Sanne hat geschrieben: 24.08.2020, 21:14
bei Schalen mit nur einem Wasserabzugsloch mache ich das so:
einen dickeren Draht ca. S-förmig biegen und zwei dünnere Drähte jeweils zur Hälfte um den dickeren Draht ein paar mal stramm wickeln. Diese Befestigungsdrähte durch das Abzugsloch führen und dann durch das Abdecknetz friemeln. Ist zwar etwas fummelig, sieht aber besser aus als wenn der Draht von außen sichtbar ist.
Oder in die Schale kleine Löcher mit einem 3mm-Steinbohrer bohren, aber mit viel Feingefühl, es kann sonst daneben gehen.
Hallo Sanne,
danke für die Tipps. Das mit dem querliegenden dicken Draht mache ich auch, sofern die Schale nachher noch fest auf allen Füßen steht, also unter der Schale genug Platz ist. Hier habe ich es nicht gemacht, weil die zusätzlichen Drähte das ohnehin kleine Abflussloch noch zusätzlich verkleinert hätten. Ich würde fürchten, dass es am Schalenboden zu lange feucht bleibt. Ich habe aktuell 2 Pflanzen in flachen Schalen, die immer Probleme mit feuchten Wurzeln am Schalenboden haben. Zur Abhilfe stelle ich die Schalen nach dem Gießen auf die Seite, so dass die überschüssige „Wassersäule“ ablaufen kann.
Ich habe auch versucht Löcher in die Hilken-Schale zu bohren. Meinen großen Bohrhammer habe ich gerade verliehen. Ich versuchte es mit meinem kleinen 18V-Akku-Schlagschrauber. Selbst mit besten Würth-Vierfach-Widia-Bohrspitzen konnte ich in 2 Minuten gerade mal eine Mini-Vertiefung erreichen. Das Schlagwerk ist viel zu schwach, es wäre eine Sisyphusarbeit geworden.
Vor Jahren habe ich in einfache Japanuntersetzer 14mm-Löcher gebohrt. Das ging gut, hat aber ewig gedauert. Eine privat getöpferte Schale ist mir beim letzten von 4 Drahtlöchern dagegen gesprungen. Seitdem bin ich vorsichtig. Wer hat es schon öfter gemacht? Wie sollte man vorgehen? Wenig Druck, hohe Drehzahl, mit Wasser kühlen? Mit kleinen Bohrern beginnen und dann auf größere wechseln? Ohne ordentliches Schlagwerk ging ohnehin nichts. Allenfalls der Bohrer war durchgeglüht und nicht mehr zu gebrauchen.
Grüße
Rainer