Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
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Gerd1959
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Gerd1959 »

Hippo hat geschrieben: 03.10.2020, 15:12
Warum ihnen die Freude nehmen am Rumpröbeln und Bäumchenstreicheln? Ist doch beruhigende Beschäftigung mit Oekologie und Naturverständnis.

Genau das ist es was Spaß macht, morgens als erstes nachsehen ob es den Mädels gut geht, meiner inbegriffen :-D

Darum finde ich, dass Gerd auch die Chance bekommen soll, Beziehungen zu Bäumen zu entwickeln und aus Fehlern zu lernen, aber er muss sie natürlich auch machen können

So ist das Ziel, bin immer noch lernfähig...

Gruß, Gerd
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Gerd1959
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Gerd1959 »

Als ich vor 30 Jahren schon einmal mit Bonsai angefangen bin, hatte ich mir gekaufte Mädchenkiefern, aus meinem damals noch ortsansässigen Bonsailadens
(Jörgensen Bonsai) zugelegt, eine veredelte und einen Sämling, und schon immer auch Baumschulware. Aber so einfach wie heute um an Informationen war es lange nicht, bin heilfroh das ich dieses und ein weiteres das aber nur noch über Facebook läuft, gefunden habe. Wegen Wohnortwechsel musste ich mich leider von Garten und Bonsais trennen, was ich mitnerweile sehr bereut habe. Meine beiden Bonsais gibt es nicht mehr...
Sorry, sind noch Papierbilder
FIL13371.JPG
FIL13371.JPG (175.89 KiB) 1681 mal betrachtet
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Scan10013.JPG (162.41 KiB) 1681 mal betrachtet
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Hans Dieter Schäfer
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Hans Dieter Schäfer »

Hallo Gerd
Ich wollte dir nicht die Freude an Bonsai Gestaltung nehmen aber ich weis aus
Erfahrung das du dich kurz überlang nicht mehr damit zufrieden gibst
mit Wahre aus der Baumschule zu Arbeiten.
Natur ist unser grandioser Lehrmeister – und wir
ihre miserablen Schüler.
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Gruss
Hans Dieter
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Gerd1959
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Gerd1959 »

Kein Problem Hans Dieter,
ich bin für jegliche Kommunikation dankbar 😎👍
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Hans Dieter Schäfer
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Hans Dieter Schäfer »

Gerd hier noch eine Zuckerstange vor der Nachtruhe.
Bitte das Link öffnen.
https://vimeo.com/77564981
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Gruss
Hans Dieter
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Gerd1959
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Gerd1959 »

Wow, der hat es drauf, klasse Video!
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Gerd1959
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Gerd1959 »

Ich habe heute mal einen Test an meiner mugo gemacht, an einem Ast den ich vor kurzem abgeschnitten habe, einen Jin gebaut. Ist die Ausführung so in Ordnung, muss ich da irgend etwas draufmachen?
IMG_20201003_131542.jpg
IMG_20201003_131542.jpg (195.45 KiB) 1631 mal betrachtet
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Hans Dieter Schäfer
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Hans Dieter Schäfer »

Du kannst das Stück Totholz so abtrocknen lassen.
Wenn er trocken ist muß er noch mal nachgearbeitet werden.
Ich glaube das gestalten von Totholz muß dir mal einer richtig zeigen.

Schau dir das mal an in dem Link.
Dann weist du was ich meine.
https://vimeo.com/35825639
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Gruss
Hans Dieter
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Gerd1959
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Gerd1959 »

Danke für den Link, so wie ich es verstanden habe ist meine genaue Trennung zum Stamm nicht richtig/schön, in dem Video gestaltet er den Übergang mehr ausgefranst. Aber ist da nicht ein Unterschied ob ein Ast abgebrochen oder einfach nur abgestorben ist?
Das mit dem Brenner hat welchen Zweck, Haltbarkeit oder Aussehen?

Es ist übrigens erstaunlich, diesen Ast habe ich erst vor ein paar Wochen abgeschnitten, die Rinde war schon fast trocken...

Wünsche einen schönen Sonntag
Gruß Gerd
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Michael 86
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Michael 86 »

Hallo Gerd

Es geht eigentlich am Ende darum, dass der Stumpf natürlich aussieht. Dazu muss man nicht unbedingt den Stamm mit einbeziehen (Shari) sondern es kann durchaus wie bei dir einfach nur der Ast (Jin) gestaltet werden. Ist mir auch sofort in Auge gesprungen aber dazu hat Hans Dieter ja sofort geschrieben. Es geht eben darum dass der Ast irgendwie abgestorben ist und dann eben durch schwächer werdendes Material abgebrochen ist. Da entstehen immer irgendwelche Strukturen und Feinheiten. Die Fasern brechen an unterschiedlichen Enden. An Toten gesammelten Ästen probiert man so etwas am besten. Sieh dich in deiner Umgebung um, wie so etwas aussieht.
Du hast jetzt noch nicht zu viel gemacht, als dass das verbessert werden kann, aber viel Versuche hast du halt nicht. Totes Holz wächst eben nicht mehr nach. So sieht es eben aus wie eine geschnitzte Speerspitze.
Ich kann dir dazu das Bucht "Das Totholz unserer Bonsai" empfehlen. Leider manchmal schwer zu bekommen.
Grüße Michael :)
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Hans Dieter Schäfer
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Hans Dieter Schäfer »

Die Ausführung von Michael kann ich nur so
Bestätigen.
Ich hoffe das Michael dich jetzt auch an die Hand
nimmt ich dich ein wenig durch Input weiterbringt.
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Gruss
Hans Dieter
Michael 86
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Michael 86 »

Hallo Dieter

Ich habe leider bisher alles nur selbst probiert und mich selbst an das Thema heran getastet. Ich weiß nicht, inwiefern das für andere Anfänger als Input sinnvoll ist.
Wenn das Holz nass ist, kann man besser Fasern ziehen, Rinde schälen. Ich finde es immer sehr interessant, wenn Tiefenbereiche in massivere Stümpfe eingearbeitet werden. Dafür ist es aber wichtig, dass die Schokolandenseite feststeht, denn eine Vertiefung bringt mit Schattenspielen viel Dreidimensionalität. Das wirkt aber nur gut, wenn die Vertiefungen nicht direkt eigesehen werden, aber auch nicht verdeckt werde. Irgendwie etwas dazwischen.

Hier mal meine ersten Anfänge
viewtopic.php?f=6&t=47912

und eine Fichte
vorher
vorher
Detail Totholzspitze.jpg (130.14 KiB) 1474 mal betrachtet
bearbeitet
bearbeitet
IMG-20190526-WA0012.jpg (163.95 KiB) 1474 mal betrachtet
5.jpg
5.jpg (160.55 KiB) 1474 mal betrachtet
6.jpg
6.jpg (241.11 KiB) 1474 mal betrachtet
7.jpg
7.jpg (221.83 KiB) 1474 mal betrachtet
hier ne Sylvestris
Sylvestris vorher
Sylvestris vorher
von rechts.jpg (107.94 KiB) 1474 mal betrachtet
DSCN1172.JPG
DSCN1172.JPG (375.74 KiB) 1474 mal betrachtet
DSCN1173.JPG
DSCN1173.JPG (371.95 KiB) 1474 mal betrachtet

Ich finde für weitere Bearbeitungen haben die Bäume zu wenig Charakter und Gestaltungsfortschritt. Eben die Ansichtsseite und weitere Faktoren. Deshalb habe ich nur die Enden bearbeitet und die äußeren wenigen Details. So richtige Vertiefungen, Rillen und Spalten habe ich bewusst nicht gemacht, denn wenn sich die Blickrichtung ändert wandern sie evtl eben nach hinten oder direkt nach vorne. Für Korrekturen bleibt evtl später zu wenig Holz übrig.
Alles Handarbeit mit Stechbeitel, Konkavzange, Spaltzange, Jinzange...
Dünnere Äste kommen mMn besser rüber, wenn man sie einfach aushärten lasst und sie dann einfach mit der Zange (entsprechend stabil muss sie sein) abbricht.
Ich hoffe Dieter, das reicht dir vorerst, denn so richtige Totholztrümmer kann ich nicht vorweisen. Rohlinge sind aber in Vorbereitung. Aber ob das so wird, wie ich es mir selbst wünsche, bleibt abzuwarten.
Grüße Michael :)
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Hans Dieter Schäfer
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Hans Dieter Schäfer »

Hallo Michael
Der Gestaltete Baum muß weiter aus den Pott raus.
Und die Äste bitte weiter nach unten ziehen.
Das ist meine persönliche Meinung.
Das Totholz kann kann mann immer zu jeder zeit noch Nachgestalten.
Ich persönlich verpasse dem Baum bei der Erstgestaltung sofort
einen richtigen Bonsai Pott am besten Rund dann kannst du die Ansicht
des Baumes immer verändern.
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Gruss
Hans Dieter
Michael 86
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Michael 86 »

Hallo Hans Dieter

Das war nach nem WS. Da wurde nur gerade die dicksten Äste gedrahtet und nur der Eine bisschen gestellt. Ich habe wegen unverrichteter Dinge den Draht abgenommen und vielleicht demnächst ist der richtig dran. Ich lasse solche Rohlinge immer anständig tief drin, wenn das Nebari nicht perfekt genug ist. Wegen Verzweigung nah am Stamm sind die Hauptwurzeln paar cm bedeckt. Dieser hier ist aber ne richtige Katastrophe. Nur 2 dicke Wurzeln und eine tiefere.
viewtopic.php?f=9&t=47993
Deswegen ist das Totholz eben nur bis auf die Stümpfe gestaltet. Vertiefungen, wie du sagst, werden dann später gemacht. Aber scheint dir wohl nicht zu widerstehen?
Grüße Michael :)
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Mirjam
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Mirjam »

Hallo Michael, vielen Dank, dass du an die Anfänger denkst. Das ist für mich sehr hilfreich. Danke natürlich auch an alle Anderen , die etwas ausführlicher beschreiben, was sie warum tun beim Bäumchen gestalten.
Ich versuche neben den Fachfreds so nebenbei immer was dazuzulernen möglichst breitflächig in allen Fäden und beim Anschauen der Bäume. Nur Fachfreds am Anfang zu lesen wäre ja wie Schule und absolut abschreckend.
LG, Mirjam
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