espanna hat geschrieben: 28.12.2020, 22:39
Einen Satz noch zur Glasurauftrag;
-Anfänger machen meistens zu viel Glasur, Fortgeschrittene und Profis viel weniger

Deine hier gezeigten schauen doch recht gut aus (bis auf den Grünen).
P.s.wenn du Schalen nochmal glasieren und brennen möchtest, geht das auch.
Irgendwie sehe ich das anders:
Anfänger pinseln die Glasur anfangs zu dünn bzw. ungleichmäßig auf. Wenn man die Körnung im Scherben unter der Glasur sehen kann, ist sie zu dünn drauf. Bei den Fertigglasuren steht immer der Satz: "2 - 3-mal auftragen..."
Und bei einem der großen Händler steht sogar zu lesen dass Pulverglasuren mit dem Pinsel aufzutragen für Anfänger keine geeignete Technik ist, man solle das lieber lassen. Warum wohl??? Weil Mist dabei heraus kommt. Wie Dieter schon sagte, das ist normal für den Anfang.
Das probiert man natürlich trotzdem, denn Schütten oder Tauchen ist keine Option. Und es geht in die Hose. Dreimal Aufpinseln ist (für mich) das Minimum.
Dann steht irgendwo: "...Glasuren werden am besten, wenn man kein Stellmittel oder Kleber verwendet..."
Das wiederum mache ich nur bei Glasurproben, ansonsten kommt
immer Kleber/Stellmittel rein. Peptapon 52 oder Optapix (=CMC) haben sich da bewährt. Das Zeug hat nämlich die Eigenschaft, dass das Wasser im Glasurschlicker nicht so schnell vom geschrühten Scherben aufgesogen wird und man demzufolge die Glasur gleichmäßiger aufgetragen kriegt.
Zum Thema noch mal brennen: Geht, aber.....
In manchen schlauen Büchern steht, man solle das zu streichende, bereits glasierte Objekt im Backofen auf ca. 50° anwärmen, dann ginge das besser. Jo, mag ja sein, aber wie soll man das bei 50° anfassen?
Also auch hier Kleber verwenden. Selbst das geht sch...lecht. Und immer mindestens 2 Mal überpinseln. Leider streicht man beim zweiten Mal häufig die Schicht vom ersten Mal wieder weg..... da hilft dann nur Tupfen. Dann wird´s ungleichmäßig....
Und ewig grüßt das Murmeltier....
Wie ich immer sage: Töpfern hat was mit Masochismus zu tun...
Erwin