Guten Morgen :-)
Ich hab diesen schönen Ahorn vom Feld in die Schale gebracht und musste nun leider feststellen, dass ein großer Teil vom Stamm sowie Wurzeln tot sind. Siehe Bild.
Wie würdet ihr hier weiter machen? Tote stellen „leicht abbrennen“ und jinmittel drauf?
Grüße Jürgen
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ich hab‘ da bisher gar nichts gemacht. Ahorn schottet recht gut ab und der Rest verfault. Ich hatte allerdings bisher noch nicht so großflächige Stellen.
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
habs grad erst gesehen
bei mir im garten steht ein ähnlicher fall ... die abschottung, bzw überwallung läuft ganz gut,
wobei ich ihm noch nicht unter die wurzel geschaut habe, was beim nächsten umtopfen aber geschehen wird.
dann versuche ich die stellen zu sanieren, soweit möglich und sinnvoll.
die kernfragen sind ja:
wie weit kriecht das im stamm hoch? (ggf beste drainage im morschen bereich)
wie hohl kann ein ahorn werden? (shaba-miki (?) an einem ahorn meine ich schon gesehen zu haben)
wie lebt er damit weiter? (einsatz von holzhärter u.ä.)
Leider zeigst Du kein Bild vom Baum. Du schreibst auch nicht um welche Ahornart der 110 -200 bekannten Arten der Gattung Acer es sich handelt
Du musst Dir die Frage stellen ob sich das Totholz (shari, Uro) in dein geplantes Design einpasst.
Bei Ahornen gibt es auch immer die Option, den Baum oberhalb des Totholzes abzumoosen...
moin christian,
ist ein piefiger a.palmatum, rot, genaue sorte unbekannt, doppelstamm
den hab ich nach den verheerenden nachtfrösten vor 3 (?) jahren geschenkt bekommen
bilder werd ich am we machen und für das exemplar einen eigenen thread erstellen.
bin natürlich um jeden hinweis dankbar ...
Moin Jürgenb,
auch ich hatte, habe das Problem zu meistern.
Ich habe vor nunmehr 15 Jahren einen eigentlich dem Tod geweihten, Acer palmatum purpureum
aus einem Garten gerettet. Dieser hatte einen ausgeprägten Pilzbefall, im unteren Stammbereich.
Deshalb sollte er weg und verbrand werden. Ein hoffnungsloser Fall von Rotpusteln, wie es hieß.
Ich habe konsequent den befallenen Teil von gut 50cm Länge ausgefräst und mit Feuer und Jinmittel
nachbehandelt!! Das hat dem Baum nichts ausgemacht und er trieb unbeeindruckt kräftig aus.
Leider machte ich dann den fatalen Fehler, die bearbeiteten Partien, dick mit Lac-Balsam abzudecken und
glaubte damit ist es nun gut. Doch nach ein paar Jahren der Ruhe für den Baum, bei der nächsten Weiterbearbeitung,
musste ich entsetzt feststellen, dass sich unter dem Lac-Balsam eine riesige, tiefe Faulstelle gebildet hatte. Diese hatte
sich bis zur Hälfte des Stammes ausgedehnt. Also wieder Fräsen, Brennen und Jin bis sauberes Holz sichtbar wurde.
Die Jin Behandlung wurde nun 2x jährlich fortgeführt und hat den Baum bisher nicht geschadet.
Es ist schon erstaunlich was so ein Baum überstehen kann!
Falls Du noch mehr über die Entwicklungsgeschichte lesen möchtest, lese meinen Bericht im
Forum unter Präsentationen, Eine hoffnungsvolle Baumrettung.
Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen und grüße
Harrybo