Feldversuche

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
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Ferry
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Re: Feldversuche

Beitrag von Ferry »

Deine Hainbuche ist wieder ein schönes Beispiel, wie mit viel Wissen ein guter Rohling und später ein guter Bonsai entsteht. Die Äste und Zweige haben schöne Bewegungen.
Die oberen drei Äste sind jetzt vielleicht etwas zu dick; nach etwas Zurückschneiden und mit der richtigen "Bremse" lässt sich das leicht korrigieren
LG,
F.
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Thorsten1504
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Re: Feldversuche

Beitrag von Thorsten1504 »

Jau das ist echt mal n geiler Rohling!!!

Falls Du den mal loswerden möchtest.... :-)

Gruß

Thorsten *wink*
yamadori
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Re: Feldversuche

Beitrag von yamadori »

Hallo Roy,
ich habe gerade deinen Thread verschlungen und wollte mal nach
Deinem genauen Vorgehen fragen.
Also du pflanzt alle 2 bis 3 Jahre im Frühjahr mit Wurzelschnitt
und Astschnitt um und schneidest sonnst im Herbst grob und im Frühjahr
genauer nach?
Hast du Erfahrungen mit umpflanzen im Herbst gemacht?
Da setzen ja die Baumschulen auch um, glaube ich.
Ich war bei meinen Feldversuchen eher inkonsequent,
bei dir klingt das planvoller.
Danke
Gruß, Elmar
RoyF.
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Re: Feldversuche

Beitrag von RoyF. »

Hallo Elmar,
also ich umsteche die Wurzeln nach zwei Jahren und nach noch einer weiteren Wachstumsperiode nehme ich sie dann raus, schneide die Wurzeln und dann setzte ich sie um 180 Grad gedreht wieder rein. Ich schneide etwa Ende Juni alles zurück, außer ein Ast soll noch viel dicker werden. Dann schneide ich im Herbst, meist noch knapp vor dem Blattfall, damit ein eventueller Wintereinbruch mir nicht die Triebe verbiegt. Sauber nachgeschnitten wird dann im Frühjahr. Ich pflanze im Frühjahr um, habe ich aber auch schon mehrfach im Herbst (Mitte Oktober) gemacht. Mir ist noch nie ein Baum dabei eingegangen trotz Frost. Was ich dennoch sagen muss ist, dass mir auch trotz der größten Mühe nicht jeder Baum gleich gut bei der Feldaufzucht gelingt. Vor allem in der Endphase ist es sehr schwer den Punkt zu erwischen den Baum dann rauszunehmen. Ich tendiere mehr und mehr dazu lieber die Bäume früher rauszunehmen und in der Schale weiter zu entwickeln, damit manche Teile des Baumes nicht zu dick werden. Das ist gar nicht so leicht einzuschätzen, weil die Bäume im Feld ganz anders wirken, als in der Schale.

Gruß Roy
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Dirk K. aus L.
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Re: Feldversuche

Beitrag von Dirk K. aus L. »

Roy,

besten Dank für die ausführliche Darlegung deiner Vorgehensweise! *daumen_new*


Beste Grüße

Dirk
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
yamadori
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Re: Feldversuche

Beitrag von yamadori »

Hallo Roy,
danke für die ausführliche Antwort.
Mit dem letzten Punkt gebe ich dir vollkommen recht,
eigentlich kann man im Feld nur die Stämme und Hauptäste entwickelt, wenn mann nicht aufpasst wird ja ein kleiner Ast in einer Saison mal eben daumendick. Vor allem oben.

Deine Ergebnisse sehen aber dennoch sehr gut aus.

Ich pflanze fast immer im Herbst um weil ich im Garten/Feld
nicht regelmäßig gießen kann. Und es den Winter mehr regnet.
Aber was besser ist kann ich auch noch nicht so sagen daher
wollte ich mal deine Erfahrungen hören.
Welche Sorten hast du denn noch so und behandelst du
alle gleich?
Hast du es mal mit Fächerahornen versucht?

Danke...
Gruß, Elmar
RoyF.
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Re: Feldversuche

Beitrag von RoyF. »

Fächerahorn und Dreispitzahorn habe ich schon versucht, sind aber immer im Winter bei -20 bis -25 Grad erfroren. Da die Wurzeln doch sehr oberirdisch wachsen ist das schwierig. Allerdings sind bei uns die Winter auch meist kälter als im großen Rest Deutschlands. Woanders klappt das sicher ganz gut. Ich konzentriere mich nur auf einheimische Arten. Ich habe keinen einzigen Japanimport oder sonstigen mediterranen Baum.
yamadori
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Re: Feldversuche

Beitrag von yamadori »

Importe habe ich auch nicht,
sind hier wild gekeimte Fächerahorne jetzt einheimisch? :-D
Genau wie dich reizt es mich aus nichts was zu machen.
Bei uns ist es nicht so kalt aber die Triebe und Schnittstellen frieren gerne weit zurück,
ob das am Schnittzeitpunkt liegt?
Ich werde mich erstmal an deine Vorgehensweise halten.
Ps.: Echt super was du so aus Rohlingen machst. *daumen_new*
Gruß, Elmar
RoyF.
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Re: Feldversuche

Beitrag von RoyF. »

Hier mal noch eine Winterlinde, die ich dieses Jahr im Oktober ausgrabe und ab dann in der Schale weiterentwickeln werde. Den Baum hatte ich als im Feld vorkultivierte Pflanze erworben, radikal geschnitten und seitdem 6 Jahre selbst im Feld weiter aufgebaut
Stammdurchmesser fast 10cm reich locker um einen alten Baum mit realistischen Proportionen in einer Größe zwischen 60 und 75cm zu gestalten, was für mich eh das Maximum des Tragbaren darstellt, um auch noch im höheren Alter Freude an meinen Bäumen zu haben.
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Opa Lutz
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Re: Feldversuche

Beitrag von Opa Lutz »

Und schon wächst die Spannung, Lesezeichen ist gesetzt. *daumen_new*
Schöne Grüße,
Lutz

Ich freue mich über jeden Gedanken von Euch zu meinen Bäumen. *daumen_new*
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