Zelkowe - Besenform in der Entwicklung

Kleine Bäume ganz groß. Für alle Winzlinge, die schon Baum sind und nicht Sämling, also einen gewissen Entwicklungsgrad haben. Treu dem Motto "der kleinst mögliche Baum".
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Heike_vG
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Re: Zelkowe - Besenform in der Entwicklung

Beitrag von Heike_vG »

abardo hat geschrieben: 28.11.2019, 17:10 Hier ist es klar. Du arbeitest gerne klassisch japanisch. Was normalerweise eine Stilisierung der Natur darstellt. Eine Überspitzung und Klarheit. Beim Naturalismus wollen wir hingegen eher diesen "könnte-genau-so-auch-in-der-Natur-stehen"-Effekt.
Was soll denn dieses "Du" (also ich) und im Gegensatz dazu "wir hingegen" (also Du und alle Deine zahlreichen Gesinnungsgenossen oder was)??? Ich stelle mich gegen niemanden und auch nicht gegen den Naturalismus! :roll: Man kann beides gut finden und praktizieren und das tue ich auch. Ich entscheide mich aber z.B. bei typisch japanischen Baumarten gerne auch für entsprechende Formen und bei unseren heimischen Arten für deren typische Formen. Bei mir muss eine Zelkowe nicht wie eine Eiche aussehen und eine Eiche nicht wie eine Zelkowe. Ich habe viel aus japanischer Literatur und von japanisch ausgebildeten Bonsaiprofis gelernt, aber ich habe auch viel von Walter Pall gelernt und einiges von ihm angenommen. Auch wenn ich den Triebschnitt bei mir nicht Heckenschnitt nenne, weil ich an meinen kleinen und mittelgroßen Bäumen nicht mit einer Heckenschere schneide, sondern eine gewöhnliche Bonsaischere nehme, tue ich doch letztlich auch nichts anderes als die zuvor lang gewachsenen Triebe zu schneiden. Nur ein Beispiel.
abardo hat geschrieben: 28.11.2019, 17:10Einerseits magst du (glaube ich herauszulesen) klassische Bonsai, andererseits hast du jetzt Zelkoven in Ihrem natürlichen Wuchs gesehen. Ich bin gespannt, wie du dich entscheiden wirst. Naturalistisch, klassisch oder irgendetwas dazwischen ... momentan ist es noch irgendetwas etwas dazwischen, was ja auch eine Entscheidung darstellt.
Hör doch mal auf, mir und anderen zu erzählen, was ich angeblich mag und wie ich angeblich arbeite. Du hast nämlich in vieler Hinsicht eine völlig schiefe Vorstellung und Deine Kategorisierungen und Unterstellungen stören mich.
Wie ich meine kleine Shohin-Zelkowe gestalten will habe ich doch anfangs schon geschrieben, da muss ich mich nicht noch einmal entscheiden. Und dass ich dabei keinen Unterschied zwischen naturalistisch und klassisch sehe, geschweige denn, was dazwischen sein soll!? *confused* habe ich gerade zuletzt gesagt. *schulter zuck*
abardo hat geschrieben: 28.11.2019, 17:10interessanterweise sind ganz alte, nie beschnittene Zelkoven doch wieder breit und buschig mit fast waagerechten, unteren Ästen.
Es sind aber nicht die Hauptäste, sondern kleinere, jüngere, die von diesen ausgehen und weiter unten leicht in die Waagerechte gehen.
abardo hat geschrieben: 28.11.2019, 17:10Will man also eine alte Zelkove darstellen, decken sich Naturalismus und klassischer Stil wieder, was die Entscheidung wieder schwerer macht, ob man mit steilen Ästen oder heruntergezogenen anfängt. Verwirrend, nicht ?)
Nein, das ist nicht verwirrend, sondern ganz klar, habe ich doch oben schon geschrieben! Klassisch und naturalistisch, weil der Natur der Zelkowe entsprechend: steile bis schräge Hauptäste. Naturalistisch in Bezug auf viele andere Laubbaumarten, aber NICHT auf die Zelkowe: im Bogen herabgezogene Hauptäste. Das ist dann "ich mache eine Zelkowe, die von der Gestalt her ein beliebiger anderer Laubbaum sein könnte", was ich jetzt nicht unbedingt naturalistisch finde. Aber das kann ja jeder sehen und machen wie er will. Und damit würde ich es jetzt gerne gut sein lassen, denn wenn wir uns hier jetzt noch weiter im Kreis drehen, Frank, wird wieder ein Thread endlos vollgemüllt. Ursprünglich hatte ich überlegt, gar nicht auf Deinen Kommentar zu antworten, weil ich mir schon dachte, dass ich da wieder mal die Büchse der Pandora öffne und endloses im Kreis Gelaber entsteht, ohne dass man irgendwo auf einen sinvollen Punkt kommt.
*back*

LG, Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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Gast

Re: Zelkowe - Besenform in der Entwicklung

Beitrag von Gast »

Nun habe ich selber ein wenig recherchiert, wie Zelkoven natürlicherweise wachsen, und möchte hierzu ein paar Links teilen:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... yaki01.jpg
https://thumbs.dreamstime.com/z/tree-ze ... 650267.jpg
https://c8.alamy.com/comp/R3HA67/600-ye ... R3HA67.jpg
http://gardeningwithcharlie.com/wp-cont ... elkova.jpg
https://japan.stripes.com/sites/default ... k=6dUzonkT

Tatsächlich scheinen Primäräste generell nach oben zu wachsen - deren Anzahl scheint dabei sehr variabel zu sein.

Anbei auch eine kurze Frage: Auf dem zweiten Bild scheint der Baum einen rechtsgewundenen (also von oben betrachtet im Uhrzeigersinn zum Betrachter hin gewundenen) Drehwuchs zu zeigen. Ist das eine Ausnahme, oder neigen Zelkoven dazu?

Viele Grüße
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bonsaiheiner
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Re: Zelkowe - Besenform in der Entwicklung

Beitrag von bonsaiheiner »

Eigentlich nein.
Vielleicht stand früher ein älterer und grösserer Baum auf der entgegengesetzten Seite, also auf der den Stützen gegenüberliegenden.
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
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