"Igde" - kennt Jemand diese Früchte?

Erfahrungsaustauscht und Dokumentation von Sämerein und Stecklingsanzucht von Gehölzen auf dem Weg zur Bonsai tauglichen Rohpflanze.
Benutzeravatar
Hanno
Freundeskreis
Beiträge: 1062
Registriert: 06.01.2004, 19:07
Wohnort: im Gäu / BW

Re: "Igde" - kennt Jemand diese Früchte?

Beitrag von Hanno »

Fast genau zwei Jahre später leben meine "Exoten" immer noch. :oops:
Ich will Euch jetzt nicht mit den Bildern langweilen -
sie sehen eh ziemlich ähnlich aus.

Mein momentanes "Problem" heute: in einem anderen Thread hat Andreas erst gestern geschrieben, dass er den Sämling seiner Mandarine umgetopft hat - trotz des jugendlichen Alters und trotz des auch bei ihm sonnigen Wetters.
Meine kleinen Ölweidesämlinge sind nun im dritten Jahr und stammen ja auch aus mediterranen Landen.

Da stellt sich mir also die Frage, ob ich sie auch umtopfen kann.
Nötig wärs, denn die Erde ist normale Blumenerde - nicht gerade die beste, geb ich zu.
Aber ich wollte damals die Keimung der Samen und danach das Wachstum durch intensive Düngung unterstützen.
In meinem üblichen Granulat hätte ich jedoch zu oft giessen müssen, damit die empfindlichen Wurzeln nicht eintrocknen.
.
stellvertretend für ein knappes Dutzend Brüder oder Schwestern
stellvertretend für ein knappes Dutzend Brüder oder Schwestern
2019-09-21-Idge-01-Nebari.JPG (403.28 KiB) 2034 mal betrachtet
.
Durchs häufige Giessen und den Regen ist mittlerweile die oberste Krume weggespült worden und man erkennt gut die relativ starken Wurzeln, aber auch die "Beimischungen": kleine Steinchen, Holz- und Kohlestückchen. (Nicht umsonst war die Erde so billig :( )

Also: soll ich es jetzt noch wagen, das Umtopfen meiner Kleinen?
Oder warten bis zum Frühjahr?
Zuletzt geändert von Hanno am 04.09.2019, 21:54, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
bock
Freundeskreis
Beiträge: 6141
Registriert: 25.02.2009, 14:20
Wohnort: EU, D, S-H (z.Z. Langenhorn)

Re: "Igde" - kennt Jemand diese Früchte?

Beitrag von bock »

Moin Hanno,

hier regnet es zwar grad ergiebig und die Temperaturen pendeln zwischen 12° und 19°C, aber wenn du eine reduzierte Verdunstung bei der Nachsorge gewährleisten kannst (keine pralle Sonne, wenig Wind, hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen möglichst deutlich unter 30°C) sollte das Umtopfen bis Mitte des Monats überhaupt kein Problem darstellen.
Werden die Ölweiden frostfrei überwintert? Ich nehme es fast an, habe selbst aber keine Erfahrung mit der Gattung. Dann müsste nämlich auch ein noch späterer Umtopftermin im Jahr kein Problem sein.
Bei Ficus, Portulacaria, Crassula,... ist auch das Umtopfen im August bei sommerlicher Wärme kein Problem - die Wurzeln dürfen nur nicht austrocknen. Jedenfalls nicht zuuu sehr!
;)

Viel Glück!

:-D

edit: Vielen Dank für das "jugendliche Alter"! :lol:
liebe Grüße Andreas
Ein Leben ohne Bonsai ist möglich - aber völlig sinnlos! :faellen:
besucht mich auf flickr
Benutzeravatar
Hanno
Freundeskreis
Beiträge: 1062
Registriert: 06.01.2004, 19:07
Wohnort: im Gäu / BW

Re: "Igde" - kennt Jemand diese Früchte?

Beitrag von Hanno »

Danke für Deine Antwort, Andreas *daumen_new*
Die Ölweiden standen das ganze Jahr über draussen, haben also bislang zwei Winter überstanden.
Zwar etwas geschützt an der Hauswand, aber einige ordentliche Minusgrade haben sie schon mitbekommen.
Meine türkischen Freunde aus der Nachbarschaft haben mir versichert, dass die Bäume in der Türkei, von denen sie die Früchte geerntet hatten, natürlich (auch im Winter mit Schnee) draussen stehen. Schnee isoliert ja gut . . .

Die Verdunstung bzw. Wasserversorgung regle ich so, dass die Töpfe ganzjährig in wassergefüllten Untersetzern stehen. Die (bisherige) Blumenerde saugt sich dann voll. Dadurch brauchte ich bisher nur ein- bis zweimal die Woche giessen, zumindest solange die Temperaturen nicht sehr hoch waren. Bei bzw. über 30°C kann das aber durchaus auch mehrmals täglich sein.
Nur bei stärkerem Regen hole ich die Töpfe raus, damit überschüssiges Wasser abfliessen kann.
Zum Umtopfen werde ich dann aber mein ansonsten übliches reines Granulat verwenden.

Dann werde ich also das kommende Wochenende - naja, einige Stunden - mit Umtopfen verbringen.
Soll heissen: Erde ausspülen, Wurzeln richten, im Granulat versenken.
Ohne stärkeren Wurzelschnitt, aber mit korrigierendem Schnitt der überlangen "Äste",
denn die jetzt schon sichtbaren Knospen weiter innen lassen das zu.
Und das Ganze dann wind- und sonnengeschützt aufstellen.
. . . und das Beste hoffen . . . *huldigen*
bock hat geschrieben: 04.09.2019, 17:20edit: Vielen Dank für das "jugendliche Alter"! :lol:
Ich will Dir Deinen Stolz ja nicht nehmen, aber damit waren Deine Bäumchen gemeint :oops:
mydear hat geschrieben: 15.08.2017, 08:31Hallo Hanno,
ok, das probiere ich auch aus.
Grüße
Rainer
Und?
Ist ja schon zwei Jahre her.
Hast Du? Hast Du??
Dann zeig doch mal . . . :oops:
Benutzeravatar
bock
Freundeskreis
Beiträge: 6141
Registriert: 25.02.2009, 14:20
Wohnort: EU, D, S-H (z.Z. Langenhorn)

Re: "Igde" - kennt Jemand diese Früchte?

Beitrag von bock »

Hanno hat geschrieben: 04.09.2019, 22:31 ...
Ohne stärkeren Wurzelschnitt, aber mit korrigierendem Schnitt der überlangen "Äste",
. . .
Da die Ölweiden draussen überwintern, würde ich im September vom Triebschnitt abraten, nicht dass du sie noch zum Neuaustrieb im September animierst... *nono*

AUSSER du reduzierst das Wurzelwerk erheblich, dann würde ich auch die Krone etwas zurück nehmen (z.B. Pfahlwurzel kappen). Ein paar Triebspitzen in jedem Fall stehen lassen!
Die zu langen Äste kannst du dann nach dem Laubfall einkürzen.

:-D

PS: nach dem Umtopfen vorübergehend zweimal täglich gießen - die Feinwurzeln müssen sich erst regenerieren. Nicht im Wasser stehen lassen - mindestens zwei Wochen.

Das hab ich befürchtet, dass du die Mandarine meintest. Die ist wirklich noch jugendlich. Eigentlich sogar noch kindlich. :P
liebe Grüße Andreas
Ein Leben ohne Bonsai ist möglich - aber völlig sinnlos! :faellen:
besucht mich auf flickr
Benutzeravatar
mydear
Beiträge: 9264
Registriert: 13.09.2011, 17:47
Wohnort: Regensburg

Re: "Igde" - kennt Jemand diese Früchte?

Beitrag von mydear »

Hanno hat geschrieben: 04.09.2019, 22:31
mydear hat geschrieben: 15.08.2017, 08:31Hallo Hanno,
ok, das probiere ich auch aus.
Grüße
Rainer
Und?
Ist ja schon zwei Jahre her.
Hast Du? Hast Du??
Dann zeig doch mal . . . :oops:
Hallo Hanno,

ja, doch die Samen haben nicht gekeimt. Es war die panaschierte Form.

Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Benutzeravatar
Hanno
Freundeskreis
Beiträge: 1062
Registriert: 06.01.2004, 19:07
Wohnort: im Gäu / BW

Re: "Igde" - kennt Jemand diese Früchte?

Beitrag von Hanno »

bock hat geschrieben: 04.09.2019, 23:13AUSSER du reduzierst das Wurzelwerk erheblich, dann würde ich auch die Krone etwas zurück nehmen (z.B. Pfahlwurzel kappen). Ein paar Triebspitzen in jedem Fall stehen lassen!
Genau so hab ichs gemacht, Andreas.
.
2019-09-07-Idge-umtopfen-fertig.JPG
2019-09-07-Idge-umtopfen-fertig.JPG (274.46 KiB) 1836 mal betrachtet
Die Wurzeln waren durch die normale Blumenerde nach unten in die Drainageschicht gewachsen. Nut die hab ich abgeschnitten
Beim Rausnehmen aus dem Topf ist das Granulat dann leicht abgefallen.
:
2019-09-07-Idge-umtopfen-01.JPG
2019-09-07-Idge-umtopfen-01.JPG (266.09 KiB) 1836 mal betrachtet
Benutzeravatar
Hanno
Freundeskreis
Beiträge: 1062
Registriert: 06.01.2004, 19:07
Wohnort: im Gäu / BW

Re: "Igde" - kennt Jemand diese Früchte?

Beitrag von Hanno »

mydear hat geschrieben: 05.09.2019, 00:48ja, doch die Samen haben nicht gekeimt.
Schade, aber macht doch nix, Reiner.
Machs wie ich - das ist jetzt im Laufe der letzten zehn Jahre mein dritter Versuch
und läuft quasi nebenher . . .
Never give up
Hippo
Freundeskreis
Beiträge: 4020
Registriert: 24.08.2019, 11:51
Wohnort: AR Vorderland

Re: "Igde" - kennt Jemand diese Früchte?

Beitrag von Hippo »

Darf ich mich auch noch einklinken?

Die Früchte der Oelweiden haben wir als Kinder direkt von den Büschen gepflückt.
Sie wachsen auch wild in meiner früheren Heimat Ungarn. Sie bevorzugen sandige Böden und überleben sowohl bitterkalte Winter wie auch trockene Sommer wobei sie in ihren bevorzugten Muldenlagen selten den Wetterextremen ausgesetzt sind.

Altpflanzen verströmen anscheinend irgendwas in ihre Umgebung, dass die Samen in der Nähe der Pflanze nicht keimen. Vermutet man bei einigen anderen Pflanzen auch.
Ein Stratifizieren der Samen könnte für die Keimung hilfreich sein.

Weiterhin viel Spass
George
Grumpy old fat Kiboko.
Benutzeravatar
Hanno
Freundeskreis
Beiträge: 1062
Registriert: 06.01.2004, 19:07
Wohnort: im Gäu / BW

Re: "Igde" - kennt Jemand diese Früchte?

Beitrag von Hanno »

Hippo hat geschrieben: 16.09.2019, 12:12Ein Stratifizieren der Samen könnte für die Keimung hilfreich sein.
Stratifizieren, George? Dann muss ich wohl eine spezielle Spucke haben :oops:
Ich hatte nämlich die etwas ledrige Schale weggeknibbelt, dann das äusserst fast pudrig-trockene Frucht-"Fleisch" abgelutscht (schmeckt wie Weissbrot mit Vanille, aber dazu muss man viel trinken) und den längst gekerbten Kern, der wie ein Olivenkern aussieht, einfach in die Erde gesteckt. Von jeweils 20 sind dann mehr als die Hälfte gekeimt . . .
download/file.php?id=237923&mode=view
(Bild aus Posting Nr. 1 v. 2017 in diesem Thread)
Hippo
Freundeskreis
Beiträge: 4020
Registriert: 24.08.2019, 11:51
Wohnort: AR Vorderland

Re: "Igde" - kennt Jemand diese Früchte?

Beitrag von Hippo »

Hanno hat geschrieben: 17.09.2019, 00:02 Von jeweils 20 sind dann mehr als die Hälfte gekeimt . . .
Siehst Du?
Mit Stratifizierung wären vielleicht alle gekeimt! *undwech*
Grumpy old fat Kiboko.
Antworten