Juniperus Chin. Kishu problem

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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Klaus K.
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Juniperus Chin. Kishu problem

Beitrag von Klaus K. »

Hallo
Bei meinem Wacholder sterben die Spitzen ab. Ich habe bereits gegen Pilze und spinnmilben gespritzt. Jetzt habe ich die kranken Triebe mal vergrößert und fotografiert. Weiß jemand, was das sein könnte?
Danke
Klaus
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Darjeeling
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Re: Juniperus Chin. Kishu problem

Beitrag von Darjeeling »

..das sieht ja wirklich nicht sehr schön aus :?
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Heike_vG
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Re: Juniperus Chin. Kishu problem

Beitrag von Heike_vG »

Hallo Klaus,

kannst Du bitte mal den ganzen Baum zeigen? Nur anhand dieser Detailaufnahmen kann man schwer irgendetwas zum Zustand des Wacholders und möglichen Ursachen sagen.
Bitte schreib auch mal ein bisschen was über den Wacholder, woher er ist, wie lange Du ihn hast, wo er steht, wie er gepflegt wird, wann er umgetopft wurde, wie gedüngt, ob Schädlinge aufgetreten sind etc.

LG, Heike
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Klaus K.
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Re: Juniperus Chin. Kishu problem

Beitrag von Klaus K. »

Hallo Heike,
das mache ich doch gerne. Ich habe den Wacholder seit 10 Jahren, er gedieh ohne Probleme. Er stammt aus einer japanischen Baumschule. Nach einem Umtopfen vor 2 Jahren, wo ich wahrscheinlich zuviel Wurzeln entfernt habe, begannen die Probleme. Die Spitzen wurden braun und das Wachstum stagnierte. Ein Jahr passierte trotz bester Pflege gar nichts. Ich habe ca 10 andere Wacholder, die prächtig gedeihen, an Standort und Pflege kann es eigentlich nicht liegen. Da ich auch den Verdacht auf Spinnmilben hatte, spritzte ich gegen Pilze und Spinnmilben. Diesen August habe ich den Baum in eine Trainingsschale umgetopft, das tat ihm gut. Ich habe die gesamten toten Triebspitzen entfernt, jetzt treibt er langsam aus Seitenknospen. Mein Lehrer Othmar Auer meinte, ein Pilz könnte, so wie die Bilder ausschauen, die Neuaustriebe zerstört haben. Der Austrieb aus schlafenden Seitenknospen kostet natürlich unheimlich viel Kraft. Ich spritze jetzt nochmals gegen Pilze und gebe Foliofit als Stärkungsmittel. Dann, hoffe ich wir er schon wieder. Wäre ja schade drum. Anbei Bilder von 2018, gesund und von heute, krank.
Klaus
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Heike_vG
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Re: Juniperus Chin. Kishu problem

Beitrag von Heike_vG »

Oh ja, Klaus, das ist natürlich ein Unterschied. Aber der Baum scheint das Schlimmste überstanden zu haben und hat ja schon schönen Neuaustrieb an den Spitzen.
Bestimmt wird er wieder. Gib ihm noch 2 Jahre. Diese Anzuchtschalen aus Ton tun den Bäumen tatsächlich immer sehr gut, die benutze ich auch immer gerne für junge oder kränkliche Bäume, darin gedeihen sie besonders gut.
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Wacholder eigentlich unkompliziert und pflegeleicht sind, aber wenn erst einmal etwas schiefgegangen ist, dauert es meist etliche Jahre, bis sie wieder ganz fit sind. Einen Itoigawa habe ich 2017 ziemlich intensiv ausgelichtet und gestaltet und dann im Frühjahr 2018 auf der Trophy ausgestellt. Mehrere Tage in den trockenen warmen Hallen, das hat ihn noch zusätzlich gestresst. Der Baum hat gelitten, war zwar nicht in akuter Lebensgefahr, aber er ist auch bis heute noch nicht wieder auf 100%. Ähnlich ein anderer Wacholder, den ich von einem AK-Kameraden übernommen habe. Der wurde 2016 zu radikal ausgelichtet und hat bis dieses Jahr gebraucht, bis er wieder vollkommen fit und wüchsig war.

Liebe Grüße,
Heike
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Michael 86
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Re: Juniperus Chin. Kishu problem

Beitrag von Michael 86 »

Hallo

Sollte man in so einem Fall die Stellen, die Stark wachsen kürzen, oder zugunsten der Energiegewinnung alles wachsen lassen, was irgendwie möchte?
Mein Wacholder macht leider auch wenig Wachstum. Ich kann die Bereiche an beiden Händen abzählen. Eigentlich ist ja fast jede lichtempfängliche Spitze zumindest hell, auch wenn sie sich nicht als Langtrieb entwickelt.
Grüße Michael :)
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Petra K.
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Re: Juniperus Chin. Kishu problem

Beitrag von Petra K. »

Hallo Klaus, ich kann die Aussage von Heike nur bestätigen. Ich habe auch einen Wacholder Itoigawa wo ich mal zu viel Grün weg genommen habe. Er braucht zur Regeneration Jahre. So wie das jetzige Bild des Wacholders aussieht erholt er sich gerade. Der Anzuchttopf tut ihm bestimmt gut. Deine Aussage, dass Du vielleicht zu viele Wurzeln weg genommen hast, denke ich hat die Schwächung ausgelöst. Ich hatte meinen damals sogar wieder ausgepflanzt und nach 2 Jahren wieder in einen Topf gegeben, das hat im gut getan und er steht jetzt besser da denn jeh.
Grüße aus München
Petra
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MarZim
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Re: Juniperus Chin. Kishu problem

Beitrag von MarZim »

Michael 86 hat geschrieben: 18.09.2020, 07:22 Hallo

Sollte man in so einem Fall die Stellen, die Stark wachsen kürzen, oder zugunsten der Energiegewinnung alles wachsen lassen, was irgendwie möchte?
Mein Wacholder macht leider auch wenig Wachstum. Ich kann die Bereiche an beiden Händen abzählen. Eigentlich ist ja fast jede lichtempfängliche Spitze zumindest hell, auch wenn sie sich nicht als Langtrieb entwickelt.
Da die Kraft eines Wacholders in seiner Grünmasse liegt, würde ich definitiv alles wachsen lassen, was da kommt. Und ja, gerade die chinesischen machen relativ wenig Wachstum. Längenwachstum hast du in der Regel erst, wenn das Laubpolster dicht genug ist.
Andere Wacholder-Arten machen es gerne umgedreht - da hast du erst Längenwachstum, bevor sich das Polster bildet.

Ich wünsche gutes Gelingen!
Viele Grüße
Markus
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Klaus K.
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Re: Juniperus Chin. Kishu problem

Beitrag von Klaus K. »

Hallo miteinander
Danke für eure Tipps. Ich werde ihn schon wieder hinbringen. Ich lass ihn mal durchtreiben ohne jeglichen Schnitt. Jedes Grün gibt mehr Kraft.
Klaus
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Hans Dieter Schäfer
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Re: Juniperus Chin. Kishu problem

Beitrag von Hans Dieter Schäfer »

Das möchte ich so nicht stehen lassen mit dem Wachstum.
Hier ein par Fotos von einem Juni. Chin.
Es liegen genau 18 Monate dazwischen.
Mit einem guten Wasserablauf in der Schale und stetiges Düngen mache ich in
12 Monaten einen Urwald aus deinem Baum.
Dateianhänge
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IMG_0036.jpg (154.1 KiB) 1695 mal betrachtet
Natur ist unser grandioser Lehrmeister – und wir
ihre miserablen Schüler.
Erst am Ende unseres Weges stehen die Antworten.

Gruss
Hans Dieter
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Gary
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Re: Juniperus Chin. Kishu problem

Beitrag von Gary »

Hallo Klaus,

ich denke auch das Dein 'Kishu' wieder auf dem Weg ist an seine vorherigen Zeiten anzuknüpfen.
(Der Baum und die beiden Schalen zeigen deutlich Othmars Handschrift. :-D )

Mach noch die Spritzung gegen Pilze und gib ihm das Stärkungsmittel. Beides ist kein Fehler. Und lass ihm unbedingt jetzt und zumindest auch nächstes Jahr alles Grün was er treibt.

Ich will keine zusätzliche Verwirrung schaffen. Für einen guten Befund sind die Fotos nicht aussagekräftig genug und es fehlt mir der Zeitbezug. Doch grundsätzlich sieht auch ein beginnender Befall mit Wacholder-Miniermotte so aus. Wäre es das gewesen hast Du es aber mit dem Entfernen der befallenen Triebenden erfolgreich unterbunden. Für die Ansiedlung der Larven im Winterstadium war es noch zu früh und ist der Wacholder im geputzten Zustand auch ungeeignet.

Also Geduld und Pflege. Lass uns bitte mal in einem Jahr wissen wie es ihm geht.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

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Heike_vG
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Re: Juniperus Chin. Kishu problem

Beitrag von Heike_vG »

Hans Dieter Schäfer hat geschrieben: 18.09.2020, 13:49 Das möchte ich so nicht stehen lassen mit dem Wachstum.
Hier ein par Fotos von einem Juni. Chin.
Es liegen genau 18 Monate dazwischen.
Mit einem guten Wasserablauf in der Schale und stetiges Düngen mache ich in
12 Monaten einen Urwald aus deinem Baum.
Das ist jetzt ein Beispiel, bei dem der Baum offenbar nicht krank war und die Nadelspitzen des Laubs am Anfang intakt geblieben sind. Das würde ich jetzt nicht vergleichbar nennen.

LG, Heike
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