raga hat geschrieben: 04.06.2020, 12:14
Bei den Lagerstömien habe auch ich letzten Herbst noch etwas aufgestockt.
Dem Dickerchen konnte ich einfach nicht widerstehen
Hallo Ralf,
kann ich gut nachvollziehen, so eine kompakte Lagö mit so kräftigem Ansatz gibt es selten.
Ich bin gespannt wie es heuer auch bei dir mit der Blüte aussieht und auch wie lange du die Triebe wachsen läßt.
Viel Glück
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Mal eine OT Frage zur Lagerstömia indica; In den Neunzigern und Anfangs der 00-er Jahren galt sie noch als recht zäher Indoorbonsai. Ich habe sie damals noch in schönen Mengen beim Herrn Lesniewicz eingekauft und gut versilbert. Bei den Holländern, Lodder und InterBonsai gabs die nicht. Ich hatte auch ein schönes Exemplar in meiner Privatsammlung und habe sie sehr geschätzt.
Seit wann gilt sie als gemässigter Outdoor?
Hippo hat geschrieben: 04.06.2020, 21:37
Seit wann gilt sie als gemässigter Outdoor?
Hallo George,
ich denke in den 80er und 90ern waren Indoors noch geschätzt. Es konnten nicht genug Sorten und insbesondere Blühpflanzen angeboten werden, um den Experimentiergeist der „Modewelle Bonsai“ zu stillen. Bis die Käufer nach und nach realisierten, dass die Freude von kurzer Dauer war. Seitdem hast du sicherlich schon öfter gehört: „Ach Einen Bonsai hatte ich auch mal, der ist mir leider eingegangen. Warum weiß ich nicht, doch die sind wohl schwer zu pflegen.“
Heute werden sie als mediterrane Pflanzen akzeptiert, die auf jeden Fall Winterschutz benötigen. Angeboten wird fast nur Containerware, die auf künftige Kübelpflanzen in Terracotta-Optik zielt. Ich denke da an Granatapfel, Mandarinenbäumchen, Zitrus, Bougainvillea, Myrthe und eben auch Lagerströmie. Alles was Urlauber in Südeuropa sehen und gerne Zuhause blühen sehen wollen. Denn die Sehnsucht Urlaub In fernen Ländern und die Erinnerungen daran werden nie verschwinden. Nicht einmal unter Corona.
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Schöne Ausführungen von dir!
Wie es früher mal war und wie es Heute ist, ist mir nicht entgangen, aber wann der Wandel zum Kalthaus war, ist mir unbekannt. Danach habe ich ja gefragt.
Früher wurde sie vom Fachhandel als Indoorbonsai vertrieben aber sie wurde keineswegs wegen den Blüten kultiviert denn ohne kühle Überwinterung und ohne Stehenlassen des Sommertriebes hatte sie ja kaum Chancen zu blühen. Aber Letzteres wurde nicht kommuniziert. Sie wurde wie ein Ficus einfach als Immergrüner gehalten aber offenbar kam man irgendwann davon weg. Diesen Zeitpunkt habe ich verpasst. Vielleicht kams ja schleichend und es fiel niemand auf?
George, ich habe die Lagö nie bewußt im indoor-Sortiment wahrgenommen, da warst du als Händler sicher näher dran.
Ich habe sie meist mit der Stewartia verwechselt, weil die Rinde ähnlich glatt ist. Die Japanischen Bildbände und Fotogalerien zeigten öfter welche.
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Heuer verzichte ich auf die Blüte, habe die langen Triebe bereits eingekürzt. Ich hoffe auf weiteren Austrieb und bessere Verzweigung.
Die Wurzeln wachsen wieder gierig in den stets wassergefüllten Lava-Untersetzer. Den Wasserbedarf der Lagö könnte man auch gierig nennen
Frage an die Lagö-Züchter:
wann schneidet ihr eure Triebe zurück? Wie sorgt ihr für Erhöhung der Verzweigungsdichte? Wie kann diese starke Gipfeltrieb- bzw. Endtriebdominanz besser kontrolliert werden?
Grüße
Rainer
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“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
mydear hat geschrieben: 11.07.2020, 13:13
Frage an die Lagö-Züchter:
wann schneidet ihr eure Triebe zurück? Wie sorgt ihr für Erhöhung der Verzweigungsdichte? Wie kann diese starke Gipfeltrieb- bzw. Endtriebdominanz besser kontrolliert werden?
Meine Antwort auf deine Fragen:
- Ende Juni, Anfang Juli
- schneiden
- schneiden
Nach einem kräftig Rückschnitt treiben meine La-strömien an allen möglichen und unmöglichen Stellen wieder aus.
mydear hat geschrieben: 12.07.2020, 16:24
verzichtest du bewußt auf die Blüte? Oder ist es nur während des Aufbaus?
Ich habe vor sieben Jahren Lagerströmien aus Samen gezogen. Davon existieren noch fünf. Bei zwei die in der Mame-/Shohingröße bleiben sollen verzichte ich auf die Blüte bewusst. Hier ist mir die Verzweigung zunächst wichtiger. Die anderen drei dürfen frei Wachsen und werden nur nach dem Umtopfen im Frühjahr geschnitten - blühen aber trotzdem nicht .
Zudem habe ich mir letzten Hebst noch ein Lagerströmiendickerchen zugelegt. Das ist bis jetzt nur ein Stamm ohne viel Ästeist. Auch hier verzichte ich vorerst auf Blüten und schneide kräftig um eine Rückknospung zu erreichen. Das klappt bis jetzt ganz gut.
Ob ich nach erfolgreichem Aufbau lieber auf den gut gestalteten Baum oder das Blütenwunder am Stiel verzichte kann ich dir jetzt noch nicht sagen.
raga hat geschrieben: 12.07.2020, 17:32
Ob ich nach erfolgreichem Aufbau lieber auf den gut gestalteten Baum oder das Blütenwunder am Stiel verzichte kann ich dir jetzt noch nicht sagen.
Hallo Ralf,
im gleichen Zwiespalt steckte ich heuer auch, habe mich diesmal für mehr Verzweigung entschieden.
Wir können uns ja zusätzlich an der schönen Rinde der Lagö erfreuen
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Ich habe festgestellt, dass bei der Rinde derselbe Zielkonflikt da ist.
Bei viel Zuwachs platzen große Rindenstücke ab, bei frühem Schnitt auf Verzweigung lösen sich bei meiner nur winzige Plättchen.
Aber schön ist die Rinde allemal.