Juniperus chinensis "kishu"

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Patrik P
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Juniperus chinensis "kishu"

Beitrag von Patrik P »

Hallo zusammen,

diesen chinesischen Wachholder konnte ich als echt günstiges Rohmaterial kaufen. So kam der Baum bei mir an und war überrascht, da ich mir aufgrund des Preises den Baum kleiner vorgestellt habe. Höhe 30 cm, Stammumfang am Ansatz 5 cm.
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IMG_0208_2.jpg (131.35 KiB) 2330 mal betrachtet
Hab den Baum dann umgetopft und den Planzwinkel verändert (ein wenig aufgestellt) damit der Stamm nicht mehr auf dem Substrat liegt. Naja jetzt hat es mich in den Fingern gejuckt und ich habe die Erstgestaltung vorgenommen. Baum geputzt und nach dem drahten des ersten Astes kam mir dann noch in den Sinn ein "Vorher" Bild zu machen. Vergesse das leider zu oft :oops:
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IMG_0290_2.jpg (108.89 KiB) 2330 mal betrachtet
Danach den Baum koplett gedrahtet. Zum erstenmal mit Kupferdraht. Das geht doch strenger, aber Kupfer hat den grossen Vorteil, dass der Ast nach dem Biegen auch dort bleibt wo man ihn platziert hat. Gesamt war ich 7 Stunden dran - ist schon ne Geduldsprobe das drahten und nicht unbedingt meine Lieblingsbeschäftigung :roll:
ich bin aber mit dem Ergebnis ganz zufrieden 8)
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IMG_0297_2.jpg (102.5 KiB) 2330 mal betrachtet
gestern noch kurz von oben fotografiert.
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IMG_0302_2.jpg (136.12 KiB) 2330 mal betrachtet
Grüsse
Patrik
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Barbara
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Re: Juniperus chinensis "kishu"

Beitrag von Barbara »

Hallo Patrik,

Schönes Rohmaterial, gut auf den Weg gebracht.
Was mich (auf dem Foto) etwas stört, ist der frontale, etwas linksseite Ast (oder Äste). Der läuft so quer über den Stamm und den rechten Ast rüber. Den würde ich vlt. eher als rechten Ast gestalten und dafür den steifen jetzigen rechten kappen.
Aber, wie gesagt, nur vom Foto her. In real kann das natürlich ganz anders wirken.

Liebe Grüße,
Barbara
"Sorge Dich um den Beifall der Leute, und Du wirst ihr Gefangener sein." LAOTSE
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Patrik P
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Re: Juniperus chinensis "kishu"

Beitrag von Patrik P »

Hallo Barbara,

vielen Dank für deine Rückmeldung und einschätzung. Die Option die du da vorschlägst ist durchaus zu überlegen. Ist mir jetzt selber gar nicht so aufgefallen. Vorläufig lasse ich das mal so wie es ist, aber dein Vorschlag werde ich mir durch den Kopf gehen lassen *daumen_new*

Liebe Grüsse
Patrik
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Patrik P
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Re: Juniperus chinensis "kishu"

Beitrag von Patrik P »

Hallo zusammen,

fast ein Jahr nach der Erstgestaltung ein kleines update. Bin mir dem vorläufigen Ergebnis ganz zufrieden. Natürlich gibt es noch Baustellen. Ich habe gestern einfach alles was abwärts wächst, weggeschnitten. Angehende Langtriebe auch. Der Draht muss auch bald runter aber ich denke, dass die Wachstumssaison schon bald zu Ende ist, so lasse ich diesen noch über den Winter dran.

aktuelle Vorderseite:
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IMG_1085_3.jpg (117.39 KiB) 1848 mal betrachtet
Rückseite:
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IMG_1090_2.jpg (114.33 KiB) 1848 mal betrachtet
Herzliche Grüsse
Patrik
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bock
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Re: Juniperus chinensis "kishu"

Beitrag von bock »

Moin Patrik,

ich bin beeindruckt!
Der Baum sieht gesund aus und macht was her!
Mittelfristig würde ihm eine etwas kleinere Schale wohl besser stehen. ;)
liebe Grüße Andreas
Ein Leben ohne Bonsai ist möglich - aber völlig sinnlos! :faellen:
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ania
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Re: Juniperus chinensis "kishu"

Beitrag von ania »

Es ist wohl dem Foto und Aufnahmewinkel geschuldet, aber von der Rückseite wirkt die Krone besser, weil die deutliche Asymetrie sehr gut mit dem geneigten Stamm harmoniert. Auch die Lockerheit und Luftigkeit der Rückseite finde ich zum grazilen Stamm passender als die etwas strenger, schirmförmiger wirkende Vorderseite.

Sehr schöner Baum und tolle Entwicklung!
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Patrik P
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Re: Juniperus chinensis "kishu"

Beitrag von Patrik P »

Danke für eure Rückmeldungen. Die Schale ist natürlich nicht passend, aber ich dachte für eine schnellere Entwicklung ist eine grössere Schale vielleicht auch besser. Nächstes Jahr wird der Baum in eine passende Schale umgetopft.
In Natura sieht der Baum besser aus als auf dem Foto. Ich bin mir auch nicht sicher was ich als Vorderseite wählen soll, aber das ist eher ein Luxusproblem :wink:

Grüsse
Patrik
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Georg
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Re: Juniperus chinensis "kishu"

Beitrag von Georg »

Barbara hat geschrieben: 15.10.2019, 18:00 Hallo Patrik,
Schönes Rohmaterial, gut auf den Weg gebracht.
Was mich (auf dem Foto) etwas stört, ist der frontale, etwas linksseite Ast (oder Äste). Der läuft so quer über den Stamm und den rechten Ast rüber. Den würde ich vlt. eher als rechten Ast gestalten und dafür den steifen jetzigen rechten kappen.
Aber, wie gesagt, nur vom Foto her. In real kann das natürlich ganz anders wirken.
Liebe Grüße,
Barbara
Dieser Sichtweise würde ich auch heute noch voll zustimmen.
Gruß
Rüdiger
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
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Patrik P
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Re: Juniperus chinensis "kishu"

Beitrag von Patrik P »

Der linke Ast entspringt ca. beim roten Pfeil und macht dann eine starke linksbiegung. Auf dem Foto könnte man meinen der entspringt beim gelben Pfeil. Am Ansatz ist der Ast recht stark und lässt sich nicht so einfach biegen. In real siehts gar nicht so seltsam aus. Wenn ich den linken Ast nach rechts biegen würde, würde dieser eben trotzdem über den Stamm verlaufen.
Hinzu kommt, dass ich das Gefühl habe, dass dann dort ein grosses Loch entsteht. Selbes gilt für's kappen des rechten Astes.
2020-08-12 12_27_22-Window_2.jpg
2020-08-12 12_27_22-Window_2.jpg (114.43 KiB) 1658 mal betrachtet
Patrik
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Gary
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Re: Juniperus chinensis "kishu"

Beitrag von Gary »

bock hat geschrieben: 11.08.2020, 23:06 Moin Patrik,
ich bin beeindruckt!
Der Baum sieht gesund aus und macht was her!
Mittelfristig würde ihm eine etwas kleinere Schale wohl besser stehen. ;)
Hallo Patrik,
ich stimme Andreas voll zu, pflegetechnisch hast Du den Wacholder gut im Griff. *daumen_new*

Gestaltungstechnisch würde ich jedoch mehr als nur eine einzelne Astführungen andiskutieren wollen. Seit dem Aufrichten und der Grundgestaltung sehe ich diesen Baum in einer Sackgasse feststecken.

Aktuell betrachtet thront nun über einem sehr bewegten, knorzigen Stamm eine ruhige, breite, gleichmäßige Krone mit hohem optischen Gewicht.
Sie beginnt auf einer Ebene und teilt den Gesamtbaum ziemlich exakt hälftig in seiner Höhe.
Durch das Aufrichten ist der Stammansatz sehr, sehr dünn geworden. Die üppig schwere, nicht ausbalancierte Krone, scheint ihn daher fast optisch abzubrechen.
Überhaupt sieht man untenrum fast nur Totholz. Das üppige Grün entspringt dann plötzlich hinter diesem.
(Sorry, das erinnert mich alles an ein schlecht gemachtes 'Tanuki'.)

Patrik P_Kishu.jpg
Patrik P_Kishu.jpg (163.22 KiB) 1635 mal betrachtet
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

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Patrik P
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Re: Juniperus chinensis "kishu"

Beitrag von Patrik P »

Hallo Gary,

vielen Dank für deine Kritik. Was das Totholz angelangt habe ich eigentlich nur den lebenden Teil freigelegt. Vielleicht hätte ich die tote Rinde nicht komplett abschälen sollen? Aber ja ich verstehe schon was du mit dem schlecht gemachten Tanuki meinst :( und musst dich nicht entschuldigen - ich verkrafte solche Sätze problemlos 8)

Was wäre denn so dein Vorschlag dies anderst zu gestalten? Ich bin um jede andere Sichtweise froh, da ich keinen Bonsaiverein in der Nähe habe.

Gruss
Patrik
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Barbara
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Re: Juniperus chinensis "kishu"

Beitrag von Barbara »

Ich finde, Gary hat die Probleme sehr gut veranschaulicht.

Patrik, eine Möglichkeit wäre, den kompletten unteren, linken Ast zu entfernen, oder zu jinnen und den Baum wieder etwas nach links zu kippen, sodass die Basis wieder breiter wirkt.
Das hätte auch den Vorteil, dass die schöne Stammbewegung besser zur Geltung käme. Momentan wird sie von dem unteren Ast ausgebremst.

Liebe Grüße,
Barbara
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Gary
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Re: Juniperus chinensis "kishu"

Beitrag von Gary »

Patrik, Danke für Deine verständige Reaktion.
Anonym in Internet ist es gar nicht immer möglich sich so auszudrücken das der Andere sich nicht angegriffen fühlt. Zumal ohne ihn und seine persönlichen Empfindlichkeiten zu kennen.
Patrik P hat geschrieben: 12.08.2020, 16:48 Was wäre denn so dein Vorschlag dies anderst zu gestalten? Ich bin um jede andere Sichtweise froh, da ich keinen Bonsaiverein in der Nähe habe.
Nur anhand Fotos gestaltet sich die Antwort auf Deine Frage schwierig.
Ich sehe jedoch zwei grundsätzliche Konfliktpunkte beim Anblick des Wacholders.
  • Stamm / Stammansatz
    Der Wacholder hat einen schön bewegten, gut strukturierter Stamm. Derzeit geht davon einiges verloren durch den gleichmäßig hochweißen, deckenden Anstrich.
    Da lässt sich wieder mehr rausholen (Stichwort: Licht und Schatten), siehe auch die "ungeputzten" Vorher-Fotos.
    Das Hauptproblem ist jedoch der spindelige Ansatz. Da muss durch drehen und kippen des Baumes eine breite, glaubhafte Basis gefunden werden. Ziel sollte dabei auch sein den Anfangspunkt der Lebensader von vorne sichtbar zu machen.
    Vielleicht geht alles zurück in die Richtung wie Du ihn gekauft hast?
Wenn dieser Hauptpunkt erst mal zufriedenstellend geklärt ist, sieht die komplette Krone eh anders aus und muss angepasst werden.
Ich beschreibe dennoch mal den Eindruck den sie derzeit hervorruft und was man eventuell vermeiden sollte.
  • Krone / Grün
    Das üppige, optisch schwere Grün will mir nicht zu diesem Stamm passen. Die Halbkugelform, auf einer Ebene beginnend, nicht über dem Schwerpunkt des Baums ausbalanciert, macht es nicht besser. Eigentlich besteht die ganze Krone aus der untersten Ebene, einer zweiten durchgehenden Ebene darüber und zum Schluss ein grünes Top drauf.
    Ich denke eine solche "statische Krone" passt einfach nicht zur Geschichte des Stamms.
    Man muss wohl versuchen diese Form aufzulösen, mehr Freiräume zu schaffen. Schön wäre auch, wenn dabei eine Stammverlängerung erkennbar würde.
Ob dies alles mit dem Jinnen des von Barbara angesprochenen Asts zu erzielen ist weiß ich nicht. Aber all diese Fragen stellen sich neu, wenn ein anderer Pflanzwinkel gefunden ist.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

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zopf
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Re: Juniperus chinensis "kishu"

Beitrag von zopf »

vielleicht einfach die andere seite
als vorderseite nehmen
und den totholzknubbel verkleinern
grüsse an die bewohner von melmac
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Patrik P
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Re: Juniperus chinensis "kishu"

Beitrag von Patrik P »

um den Stammansatz zu verbessern, bleibt eigentlich nur die jetzige Rückseite als Vorderseite zu wählen. Leider windet sich das Totholz um die Saftbahn und nicht wie es sein sollte umgekehrt. Den Totholzknubbel verkleinern ist sicher auch nicht verkehrt, damit dieser nicht mehr so dominant erscheint.
Tja, ich werden den Baum auf den Drehteller stellen und mit drehen und kippen darüber sinnieren was am besten sein könnte. Traue mir aber momentan weitere Schritte nicht zu, da ich Angst habe den Baum zu ruinieren. Mir fehlt einfach die Erfahrung was Gestaltung anbelangt. Wäre sicher auch ein Workshopbaum wo man professionelle Hilfe bekommt, was die weitere Schritte, bzw. Umgestaltung wäre.
Vielen Dank nochmals für euere Meinungen und Teilnahme.

Grüsse
Patrik
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