Hallöö, ihr alle!
Ich muss mal eine etwas dumme Frage stellen, vielleicht auch nur, um sicherzugehen, dass ich das richtig verstanden habe...
Also, wie es in diesem Thread heißt, nennt man das Zeug nur deswegen Blumenerde, damit die Dummies wissen, was sie damit sollen.
Wird der Begriff Humus aus demselben Grund benutzt? Ich habe mir auf Wiki die Beschreibung von Kokosfasern angeschaut und von Humus, und das scheint nicht so recht zu passen. Sieht mir soaus, als würden die Kokosfasern unverarbeitet (OK: gereinigt etc) angeboten.
Diese Kokos"erde" scheint (im Lieferzustand) eher so ne vergleichbar tote Substanz zu sein wie unser Blähton/-bruch/Lava/Trockenschüttung auch. So gesehen nur ne Faserwolle, wenn auch pflanzlich.
Weswegen ich das so genau wissen möchte: ich hab seit dieser Weihnacht eine Handvoll neuer Haustiere - eine Wurmkiste. Sozusagen ein Öko-Küchenkomposter. In meinen Substratkörben habe ich lieber Pinienrinde, aber für ein Terrarium hab ich jetzt Kokohum gekauft.
Da steht zwar "kompostierbar" drauf, aber auf einen großen Draußen-Kompost kann man noch anderes (auch gröberes) Zeug werfen als in eine Wurmkiste, in die nun wirklich möglichst nur feines, fressbares Material soll.
Ich verstehe das doch jetzt richtig, dass das Zeug Kokoswolle (wie Baumwolle) ist und nicht wirklich das, was man so als Erde bzw Humus kennt, nämlich bereits fertig kompostiertes Material?
Was ist Kokohum oder Kokoshumus?
Was ist Kokohum oder Kokoshumus?
Gruß,
MarionS
Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
MarionS
Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
Re: Was ist Kokohum oder Kokoshumus?
Marion,
das ist reine Kokosfaser, so steril, wie die Natur es fertig bringt.
Nichts fermentiert oder kompostiert.
Ich nehme das als organischen Bestandteil in Bonsaisubstrat anstelle von Torf.
Mit "Erde" oder gar "Blumenerde" (gibt´s das überhaupt?) hat das so rein gar nichts zu tun.
Kompostierbar wird das wohl sein. Im Grunde ein sehr nützliches zeug, aber die Würmer dürften da lange dran zu kauen haben.
Erwin
das ist reine Kokosfaser, so steril, wie die Natur es fertig bringt.
Nichts fermentiert oder kompostiert.
Ich nehme das als organischen Bestandteil in Bonsaisubstrat anstelle von Torf.
Mit "Erde" oder gar "Blumenerde" (gibt´s das überhaupt?) hat das so rein gar nichts zu tun.
Kompostierbar wird das wohl sein. Im Grunde ein sehr nützliches zeug, aber die Würmer dürften da lange dran zu kauen haben.
Erwin
Re: Was ist Kokohum oder Kokoshumus?
Hallo, Erwin,
danke für die Info.
Ich bin im Augenblick auch nicht mehr sicher, ob sich das als Wurmfutter wirklich so gut eignet, da mir eine Kleinigkeit nicht aufgefallen war: "...sind die Fasern auch unempfindlich gegen Pilz- und bakteriellen Befall und können monatelange Feuchte überdauern, ohne sich zu zersetzen." Gerade Pilze und Bakterien arbeiten aber mit den Würmern zusammen, die das Material nicht etwa zerkauen, sondern daran saugen. Die Mikroorganismen schließen das Material für sie auf.
Das ist für den Küchenkomposter wohl nix... zu langsam.
danke für die Info.
Ich bin im Augenblick auch nicht mehr sicher, ob sich das als Wurmfutter wirklich so gut eignet, da mir eine Kleinigkeit nicht aufgefallen war: "...sind die Fasern auch unempfindlich gegen Pilz- und bakteriellen Befall und können monatelange Feuchte überdauern, ohne sich zu zersetzen." Gerade Pilze und Bakterien arbeiten aber mit den Würmern zusammen, die das Material nicht etwa zerkauen, sondern daran saugen. Die Mikroorganismen schließen das Material für sie auf.
Das ist für den Küchenkomposter wohl nix... zu langsam.
Gruß,
MarionS
Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
MarionS
Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
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Michael 86
- Beiträge: 2234
- Registriert: 08.10.2016, 09:00
Re: Was ist Kokohum oder Kokoshumus?
Hey Marion
Ich muss mal schauen, was du da hast. Das hört sich irgendwie interessant an. Kann man da seine kompletten Küchenabfälle entsorgen?
Was dieses Kokohum oder wie auch immer es vertrieben wird genau ist, weiß ich auch nicht. Ich denke wirklich es heißt u.a. so, damit man wirklich die Verwendung auf den ersten Blick erkennt. Ich finde auch nicht, dass es Fasern richtig trifft. Dafür ist es viel zu körnig. Ich denke es ist eher geraspelt. Leider hab ich den Eindruck, dass es sich bei modernem Substrat leicht nach unten spülen lässt. Deswegen verwende ich es nicht mehr als Zuschlag.
Ich muss mal schauen, was du da hast. Das hört sich irgendwie interessant an. Kann man da seine kompletten Küchenabfälle entsorgen?
Was dieses Kokohum oder wie auch immer es vertrieben wird genau ist, weiß ich auch nicht. Ich denke wirklich es heißt u.a. so, damit man wirklich die Verwendung auf den ersten Blick erkennt. Ich finde auch nicht, dass es Fasern richtig trifft. Dafür ist es viel zu körnig. Ich denke es ist eher geraspelt. Leider hab ich den Eindruck, dass es sich bei modernem Substrat leicht nach unten spülen lässt. Deswegen verwende ich es nicht mehr als Zuschlag.
Grüße Michael 
Re: Was ist Kokohum oder Kokoshumus?
Kleines Off Topic zum Sylvester,
Vor bald 40 Jahren hatte ich neben dem Komposthaufen eine Kiste (ehemaliger Kaninchenstall), worin ich auch eine Wurmzucht angelegt hatte.
Manchmal entschlossen wir uns (mein Nachbar und ich) kurzfristig am Samstag Abend zum Angeln zu fahren und ich war es leid dann mit dem Spaten durch den Garten rasen zu müssen um ein paar Würmer auszustechen. Also wurde die Wurmkiste angelegt. Natürlich wurde jeder dicke Wurm, den ich im Kompost fand, in die Wurmkiste übersiedelt.
Ich hatte den Eindruck, dass ich meine Würmer mit allerlei Leckerbissen aus der Küche stets sehr verwöhnt hätte aber interessanterweise fand ich bei Kontrollgrabungen fast nur dünne, mickrige Würmer in der Kiste wo hingegen im Kompost sich die dicksten Exemplare tummelten. Ich habe mich dann klug gemacht (ohne google) und bekam den Tipp, den Würmern mehr mageres Zeug zu futtern wie z.B. nasses Zeitungspapier und Ahornlaub. Das habe ich dann auch gemacht. Tatsächlich fand ich im nächsten Frühling etliche schön dicke Würmer in der Kiste.
Ich hatte damals in einer Ecke auch, zu rein wissenschaftlichen Zwecken, einige Hanfstauden und wollte nach der Ernte das Kraut nicht auf dem öffentlich einsehbaren Kompost deponieren. Also habe ich die verräterischen Blätter von den Stängeln abgestreift und diese in die Wurmkiste gestopft. Naja, ich habe mir davon vielleicht etwas fidelere Würmer versprochen. So schnell jedoch wie ich es mir wünschte wurden diese Beweis-Blätter nicht vernichtet, dafür hat eine Maus das kleine Loch im Deckel der Kiste entdeckt und hat sich in der Cannabis-Isolation wohnlich eingerichtet. Die hat sich auch an den Küchenabfällen gütlich getan und ich brachte ihr dann auch manchmal etwas Vogelfutter. Ich denke sie hat die Geste geschätzt und beglückte mich mit einem Wurf süsser kleiner Mäuschen. Dass es sie nicht sonderlich störte wenn ich den Deckel öffnete, schrieb ich dem THC zu aber sicher war ich mir nicht. Jedenfalls, als die Familie auszog habe ich das Loch im Deckel zugestopft und war dankbar, dass es keine Spitzmaus war; die hätte meinen Wurmbestand sicherlich vernichtet.
Ach ja, das meiste dürre Laub vom Hanf haben meine Würmer verschmäht und ich habe es dann doch mit dem Müll entsorgt.
Dafür haben sich hunderte Keimlinge aus dem Wurmsubstrat entwickelt. Klar es war das abgesunkene Vogelfutter. Das meiste war Hirse.
Hast Du schon mal Hirsegräser versucht auszurotten?
Gruss George
Vor bald 40 Jahren hatte ich neben dem Komposthaufen eine Kiste (ehemaliger Kaninchenstall), worin ich auch eine Wurmzucht angelegt hatte.
Manchmal entschlossen wir uns (mein Nachbar und ich) kurzfristig am Samstag Abend zum Angeln zu fahren und ich war es leid dann mit dem Spaten durch den Garten rasen zu müssen um ein paar Würmer auszustechen. Also wurde die Wurmkiste angelegt. Natürlich wurde jeder dicke Wurm, den ich im Kompost fand, in die Wurmkiste übersiedelt.
Ich hatte den Eindruck, dass ich meine Würmer mit allerlei Leckerbissen aus der Küche stets sehr verwöhnt hätte aber interessanterweise fand ich bei Kontrollgrabungen fast nur dünne, mickrige Würmer in der Kiste wo hingegen im Kompost sich die dicksten Exemplare tummelten. Ich habe mich dann klug gemacht (ohne google) und bekam den Tipp, den Würmern mehr mageres Zeug zu futtern wie z.B. nasses Zeitungspapier und Ahornlaub. Das habe ich dann auch gemacht. Tatsächlich fand ich im nächsten Frühling etliche schön dicke Würmer in der Kiste.
Ich hatte damals in einer Ecke auch, zu rein wissenschaftlichen Zwecken, einige Hanfstauden und wollte nach der Ernte das Kraut nicht auf dem öffentlich einsehbaren Kompost deponieren. Also habe ich die verräterischen Blätter von den Stängeln abgestreift und diese in die Wurmkiste gestopft. Naja, ich habe mir davon vielleicht etwas fidelere Würmer versprochen. So schnell jedoch wie ich es mir wünschte wurden diese Beweis-Blätter nicht vernichtet, dafür hat eine Maus das kleine Loch im Deckel der Kiste entdeckt und hat sich in der Cannabis-Isolation wohnlich eingerichtet. Die hat sich auch an den Küchenabfällen gütlich getan und ich brachte ihr dann auch manchmal etwas Vogelfutter. Ich denke sie hat die Geste geschätzt und beglückte mich mit einem Wurf süsser kleiner Mäuschen. Dass es sie nicht sonderlich störte wenn ich den Deckel öffnete, schrieb ich dem THC zu aber sicher war ich mir nicht. Jedenfalls, als die Familie auszog habe ich das Loch im Deckel zugestopft und war dankbar, dass es keine Spitzmaus war; die hätte meinen Wurmbestand sicherlich vernichtet.
Ach ja, das meiste dürre Laub vom Hanf haben meine Würmer verschmäht und ich habe es dann doch mit dem Müll entsorgt.
Dafür haben sich hunderte Keimlinge aus dem Wurmsubstrat entwickelt. Klar es war das abgesunkene Vogelfutter. Das meiste war Hirse.
Hast Du schon mal Hirsegräser versucht auszurotten?
Gruss George
Grumpy old fat Kiboko.
Re: Was ist Kokohum oder Kokoshumus?
Michael 86 hat geschrieben: 31.12.2020, 05:13 Ich muss mal schauen, was du da hast. Das hört sich irgendwie interessant an. Kann man da seine kompletten Küchenabfälle entsorgen?
Ja, genau. Das kompostierbare Zeug eben. Der Besatz passt sich an die Futtermenge an.
Neben dem Kompost hat die Kiste noch ein Feature: den sogenannten Wurmtee. Nennen wirs mal Kompost flüssig. Der wird unten aufgefangen und kann zum Düngen verwendet werden.
Hippo hat geschrieben: 31.12.2020, 09:32 ...und bekam den Tipp, den Würmern mehr mageres Zeug zu futtern wie z.B. nasses Zeitungspapier und Ahornlaub. Das habe ich dann auch gemacht. Tatsächlich fand ich im nächsten Frühling etliche schön dicke Würmer in der Kiste.
Ja, das ist richtig. 20-25% des Futters für die Wurmkiste sollen Pappe oder Papier sein wegen der Fasern (und nicht mehr als 33% Kaffeesatz
Vielleicht hättest du es einweichen sollen. Die mögen kein Trockenfutter. Das THC im Hanf hat aber auch irgendwie seinen biologischen Sinn, vermutlich war das von der Natur ursprünglich zur Schädlingsabwehr gedacht? Oder hattest du gespritzt? Das Futter wird erst mal von Pilzen und Bakterien den Würmern zugänglich gemacht.Hippo hat geschrieben: 31.12.2020, 09:32 Ach ja, das meiste dürre Laub vom Hanf haben meine Würmer verschmäht und ich habe es dann doch mit dem Müll entsorgt.
Um das Futter in der Kiste feucht und fliegenfrei zu halten, habe ich ausgerechnet Hanfmatten da - die natürlich THC-frei sind - aber mit der Zeit auch aufgefressen werden.
Gruß,
MarionS
Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
MarionS
Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
