Halli hallo hab nen Funkientee schon einige jahre "9" und egal was ich probiere er bekommt viele knopsen die aber nicht aufgehen wollen !...jemand ideen was man probieren koennte ? Probiert habe ich blattduenger und er hat auch 2 lampen a 1500 lummen in ca. 20 cm entfernung über sich stehen..Nix will..der mag nicht blühen wollen
20 cm Abstand zu den Leuchten dünkt mich zu sehr nahe.
Carmona kann zum blühen gebracht werden wenn man ihr eine kurze Trockenperiode gibt, also nicht ständig feucht halten und auch nicht durchdringend wässern sondern z.B. ein-zwei Wochen lang nur kleine Dosen Wasser geben und wie kurz vor dem Verdursten halten, dabei gut beobachten, dass sie nicht vertrocknet!!!
Düngen ganz einstellen.
Wenn die Tage länger werden ist sie am blühwilligsten. Kunstlicht ist hierbei kontraproduktiv, oder Dieses an die Tageslänge anpassen.
Normalerweise setzt sie nach einer Trockenperiode Blütenknospen an. Wenn das der Fall ist, keinesfalls düngen aber wieder normal wässern. Dann öffnet sie normalerweise die Blüten.
Erst wieder düngen wenn die Blütezeit vorbei ist.
Hallo Thomas,
wenn Deine Carmona, bereits 9 Jahre überlebt hat, kannst Du nicht viel falsch gemacht haben!
Da gehörst Du schon zu den Fachleuten für diese Spezies. Ich kann Dir zwar keinen Tipp geben, doch
erstaunt mich die Aussage von Georg sehr!
Ich gehe mal davon aus, dass Georg seinen Rat, bereits mehrfach erfolgreich durchgeführt hat.
Ich habe bisher immer nur gehört, dass die feinen Haarwurzeln niemals austrocknen dürfen weil die
sich dann kaum noch erholen und die Pflanze hoffnungslos verloren ist, wie tausende jedes Jahr!!
Auch ich HATTE einige hoffnungsvolle Exemplare, die sich nach gesundem Wachstum und voller Blüte,
nach 2 Jahren plötzlich und unerwartet verabschiedeten.
Wenn Georgs Tipp klappt, würde ich mich über einen Bericht sehr freuen.
LG.
Harrybo
Harrybo hat geschrieben: 23.02.2020, 22:23
... doch erstaunt mich die Aussage von Georg sehr!
Ich gehe mal davon aus, dass Georg seinen Rat, bereits mehrfach erfolgreich durchgeführt hat.
Ich habe bisher immer nur gehört, dass die feinen Haarwurzeln niemals austrocknen dürfen weil ...
Salü Harry,
Ich weiss zwar nicht wer dieser Georg ist aber ich vermute, dass Du mich meinen könntest.
Ja, Du hast tatsächlich Recht, ich habe das über etliche Jahre im Bonsaihandel praktiziert.
Du solltest bitte das lesen was da steht: ...dabei gut beobachten, dass sie nicht vertrocknet!!!
Also sowenig Wasser wie möglich aber soviel wie unbedingt nötig.
Das ist wie in den Herkunftgebieten kurz vor dem Monsun.
Sorry George!
Dein Vorschlag klingt logisch, doch scheint es auch von den örtlichen Bedingungen abzuhängen wann
ein zu Wenig oder Zuviel eingetreten ist. Es ist wohl nicht einfach, dass immer richtig im Blick zu haben.
Vielen Dank und Grüße
Harrybo
Da hast Du völlig Recht Harry!
Einfach ist eigentlich nichts bei sogenannten Zimmerbonsai.
Vor allem dann wenn sie tatsächlich ganzjährig im "Zimmer" gehalten werden.
Aber ich denke, Thomas hat bei der Haltung und Pflege an sich schon recht viel Erfahrung und auch guten Erfolg.
Ich traue Thomas deshalb auch zu, dass er eine solche Prozedur problemlos hinkriegt.
Meine Carmona viewtopic.php?f=4&t=18709, die sich allerdings leider nur ein paar Jahre gehalten hat, hat eigentlich immer gut geblüht, obwohl ich ihr keine Trockenphasen beschert habe und sie unter Pflanzenlampen gehalten habe. Wichtig ist vielleicht, nicht zu stickstoffreich zu düngen, eher einen ausbalancierten Dünger mit genügend K und P zu verwenden.
Georges Tipps wären einen Versuch wert, aber wirklich mit sehr großer Vorsicht.
LG, Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
Ich habe bei der Carmona den dringenden Verdacht, dass sie ein ständiges Herumschnippeln nicht verträgt und darum suizidal veranlagt ist. Die meisten Carmonas sterben in den Haushalten natürlich wegen Giessfehlern oder werden über Heizkörpern geröstet.
Wir haben unsere frischen Importe oft direkt im Laden, bei Kunstlicht, präsentiert und erst wenn sie stärkeren Blattfall hatten, ins Gewächshaus umplatziert. Dort hat man sie wieder aufgepäppelt bevor sie wieder im Laden aufgestellt wurden.
Die besten Erfahrungen habe ich mit den Exemplaren gemacht, die wir für spätere Gestaltungen für unsere Kurse im Gewächshaus einfach wuchern liessen. Die waren gesund und wüchsig. Alle 4 Wochen prophylaktisch gegen Spinnmilben und Ungeziefer gespritzt und auch alle 4 Wochen mit Wuxal gedüngt.
Ich hatte selbst zwei wurzelechte, dicke Exemplare Zuhause und habe u.A. gelernt, dass sie einen Rückschnitt einmal im Jahr problemlos tolerieren aber wenn Neutriebe an einzelnen Aesten ständig unter Formschnitt gehalten werden, wird sie irgendwann den Ast kommentarlos abwerfen.
Ueber die sogenannte Massenware, die aus Stecklingen gezogen wurden, wusste man, dass sie eine relativ kurze Lebenserwartung haben. Ich kenne jedenfalls niemand, bei dem/der eine kleine Carmona über mehrere Jahre am Leben blieb.
Meine eigenen Prachtstücke Zuhause wurden leider (nebst Weiteren) von der Giessbeauftragten während einem Urlaub gekillt. Ich hatte sie fast sechs Jahre lang gepflegt und gehegt aber die Zwei waren nur ein Drittel des tatsächlichen Schadens.
Meine Trauer war so gross, dass ich mir nie wieder private "Indoors" zulegte.