Mein erster Acer Palmatum

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boarcastle
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Mein erster Acer Palmatum

Beitrag von boarcastle »

Hallo,
ich wollte Euch meinen ersten und bisher auch einzigen Fächerahorn vorstellen.
Im Herbst letzten Jahres habe ich recht preiswert diesen sonnenverbrannten und wenig strukturierten Katsura erstanden.
(Habe leider kein besseres Foto vom ursprünglichen Zustand als dieses.)
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Er hatte leider, deswegen wahrscheinlich auch günstig, einen über kreuz gewachsenen Doppelstamm. Das hat mich dann doch so sehr gestört, daß ich einen der Stämme radikal im Winter entfernt habe und froh war zu sehen, daß er dieses Frühjahr wieder austrieb.
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Dann bekam er eine neue Schale. Wobei ich als Anfänger wohl die Schale etwas zu klein gewählt habe.
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Außer gelegentlichen Formschnitt habe ich ihn dann das Jahr über in Ruhe gelassen.

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Jetzt hoffe ich auf eine schöne Herbstfärbung und nächstes Jahr geht’s weiter mit einer etwas größeren Schale.

Liebe Grüße,
Marcus
Zuletzt geändert von boarcastle am 30.09.2020, 20:45, insgesamt 1-mal geändert.
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mydear
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Re: Mein erster Acer Palmatum

Beitrag von mydear »

boarcastle hat geschrieben: 30.09.2020, 20:45 Dann bekam er eine neue Schale. Wobei ich als Anfänger wohl die Schale etwas zu klein gewählt habe.

Jetzt hoffe ich auf eine schöne Herbstfärbung und nächstes Jahr geht’s weiter mit einer etwas größeren Schale.
Hallo Marcus,

die Schale ist wirklich zu klein, vor allem nicht tief genug. Der Wurzelansatz sollte auf jeden Fall noch unter einer Erdschicht bleiben. Sonst entwickelt sich da nichts weiter. Oberirdisch wachsen Wurzeln wesentlich langsamer.
Auf dem letzten Foto sehe ich dezentes Sternmoos. So nett wie es aussieht, es Bildet dichte Wurzeln aus. Du glaubst es ist dein Ahorn, doch dem stibitzt das Moos die Nährstoffe weg. Zudem ist es ein Anhaltspunkt für sauren Boden, oft verbrauchte Erde. Also tust du gut daran das Sternmoos vollständig auszureißen. Umpflanzen erst wieder im Frühjahr.

Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
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boarcastle
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Re: Mein erster Acer Palmatum

Beitrag von boarcastle »

Danke Rainer,
habe deinem Ratschlag folgend das Moos entfernt. Größere und tiefere Schale stehen bereit und ich werde ihn im Frühjahr tiefer pflanzen.
Eine Frage habe ich zu den markierten Wurzeln. Die beiden liegen direkt übereinander. Wie würdet ihr damit umgehen?
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Michael 86
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Re: Mein erster Acer Palmatum

Beitrag von Michael 86 »

boarcastle hat geschrieben: 05.10.2020, 12:43Wie würdet ihr damit umgehen?
Eine entfernen, abhängig vom späteren Neigungswinkel und resultierender Wurzelebene. Spontan würde ich sagen, die obere weg scheiden. Im Frühjahr, wenn Umtopfzeit ist.
Grüße Michael :)
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mydear
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Re: Mein erster Acer Palmatum

Beitrag von mydear »

boarcastle hat geschrieben: 05.10.2020, 12:43 Eine Frage habe ich zu den markierten Wurzeln. Die beiden liegen direkt übereinander. Wie würdet ihr damit umgehen?
Auf dem Foto sieht es gar nicht so aus, als würden beide übereinander liegen. Mich würde eher stören, dass die Wurzeln so lang und ohne Verzweigung sind.
Wie ich damit umgehe hängt davon ab wieviel es mich stört. Möglich wären:
1. Neigung des Baumes etwas nach links und vollständig mit Erde bedecken
2. Sphagnummoos um die Wurzeln, immer feucht halten und mit einem Stück Fahrradschlauch abdecken. Manchmal bilden sich weiter innen neue Wurzeln
3.Wurzeln abmoosen nach Herberts genialer Methode:
viewtopic.php?f=9&t=31169
4. den Baum über den Wurzeln nochmal komplett abmoosen, was die langwierigste Methode ist

Entscheidend kannst nur du es. Je nachdem wieviel es dich stört bzw. wieviel du an Arbeit investieren willst.

Grüße
Rainer
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Gary
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Re: Mein erster Acer Palmatum

Beitrag von Gary »

Hallo Marcus,

das Entfernen des Sternmoos war gut. Auch eine leicht größere und gut doppelt so tiefe Schale wäre entwicklungstechnisch von Vorteil.

Was die Wurzel angeht käme für mich nur ab in Frage. Dann aber mindestens gleich Zwei.
Für alle, von Rainer so fleißig aufgezählte, sonstigen Vorgehensweisen, sehe ich eher keine wirkliche Veranlassung. Eine Abmoosung sähe ich nur weiter oben an der Stammgabelung. Dies ergäbe einen ganz anderen Baum Richtung Mehrfachstamm.

boarcastle_Acer-Nebari.jpg
boarcastle_Acer-Nebari.jpg (131.48 KiB) 1208 mal betrachtet


Beim zeitigen Umtopfen würde ich die beiden markierten Wurzeln (A + B) komplett an der roten Linie entfernen. Kein vertiefender Schnitt sondern glatt, mit sauberen Rändern. Selbstklebende Alufolie drüber und in 2-3 Vegetationsperioden sollte das Ganze vergessen sein.

Beim dann verbleibenden Wurzelansatz sehe ich gute Voraussetzungen für ein schönes Nebari.
Es bleibt einzig der von Rainer schon genannte Punkt, gegen den Du, wie von Rainer empfohlen, vorgehen solltest.
mydear hat geschrieben: 05.10.2020, 13:47 Mich würde eher stören, dass die Wurzeln so lang und ohne Verzweigung sind.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

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boarcastle
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Re: Mein erster Acer Palmatum

Beitrag von boarcastle »

Vielen Dank für Euren Rat. Werde ich beim Umtopfen im Frühjahr beherzigen.
Liebe Grüße,
Marcus
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boarcastle
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Re: Mein erster Acer Palmatum

Beitrag von boarcastle »

Tolle Farbe hat er bekommen.

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Artur
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Re: Mein erster Acer Palmatum

Beitrag von Artur »

Mal ein kleiner Tip.
Baum mit einem Tuch abdecken und nur den Wurzelansatz anschauen.
Die beste Option aussuchen und erst dann überlegen wie der Baum weiterentickelt werden soll.
Wenn der Stamm unter der Wurzel stärker und noch eine tiefere Wurzel vorhaden ist,
kann man immer abschneiden. Durch die tiefer liegende Wurzel wächst die Wunde auch schneller zu.

Die Wurzeln sollten schon auf einer Höhe entspringen.
Unter den Gestaltungen finden sich genügen Beispiele, da wird erst oben gearbeitet.
Nach Jahren stellt man fest, der Wurzelansatz passt nicht.
Dann versucht man zu zaubern und am Ende bleibt ein Stumpen oder man versucht sich im Abmoosen.

Als Alage Wurzelansatz ohne die Oberen Wurzeln.

Viele Grüsse
Artur
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boarcastle
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Re: Mein erster Acer Palmatum

Beitrag von boarcastle »

Danke Artur, die oberen Wurzeln werde ich im Frühjahr beim umsetzen entfernen. Ohne sieht es gleich harmonischer aus.
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