Juniperus Communis auf dem Weg

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Sebastian O
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Re: Juniperus Communis auf dem Weg

Beitrag von Sebastian O »

Haha, nein, der Wacholder hatte deutlich mehr von meinen Fingern zu befürchten als umgekehrt.
LG
Sebastian
Michael 86
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Re: Juniperus Communis auf dem Weg

Beitrag von Michael 86 »

Hallo Sebastian

Ich bin gespannt, wie der Communis den Eingriff verkraftet. Meiner hatte nur durch einen Rückschnitt die Hälfte seiner Krone schrittweise abgeworfen. Möglicherweise aber auch ne Pilzinfektion durch den Rückschnitt, aber dieser nur einseitig...?
Grüße Michael :)
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Sebastian O
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Re: Juniperus Communis auf dem Weg

Beitrag von Sebastian O »

Na Du machst mir ja Mut... :-D Wie lange hat es denn gedauert, bis der Schaden an Deinem Communis aufgetreten ist?
LG
Sebastian
Michael 86
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Re: Juniperus Communis auf dem Weg

Beitrag von Michael 86 »

Nur keine Sorge, ich hoffe du machst nicht die gleiche Erfahrung. Bearbeitung war 1. Sebtember. Bis der Schaden aufgetaucht ist, war es schon Winter. Hat schon einige Wochen gedauert. Komplett aufgegeben hat er ihn dann gegen April/Mai. Es sind immer mehr triebe komplett braun geworden. Zum Schluss dann der ganze Nebenstamm nicht mehr zu retten.
Ich wurde schon von mehreren Quellen gewarnt, dass der Communis ne richtige Zicke ist. Komischerweise scheint ihm Umtopfen mit Wurzeln auswaschen und schneiden eher wenig auszumachen, auch das habe ich mittlerweile bestätigt bekommen. Erde austauschen war 4/18 und Schnitt ohne Drahten war zwei Wachstumsperioden später 9/19. Auf Drahten hab ich bewusst verzichtet, weil mir da schon zur Vorsicht geraten wurde. Austrieb schien gesund und kräftig mit etwa 5cm in der 2. Wachstumsperiode.
Nen Pilz schließe ich allerdings auch nicht aus. Kommaschildläuse waren stark vertreten und scheinen den Communis gerne zu mögen. Ich habe mal gelesen, dass Schädlinge Pilze verursachen/übertragen. Allerdings erklärt es nicht, dass der übrig gebliebene Stamm fit ist.
Hier ist die Doku, du hattest sogar auch deinen Baum gezeigt.
viewtopic.php?f=9&t=46677&p=555656#p555656
Grüße Michael :)
Hippo
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Re: Juniperus Communis auf dem Weg

Beitrag von Hippo »

Michael 86 hat geschrieben: 14.09.2020, 12:38 Komischerweise scheint ihm Umtopfen mit Wurzeln auswaschen und schneiden eher wenig auszumachen, auch das habe ich mittlerweile bestätigt bekommen.
Salü Michael,
Da habe ich aber ganz andere Erfahrungen gemacht.
Ich kenne den Wachholder als alpine Pflanze die jedem Regen, jeder Trockenheit und jedem Skifahrer trotzt.
Aber die Wurzeln des gemeinen Wachholders sind im Alpenraum wahrscheinlich die Empfindlichsten auf Wärme.
Diese Wachholder wachsen bei uns zum Teil auf Permafrostböden und auch im heissesten Sommer geht die Bodentemperatur nie über ca. 10°C.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn man die Wurzeln eines frischen Yamadori mit der Hand anfasst und erwärmt, man sich nicht wundern sollte, wenn der Baum Einiges an Aesten abwirft.
Wenn man sich solche Bäumchen ins Flachland runterholt, können sich die Wurzeln mit der Zeit an höhere Bodentemperaturen gewöhnen aber die Handwärme von über 30°C ist für Manchen to much. Das quittieren sie gerne mit Absterbenlassen von ganzen Kronenpartien.

Gruss George
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bock
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Re: Juniperus Communis auf dem Weg

Beitrag von bock »

Moin George,

dann wundert es mich direkt, dass der gemeine Wacholder auch in der (sandigen bis moorigen) Lüneburger Heide wächst. Wärme scheint ihm da (auch an den Wurzeln) nicht allzuviel auszumachen. Mit dem Thermometer war ich dort allerdings noch nicht unterwegs...
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achim73
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Re: Juniperus Communis auf dem Weg

Beitrag von achim73 »

ich denke mal, der hat eine ähnliche biologische bandbreite wie z,.b. pinus sylvestris, die von den mooren nordschwedens bis nach andalusien zu finden ist.
letztendlich kommt es bei yamadori eben drauf an, wo sie gewachsen sind. bei solchen jungen von menschenhand aufgezogenen exemplaren sollte das nicht so eine große rolle spielen.
Gruss, Achim
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Hippo
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Re: Juniperus Communis auf dem Weg

Beitrag von Hippo »

bock hat geschrieben: 14.09.2020, 17:08 dann wundert es mich direkt, dass der gemeine Wacholder auch in der (sandigen bis moorigen) Lüneburger Heide wächst. Wärme scheint ihm da (auch an den Wurzeln) nicht allzuviel auszumachen.
Salü Andreas,
Keine Ahnung warum das so ist und ich weiss auch nicht ob es wirklich dieselben Sorten sind. Es soll ja eine gute Handvoll davon geben.
Ich habe auch nie überprüft ob bei uns in der Kampfzone beide der heimischen Arten vorkommen, also die Säulenform J. communis L. und die mehr kriechende Form, die J. communis subsp. nana auch var. saxatilis genannt.
Aber um dem wirklich auf den Grund zu gehen bleibt dem kleinen Hippo verwehrt denn er ist nicht mehr so geländegängig. Das ist das Privileg der Jugend.

Gruss George
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ania
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Re: Juniperus Communis auf dem Weg

Beitrag von ania »

Achim hat Recht, es kommt drauf an woher er kommt.

Wacholder haben wie die meisten Bäume eine gewisse genetische Bandbreite.

In der Lüneburger Heide werden sich Gene für Hitzeempfindlichkeit nicht lang halten. Hitzeempfindliche Exemplare wachsen dort schlecht und haben wenig Nachkommen. Die Population besteht aus hitzeverträglichen Pflanzen.
In den Permafrostböden dagegen ist Hitzeempfindlichkeit irrelevant, die Bäume können diese Gene haben ohne daraus Vor- oder Nachteile zu spüren.
Zumindest solang kein Yamadorijäger kommt und mit seinen warmen Händen an ihren Wurzeln herumgriffelt.

Kälteempfindlichkeit natürlich genau andersrum.

Bei einem Yamadori ist es nochmal extremer, weil er innerhalb seines individuellen genetischen Spielraums, auch noch die bereits vorhandenen Organe (Wurzeln, Blätter, Stamm usw.) genau dem Standort gerecht aufgebaut hat.

Ob es für solche Genvariationen Sortennamen gibt, ist eher Zufall. Vielleicht je nachdem wie hübsch sie sind?

Sebastian, weißt du, woher deiner kommt?
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Sebastian O
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Re: Juniperus Communis auf dem Weg

Beitrag von Sebastian O »

Hallo Michael,

ja jetzt erinnere ich mich. Schade, dass Deiner eingegangen ist! Mal sehen, wie meiner mit seinem Leben als Bonsai klarkommt. Ich habe ihn ja die letzten Jahre schon traktiert, ist also nicht komplettes Neuland.

Anja, der Wacholder stammt von einem Händlerstand von der Noelaenders Trophy, genau wie eben auch Michaels. Der hatte duzende von denen herumstehen, alle etwa gleich groß und gleich alt. Wenn die Sorte also nur schwer umzuschulen wäre, hätte der die meines Erachtens auch nicht gehabt.

Mal sehen wie er die Sache wegsteckt. Ich denke mir, wenn dieser Baum eingeht, weil er für's Gestalten zu empfindlich ist, dann hat's halt nicht sollen sein.
LG
Sebastian
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bock
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Re: Juniperus Communis auf dem Weg

Beitrag von bock »

Moin!

In der Heide ist die Säulenform typisch, im Gebirge scheint der kriechende Wacholder Vorteile zu haben.
Die Erklärung mit der Genetik leuchtet mir ein.
In diesem Sinne drücke ich Sebastians Exemplar die Daumen und bin froh, mal wieder dazu gelernt zu haben!

*up*
liebe Grüße Andreas
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Michael 86
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Re: Juniperus Communis auf dem Weg

Beitrag von Michael 86 »

Sebastian O hat geschrieben: 14.09.2020, 20:57 Schade, dass Deiner eingegangen ist!
Er hat ja nur einen der beiden Stämme absterben lassen. Ist also noch Hoffnung

Der hatte duzende von denen herumstehen, alle etwa gleich groß und gleich alt. Wenn die Sorte also nur schwer umzuschulen wäre, hätte der die meines Erachtens auch nicht gehabt.
Seh ich auch so, meiner war auch typisch in Schichten (unterer Wurzelballen abgesägt, neues Substrat rein, alter halbierter Wurzelballen drauf, fertig) schnellumgetopft. Der ist also schon länger in Pflege. Wie man aber erkennen kann, hat meiner entweder natürliches Totholz, oder es sind bei Pflegemaßnahmen schon ähnliche Probleme aufgetreten.
[/quote]
Mal sehen wie er die Sache wegsteckt. Ich denke mir, wenn dieser Baum eingeht, weil er für's Gestalten zu empfindlich ist, dann hat's halt nicht sollen sein.
Alles klar. Tut mir leid, wenn sich das jetzt so entwickelt hat. Ich wollte eigentlich keine Diskussion in die Richtung entfachen sondern nur vorwarnen, dass mir diese Wacholder als Zicken beschrieben wurden, was ich in diesem Zusammenhang leider bestätigen kann. Damit du vorsichtig ran gehst und das bei der Baumgesundheit berücksichtigen kannst. Bitte berichte doch einfach nochmal, unabhängig vom Ergebnis.
Grüße Michael :)
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Re: Juniperus Communis auf dem Weg

Beitrag von Hippo »

Michael 86 hat geschrieben: 15.09.2020, 12:04 Ich wollte eigentlich keine Diskussion in die Richtung entfachen ....
Danke, dass es trotzdem geklappt hat denn ich empfinde, dass solche Diskussionen Spass machen und jedem Beteiligten in irgend einer Weise zuträglich sind!
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Re: Juniperus Communis auf dem Weg

Beitrag von nemsi »

Hallo,
ich habe verschiedene Communis als Bonsai. Die Bäume aus den Alpen sind von den Nadeln (Länge, Härte, Dichte) zu den Communis (Heidewacholder) im Flachland sehr unterschiedlich. Den Heidewacholder sehe ich zickiger beim Umtopfen und als wenig Freude bereitend beim Drahten. Dafür fühlt er sich in einem trockenen heißen Sommer wohler. Bei beiden Sorten hatte ich bisher mit BGR keine Probleme.
Grüße
Robert
Liebe Grüße
Robert

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Sebastian O
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Re: Juniperus Communis auf dem Weg

Beitrag von Sebastian O »

Michael 86 hat geschrieben: 15.09.2020, 12:04 Er hat ja nur einen der beiden Stämme absterben lassen. Ist also noch Hoffnung
Ah, da hab ich wohl nicht aufmerksam genug gelesen. Dann ist es ja nicht ganz so schlimm.
Michael 86 hat geschrieben: 15.09.2020, 12:04 Tut mir leid, wenn sich das jetzt so entwickelt hat.
Mir nicht! Ist doch interessant. Außerdem hab ja eigentlich ich damit angefangen. Ich berichte jedenfalls weiter.

Robert, wenn Du sowohl Heide- als auch Alpenvariante hast und es nicht zu viel verlangt ist, wäre natürlich je ein Foto vom Laub eine tolle Sache hier! :wink:
LG
Sebastian
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