mit diesem Feldahorn möchte ich eine weitere Doku einer meiner Bäume starten. Ausgegraben habe ich den Baum an einem alten Gleisbett im Frühjahr 2014. Damals fand ich den Baum recht interessant, aber eigentlich war er hässlich. Ich hatte keine wirkliche Vorstellung, in welche Richtung ich den Baum gerne entwickeln möchte. Ich wusste nur, dass man, auch wenn er etwas eigenartig erschien, so einen Ahorn auch nicht an jeder Ecke findet. Nun, das ist daraus geworden. Mit dem Ergebnis bin ich in Anbetracht der Tatsache, dass Feldahorne nicht die leichtesten Pflanzen sind, ganz zufrieden. Der Baum ist in pflegerischer Hinsicht eine echte Diva. Diese Erfahrung haben hier ja auch schon einige von euch gemacht, aber man bekommt es schon ganz gut in den Griff, wenn man mit und nicht gegen die Pflanze arbeitet und versucht so gut es geht durch Versuch und Beobachtung zu lernen. Mal sehen wie es weiter geht, die Grundform steht fest und nun muss noch die Feinverzweigung verbessert und die Krone weiter aufgebaut werden. Nach meiner Erfahrung lohnt es sich vor allem bei Feldahornen viel zu drahten um grade bei so kleinen Bäumen keine ungeraden Stellen zu erzeugen. Generell finde ich, dass es sich immer lohnt, Laubbaumkronen weitestgehend neu aufzubauen. Es ist der definitiv längere Weg, aber man ist immer damit beschäftigt aufzubauen und nicht damit irgendwie in der Silhouette zu bleiben und auf unschöne Stellen zu schauen, die niemals weggehen werden. Wir schauen, was die Zukunft bringt. Ich bin bei diesem Baum eigentlich ganz guter Dinge...
ich freue mich wenn es euch gefällt und hoffe natürlich, das es einige von euch dazu anregt auch mit auf den ersten Blick ungeeigneten Bäumen zu arbeiten. Man kann auch schöne Bonsai haben oder vielmehr machen ohne viel Geld auszugeben....Meine heute schönsten Bäume habe ich alle im Umkreis von zwei Kilometern gefunden, wenn ich die Kiefern rausrechne oder bei Uwe Krötenheerdt für einen guten Preis erworben. So abgenutzt dieser Spruch auch seien mag, aber für mich ist in den letzten Jahren immer mehr der Weg das Ziel und Credo für innere Ruhe geworden...