Hallo Heike,
Ich gebe dir vollkommen recht, für mich klingt es auch nicht sonderlich logisch. Aber mich hat die Beschreibung für den Dünger etwas verwirrt, da überall und auch auf dem Produkt selbst steht das er ganzjährig bei allen Bonsais angewendet werden kann.
Ich danke dir für deine schnelle Antwort:)
LG Florian
GK 365 tóp Dressing
Re: GK 365 tóp Dressing
Hallo Florian,
das kommt sicherlich daher, dass einige Regionen Japans eine fast ganzjährige Wachstumsperiode haben. Auch in Osaka z.B. geht die Wachstumsperiode immerhin von Februar bis November...
Liebe Grüße,
Heike
das kommt sicherlich daher, dass einige Regionen Japans eine fast ganzjährige Wachstumsperiode haben. Auch in Osaka z.B. geht die Wachstumsperiode immerhin von Februar bis November...
Liebe Grüße,
Heike
- Andreas Ludwig
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Re: GK 365 tóp Dressing
Oh – Dünger wieder mal. Florian – ich habe versucht herauszufinden, wer eigentlich dieser grüne König ist. Fehlanzeige, was auch aufschlussreich ist: Offenbar ist es einfach ein Produktname einer Küche, die nicht wirklich will, dass man sie so direkt findet mit Anschrift, Produktionsstandort und CEO. Tja, warum nur? Weil sie genau wissen, dass sie nicht wirklich stolz sein können auf ihr kleines, grünes Königreich.
Sie nehmen dies und das, mantschen es durch, trocknen es zu Pellets, Puder oder Granulat und verkaufen es. So wie viele andere auch, Hauert, Wuxal, was es an Küchen halt so gibt. Der Unterschied ist bloss, dass die einen sagen: «Da hats soviel N,P,K drin und noch ein bisschen Eisen und etwas Magnesium und so, macht dann 3 Euro 50.» Die andern sagen: «Das ist ganz speziell geeignet für Bonsai, darum ist das auch etwas teurer.» Wenn sie clever sind, verkaufen sie es nicht im Kilopack, sondern in einem kleinen Beutelchen oder einem Fläschchen, in dem man sonst Chanel Nr. 5 verkauft.
Das ist Marketing: Das Produktprofil wird genau auf dich zugespitzt. Du hast Angst, dein kleines Bäumchen einer Unterversorgung preiszugeben, fühlst dich im Gartencenter unverstanden, weil es doch ein Bonsai ist, nicht irgendwas. Aber dann, im dritten Regal, wird dir Erlösung geboten: Speziell für Bonsai! Das fühlt sich so gut an, dass du es kaufst. Der grüne König hat sich deiner erbarmt – und du ihm die Kasse gefüllt. Wäre ich auch so wie der grüne König, würde ich mir eine Briefkastenfirma in den Cotswolds (das ist Englands Disney-World) anmieten, die Marke «Willow Maiden» eintragen lassen und die Produktlinien «Plain Farm», «Flower Dream» und «Tiny Wonder» (für Bonsai) bewerben mit Gwyneth Paltrow (die wäre schlicht genug für sowas). Aber ich bin nicht so. Ich weiss zu genau, dass Dünger letztlich einfach Dünger ist und deine Bonsai gar nicht wissen, dass sie welche sind, weshalb sie versorgt werden können wie jede andere Holzpflanze auch. Mit Hauert, Wuxal oder sonstwas. Es reicht völlig, wenn drauf steht «Dünger, NPK» und die nötigen Zahlen.
Du kannst du dir mal folgendes Buch anschauen, dieweil deine Bäumchen gerade im Winterschlaf sind: Sabine Reber, Erica Matile: «Fortpflanzen! 1000 Tipps, damit es im Garten wirklich klappt.» Landverlag, 365 S. Da haben sich zwei frische Damen allerhand Tipps vorgenommen und sie ausprobiert. Tote Fischchen zum Beispiel sind auch ganz gut als Dünger (N,P,K) und den Rasierapparat kann man auch über den Bonsai auskippen.
Sie nehmen dies und das, mantschen es durch, trocknen es zu Pellets, Puder oder Granulat und verkaufen es. So wie viele andere auch, Hauert, Wuxal, was es an Küchen halt so gibt. Der Unterschied ist bloss, dass die einen sagen: «Da hats soviel N,P,K drin und noch ein bisschen Eisen und etwas Magnesium und so, macht dann 3 Euro 50.» Die andern sagen: «Das ist ganz speziell geeignet für Bonsai, darum ist das auch etwas teurer.» Wenn sie clever sind, verkaufen sie es nicht im Kilopack, sondern in einem kleinen Beutelchen oder einem Fläschchen, in dem man sonst Chanel Nr. 5 verkauft.
Das ist Marketing: Das Produktprofil wird genau auf dich zugespitzt. Du hast Angst, dein kleines Bäumchen einer Unterversorgung preiszugeben, fühlst dich im Gartencenter unverstanden, weil es doch ein Bonsai ist, nicht irgendwas. Aber dann, im dritten Regal, wird dir Erlösung geboten: Speziell für Bonsai! Das fühlt sich so gut an, dass du es kaufst. Der grüne König hat sich deiner erbarmt – und du ihm die Kasse gefüllt. Wäre ich auch so wie der grüne König, würde ich mir eine Briefkastenfirma in den Cotswolds (das ist Englands Disney-World) anmieten, die Marke «Willow Maiden» eintragen lassen und die Produktlinien «Plain Farm», «Flower Dream» und «Tiny Wonder» (für Bonsai) bewerben mit Gwyneth Paltrow (die wäre schlicht genug für sowas). Aber ich bin nicht so. Ich weiss zu genau, dass Dünger letztlich einfach Dünger ist und deine Bonsai gar nicht wissen, dass sie welche sind, weshalb sie versorgt werden können wie jede andere Holzpflanze auch. Mit Hauert, Wuxal oder sonstwas. Es reicht völlig, wenn drauf steht «Dünger, NPK» und die nötigen Zahlen.
Du kannst du dir mal folgendes Buch anschauen, dieweil deine Bäumchen gerade im Winterschlaf sind: Sabine Reber, Erica Matile: «Fortpflanzen! 1000 Tipps, damit es im Garten wirklich klappt.» Landverlag, 365 S. Da haben sich zwei frische Damen allerhand Tipps vorgenommen und sie ausprobiert. Tote Fischchen zum Beispiel sind auch ganz gut als Dünger (N,P,K) und den Rasierapparat kann man auch über den Bonsai auskippen.
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
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Re: GK 365 tóp Dressing
Moinsen zämme,
erfrischend Dein Beitrag, Andreas. Das meine ich jetzt ernst.
Ich sehe es genau wie Du. Insbesondere wenn ein Produkt wie sauer Bier angepriesen wird und noch misstrauischer macht es mich wenn 1. auf der Verpackung oder dem Beipackzettel nix über die Zusammensetzung steht und 2. der Hersteller quasi nicht gefunden werden will.
Da sag ich mir dann bewusst platt formuliert ,,,, Verkauf Deine Brühe an Leute, die auf sowas reinfallen, mich jedenfalls wirste als Kunde sicher nicht sehen.
Btw. Ich habe meinen Dünger gefunden mit dem ich gute Erfahrungen bei meinem Düngeverhalten und meiner verwendeten Bonsaierde gemacht habe und sehe für mich keinen Sinn darin ständig alle möglichen Dünger -angepriesen oder nicht - auszuprobieren.
Bei meinem Dünger passt für mich persönlich das Preis-Leistungsverhältnis und das zählt für mich.
erfrischend Dein Beitrag, Andreas. Das meine ich jetzt ernst.
Ich sehe es genau wie Du. Insbesondere wenn ein Produkt wie sauer Bier angepriesen wird und noch misstrauischer macht es mich wenn 1. auf der Verpackung oder dem Beipackzettel nix über die Zusammensetzung steht und 2. der Hersteller quasi nicht gefunden werden will.
Da sag ich mir dann bewusst platt formuliert ,,,, Verkauf Deine Brühe an Leute, die auf sowas reinfallen, mich jedenfalls wirste als Kunde sicher nicht sehen.
Btw. Ich habe meinen Dünger gefunden mit dem ich gute Erfahrungen bei meinem Düngeverhalten und meiner verwendeten Bonsaierde gemacht habe und sehe für mich keinen Sinn darin ständig alle möglichen Dünger -angepriesen oder nicht - auszuprobieren.
Bei meinem Dünger passt für mich persönlich das Preis-Leistungsverhältnis und das zählt für mich.
Zuletzt geändert von Moya am 01.01.2021, 16:24, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße,
Moya
******************************
- Arbeitskreis Aichtal
- Bonsai Club Deutschland
- BCD Kusamonogruppe
Moya
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Re: GK 365 tóp Dressing
Green King ist ein japanischer Hersteller, für den z.B. Kimura auch schon geworben hat. Beim "GK 365 Top Dressing" ist der NPK-Gehalt 3-6-5, worauf sich vermutlich der Name bezieht, anstatt auf die Anzahl Tage des Jahres. Neben diesen drei Elementen sollen noch Amino- und Nukleinsäuren drin sein. Empfohlen wird dieser Blattdünger für Bäume mit geschwächten Wurzeln, kürzlich ausgegrabene Yamadori und frisch umgetopfte Bäume. Wie gesagt kann man für diesen Zweck auch jeden anderen hierzulande hergestellten Blattdünger verwenden.
LG, Heike
LG, Heike
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Re: GK 365 tóp Dressing
Bloss hält er sich doch recht bedeckt, der Hersteller. Das mag ein kultueller Unterschied sein, ich finde die Intransparenz unzeitgemäss. Zu Kimura sage ich nichts, solange ich die Details des Werbevertrags nicht kenne.
Wichtiger ist folgendes: Jeder Dünger ist auf Dauer einseitig, weil das «Buffet» nicht alles umfasst. Nimmt man mal diesen, mal jenen, ist man auf der besseren Seite. Man darf nicht vergessen, dass Dünger im Freiland «Zugabe» ist, da ist eine ganze Menge an Spurenelementen und Abbauprodukten biologischer wie mineralischer Natur im Boden (sogar Nitrat hats im Regen...). Die hat man bei der nahezu sterilen «Schüttguthaltung» nicht, darum empfehle ich disziplinierte Sorglosigkeit statt Markentreue.
Wichtiger ist folgendes: Jeder Dünger ist auf Dauer einseitig, weil das «Buffet» nicht alles umfasst. Nimmt man mal diesen, mal jenen, ist man auf der besseren Seite. Man darf nicht vergessen, dass Dünger im Freiland «Zugabe» ist, da ist eine ganze Menge an Spurenelementen und Abbauprodukten biologischer wie mineralischer Natur im Boden (sogar Nitrat hats im Regen...). Die hat man bei der nahezu sterilen «Schüttguthaltung» nicht, darum empfehle ich disziplinierte Sorglosigkeit statt Markentreue.
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(Thoreau)
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Re: GK 365 tóp Dressing
Das scheint tatsächlich bei den japanischen Herstellern üblich zu sein, zu anderen japanischen Bonsai-Produkten finden wir hier auch kaum etwas, über Biogold und andere Dünger bzw. deren Hersteller finden wir auch keine nennenswerten Informationen. In Japan scheint sich tatsächlich noch nicht jede noch so kleine Firma im Internet darzustellen, anders als hier.Andreas Ludwig hat geschrieben: 01.01.2021, 20:43Bloss hält er sich doch recht bedeckt, der Hersteller. Das mag ein kultueller Unterschied sein, ich finde die Intransparenz unzeitgemäss.
Mich wundert auch immer wieder, dass selbst die moderneren und jüngeren japanischen Bonsai-Profis keine Webseiten haben. Deren junge westliche Bonsai-Lehrlinge sind zum Teil sehr bewandert im Internet und mit sozialen Medien, die könnten sowas sicherlich erstellen und pflegen. Scheint aber nicht gewollt zu sein, kommt vielleicht eines Tages noch.
LG, Heike
Re: GK 365 tóp Dressing
Hallo
Was noch nicht angesprochen wurde, den blattdünger nie bei Sonne aufbringen, da sonst die Blätter verbrennen. Ich habe damit vor Jahren schlechte Erfahrungen gemacht.
Jetzt mache ich keine blattdüngung mehr, lediglich schwächelnde Pflanzen bekommen foliofit, damit habe ich gute Erfahrungen gemacht.
Was noch nicht angesprochen wurde, den blattdünger nie bei Sonne aufbringen, da sonst die Blätter verbrennen. Ich habe damit vor Jahren schlechte Erfahrungen gemacht.
Jetzt mache ich keine blattdüngung mehr, lediglich schwächelnde Pflanzen bekommen foliofit, damit habe ich gute Erfahrungen gemacht.
Re: GK 365 tóp Dressing
Stimmt, Klaus, in den heißesten Mittags- und Nachmittagsstunden ist es nicht so ratsam, Blattdünger zu verwenden.
Am besten ist es, Blattdünger in den Morgen- bzw. frühen Vormittagsstunden aufzusprühen, wenn die Sonne noch nicht so intensiv ist, aber bald höher steigt und zunehmend Photosynthese in den Blättern ermöglicht, wobei die aufgenommenen Substanzen gleich verwertet werden können, sagt der Gärtnermeister in unserem AK.
Man kann übrigens auch Pflanzenschutzmittel, wenn man welche anwenden muss, mit Blattdünger mischen, weil die Chelate im Blattdünger die Aufnahme der systemischen Wirkstoffe fördern.
Blattdüngung mache ich unter bestimmten Umständen gerne, aber auch nicht permanent. Für mich ist das eine gute Option bei geschwächten Bäumen, bei unbefriedigender Laubfarbe und bei länger anhaltenden Wetterlagen, die das normale Düngen über die Wurzeln erschweren. Im verregneten Sommer 2017 wurde Flüssigdünger durch den vielen Regen sofort wieder ausgewaschen und feste Düngerpellets vermatschten sofort und verstopften das Substrat. Da habe ich dann fast jede Regenpause am Vormittag ausgenutzt, um Blattdüngung zu machen. Wenn der Sommer besonders trocken und heiß ist, lösen sich die festen Dünger kaum auf und bei Flüssigdünger ist das Risiko recht groß, dass es zu Versalzungsschäden an den Wurzeln und damit auch Blattverbrennungen kommt, sobald die Bäume einmal zu trocken werden. Dann mache ich auch gerne stattdessen in den Morgenstunden eine Blattdüngung.
So muss man eben seine Vorgehensweisen für sich herausbekommen.
LG, Heike
Am besten ist es, Blattdünger in den Morgen- bzw. frühen Vormittagsstunden aufzusprühen, wenn die Sonne noch nicht so intensiv ist, aber bald höher steigt und zunehmend Photosynthese in den Blättern ermöglicht, wobei die aufgenommenen Substanzen gleich verwertet werden können, sagt der Gärtnermeister in unserem AK.
Man kann übrigens auch Pflanzenschutzmittel, wenn man welche anwenden muss, mit Blattdünger mischen, weil die Chelate im Blattdünger die Aufnahme der systemischen Wirkstoffe fördern.
Blattdüngung mache ich unter bestimmten Umständen gerne, aber auch nicht permanent. Für mich ist das eine gute Option bei geschwächten Bäumen, bei unbefriedigender Laubfarbe und bei länger anhaltenden Wetterlagen, die das normale Düngen über die Wurzeln erschweren. Im verregneten Sommer 2017 wurde Flüssigdünger durch den vielen Regen sofort wieder ausgewaschen und feste Düngerpellets vermatschten sofort und verstopften das Substrat. Da habe ich dann fast jede Regenpause am Vormittag ausgenutzt, um Blattdüngung zu machen. Wenn der Sommer besonders trocken und heiß ist, lösen sich die festen Dünger kaum auf und bei Flüssigdünger ist das Risiko recht groß, dass es zu Versalzungsschäden an den Wurzeln und damit auch Blattverbrennungen kommt, sobald die Bäume einmal zu trocken werden. Dann mache ich auch gerne stattdessen in den Morgenstunden eine Blattdüngung.
So muss man eben seine Vorgehensweisen für sich herausbekommen.
LG, Heike
