diese Geschichte habe ich noch nicht gezeigt und beginnt 2009 im garten von W.Käflein. Ich noch recht unerfahren in Sachen Bonsai damals bei einem der speziellsten Yamadori und Bonsai Menschen. Wer Ihn kannte weiß wie man durch die endlosen Reihen streift und die Bäume begutachtet. Irgendwann hat man sich ein oder zwei ausgepickt und fragt mal nach dem tagesaktuellen Preis.
Irgendwie hatte ich an diesem Tag glück und so konnte ich mir den Baum damals als Berufsanfänger leisten, ich glaube Wolfgang hatte aber auch einen guten Tag und war mir wohlgesonnen.
Naja so kam der Baum dann 2009 zu mir nach Würzburg:
Was hatte mich zu diesem Klotz bewogen... Ich wollte eine Hainbuche mit massivem Stamm und gutem Nebari. Das Nebari war auch tatsächlich gut, schön sternförmig aber doch ein sehr gerader Klotz eben.
So stand der Klotz dann ein paar Jahre in Würzburg auf der Dachterrasse- 2010:
Den Umzug an den Bodensee hat der Baum dann auch gut mitgemacht aber irgendwie wurde er nie zu einem meiner Lieblinge was primär an dem langweiligen Stamm ohne Verjüngung lag. Irgendwann hatte ich mich mal dazu entschieden den Baum in der Höhe etwas zu reduzieren und auf einen Ast als neue Spitze zu reduzieren, aber sehr zaghaft....
2014 bekam ich dann Besuch von einem anderen Bonsaianer vom Bodensee. Resultat, die Säge wurde angesetzt.... aber wo???
Der Schnitt war dann am Schluss deutlich radikaler als anfänglich gedacht mir war schon etwas mulmig zumute als ich vor dem Resultat stand:
Die Schnittstelle wurde dann zusätzlich noch keilförmig ausgefräst um etwas Struktur und den Anschein eines ausgehölten Stamms zu erreichen:
So durfte der Baum die nächsten Jahre wachsen, gestaltet habe ich dann primär über Schnitt und abspannen.
Resultat 2015:
2014-2020: Wachsen lassen - Heckenschnitt a la Walter Pall
2020 dann die erste richtige Schale, bin soweit zufrieden mit den letzten 11 Jahren mit dem Baum aber der radikale Schnitt hätte paar Jahre früher gemacht werden sollen.
