Rotbuche Doppelstamm

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Jürg Stäheli
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Re: Rotbuche Doppelstamm

Beitrag von Jürg Stäheli »

Hallo Nicklas,
schöner Baum. Meine Buche wird im laufe der Jahre etwa so zusammenwachsen.
Ich überwintere meine Buchen nicht frostfrei, aber vor Wind und Sonne geschützt.
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Moya
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Re: Rotbuche Doppelstamm

Beitrag von Moya »

Moinsen zämme,

Jürg, da stellst Du aber Dein Licht unter den Scheffel.... jungejunge so ne tolle Schale als BWare zu nennen, ist die Unterteilung schlechthin.
Die Buche ist jetzt schon sehr sehr schön. Man sieht die Entwicklung.

Bin sehr gespannt wie es weitergeht - ich pflege derzeit auch so ein filigranes Rotbuchenteil, allerdings mit 7 Stämmen us einer Wurzel.
Viele Grüße,
    Moya

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migo
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Re: Rotbuche Doppelstamm

Beitrag von migo »

Jürg Stäheli hat geschrieben: 04.01.2021, 09:35 Ja, den Kleinen unten möchte ich einbeziehen, der ist ja sehr gut positioniert. Ich weiss nur noch nicht genau, wie ich mit dem oberen langen Ast umgehe.
Hallo Jürg,
Über den Kleinen gibt es nichts zu diskutieren. 8) Auch insgesammt gefällt mir der Aufbau dieser Buche wirklich gut. *daumen_new*
Da frag ich mich aber, welchen oberen langen Ast Du meinst? Den in der Mitte, über dem waagerechtem Stab? ...in meinen Augen der einzige, der mir dort irgendwie zu lang erscheint oder der erste große rechts über dem Neuaustrieb?
Tschüüss, Michael

Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
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Jürg Stäheli
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Re: Rotbuche Doppelstamm

Beitrag von Jürg Stäheli »

Michael, ich meine den ersten, über dem Neuaustrieb. Wenn ich den Neuaustrieb ziemlich steil nach oben wachsen lasse, so wie auf dem Bild "Laubbaum freistehend" zu sehen ist, müsste ich diesen Ast entfernen um Platz zu schaffen. Die andere Möglichkeit wäre den langen Ast stark einkürzen und in Harmonie mit dem neuen Stamm absenken, ähnlich wie es bei Heiners Feldulme zu sehen ist. Mal schauen.
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Gary
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Re: Rotbuche Doppelstamm

Beitrag von Gary »

Moya hat geschrieben: 04.01.2021, 22:27 Jürg, da stellst Du aber Dein Licht unter den Scheffel.... jungejunge so ne tolle Schale als BWare zu nennen, ist die Unterteilung schlechthin.
Hallo Moya,
wenn man Jürg, seine Schalen und seinen Anspruch (bei Baum und Schale) persönlich kennt, dann ist dies Urteil schon nachvollziehbar. Er hat es ja auch begründet:
Jürg Stäheli hat geschrieben: 21.02.2020, 09:04 ... es ist eine B-Schale, zuviel Verzug und mit der Glasur hat es auch nicht ganz so geklappt ...
Dennoch kann ich auch Deine Auffassung nachvollziehen.
Ich habe zwei Schalen von Jürg, eine A- und eine B-Schale. In ihrem jeweiligen Einsatz bereiten mir beide jedoch täglich gleich viel Freude.

Und was Deine 7-stämmige Rotbuche angeht hoffe ich, dass Du uns diese mal in einem Extra-Thread zeigst. Als bekennender Mehrfachstamm-Fan würde mich das freuen.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

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Gary
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Re: Rotbuche Doppelstamm

Beitrag von Gary »

Jürg Stäheli hat geschrieben: 05.01.2021, 11:03 Wenn ich den Neuaustrieb ziemlich steil nach oben wachsen lasse, so wie auf dem Bild "Laubbaum freistehend" zu sehen ist, müsste ich diesen Ast entfernen um Platz zu schaffen. Die andere Möglichkeit wäre den langen Ast stark einkürzen und in Harmonie mit dem neuen Stamm absenken, ähnlich wie es bei Heiners Feldulme zu sehen ist.
Jürg, Du wirst Dich da schon richtig entscheiden und dem Baum eine besondere Ausdruckskraft verleihen.
Persönlich wäre ich, vom bisherigen Habitus ausgehend, ganz bei der ersten Möglichkeit.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

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Moya
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Re: Rotbuche Doppelstamm

Beitrag von Moya »

Moinsen zämme,

zugegeben ich 'kenne' Jürg nur virtuelle von seinen phantastischen Baumpräsentstionen her.
Daher kann ich mir durchaus seine hohen Ansprüche vorstellen.

Allerdings was er so zeigt hier an Schalen ist so hohes Niveau, dass selbst von ihm empfundene BWare weit wenn nicht ganz vorne ist.

Ich bewundere sein Talent sehr, den Baum anzuschauen und dann genau dafür die perfekte Schale herzuzaubern.

Was meine Buche angeht zeige ich sie gerne mal. Sie ist noch nichts Besonderes, da erst am Anfang.
Viele Grüße,
    Moya

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Moya
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Re: Rotbuche Doppelstamm

Beitrag von Moya »

Jürg Stäheli hat geschrieben: 20.05.2020, 17:35
Ja, diese Methode wurde schon tausende Mal erprobt und zwar erfolgreich. Die Buchen bleiben äusserst gut verzweigt und die Blätter werden durchgehend etwa so gross wie Zweifränkler. Allerdings muss ich sagen, nicht Menschen, sondern Schafe und Ziegen sind es, die die Methode jedes Jahr anwenden.
Bonsaimenschen haben das noch ganz wenige gemacht, ich kann mir vorstellen im deutschsprachigen Raum noch gar niemand. Ich selber habe das den Schafen und Ziegen abgeschaut, aber wirklich auf den Punkt gebracht hat es der Spanier Jose Luis Crespo Almanjano. Ich bin auf Facebook mit ihm befreundet und beobachte seine Arbeit sehr genau. Er ist ein hochbegabter Laubbaum -Techniker und zeigt hervorragende Resultate mit Rotbuchen.
Über siebzig Rotbuchen habe ich in meiner Pflege, habe alle im Dezember mit starkem Wurzelschnitt umgetopft. Im April, Mai bekamen alle, ausser zwei Bäumen, einen Blattschnitt. Keinen Blattschnitt mache ich, wenn der Baum ungesund ist oder schon einen sehr feinen Austrieb hervorbringt
Hier möchte ich gerne nachfragen weil ich es besser verstehen möchte.
Meine Erfahrung und was ich gelernt habe ist Folgendes:
Im Frühjahr treibt der Baum mit den zuvor in den Wurzeln eingelagerten Reserven aus. Er leert also gewissermaßen seinen Kühlschrank, der in der Bonsaischale nicht so üppig gross ist.
Wenn ich ihm dann direkt nach oder während dem Austrieb die Blätter nehme, hatte er keine Zeit, die Lager wieder aufzufüllen, da er kaum Zeit zur Photosynthese hatte und junge Blätter eh nicht auf 100% laufen.
Folge, der Baum muss mühselig aus den letzten Krümeln einen Neuaustrieb machen und schwächelt. Ja die Blätter werden kleiner, aber nicht weil so viele davon zu versorgen sind, sondern weil der Baum auf dem letzten Loch pfeift.
Wie ich so ne satte Feinverzweigung hinbekommen soll, erschließt sich mir nicht ganz.

Zudem Schafe und Ziegen mschen das an Bäumen in der Natur, die aufgrund dessen viel mehr Reserven in ihren viel grösseren Wurzelbereichen haben.

Ich habe gelernt, Durchtreiben lassen bis nach Johannis, dann sind die Lager wieder zum bersten voll und dann kräftig zurückschneiden, auch mit Blattschnitt wenn der Baum vital ist.
Danach schiebt er aus allen Ecken und Kanten und verdoppelt seine Laubmasse und die Verzweigung macht nen Satz noch oben.
Im Herbst dann wenn die Blätter verwelkt sind, nochmal ein kräftiger Schnitt.
Viele Grüße,
    Moya

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Jürg Stäheli
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Re: Rotbuche Doppelstamm

Beitrag von Jürg Stäheli »

Hallo Moya,
danke für deine Ausführung. Was du beschreibst, so wie du vorgehst, klingt das sehr überzeugend und du zeigst ja auch ein hervorragendes Ergebnis in deinem neuen Thread " Rotbuche Mehrfachstamm". So wie du die Mechanismen schilderst, könnte ich das nicht, da fehlt mir das Wissen. Ich kann nur beobachten und vergleichen. Der Spanier hat hervorragende Ergebnisse, die ich auch haben möchte. Ich werde weiterhin mit frühem Blattschnitt experimentieren, deinen Thread aber mit grossem Interesse beobachten und meine Vorgehensweise mit der Zeit allenfalls korrigieren.
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Moya
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Re: Rotbuche Doppelstamm

Beitrag von Moya »

Hallo Jürg,

Ich glaube die Wahrheit liegt wie so oft irgendwo in der Mitte.
Dass Dein spanischer Kollege so grossen Erfolg hat liegt wohl (seine wie Du schilderst exzellente Erfahrung ausgenommen) auch am spanischen Klima welches doch ein Anderes ist als in unseren Breiten.
Bei Dir im warmen Südwesten ist es ja auch nochmal anders als bei mir z.B. wo ein recht ruppig-rauhes Klima herrscht.
Hier hats aber auch Rotbuchen, da legst Di nida. Die wachsen in einer Höhe von ca 900müM auf einem Plateau.
Das sind irre Bäume mit Stammufängen die man fast nicht glauben mag.
rb.jpeg
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Viele Grüße,
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Jürg Stäheli
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Re: Rotbuche Doppelstamm

Beitrag von Jürg Stäheli »

Hallo Moya,
jetzt hast du mich aber endgültig neugierig gemacht. Bitte sag doch, wo ist diese einzigartige verdrehte Buche, die du da zeigst?
Da leg i mi net nur nida, da ge i hin. :-D
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abardo
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Re: Rotbuche Doppelstamm

Beitrag von abardo »

Nimmt es ganz genau, sind die dicken Buchen aber nicht "ein Baum". Das sind mehrere Sämlinge gewesen.
Den "verdrehten" könnte man in Bonsaigrösse wohl recht einfach nachahmen ...
Grüße, Frank
___________
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Moya
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Re: Rotbuche Doppelstamm

Beitrag von Moya »

Moinsen zämme,
Jürg Du findest diese Buche und einige Weitere dieses Kalibers unterhalb des Nägelehauses auf der Zollernalb.
Das Verdrehte kommt von den starken Winden, die da über die Hochebene fegen.
Viele Grüße,
    Moya

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Jürg Stäheli
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Re: Rotbuche Doppelstamm

Beitrag von Jürg Stäheli »

Moya, das ist ja gar nicht weit, die werde ich mir jedenfalls mal anschauen. Die nahe gelegene Burg Hohenzollern möchte ich ohnehin wieder einmal besuchen. :-D
Laubgeflüster
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Re: Rotbuche Doppelstamm

Beitrag von Laubgeflüster »

Jürg Stäheli hat geschrieben: 08.01.2021, 08:21 Moya, das ist ja gar nicht weit, die werde ich mir jedenfalls mal anschauen. Die nahe gelegene Burg Hohenzollern möchte ich ohnehin wieder einmal besuchen. :-D
Das kannst du dabei sehr gut verbinden. Vom Nägelehaus gibt es einen angenehmen Weg bis zum Zellerhorn. Von dort hat man wohl den berühmtesten Blick auf die Burg Hohenzollern.

Viele Grüße
Nicklas
Zuletzt geändert von Laubgeflüster am 08.01.2021, 12:41, insgesamt 1-mal geändert.
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