Urweltmammutbaum Fragen über Fragen

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HARPHYIE
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Urweltmammutbaum Fragen über Fragen

Beitrag von HARPHYIE »

Hallo Community

Ich habe an die Urweltmammutbaum-Spezialisten ein paar Fragen.

Ich habe die Möglichkeit einen Urweltmammutbaum-Rohling aus einer Baumschule zu erwerben. Der Baum hat einen Nebari-Ansatz von ca 30cm, einen perfekt verjüngenden Stamm und die Qual der Wahl bei der Verästelung. Die Hauptäste gehen horizontal vom Stamm weg.

Meine Fragen, da ich mit dieser Baumart nicht sehr bewandert bin, aber die Vorstellung einen Mammutbaum zu gestalten reizt mich natürlich sehr:

Ist es möglich starke Äste dieser Baumart (ca. 3-4 cm) noch in die gewünschte Richtung zu biegen oder zu ziehen oder neigen starke Äste zu sehr zu Brüchen? Meine Vorstellung wäre, den Baum wie ein alter grosser Küstenmammutbaum mit nach unten geneigten Ästen zu gestalten, da der mächtige Stamm dies anbieten würde. Wie willig treiben Mammutbäume aus altem Holz aus? Die Äste müssten doch ziemlich zurückgenommen werden, damit genügend Platz für Feinverzweigung bleibt. Soweit ich weiss, ist der Baum äussert schnellwüchsig und lässt sich einigermassen einfach gestalten oder?

Wie sind eure Erfahrungen damit?

Ein Beispielbild in welche Richtung die Gestaltung gehen sollte:
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bonbon-sai
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Re: Urweltmammutbaum Fragen über Fragen

Beitrag von bonbon-sai »

Hallo,

wenn du mit Urweltmammutbaum "Metasequoia glyptostroboides" meinst kann man dazu sagen, dass er willig an allen Ecken und Enden austreibt, gut zu biegen und zu drahten ist und eigentlich nichts übelnimmt.

Bei "Sequoiadendron giganteum" oder "Sequoia sempervirens" sieht das ein wenig anders aus bzw. habe ich da keine Erfahrung. Man findet aber viel darüber hier im Forum.

Schöne Grüße
Maik
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Barbara
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Re: Urweltmammutbaum Fragen über Fragen

Beitrag von Barbara »

Der Urweltmammutbaum treibt tatsächlich ständig wieder aus dem Stamm aus. Beim Rückschnitt der Äste hingegen sollte man etwas Grün stehenlassen, sonst gibt der Baum diesen Ast gerne mal auf und treibt stattdessen lieber am Astansatz am Stamm wieder aus.

Der Baum ist einfach zu pflegen, vorausgesetzt, er bekommt im Sommer reichlich Wasser, denn er ist extrem durstig. Wird er mal trocken, werden sofort die Nadeln braun, er erholt sich aber in der Regel recht schnell wieder und treibt neu aus.

Liebe Grüße,
Barbara
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bonsaiheiner
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Re: Urweltmammutbaum Fragen über Fragen

Beitrag von bonsaiheiner »

Wenn doch grosse Äste entfernt werden müssen, hat der Baum Schwierigkeiten, die Schnittstelle zu überwallen. Da das Holz weich und faserig ist, verrottet es leicht. Anplatten von Trieben zum Astersatz funktioniert gut, vorrausgesetzt es wird tief genug eingelassen. Ansonsten schliesse ich mich den bereits gegebenen Empfehlungen an. Die Austriebswilligkeit am Stamm lässt nach, je mehr die vorhandenen Äste definiert sind.
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HARPHYIE
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Re: Urweltmammutbaum Fragen über Fragen

Beitrag von HARPHYIE »

Vielen Dank erstmal für die Antworten.

Gleich meine Anschlussfragen vielleicht an Heiner: Wenn grössere Äste im unteren Stammdrittel entfernt werden müssen, was bietet sich hier an um zu verhindern, dass das Holz verrottet? Wann ist der beste Schnittzeitpunkt? Würde es sich anbieten Jins zu gestalten um zu verhindern, dass das Holz bis in den Stamm verfault? Würdest du dicke Äste, welche für die Gestaltung gebraucht werden Schrittweise zurückschneiden, um einen Austrieb in Stammnähe zu provozieren?

Vielen Dank für die Antworten!
HARPHYIE
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Re: Urweltmammutbaum Fragen über Fragen

Beitrag von HARPHYIE »

Hier noch Bilder dazu!
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bonsaiheiner
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Re: Urweltmammutbaum Fragen über Fragen

Beitrag von bonsaiheiner »

Da muß man sich ja fast den Hals verrenken, um zu sehen auf was es ankommen wird.
Also ich sehe die Sache so: Die zwei unteren starken Äste, die nach links oben zeigen werden schwierig zu integrieren sein. Deshalb überlegst Du wohl diese zu entfernen. Die Überwallung (Wundverschluß) könnte klappen, aber nur dann, wenn zwischen den beiden Ästen lebendes Gewebe stehen bleibt, also nicht beim Entfernen beider Äste eine grosse Schnittstelle resultiert. Wieviel Raum dazwischen bleibt, ist auf dem Foto nicht gut zu erkennen.Die schlecht stehenden Äste weiter links (mehr oben am Stamm) werden bei der Entfernung keine Probleme machen.
Die Verrottung bei meiner Glypto kommt daher, dass der Stamm sich auf halber Höhe in 2 etwa gleich starke Teile aufteilte und ich mich vor ca 10 Jahren entschloss, einen zu entfernen.
Wenn Du Dir nicht sicher bist, welche Äste bleiben sollen und welche fallen sollen, würde ich bei dem guten Ausgangsmaterial die Hilfe eines Erfahrenen erbitten.
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Köhler Rudolf
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Re: Urweltmammutbaum Fragen über Fragen

Beitrag von Köhler Rudolf »

Hallo,

du solltest mal ein Bild einstellen welches den gesamten Baum zeigt.

Anhand der vorliegenden Bilder handelt es sich hier um ein größeres Exemplar.
Wenn du keine Erfahrung mit so etwas hast, solltest Du bei solchem Material einen WS besuchen.

Ich habe so etwas auch zu Hause. Ich kämpfe nun seit Jahren mit der Gestaltung. Ist nicht so einfach.

Viele Grüße
Grüße
Rudi K.
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