er birgt natürlich auch die Gefahr des schnellen Auftauens ähnlich wie in einem Gewächshaus. Alles leicht und verständlich durch eine „Basic Literaturrecherche“ bei bekannten Suchmaschinen nachzuvollziehen.
Ein Einpacken von Pflanzen in einem Gewächshaus macht Sinn, wenn man die Tür auflässt ansonsten beruhigt es das Gewissen und kann auch nicht schaden und wenn man dazu am Ende des Winters keine Ausfälle hat umso besser. Des Weiteren ist das, wie tobx schon schrieb, offtopic und sollte, wenn überhaupt, an anderer Stelle diskutiert werden.
Sachliche Diskussionen würden hier mehr helfen.

Noch einmal zurück zum Thema: tobx klingt ja schon recht entschieden und es einer der beiden beschriebenen Wege, die jeder so macht wie er es für richtig hält. Wenn man eine Glaskugel hätte, wüßte man auch ob es richtig oder falsch sein wird. Jeder hat da so seine eigenen Erfahrungen. In den lehmigen Kernballen noch ein paar Löcher zu machen ist ein Kompromiss und hilft zumindest den lehmigen Klumpen zu wässern und abtrocknen zu lassen. Letztendlich kann das aber nur der entscheiden, der den Baum vor der Nase hat. Rein logisch betrachtet kann es nie eine gute Idee sein einen Erdklumpen mit Wurzeln in mineralisches Substrat zu stecken das klappt einfach nicht, da beide Komponenten sich nicht miteinander verbinden werden und so ein geschlossenes System für Wasser und Wurzeln fehlt. Jeder wird das schon einmal an anderer Stelle beobachtet haben.

Schöne Grüße
Jan
tobx
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Re: Weißdorn Yamadori schwächelt

Beitrag von tobx »

Bonmotion hat geschrieben: 21.08.2019, 22:35 Manchmal darf man sich fragen was hier regelmäßig in der Kommunikation schief läuft. Franks Aussagen sind nicht besserwisserisch sondern richtig.

Auch wenn ich noch recht neu hier bin frage ich mich das auch. Es ist doch eine rein sachliche Diskussion und ich empfand die Aussagen von Frank keineswegs besserwisserisch oder angreifend.

Am Samstag wird der Ballen nach der Methode von Herbert vorsichtig perforiert und mit Fibotherm aufgefüllt. Das sollte die nötige Lüftung und Be-/Entwässerung bewirken. Ich werde davon berichten. 8)
Bonmotion

Re: Weißdorn Yamadori schwächelt

Beitrag von Bonmotion »

Hi tobx (hast du auch einen richtigen Namen?),

Je nachdem wie der Ballen strukturiert ist, kann man auch mit einem dicken Bohrer Löcher ins Substrat bohren - geht recht fix ;-)

Schöne Grüße
Jan
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Erwin
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Re: Weißdorn Yamadori schwächelt

Beitrag von Erwin »

abardo hat geschrieben: 21.08.2019, 21:02 Und das Fliess hat sich dann irgendwie selbst geheizt ???

Les dir die Anleitung unter deinem Link mal bitte durch (ich sage nur "Porosität ca. 78%"). Er verhindert, dass die Bodenwärme zu schnell entweicht. Wenns oben offen ist und 2 Tage friert, friert auch die Schale zu. Wenn du es rumrum dicht machst, hast du bei Sonne einen Hitzestau.

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Frank,
natürlich weißt Du wieder alles besser...... :roll:
Das Vlies (ja, dass schreibt man so....) offen zu lassen, ist Unsinn, soweit klar. Wenn´s verhindert, dass die Bodenwärme zu schnell entweicht (Deine Worte!) ist es doch gut, oder? Wenn ich es verschließe, reflektiert die weiße Farbe die Sonne und den Hitzestau kannst Du vergessen. Den gibt es nicht.

Und um Durchfrieren geht es gar nicht. Es geht um das Abhalten von Sonne und kaltem, austrocknendem Wind. Nicht mehr und nicht weniger. Zusätzlich verzögert das Vlies das Durchfrieren eine Zeitlang (Achtung! "verzögert"), sodass bei kurzen Kälteeinbrüchen durchaus eine hilfreiche Wirkung zu verzeichnen ist.

Ich verwende das Zeug seit Jahren und habe nur Positives zu verzeichnen.

Meine Tochter hat übrigens einen rel. jungen "Schlafbaum" (Albizia) im Garten, den sie jeden Winter mit diesem Vlies einpackt. Von "Hitzestau" hat der noch nichts gemerkt, der gedeiht prächtig!

Erwin
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Herbert A
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Re: Weißdorn Yamadori schwächelt

Beitrag von Herbert A »

Bonmotion hat geschrieben: 22.08.2019, 19:17 Hi tobx (hast du auch einen richtigen Namen?),

Je nachdem wie der Ballen strukturiert ist, kann man auch mit einem dicken Bohrer Löcher ins Substrat bohren - geht recht fix ;-)

Schöne Grüße
Jan
Hi Jan
falls du das jemals erfolgreich gemacht hast gratuliere ich dir. Ich habe es mal in meiner Anfangszeit versucht. Die Wurzeln haben sich derart um den Bohrer gewickelt dass ich ihn fast nicht mehr rausgebracht habe ohne den Baum massivst zu schädigen.

Den Tipp reihe ich aus Erfahrung als unbrauchbar ein.

lg
Herbert A
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