Hallo, Ihr Lieben,
wo ich in diesem Thread erwähnt wurde, kann ich auch mal kurz meinen Senf dazugeben. Nach meinen Erfahrungen muss man recht sensibel den Azaleen im Kanuma den richtigen Mittelweg aus feucht genug, aber nicht zu nass bieten. Das finde ich im Sommer viel einfacher als im Winter. Im Sommer kann man immer tüchtig gießen, sobald das Substrat trocken wird. Da wachsen sie, verbrauchen recht viel Wasser und sind glücklich. Man muss dann nur ggf. aufpassen, dass sich keine dicken Moos- oder Lebermoosschichten bilden, die doch das Substrat zu nass halten können.
Im Winter bleibt das Substrat teilweise sehr lange feucht und wird dann manchmal unbemerkt so trocken, dass man erschrickt, weil man es nicht sofort gemerkt hat und nicht weiß, wie lange die Azalee jetzt schon trocken stand. Dann gießt man mehr und die anderen, in der gleichen Topfgröße, kriegen gleich mal wieder einen Schubs Wasser mit, ohne dass man vielleicht genau geprüft hat, ob die wirklich schon trocken waren. Da überwässert man schnell mal die eine oder andere. Und in der Tat, die kleinen Azaleen in den kleineren Töpfen, bekommen schneller im Winter ein Problem als die größeren. Ich hatte es oft, dass die eine oder andere jüngere Pflanze bis zum Frühjahr ein Problem bekam. Oft hat sich das mit ein bis zwei Gaben Aliette, rausstellen im Frühjahr und wärmeren Temperaturen bald wieder gegeben. Von meinen vielen Stecklingen, die ich früher gezogen habe, sind im Winter aber auch oft mal ein oder zwei plötzlich eingegangen.
Hippo hat geschrieben: 14.05.2020, 14:14
Ich hatte früher ein halbes Dutzend Satsuki, Indica und Sinensis oder wie die alle hiessen, und ab dem Schwellen der Knospen und während der Blüte musste ich sie nass halten und sogar den Topf auch mal im Unterteller nass stehen lassen.
Das ist etwas, was im Hochsommer bei Hitze vielen Bonsai (besonders kleinen) temporär sehr helfen kann, vor allem wenn man nicht den ganzen Tag zu Hause ist. Solange Bonsai, die zu schnell austrocknen und das nicht gut vertragen, bis zum nächsten Wässern oder bis zum nächsten Morgen den Unterteller wieder leer trinken bzw. das Wasser daraus verdunstet ist, werden sie dadurch auch keine Wurzelprobleme bekommen. Mancher kennt das bestimmt, dass so durstige Bäume wie Blauregen, Birke oder Trauerweide als Bonsai oft über die heiße Zeit in Wasserschalen gestellt werden. Es ist aber auch bei anderen Arten und z.B. Shohin und Mame eine gute Möglichkeit. Nur dürfen sie nicht wie Sumpfpflanzen gehalten werden, sondern müssen wie gesagt immer ca. einmal am Tag wieder etwas trocknen.
Liebe Grüße,
Heike