Winterhärte von Bäumen

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
Leo21
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Winterhärte von Bäumen

Beitrag von Leo21 »

Hallo allerseits,

mir war leider nicht bewusst das manche eigentlich winterharte Pflanzen im Topf oder Schale ihre Winterhärte verlieren während andere gar kein Problem mit tiefen Temperaturen haben.
z.B. sind mir schon mehrere Maigrün und auch Wilder Wein Pflanzen über den Winter eingegangen während meine Linde seit Jahren überhaupt keine Probleme macht.
Da ich in Zukunft mehrere Bäume in Töpfen halten will wollte ich mich vorher informieren welche Arten umbedingt Schutz brauchen und welche nicht um einen erneuten Verlust zu verhindern.
Zur Zeit hab ich einen Blauregen, Wacholder eine Fichte und zwei Rhododendron in einer größeren Plastikschale im Freien. Ein Apfelbaum, Birke, Pfaffenhut, Rosskastanie, Esche, Pflaume, Berg/Fächerahorn, Hainbuche, Wilder Wein und Marille sollen im Frühjahr folgen.
Meine Frage wäre welche Bäume ich bedenkenlos draußen trotz Frost stehen lassen kann und welche die Winterhärte verlieren?

Lg Leo
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Baalistic
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Re: Winterhärte von Bäumen

Beitrag von Baalistic »

Gruß Leo.

Schau doch mal unter "Baum Porträts" in diesem Forum nach. Wahlweise bietet eine googelsuche mit den Suchbegriffen "Bonsai Winterhart und der Baumart" meist bei einer Schweizer Internetseite, die sich mit der Pflege von Bonsai beschäftigt gute Ergebnisse.

Zudem ist draussen nicht gleich draussen. Bei mir ist der Winter z. B. Sehr mild.
Auch kannst du den Pflanzen helfen, indem du einsenkst und oder nahe an eine Hauswand stellst.
In ganz kalten Nächten kannst du auch die weniger Winterharten einfach in den Keller oder Garage stellen, wenn es bei dir Möglich ist.
Meist stehen Bäume auch zu nass im Winter je nach Durchlässigkeit des Substrates. Im Optimalfall ist eine Unterstellung gegen zu viel Regen sinnvoll.

Wenn das alles passt sind die meisten Baumarten winterfester als gedacht.

Gruß
Simon
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migo
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Re: Winterhärte von Bäumen

Beitrag von migo »

Hallo,
dazu kommt, dass Bonsai grundsätzlich bei Dauerfrost vor Wind und direkter Sonne geschützt sein sollten. Frost alleine ist für die meisten einh. Pflanzen (also fast alle, die du aufzählst) nicht weiter schlimm. Etwas Nachtfrost ab und an schadet nicht.
Tschüüss, Michael

Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
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Andreas Ludwig
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Re: Winterhärte von Bäumen

Beitrag von Andreas Ludwig »

Leo - die Frage ist falsch gestellt. Entgegen der immer wieder da und dort zu lesenden Behauptung verändern Bäume ihre Eigenschaften nicht, wenn sie unter veränderten Bedingungen gehalten werden. Sie verlieren keine Fähigkeiten und erwerben keine neuen. Sie kommen entweder durch, weil die Bedingungen im Rahmen sind oder sie gehen ein, eine Adaption findet nicht statt.

Dann ist der Begriff «winterhart» problematisch. Da stellt sich die Frage, von was für einem Winter die Rede ist, in Karelien ist das etwas anders als in Köln. Darum begegnet man auch Begriffen wie «frostfest», «absolut winterhart», «begrenzt winterhart» u.a. im Pflanzenhandel. Es erklärt auch, wieso oben an den Baumgrenzen kaum mehr Laubbäume auftreten, sondern bloss Nadelbäume – da ist mehr Winter...

Es geht also um zwei Dinge: Erstens deinen Standort und seinen «Winter». Den zeigen dir die verfügbaren Jahres-Klimakurven im Internet. Kärnten hat grob drei Klimazonen, in Klagenfurt ist es ein eher feuchtes Kontinentalklima, auf der Turracherhöhe bereits ein Tundrenklima. An Standorten mit so einem «Kontinentalklima» friert der Boden nicht wirklich durch, eine Handbreit darunter ist es bereits wieder 0 Grad oder mehr. Ein Tundrenboden dagegen friert erheblich tiefer, darum hats da auch bloss Kiefern und Föhren.

Übertragen auf die Schalenhaltung bedeutet das: Wenn die Schalen an ihrem Standort über längere Zeit «Tundra» haben, also dauerhaft Minusgrade von weniger als –5 Grad, wirds kritisch. Bei –12 Grad etwa ist für viele Arten Ende Gelände. Da muss man einwintern in einem kühlen Kellerraum. In einem Kontinentalklima, in dem es nur selten und nur für wenige Tage unter Null geht, reicht es, die Schalen in Bodennähe zu bringen. Sie profitieren dann von der Speicherwärme des Bodens. Aber Vorsicht: Genau das macht es schwierig, mit Arten in Feld und Wald zu vergleichen: Die haben ihre Füsse im ungefrorenen Boden, während Bonsaischalen durchaus ganz durchfrieren können. Darum kann eine Weide am Bach problemlos durchkommen, während eine im Topf nach einem Winter verdorrt.

Also: Klimakurve suchen, Spezifikationen der Baumarten suchen, vergleichen, Vorgehen bestimmen. Besteht Unsicherheit bezüglich der Baumeigenschaften, eine Verbreitungskarte der Art mit einer Klimakarte dieser Gebiete vergleichen. Man erkennt die Übereinsimmung meist problemlos.
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achim73
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Re: Winterhärte von Bäumen

Beitrag von achim73 »

ich möchte auch nochmal simons hinweis bezüglich des wassergehaltes unterstreichen. alle pflanzen, auch immergrüne und nadelbäume, brauchen im winter viel weniger wasser. z.b. ist mir ebenfalls bereits mehrfach wilder wein eingegangen, obwohl der winter bei uns komplett frostfrei war. sie dürfen natürlich nicht ganz austrocknen (daher wind- und sonnengeschützt aufstellen), aber meist ist eher diese winternässe für probleme verantwortlich.
Gruss, Achim
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Merisa Oldenburg
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Re: Winterhärte von Bäumen

Beitrag von Merisa Oldenburg »

Holla,
Manche Topfpflanzen solltest du immer zum Überwintern nach Drinnen holen. Nur wirklich winterharte Pflanzen, die Frost überwintern können, sollten draußen stehen gelassen werden. Bäume wie Weißtanne (Abies alba), Rottanne / Gemeine Fichte (Picea abies), Waldkiefer (Pinus sylvestris) und weitere sind winterhart. Du kannst auch auf natürliche Weise Pflanzen schützen durch zum Beispiel Laub, Tannengrün. Bei Rosen und Hortensien und Buchsbäumen können die Kübelpflanzen auch bei Minusgraden ohne Probleme im Topf bleiben. Da Pflanzen sich nicht an die Temperatur anpassen, solltest du nach passenden Pflanzen suchen, die im Winter nicht erfrieren. Dafür schau unter diesem Link nach passenden Bäumen und Pflanzenarten: https ://ww w.vivanno.de/journal/ratgeber/top-15-winterharte- kuebelpflanzen

Viele Grüße
Merisa

Mod: Link editiert; Anmerkung: der Link hat einen leichten Bezug zum Thema dient aber vermutlich vor allem der Werbung
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Moya
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Re: Winterhärte von Bäumen

Beitrag von Moya »

Moinsen zämme,

Marisa, Deine Aussagen sind arg grenzwertig.
Unsere heimischen Bäume passen sich sehr wohl an die Temperaturen an! Stichwort Winterhärte, Blattfall im Herbst (der ausserdem noch von der Tageslänge bedingt ist). Dieser Prozess dauert nur etwas. Von jetzt auf gleich können Sie das nicht.

Leo alle unsere heimischen Bäume sind winterhart. In den kleinen Schalen jedoch die bei anhaltendem Dauerfrost komplett durchfrieren, hast Du Probleme, wenn die Bäume draussen auf den Regalen bleiben.
Durch Sonne und Wind wird trotzdem Wasser verdunstet. Durchgefrohrene Wurzeln können aber kein Wasser nachliefern und Dein Baum vertrocknet regelrecht.

Am Besten stehen die Schalen auf oder im Boden unter dichten Hecken und Büschen oder unter ihren Bonsairegalen.
Diese oben wasserdicht abdecken, damit Du kontrollieren kannst wie feucht es ist und nur bei Bedarf na hwässern kannst.
Zusätzlich kannst Du die Bänke ringsum mit Noppenfolie einpacken (bitte eine Seite so, dass sie geöffnet werden kann an frost- und windfreien Tagen. So sind die Bäume gut geschützt vor den austrocknenden Winden. Hast Du zu arge Sonneneinstrahlung empfiehlt es sich alle Seiten ausser der Nordseite (wenn sas Regal vollkommen frei steht) mit braunem Gartenvlies zu bedecken.

So überwintere ich meine Bäume seit über 20 Jahren. Ich habe unter den Bänken zusätzlich Pinienmulch mittlerer Körnung, welches die Schalen bis fingerbreit über dem Schalenrand bedeckt. Vorteil, es hält Feuchte, durch die grobe Struktur kann Wasser in den Raum verdunsten was zu guter Luftfeuchtigkeit führt in dem Kokon und bei Koniferen gibts als Schmankerl einen Futterschuss für das lebenswichtige Mykhorriza. Ausserdem hält es viel Luft durch die grobe Struktur und schützt gut vor strengen Frost.

Ja gute Pinienrinde ist nicht billig, aber sie ist wiederverwendbar. Im Frühjahr nach dem Auswintern sie gut durchtrocknen lassen und dann vollständig trocken in Bottichen in der Garage lagern.
Viele Grüße,
    Moya

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sebi56
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Re: Winterhärte von Bäumen

Beitrag von sebi56 »

Hi,

kann auch nur zustimmen. Mir sind leider auch schon einige Pflanzen eingegangen, weil ich im Winter zu viel gegossen habe. Kannn den Tipp also nur bestätigen im Winter besser wesentlih weniger gießen.

Lg Sebi
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Moya
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Re: Winterhärte von Bäumen

Beitrag von Moya »

Moinsen zämme,

Sebi durch den Mulch muss ich nur alle ca. 3 bis 4 Wochen giessen je nach Witterung.
Laubbäume brauchen dabei auch nur ganz wenig Wasser, da sie ja nahezu nichts verdunsten.
Immergrüne brauchen hingegen mehr Wasser und regelmäßige Kontrolle. Ich kontrolliere alle 2 bis 3 Tage und wenn es genug Schnee hat, bekommen alle Koniferen und Wacholder ne Ladung über die Nadeln.
Viele Grüße,
    Moya

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Kathrin
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Re: Winterhärte von Bäumen

Beitrag von Kathrin »

Marisa ist ein Fake Account
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Moya
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Re: Winterhärte von Bäumen

Beitrag von Moya »

Moin zämme,
Kathrin ist komplett egal. Hier lesen Anfänger mit und könnten von den Falschausssgen in die Irre geführt werden.
Ausserdem ist das Thema Überwinterung enorm wichtig denke ich. So dass das hier ruhig diskutiert werden sollte.
Wäre toll, wenn such die Profis doch hier zu Wort melden könnten.
Wir profitieren alle voneinander - genauso wie es in einer guten Gemeinschaft sein sollte.
Viele Grüße,
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Manfred Jochum
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Re: Winterhärte von Bäumen

Beitrag von Manfred Jochum »

hi zusammen,

ich zähle mich nicht zu den Profis... aber ich habe jahre lange Erfahrung.

Das Wort Winterhärte ist nicht ganz so einfach zu erklären.
Deine aufgezählten Pflanzen können alle eine gewisse Winterhärte erlangen....
Das bedeutet aber nur, dass sie in der Lage sind bestimmte Stoffe in den Zellen einzulagern, welche ein Einfrieren der Zellsäfte verhindert.
Das können z.B. Pflanzen aus den tropischen oder subtropischen Gebieten nicht.... warum ? ... ganz einfach, weil sie es nicht brauchen...

Unsere heimischen Pflanzen brauchen das aber sehr wohl, da sie im Winter auch mal -20°C ausgesetzt sind ( hängt natürlich vom Standort ab )

Diese sogenannte Frostresistenz kann eine Pflanze aber nur allmählich aufbauen, und die wirkt auch nur bis zu wenigen Minus-Graden.
Jede Pflanze kann ihre aufgebaute Frostresistenz ( die hat die Pflanze nämlich nicht automatisch ) auch schnell wieder verlieren.
Wenn ich die Pflanze aus dem Frost in`s warme Haus nehme.
Steht die Pflanze dort 1-2 Tage ( bei 15-20°C ) ist die Frostresisten futsch. Dann wieder rausgestellt bei - 5°C ist das der sichere Tod

Am empfindlichsten sind dabei die Wurzeln.
Nehmen wir mal die Eiche.... eine normalerweise frostresistente Pflanze.
In der Schale sie trotzdem extrem gefährdet,.... schon bei -5°C können die Wurzelzellen Schaden nehmen , platzen und ihre Funktion einstellen.
In der Natur ist die Eiche nämlich ein Tiefwurzler, d.h. ein 20m hoher Baum hat sein Wurzelsystem auch in mehreren Metern Tiefe ausgebildet.
In diesen Tiefen herrscht in unseren Breiten nie Frost, selbst wenn oberirdisch -20°C wäre .... es geht es den Wurzeln also immer noch gut.
Also man kann Schalen vor zu starker Frosteinwirkung mit herkömmlichen Mitteln wie Vlies, Mulch , Laub od. Änlichem schützen.
Torf ist z.B. nicht so gut, da er zu viel Wasser aufnimmt, und den Frost zu lange um die Schale hält.
Die Hauptgefahr lauert hierbei im Frühjahr.
Ist da der oberirdische Teil der Pflanze schon aufgewärmt, und die Wurzeln sind noch eingefrohren..... dann hat die Pflanze ein Problem.
Oben will sie schon und unten läuft noch nichts...... --> Frostschäden sind die Folge ( Knospen schwellen an, sterben aber wieder ab... Rind platz auf.... usw. )

Das Thema Wasser ist also beim Thema Überwintern auch immer sehr kritisch.
Nicht zu viel..... da es sehr schnell einfriert und die Wurzeln durch übermäßigen Druck schädigen kann ( kennt man auch z.B. von Kupferrohren im Freien )
Die Wurzeln können nämlich in den Schalen nicht ausweichen.... im Freiland ist das sehr wohl möglich.
Zu wenig Wasser ( also furztrocken ) ist jedoch auch blöd..... gerade bei den Immergrünen kann das schnell den Tod bedeuten ( sieht man aber erst im Austrieb )
Laubbäume ohne Laub können da sehr trocken gehalten werden.... die haben ihr Wassersystem eh ganz heruntergefahren.

Die beste Art zu überwintern ist prinzipiell die Pflanze aus dere Schale zu nehmen in`s Freiland einzuschlagen und ggf. mit Mulch abzudecken..... fertig.
Man muss sich über Winter keine Gedanken über Feuchtigkeit usw. machen.... gröste Gefahr sind jedoch Wühlmäuse .
Machen aber die Wenigsten ..... zumindest niemande die viele Pflanzen haben.

Deshalb gibt es meistens den Rat, alle Pflanzen in Schalen vor Frost zu schützen.
Die Schalengröße spielt natürlich auch eine Rolle.... kleine Schalen <10cm vertragen ganz wenig Frost, da die Wurzeln zu schnell durchgefroren sind.
Schalen > 40-50 cm stecken da viel mehr weg.....d.h. die Pflanze ist auch weniger gefährdet.

Man kann da ewig lang drüber erzählen.

Jeder der das Hobby schon lange betreibt wird sich mit der Zeit eine Strategie erarbeitet haben....aber auch Rückschläge sind immer dabei.
Ich kann dir nur soviel sagen.... irgendwann wird es leichter...

Wenn jemand spezielle Fragen hat, dann vielleicht die Fragen auch genau stellen...

Gruß Majo
der wirklich wichtigste Teil einer Arbeit, ist damit anzufangen.
Arthur Dent
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Re: Winterhärte von Bäumen

Beitrag von Arthur Dent »

Bitte korrigiert mich, aber sind Schutzmaßnahmen wie Noppenfolie, Fliess oder Ähnliches gegen FROST wirklich nützlich?
Mein Gefühl sagt mir, diese das EINFRIEREN der Pflanzen meist nur unwesentlich verzögern und daher unwirksam sind. Tut es daher eine normale Folie nicht genau so?
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Moya
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Re: Winterhärte von Bäumen

Beitrag von Moya »

Moinsen zämme,
Arthur sind sie bis zum gewissen Grad. In den Noppen ist Luft eingeschlossen. Die friert in der Regel nicht und hält somit auch die Schale wärmer.

Am wichtigsten finde ich den Bodenkontakt. Grad wenn der Standort ringsum ges hützt wird, friert der Boden dort so gut wie nicht durch und strahlt immer noch etwas Wärme ab. Damit sollte auch eine Eiche in der Schale gut über frostige Winter kommen.

Der einzige Baum, den ich aus der Schale nehme und in die Erde eingabe ist meine Birke. Denen fehlt bei Überwinterung in der Schale in den allermeisten Fällen die Feuchtigkeit, was zum sicheren Astverlust führt.
Viele Grüße,
    Moya

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achim73
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Re: Winterhärte von Bäumen

Beitrag von achim73 »

manfred, danke für deine ausführliche erläuterung.
es ist immer hilfreich, wenn die zugrunde liegenden mechanismen und systeme nochmal erklärt werden.

schutzmaßnahmen wie noppenfolie etc. dienen tatsächlich lediglich der VERZÖGERUNG des temperaturabfalls. z.b. wenn es in der nacht mal kurzfristig auf -6° runtergeht, geht die schale vielleicht bloß auf -2° runter.
bei dauerfrost unter -5° hilft das aber tatsächlich nicht mehr. es kommt daher stark auf das örtliche klima an. hier im ruhrgebiet sind längere frostperioden mittlerweile sehr selten, aber z.b. im winter 2010/2011 herrschten über fast 2 wochen -10° und weniger, und da sind mir trotz schutmaßnahmen tatsächlich einige bäume erfroren.
Gruss, Achim
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