also ich würde auch zu Heikes Theorie tendieren. Ich hatte einen ähnlichen Fall mit einem Asahi Zuru. Der hatte allerdings auch noch eine Stammverletzung. Dennoch war auch der Standort im Sommer zu heiß, zu trocken und im Winter extrem windig und kalt. Ich habe dieses Jahr Proben an die Landwirtschaftskammer gesendet, die das im Labor untersucht hat. Kein Welkepilz. Mein Ahorn hat es nicht geschafft, jedenfalls nicht im ganzen. Habe das gesunde Holz ausgegraben, war auch noch genug Austrieb da und habe den Baum an eine Bekannte verschenkt. An dieser Stelle sitzt jetzt ein großer Pinus Nigra, der sollte mit den Bedingungen klar kommen.
LG Anja
バイバイ baibai
Anja
In jedem Baum wohnt ein Geist und sein Wohlergehen zu beeinträchtigen, belastet die Stätte mit Unglück...aus Asien.
Ja, Grund für die Misere dürfte der extrem ungeeignete Standort gewesen sein. Ich hoffe auch dass der Ahorn den Standortwechsel im nächsten Jahr mit normalem Austrieb belohnt. Gesundes Wachstum und alle Arten von Pilzen (sofern der Ahorn was hat) werden automatisch in den Hintergrund gedrängt. Letzte Woche habe ich alle offenen Schnittwunden und Rindeneinrisse mit Jinmittel (1:20) bepinselt. Jetzt hilft nur noch Daumen drücken bis April.
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Den Fächerahorn gibt es noch, bislang sieht es nicht schlecht für ihn aus. 2 Äste hatten sich ja schon letztes Jahr angedeutet, dass sie absterben werden. Diese Woche fand ich am Stammfuß 2 Lamellenpilze, vermutlich durch die starken Regenfälle vor 14 Tagen begünstigt. Ich habe sie ausgedreht und den Stammfuß etwas mehr von Erde befreit. Das Jinmittel im Herbst hat zumindest nicht geschadet, der offene Stammfuß hat weder Moos, noch Pilzbefall.
Ich werde euch weiter auf dem Laufenden halten.
Rainer
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dieser Ast stirbt langsam ab
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auch dieser Ast wird vermutlich absterben
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Detail des Frostrisses aus 2017
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Detail des Stammfußes: unten am Totholzrand zum Boden hin waren 2 Lamellenpilze aus der Erde gewachsen
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“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Im August konnte ich mich 3 Wochen nicht um den Ahorn kümmern. In der Zeit ist er vermutlich zu trocken gestanden und hat fast alle Blätter verloren. Es waren einige mega-heiße Tage.
Wahrscheinlich verliere den Palmatum, er scheint sehr schwach zu sein. Würde mich wundern, wenn er im kommenden Frühjahr nochmal austreibt
Grüße
Rainer
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September 2019
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die Schwarzfärbung dürfte der Welkepilz sein
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“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Mein geschwächter Palmatum hat im Frühjahr einige Äste verloren. Das hatte sich ja bereits im Herbst angedeutet. Nach dem Austrieb haben ihm zweimal massiv Blattläuse zugesetzt - auch daran merke ich den geschwächten Zustand. Jeweils eine Spritzung mit Careo hat sie schnell beseitigt.
Mit den ersten heißen Maitagen ist dann noch ein Ast abgetrocknet. Die Leitungsbahnen waren schon so vorgeschädigt, dass er vertrocknet ist. Es sieht weiter kritisch für den Palmatum aus. Der Welkepilz ist immer noch da. Diese Woche werde ich Aliette spritzen.
Grüße
Rainer
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“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
mydear
Es sieht weiter kritisch für den Palmatum aus. Der Welkepilz ist immer noch da. Diese Woche werde ich Aliette spritzen.
Grüße
Rainer
Hallo Rainer,
Aliette gießen und nicht spritzen, der Wirkstoff soll über die Wurzeln aufgenommen werden und
soll das Wurzelsystem stärken und gleichzeitig den Welkepilz zurückdrängen.
Dieser Pilz ist immer da und befällt immer dann die Fächerahorn wenn Sie geschwächt werden.
Bitte immer jede Schnittstelle am Acer Palmatum verschliessen.
Ich habe bei mir 2 große Schlitzahorn, grün und rot im Garten. Der Rote hatte nie Probleme mit dem Welkepilz, der Grüne
ganz am Anfang nach dem Einpflanzen, aber ihn konnte ich mit Aliette retten. Seither keine Probleme mehr.
Viele Grüße
Holger
Nichts kann den Menschen mehr stärken,
als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
Paul Claudel
Den Faden habe ich direkt übersehen. Ich habe immer Aliette zuhause, um eventuelle Schwächeperioden bekämpfen zu können.
Unterstreiche Holger Empfehlung dick. Aliette gießen ist wichtig nach meiner Erfahrung.
Mache ich bei Azalee übrigens immer nach der Überwinterung und werde es nach den starken Regenfällen wieder tun.
Gruß
Rüdiger
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
danke für eure Antworten, dann gieße ich auch Aliette.
Wichtig zu präzisieren, dass der Welkepilz immer da ist, vielleicht sogar eine Symbiose existiert. Dieser Palmatum ist leider so geschwächt, dass der Welkepilz ihm den Todesstoß geben kann.
Die Erde besteht fast nur aus gekauftem Kompost einer Kompostieranlage. Das Zeug ist viel zu fein, könnte auch übersäuerrn. Im Frühjahr habe ich oberflächlich viel mineralische Bestandteile untergemischt. Wäre hier Kalken sinnvoll?
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Update vom geschwächten Palmatum:
letzte Woche sind die Gipfeltriebe plötzlich verdörrt. Die Venticillium-Welke hat die Versorgungs-Bahnen des Gipfels so stark eingeschränkt, dass die Blätter nicht mehr genügend versorgt wurden. Auf dem letzten Foto zeigt die dunke Rindenfärbung den Pilz an.
Nachdem im Hochbeet sonst nichts betroffen ist lasse ich den Ahorn stehen. Mich interessiert wie es weiter geht, ob der Palmatum nochmal unten austreibt und zu Kräften kommt. Der betroffene Ast wird am Wochenende herausgeschnitten, die Werkzeuge anschließend desinfiziert.
Grüße
Rainer
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27.08.2020
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schwarze Rindenpartie: hier ist der Vinticillium-Pilz aktiv
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“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
interessanter Thread. Für mich zum besseren Verständnis, was ist dieses Aliette? Kann man sowas seinen Bäumen prophylaktisch verabreichen um möglichen Befall zu verhindern?
Rainer, wie sieht denn das aus wenn du an der schwarzen Rinde kratzt? Ist da noch grün drunter?
(an meinem Palmatum hatte ich letztes Jahr auch mit Horror zunächst braune, später schwarz werdende Rindenflecken bemerkt. Beim kratzen zeigte sich darunter grünes Kambium, dieses Jahr zeigt er sich bislang sehr vital, die Flecken werden sogar wieder kleiner *klopftdreimalaufholz*)
Laubgeflüster hat geschrieben: 28.08.2020, 15:52
... was ist dieses Aliette? ...
Fosetyl-Aluminium
Es handelt sich dabei um ein Fungizid, das unter Anderem in Erdbeerkulturen eingesetzt wird, um Phytophthora-Wurzelfäule zu bekämpfen. Bei Bonsai wird es gern eingesetzt, weil man dem Präparat eine vitalisierende Wirkung bei Azaleen und Koniferen nachsagt.
Man KANN es prophylaktisch einsetzen, ob es aber eine vorbeugende Wirkung gegen Verticillium-Welke oder andere Welkepilze hat sei dahingestellt. Da es in das Mikrobiom des Substrates eingreift, ist eine vernünftige Kulturführung und die Auswahl klimatisch und an den jeweiligen Standort adaptierter Baumarten meines Erachtens weit sinnvoller.
Nicht zu vergessen die erforderlichen Hygienemaßnahmen einzuhalten um Infektionen vorzubeugen.
Laubgeflüster hat geschrieben: 28.08.2020, 15:52
... was ist dieses Aliette? ...
Fosetyl-Aluminium
Es handelt sich dabei um ein Fungizid, das unter Anderem in Erdbeerkulturen eingesetzt wird, um Phytophthora-Wurzelfäule zu bekämpfen. Bei Bonsai wird es gern eingesetzt, weil man dem Präparat eine vitalisierende Wirkung bei Azaleen und Koniferen nachsagt.
Man KANN es prophylaktisch einsetzen, ob es aber eine vorbeugende Wirkung gegen Verticillium-Welke oder andere Welkepilze hat sei dahingestellt. Da es in das Mikrobiom des Substrates eingreift, ist eine vernünftige Kulturführung und die Auswahl klimatisch und an den jeweiligen Standort adaptierter Baumarten meines Erachtens weit sinnvoller.
Nicht zu vergessen die erforderlichen Hygienemaßnahmen einzuhalten um Infektionen vorzubeugen.
Alarmsignal !!!
Eine Woche später meldet sich der Rotpustelpilz zurück. Ich war ziemlich überrascht, weil noch vor einer Woche überhaupt nichts erkennbar war und jetzt nach dem langen Regen massiver Befall aufgetreten ist. Bedenklich, da der Pilz sowohl oben, als auch unten am Stamm auftritt.
Maßnahmen? Ich werde befallene und Totholzstellen mehrfach mit Jinmittel einstreichen, dazu mit Aliette gießen.
Grüße
Rainer
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01. 09. 2020
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