Hallo Rainer,
nicht gerade die tollsten Aussichten und viele unterbreitete Vorschläge.
Persönlich hätte ich kein Problem mit der Mülltonne aber Du hast doch Platz und bereits viel Mühe und Arbeit investiert.
Daher würde ich den Ahorn jetzt in Ruhe lassen und abwarten was passiert. Keinesfalls aufbohren und damit mehr Probleme schaffen als beseitigen. Auch nicht die seitliche Wunde öffnen - einfach mal machen lassen! Wie Andreas schon angemerkt nur Grunddüngung, keine Mast.
Drück' Dir die Daumen.
Danke für euer Interesse. Ich werde den Ahorn auf keinen Fall in der Tonne versenken, sondern versuchen ihn durchzubringen. Mit Garys Tipps kann ich mich am meisten anfreunden: sorgsam beobachten, normale Pflege und warten ob der Pilz oder der Ahorn sich durchsetzt. Aliette und Fungizide habe ich für Notfälle vorrätig.
Was tat sich in der letzten Woche? Unter der Wundknete nässte die Schnittstelle leicht, fing an sich wieder grünbraun zu verfärben. Darauf habe ich die Knete entfernt und den Ahorn trocken sowie geschützt aufgestellt. Darauf ist das Holz angetrocknet und wenn ich genau hinsehe, dann bildet sich schon am rechten Rand etwas Kallus. Vor allem aber sind alle Blätter und Äste noch kräftig und grün. Auch der kleine, frische Trieb in der Mitte sieht noch gut aus. Der sollte auf längere Sicht die Stammlinie weiterführen.
Grüße
Rainer
Dateianhänge
20. Juni 2019
68E2309A-BF70-456C-A032-4B37C6A7ED8E.jpeg (180.84 KiB) 4406 mal betrachtet
26. Juni 2019 - 6 Tage später beginnende Kalluswucherung
58CC3DCE-16F2-482C-A7F6-3AFE0B05F9D8.jpeg (265.5 KiB) 4406 mal betrachtet
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Hallo Rainer,
finde auch das es für den Moment gar nicht so schlecht aussieht.
Man muss nun einfach abwarten können wie sich der Ahorn entwickelt.
Einfach den Ahorn seinen Weg finden lassen. Das kann man jetzt nicht steuern und nur sehr begrenzt unterstützen.
Bis nächstes Frühjahr sieht man dann schon und kann dann den Schnitt entlang dem entstandenen Kallusrand nacharbeiten.
So schlimm wie von Andreas eingezeichnet wird es hoffentlich nicht ganz werden, doch es wird in diese Richtung gehen.
Hallo Rainer,
ein vielversprechender Bonsaienthusiast hat folgendes geschrieben: "seit 2012 habe ich 10 Fächerahorne abgemoost, möchte sie alle geduldig zum Shohin führen. Dies ohne große Erwartung und um reproduzierbare Aussagen mit der Sorte sammeln zu können. Wie reagiert der Fächerahorn, was ist möglich und wo liegen die Grenzen? Mein Hauptziel ist primär die Gestaltung eines starken Nebaris um erst in der zweiten Phase Primäräste und Verzweigung aufzubauen. Zum Nebari habe ich hier schon ausführlich berichtet, bin sehr zufrieden mit der Entwicklung. Dabei nehme ich bewußt in Kauf, dass die künftige Verzweigung recht langsam verlaufen wird."
Folge ihm und zeige das, was wir alle im Überfluß haben. Geduld!
Unterstützende Grüße
Rüdiger
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
Sieht mittlerweile ganz hoffnungsvoll aus. Der Kallusrand ist ringsum sichtbar. Der befürchtete Saftrückzug vorne ist praktisch nicht eingetreten. Zähes Bürschchen dieser kleine Palmatum, er wehrt sich gegen den Pilz. Leider sind die Fotos unscharf, ich hoffe ihr könnt es trotzdem erkennen.
Bislang noch kein Blatt verloren, er treibt oben seit dieser Woche wieder kräftig aus.
Grüße
Rainer
Dateianhänge
18. Juli 2019
33D96CBE-2DA0-4D62-B09E-20D427D6B566.jpeg (341.24 KiB) 4235 mal betrachtet
40ED19D5-0FE0-4D1E-BC16-65B0A6958A3B.jpeg (280.71 KiB) 4235 mal betrachtet
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Keine guten Nachrichten vom Problem-Palmatum.
Das extrem gut entwickelte Nebari ist zum Großteil dem Pilz zum Opfer gefallen. Nur seitlich blieben Wurzeln erhalten. Teile der Wurzelplatte waren ganz leicht wegzubrechen. Dabei sind beide Leittriebe zügig gewachsen, haben jeweils einen Meter Länge erreicht. Ich habe Teile des morschen Holzes entfernt und einfach aus Neugierde wieder eingetopft. Interessiert mich einfach wie es hier weitergeht.
@ Andreas
du scheinst ein gutes Orakel zu sein - Aushöhlen des Stammes wird immer wahrscheinlicher
Grüße
Rainer
Dateianhänge
6477E5D2-8179-4545-89D5-47024C9DC4F2.jpeg (285.92 KiB) 3966 mal betrachtet
ich habe bis ins gesunde Holz geschnitten: entweder er packt es oder der Pilz gewinnt
F14195CC-0104-4CD1-9731-1319021A5D1A.jpeg (312.35 KiB) 3966 mal betrachtet
um die Schnittstelle ist überall Kallus gewachsen. Im August habe ich die überstehend Rinde mit dem Skalpell nachgeschnitten. Bis dahin war ich noch bester Hoffnung
09D010BD-78B2-4296-8696-EA44E2216A36.jpeg (214.95 KiB) 3966 mal betrachtet
15. Sept 2019: mal sehen wie es weiter geht...
F28C904C-151D-4AFA-BB7E-50481AAEBF88.jpeg (345.89 KiB) 3966 mal betrachtet
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
mydear hat geschrieben: 15.09.2019, 15:44
...
@ Andreas
du scheinst ein gutes Orakel zu sein - Aushöhlen des Stammes wird immer wahrscheinlicher
Grüße
Rainer
Moin Rainer,
manchmal habe ich lieber Unrecht...
Trotzdem, lass den Baum mal machen. Bin gespannt, wie sich der Prozess entwickelt. Bei solchen unerwünschten Entwicklungen kann man viel lernen über die Leistungsfähigkeit des Systems "Baum"!
Immerhin ist der Palmatum noch vital - und vermutlich wird er dir in einiger Zeit eine interessante Gestaltungsoption bieten.
Man muss manchmal nur lang genug warten können...
liebe Grüße Andreas Ein Leben ohne Bonsai ist möglich - aber völlig sinnlos! besucht mich auf flickr
er lebt noch
Die beiden Leitäste hatten bis November noch grüne Blätter. Viel erwarten kann ich nicht von dieser „Ruine“ und trotzdem bin ich gespannt wie es weitergeht
Grüße
Rainer
Dateianhänge
Sorry für das schlechte Foto - ist stark aufgehellt, es war schon dunkel
3D3B5E86-23BF-4B74-BE39-F40A7EED705C.jpeg (267.63 KiB) 3733 mal betrachtet
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry